Die Pyramide des Bücherlesens – Teil 1

Mittwoch, 21. Januar 2009

Stellen Sie sich vor, Sie lesen ein Sachbuch, das Sie für Ihre Arbeit oder Ihr Studium benötigen. Während des Lesens markieren Sie sich mit dem Leuchtmarker einige wichtige Stellen. Nachdem Sie das Buch gelesen stellen Sie es wieder in das Regal zurück. Als Sie eine Woche später einem Kollegen etwas zum Inhalt des Buches erzählen sollen, merken Sie, dass Sie das meiste bereits schon wieder vergessen haben und sogar Schwierigkeiten haben, die Grundaussagen noch zu rekonstruieren. Kommt Ihnen das bekannt vor?

Wenn man wie oben beschrieben an Sachbücher herangeht, dann ist das leider zu erwarten. Das liegt in der Funktionsweise unseres Gehirns begründet. Wer Inhalte eines Sachbuches nicht nur lesen muss, sondern diese auch für die weitere Arbeit benötigt, oder wer es einfach schade findet, nach dem Lesen eines Buches bereits nach einer Woche fast nichts davon behalten zu haben, für den möchte ich ein anderes Vorgehen vorstellen. Ich nenne es die Pyramide des Bücherlesens. Dieses Vorgehen übe ich mit Teilnehmern meiner Mind Mapping Seminare und speziell in Mind Mapping Seminaren für das Studium.

Die Pyramide steht als Metapher für ein bestimmtes Vorgehen, das auf vier aufeinander aufbauenden Schritten besteht. Ziel dieser Herangehensweise ist es, nach dem Lesen eines Sachbuches mehr zu behalten und mit relativ geringem zeitlichen Aufwand sich die Inhalte eines Sachbuches wieder präsent zu machen.



Die Basis: Mitschriften anfertigen
Es ist für unser Gehirn schlicht und einfach unmöglich, sich auch nur die wichtigsten Inhalte eines Buches einfach nur dadurch zu behalten und nachhaltig zu verstehen, dass wir diese einmal lesen. Die Lernspsychologie und die Pädagogik betonen hier die Bedeutung von Mitschriften. Prof. Stangl von der Universität Linz, der ein wirklich großartige Sammlung von Lerntipps aufbereitet hat, bezeichnet Mitschriften als schriftliches Gedächtnis, das wir benötigen, um uns die Inhalte zu merken. Er gibt folgende Tipps, was man beim anfertigen von Mitschriften beachten sollte:

  • Stichwörter in nicht-linearer Folge anordnen
  • nicht alles wörtlich mitschreiben
  • Das Gehörte in Beziehung zu bereits Bekanntem setzen!
  • Das Gehörte strukturieren!
  • System von Abkürzungen und Symbolen entwickeln!
Für regelmäßige Leser dieses Blogs: Kennen Sie eine Technik, über die ich dauernd schreibe und die all diese Anforderungen berücksichtigt?
Ja, es schreit gerade zu nach Mind Mapping.

Für alle, die sich mit der Technik ausreichend sicher fühlen, empfehle ich, die Mitschriften in Mind Mapping Form anzufertigen, da diese eine Menge an Vorteilen gegenüber linearen Zeilenteppichen aufweist.
Infos zu Mind Mapping:Ich persönlich bin dazu übergegangen, meine Mind Map Mitschriften elektronisch zu erstellen mit der Software iMindMap und einem Tablet-PC.

Stufe 2: Eigene Gedanken eintragen
Wenn man etwas liest, ist es selten so, dass man von einem Thema überhaupt keine Ahnung hat und alles neu ist. Im Gegenteil, meist lesen wir Bücher in unserem Fach- oder Interessensgebiet und während des Lesens kommen uns eine Menge Ideen und Assoziationen zu anderen Inhalten. Diese sollten Sie unbedingt aufschreiben. Wenn diese Gedanken thematisch zum Thema passen und es sich nicht um Ideen handelt, die in eine ganz andere Richtung führen, dann sollten Sie diese Gedanken zu Ihren Buchmitschriften hinzu schreiben. Dadurch schaffen Sie zusätzlich Lernanker, um die Inhalte zu verarbeiten und Sie erweitern den Kontext des Gelesenen durch eigene Anmerkungen. Besonders spannend finde ich es, diese eigenen Gedanken nach einiger Zeit beim Wiederholen (siehe Stufe 3) der Inhalte wieder zu lesen und zu erweitern.
Auch für das Eintragen von eigenen Gedanken zu den Mitschriften bietet Mind Mapping ein in Bezug auf den Schreibprozess und die Visualisierung vorteilhaftes Vorgehen an.
Wie genau das funktioniert, habe ich in einem Artikel zu Rein und Raus Schreiben erklärt.



