In unseren Kreativtrainings und Innovationsworkshops arbeiten wir meistens mit Post-it Haftklebezetteln, um Ideen festzuhalten und flexibel sortieren zu können. Ein weiterer Aspekt in systematischen Prozessen des kreativen Denkens wie Creative Problem Solving und Design Thinking ist der Einsatz von Kreativitätstechniken und anderer Techniken, die das Denken einer Gruppe organisieren und strukturieren.
Für spezielle Anwendungen, wie zum Beispiel zur Entwicklung neuer Geschäftsmodelle gibt es sehr hilfreiche Vorlagen wie den Business Model Canvas oder den Customer Journey Canvas. Auch hier können die praktischen Haftklebezettel zum Einsatz kommen, um verschiedene Alternativen auf einem Canvas zu generieren.

Es gibt viele Gründe, auch heute im Zeithalter von Smartphones und Computern ab und zu analog zu arbeiten und Papier und Stift zu nutzen. Dennoch machen auch digitale Lösungen Sinn und bieten manchmal große Vorteile, zum Beispiel, wenn die Mitglieder einer Gruppe sich an unterschiedlichen Orten befinden und nur virtuell arbeiten können. Da wäre es praktisch virtuelle Post-its zu haben. Manche unserer Kunden haben sich selbst virtuelle Whiteboards gestrickt, um die Arbeitsweise eines Kreativworkshops ungefähr abbilden zu können.

Kürzlich habe ich eine interessante Lösung entdeckt, die die oben erwähnten Vorlagen von Techniken mit virtuellen Post-its kombiniert: Den Canvanizer. Dort ist es möglich virtuelle Klebezettel mit zum Beispiel dem Business Model Canvas oder dem Service Design Canvas oder auch anderen Denkwerkzeugen, wie der SWOT-Analyse zu verbinden.
Noch befindet sich der Canvanizer, entwickelt von einer Gruppe aus Nürnberg in den Anfangsstadium mit nur rudimentären Funktionen. Ich finde die Benutzung bereits in diesem Stadium sehr einfach und intuitiv und kann mir viele Einsatzmöglichkeiten vorstellen.