Dieser Artikel ist Teil des creaffective New Work Glossars.

Was ist ein Business Model Canvas?

Jede Idee braucht ein funktionierendes Geschäftsmodell, wenn sie sich langfristig halten und möglichst viele Menschen erreichen möchte. Der Business Model Canvas (BMC) ist ein einfaches und spielerisches Vorgehen eine Geschäftsidee zu beschreiben und zu visualisieren. Canvas stammt aus dem Englischen und bedeutet so viel wie Leinwand oder Gemälde. Der Business Model Canvas wird vor allem für die Geschäftsmodell-Entwicklung eingesetzt. Anstelle eines langen Business-Plans können Gründungswillige ihr Konzept übersichtlich darstellen und weiterentwickeln. Wobei ich auch festhalten möchte, dass der BMC einen Business-Plan nicht ersetzen kann.

Ein definierter Canvas, wie die BMC bringt Fokus und Flexibilität in einem. Ein Business Modell Canvas gibt vor, welche Elemente für den Geschäftserfolg notwendig sind und hilft aufzuzeigen, wo es eventuell noch Schwachstellen gibt.

Wir können 3 Bereiche voneinander unterscheiden:

Welche Mehrwerte werden (für Kunden) erzeugt und wie werden diese vermittelt?
In diesem Abschnitt des Business Model Canvas werden die Grundlagen gelegt: Wer ist die Zielgruppe der Geschäftsidee? Für welches Problem wollen diese Menschen eine Lösung (hier spricht man auch von Kundennutzen, den die Lösung erzeugt)? Auf welchen Wegen werden die potentiellen Kunden erreicht? Welche Beziehung pflege ich zu den Kunden?

Auf welche Weise werden diese Werte erzeugt?
Wenn wir wissen, welche Werte wir schaffen, können wir überlegen, welche Aktivitäten dafür nötig sind und Ressourcen eingesetzt werden sollten. Gibt es Themen, die an Kooperationspartner auslagert werden sollten?

Wie werden dadurch Gewinne generiert?
Am Ende wird die Finanzplanung betrachtet. In welcher Form werden Erlöse generiert? Welche Kostenstruktur ergibt sich aus den Planungen?

Der Business Modell Canvas kann aber auch in einer anderen Reihenfolge bearbeitet und ausgefüllt werden.

Wo kommt das Konzept Business Model Canvas her?

Entwickelt von Alexander Osterwalder im Jahr 2004 hat sich der Business Model Canvas als wichtigstes Werkzeug bei der Geschäftsmodell-Entwicklung etabliert. Sein Buch „Business Model Generation: A Handbook for Visionaries, Game Changers, and Challengers“ und seine Webseite können wir nur empfehlen.

Was sind typische Herausforderungen bei der Anwendung eines Business Model Canvas?

Den Mehrwert zu beschreiben, den ein Produkt liefert ist häufig gar nicht so leicht. Hier hat Alexander Osterwalder neben dem BMC den Value Proposition Canvas entwickelt. Damit lässt sich sehr simpel die Frage beantworten: Was muss ich potenziellen Kunden anbieten, um für sie interessant zu werden?

Daneben ist hervorzuheben, dass es sich bei dem Business Model Canvas um eine schnelle Variante der Geschäftsmodellentwicklung handelt. Alle Bereiche des Canvas sollten in der Folge überprüft, qualitativ validiert und quantitativ verifiziert werden. Es ist wichtig, einen Überblick über die Marktgröße, die technische Machbarkeit des Angebotes zu bekommen und die Finanzierung auch in „harten Fakten“ zu durchdenken. Ohne diese ist auch der beste BMC wertlos.

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