In Teil 2 werde ich die Stufen 3 und 4 vorstellen.

Die Mind Mapping Regeln als Video

Sonntag, 18. Januar 2009

Vor zwei Jahren habe ich hier auf dem Blog eine dreiteilige Serie über die Mind Mapping Regeln veröffentlicht (Teil 1, Teil 2, Teil 3). Wer mit Mind Mapping effektiv arbeiten möchte und die Möglichkeiten dieser Technik wirklich nutzen möchte, der sollte nach diesen Grundregeln vorgehen. Vielen Menschen fallen schriftliche Erklärungen schwer und bevorzugen eine andere Form der Informationsvermittlung. Deshalb möchte ich ein 12 minütiges Video (Quicktime) zur Verfügung stellen (das für eine Buchproduktion entstanden ist), in dem ich die Grundregeln des Mind Mapping erkläre. Die Qualität ist nicht die beste, aber ich denke, man kann das Wichtigste sehen.








Adventskalender der Denkwerkzeuge 3: Die Grundregeln für divergierendes und konvergierendes Denken

Mittwoch, 3. Dezember 2008

Zentral für die Effektivität von Denkwerkzeugen und kreativen Prozessen ist, dass die beiden Arten (divergierend und konvergierend) des Denkens streng getrennt sind und nicht vermischt werden (siehe Tag 2).
Das ist leider in den seltensten Fällen der Fall. Wer kennt das nicht, in einem "Kreativmeeting" oder "Brainstorming" bringt einer Person eine Idee und sofort beginnen andere in ihrer Reaktion zu erklären, warum das zwar ganz nett ist, aber leider nicht funktioniert.
Diese Vermischung findet auch im Kopf jedes Einzelnen statt, z.B. in der Form, dass wir gewisse Dinge gar nicht äußern, weil wir uns bereits vorher im Kopf zensieren.
Durch diese Vermischung geht viel Potential verloren und es besteht außerdem die Gefahr, dass wir relevante oder wichtige Dinge übersehen.

Die Grundregeln für divergierendes Denken

  • Beurteilung zurück stellen
  • Quantität für Qualität
  • wilde Ideen suchen
  • auf Bestehendem aufbauen / Verbindungen herstellen


Die Grundregeln für konvergierendes Denken
  • bejahende Beurteilung anwenden
  • den Neuigkeitswert am Leben lassen
  • die Zielsetzung überprüfen
  • fokussiert bleiben
Da es kurze Posts werden sollen, werde ich zu den einzelnen Regeln nicht ins Detail gehen.
In moderierten Workshops werden diese Regeln für alle immer sichtbar gezeigt und vor dem Einsatz der jeweiligen divergierenden oder konvergierenden Denkwerkzeuge noch einmal kurz wiederholt.

Die Frucht wächst am Rande des Baumes - Teil 3

Dienstag, 12. August 2008

ein Gastbeitrag von Bauingenieur Stefan Scheurer-Schäfle.
Die bisherigen Beiträge: Teil1 und Teil 2. Stefan hat sich inzwischen aufgrund der Artikelserie ein eigenes Blog ins Leben gerufen. Dort findet sich auch bereits Teil 4 der Serie.



Lampenfieber bei Fliegen

Es liegt nahe, bei der Problemlösung zunächst nach einem geeigneten Instrumentarium, also einem bestimmten Lösungsalgorithmus, einer Methode Ausschau zu halten. Müssen jedoch bei der Lösungsfindung grundsätzlich neue Wege begangen werden, ist dies wie in den vorausgegangenen Kapiteln angedeutet nur möglich, in dem das Problem auf verschiedenste Art und Weise repräsentiert wird.

Eine Mindmap könnte ein solches Repräsentationsinstrument sein. Muss aber nicht! Konzeptmaps, Wortwolken, Netzdiagramme, Rich-pictures, 2d- oder 3d-Zeichnungen, mathematische Formeln oder ganz einfache Aufsätze wie dieser hier erweitern die Bandbreite der Möglichkeiten. Und dererlei Möglichkeiten gibt es viele, wie man etwa unter unter dieser Homepage sehen kann.

