Machtpolitische Voraussetzungen für Denkwerkzeuge in Teams?

Eine vielleicht auf den ersten Blick etwas komische Frage. Jeder kann Denkwerkzeuge für sich persönlich mit hohem Mehrwert einsetzen, keine Frage. Dazu muss man lediglich vom Mehrwert einer Methode für sein tägliches Arbeiten überzeugt sein.

Interessant wird es, wenn man versucht als Vorreiter Denkwerkzeuge in Gruppen einzusetzen, die vorher noch nicht damit gearbeitet haben. Hier stelle ich mir die Frage, ob es leichter ist, dies von einer Positionen der Stärke heraus zu tun, z.B. als Teamleiter oder Geschäftsführer? Ich denke ja. Die Anfahngshürden sind in diesem Fall niedriger, denn man kann in dieser Position zumindest ohne Probleme einen Versuch starten. Wie schaffe ich es, als „normaler“ Mitarbeiter, Teams zum Einsatz von Denkwerkzeugen zu bringen und damit bestehende Vorgehensweisen zu verändern? Das ist sicherlich schwieriger. Das hängt einmal davon ab, wie offen die Kultur eines Unternehmens ist, neue Dinge auszuprobieren. Möglicherweise gibt es rotierende Verantwortliche für Meetings und Workshops, so dass man beim nächsten Mal das einfach ausprobieren kann. Schwierig ist es auf alle Fälle, gegen gewohnte – wenn auch ineffektive Vorgehensweisen – einen Kontrast zu setzen.
Dieses Problem trifft nicht nur auf den Einsatz neuer Vorgehensweisen zu, sondern ist ein allgemeineres Problem in Organisationen.

Als Seminarleiter kann ich die Teilnehmer zumindest in soweit unterstützen, als dass ich es als Transferaufgabe gebe, die neuen Techniken auch in der Gruppe einmal anzuwenden. Somit gibt es eine externe Rechtfertigung es einmal zu versuchen. Oft ist das Eis dann, wenn man es einmal erfolgreich angewendet hat, gebrochen.

Wie sind Ihre Erfahrungen oder auch Meinungen?

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