Im Großen und Ganzen wird also versucht, mit den Mitteln der Anschauung einen Perspektivenwechsel im Denken zu vollziehen mit dem Ziel, das Problem einzukreisen oder zu modellieren. Die Psychologie würde darunter die Aufhebung einer funktionalen oder überhaupt einer Fixierung verstehen.

Tun wir einen Moment lang mal so, als wären wir eine gemeine Stubenfliege. Über die Lösung für das neue Problem wissen wir wenig bis gar nichts. Es herrscht also geistige Dämmerung. Das "einzige", was wir wissen, sind unsere bisherigen Lebenserfahrungen und Denkmuster -im übertragenen Sinne eine Glühbirne. Wir werden also immer wieder hinfliegen, uns die Nase verbrennen, bzw. das Problem nicht lösen. Unser Denken geht also immer in Richtung Glühbirne, solange nichts anderes passiert.

Ich bin mir sicher, dass die Fliege so oft gegen die heiße Glühbirne stößt, bis die Sensorik leidet und das Bewusstsein einschränkt oder eine Panikreaktion auftritt.
Bei Panik wird allerdings die Handlung nicht mehr durch das ursprüngliche Problem der Nahrungssuche bestimmt, sondern durch das Problem der drohenden Konsequenzen, eben Tod, ersetzt.
Und damit hat Panik Auswirkungen auf die Lösung: Die Fixierung zum Licht wird aufgehoben und die Fliege entkommt aufgrund anderer (panischer) Bewegungsmuster aus dem offenen Fenster.

Verursacht die heiße Glühbirne ein Verlust des Augenlichtes, leidet also die Sensorik, wird die Fixierung ebenfalls aufgehoben und die Fliege verschwindet ebenfalls aus dem offenen Fenster. Wenn auch mit wenig Hoffnung auf ein dauerhaftes Überleben.

Panik und Sensorik!
Was wir zur konstruktiven Vorgehensweise bei der Lösung von Problemen auf keinen Fall gebrauchen können ist, in eine nötigende Zwangslage zu kommen. Es darf keine Panikreaktion aufkommen, noch sollte die nötige Sensorik (Sensibilität) leiden. Beides hat aber im Fall der Fliege "geholfen", weil durch die Problemersetzung eine andere Vorgehensweise gewählt wurde oder durch die Einschränkung der Sensorik (Sinne) eine gänzlich andere Vorgehensweise gewählt werden musste. Also sollte die Problemersetzung oder die Einschränkung der Sensorik durch die Vorgehensweise bzw. das Verfahren übernommen werden.

Mit der Entscheidung für eine Mindmap oder irgend ein anderes Verfahren sind immer Einschränkungen verbunden, die Auswirkungen auf den Grad der Annäherung an die reale Problematik haben. Die Wahl des Verfahrens täuscht somit den Verlust an Sensorik bzw. Sensibilität vor und hilft uns dabei gewohnte Pfade und Denkmuster zu verlassen.
Das eigentliche Problem wurde durch die Anwendung eines bestimmten Verfahrens in anderer Form repräsentiert.

Thesen 01: die Problemersetzung

  • Der Verlust der Sensorik ist verbunden mit der Wahl des Lösungsverfahrens bzw. einer Mind Map. Sie verändert die Sensibilisierung und damit die Sichtweise für ein Problem.
  • Die Panikreaktion aufgrund drohender Konsequenzen ist durch verstärkte Erläuterung der Äste bzw. durch weitere Ideen neutralisiert werden.
Ihr müsst Chaos in euch haben, um einen tanzenden Stern zu gebären (Nietzsche)
Was meint ihr: wie viel Verständnis, wie viel Voraussetzungen bei einer Mind-Map in den Ästen, -also nur in den gezeichneten Linien versteckt sind? Ich behaupte, dass die Linien eigentlich verdichteter Text sind! Z. B. zerlegen wir ein Objekt in seine Eigenschaften und zeichnen im Nachhinein Linien. Vielleicht etwas grob formuliert, aber wir schreiben zwei Substantive auf und "verschleiern" die Verben, die vermutete (richtige oder falsche) Erklärung zur Beziehung durch einen Zweig oder Ast.
Liegt in den Ästen nicht das kreative Potential, die "dunkle Materie" einer Mind-Map? Eine Aufgabenstellung, dargestellt durch 2 Überschriften und einen gezeichneten Ast, -gewissermaßen als Platzhalter für die Erläuterungen zur Beziehung. Dieser Vorgang erinnert mich an einen Artikel im creaffective-Blog über laterales Denken. Laterales Denken kommt hier zum tragen, da du deine vermutete Beziehung irgendwann und irgendwie durch Querdenken erklären musst.

Zergliederungsmethoden der 1. Ordnung: Atomisieren
Gibt es aber noch weitere Möglichkeiten wie die zuvor beschriebene Vorgehensweise für das Zergliedern von Themen (in Mind Maps)? Einfache Vorgehensweisen zur Zergliederung von Themen habe ich nachfolgend zusammengefasst und als "Zegliederungsmethoden der 1. Ordnung" bezeichnet.

Hierunter fallen die:
  • Vorgehensweisen zur Zergliederung von Themen in Unterthemen, welche vor einem gesicherten Wissenshintergrund durchgeführt werden. Die Beziehung, also der Ast oder Zweig zwischen zwei Knotenpunkten ist eine allgemein anerkannte sowie wissentlich richtige Beziehung und kann später sprachlich, bildlich oder textlich ohne großen Aufwand erläutert werden.
  • Vorgehensweise zur Erstellung von Mindmaps durch Zergliederung von Themen in Unterthemen vor einem ungesicherten Wissenshintergrund bzw. aufgrund von Vermutungen. Diese Beziehungen können sich später als richtig oder falsch erweisen und werden durch Quer- oder Rückwärtsdenken im Nachhinein bestätigt (...oder nicht).
  • Vorgehensweisen zur Erstellung von Mindmaps, durch instinktive, gefühlsbetonte "Zergliederung" des Themas im Sinne eines Clusterings. Sehr schnell notierte Stichpunkte oder Assoziationen, um dem "Gravitationsfeld" ausgetretener Denkpfade zu "entkommen".


All diesen Methoden ist gemein, dass Themen ohne weitere Einschränkungen zergliedert werden. Gibt es aber darüber hinaus höherwertigere Zergliederungsmethoden? Zergliederungsmethoden, die noch mehr Gesetzmäßigkeiten aufweisen als ein bloßes "Atomisieren"! Solche eine Methode habe ich versucht zu entwickeln und möchte sie im folgenden vorstellen.


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Interview with Dr. Michael Hewitt-Gleeson about thinking skills

Dienstag, 15. Juli 2008

Dr. Michael Hewitt-Gleeson co-founded the School of Thinking (SOT) together with Edward de Bono in 1979. He is author of numerous books, consultant on thinking, selling and leadership as well as speaker and trainer.



Florian Rustler: Michael, you created the School of Thinking (SOT). For some people that might be an unusual concept that you need a school that teaches you how to think. A lot of people are of the opinion that they know already how to think. Why is there a necessity for having a School of Thinking?

Dr. Michael Hewitt-Gleeson: That is a very good question, Florian, and one that I have been asked many times especially when we started it 29 years ago. Thinking is a human skill, like singing, running or breathing. Certainly breathing is something that all of us can do naturally. If you, however, want to become an opera singer you need breathing skills beyond the natural skills. You will have to develop beyond that natural ability and become a virtuoso. You will need to learn twists, and shortcuts and tricks. These tricks a coach might show you so that your skills develop above the normal level. It is all about the difference between a natural ability, that we all have, and a developed skill that makes you a virtuoso.

Let's look at that natural ability to think. People by nature start out on different levels of that natural ability. Some are more sophisticated, others less. Could SOT training help the person who starts from the lower level to eventually overtake the other?

Yes, it can. That is actually quite easy to achieve! The bigger challenge has to do with the different wiring of the brains in terms of culture. We all have a genetic brain that comes with certain evolved abilities that have been selected by nature over the millennia. But how the individual brain becomes wired up is very much determined by the culture it find itself in. For example, a Chinese brain may be wired up along the Confucian lines whereas a European or even Australian brain is strongly influenced by the logic-system which was developed by the Greek philosophers Plato and Aristotle and later spread around by the Europeans via the Christian church. This main software was been spread around by Christian missionaries and eventually also imported into Australia. This Greek software operates as the right/wrong model--that the world made up of right and wrong and that you should always avoid wrong answers and choose the right answers. So it becomes very interesting to train thinkers who have such different brain wiring in terms of their cultural background.

Does a different brain wiring in terms of cultural background require different thinking skills for people to develop? Do western logic-based brains require different training than Confucian-based brains?

Yes, you can, of course, specifically look at the cultural wiring and develop bespoke trainings for a specific background. Or, you can do what we have done which is to create a generic universal brain software. The universal brain software is based on the genetic model of the human brain, so regardless of what your cultural background is, universal thinking tools or brain software are still useful for you to know and to use.

This universal brain software is part of what you teach in the School of Thinking. Is that related to what you call CVS2BVS? What does that mean and why do thinking tools have these cryptic names and abbreviations?

(Laughs) The concept of using abbreviations is widely used in training and I got it out of the military leadership training I received during service in the Australian army in the Viet Nam war – the most amazing training I have received so far. When you train 20-year old men to go into battle and to lead other 20-year old men you have to have very powerful training techniques. One of them is to tag a complicated set of instructions with very quick and easy trigger commands. In battle, complicated and often counter-intuitive skills had to be exercised in highly emotional circumstances where you don't have time to say a long paragraph but you might just say something like "ambush left" or "eject, eject, eject"! That command must immediately trigger a rehearsed and competent skill or reaction. So what you learn in the military is practice, repetition and rehearsal (PRR) and to learn powerful skills that can be triggered with a very short trigger pattern.

CVS2BVS symbolizes a digital switch which flips from one position to another position. The first position is CVS, which is the "current view of the situation". So whatever you are thinking at the moment, that is your CVS. Everyone has a CVS, no matter what your cultural background. CVS is a generic situation. The switch can now be moved from CVS to BVS which stands for the "better view of the situation", which is measured as a ten times better view of the situation. We use this formula CVS X10 = BVS.

CVS2BVS enables you to escape. You can escape from your current view of the situation to a ten times better view of the situation. This BVS again is individual and unique for each individual thinker.

From my own experience teaching thinking, that is not an easy thing to do for many people, to consciously escape from the CVS and look for a BVS.

That’s true. Especially logic-based thinkers tend to defend the ‘rightness’ of their CVS rather than to escape from it and search for a BVS. However the more you practice the skill the better you get at it and the easier it will be for the trained thinker to do it.

Let's get back to the right-wrong system you mentioned which is so dominant in the West ...

Plato was one of the first in history who came with the concept of TRUTH, an arrangement of information that is so perfect that it would be called THE TRUTH. He noticed the more we thought, the more we explored and the more we examined, we could get closer and closer to what he called the truth. Plato wanted to promote the idea of thinking, exploring and experimenting so he established that concept of TRUTH. But, let's be fair to Plato: He claimed that humans could never get all the way there only the gods could have total and complete truth. The problem was that later the church monopolized the TRUTH concept and claimed that only they had THE TRUTH. Now, with this claim, we have an entirely different exercise which is defending the truth instead of exploring and searching for the truth.

That is the kind of behavior we can nowadays see in a lot of discussions ...

Yes that is what we call the dichotomy, the dialectic of right versus wrong. There is no gray in between. You are either right or wrong. That can develop into an extremely narrow position as we see with various kinds of fundamentalists: We are right and god loves us and everyone else is wrong. Possibly so wrong that we may even justify killing them. That's of course an extreme version of this kind of thinking. Most people of course don't think that way and are open enough to change their mind but in an extreme version this kind of thinking can be very dangerous.

Unübersichtliche Mind Maps

Freitag, 14. März 2008

In den letzten zwei Wochen hatte ich Gelegenheit, einige interessante Vorträge über Japan und japanische Geschichte zu besuchen.
Wie immer habe ich Mind Map-Mitschriften (siehe Bilder 1 und 2) angefertigt und wie immer während des Vortrags von meinen unmittelbaren Nachbarn interessierte, verwunderte und undefinierbare Blicke zugeworfen bekommen. Nach den Vorträgen entwickelten sich – auch wie fast immer – Gespräche, in denen ich erklären durfte, was Mind Maps sind und wie und wozu man diese einsetzen kann.

Einer meiner Gesprächspartner merkte an, dass ihm Mind Maps immer so unübersichtlich vorkommen und ihn das deshalb davon abgehalten hat, sich näher damit zu beschäftigen.
Für die meisten Außenstehenden, die ein fremdes Mind Map betrachten, kann dieses unübersichtlich wirken. Das ist völlig normal und mit ein Grund, warum Mind Maps so gut funktionieren!







Beide Mind Maps wurden auf DIN A4 Papier und einem Satz Stabilos live während der anderthalbstündigen Vorträge erstellt und danach nicht überarbeitet. Zum Vergrößern auf die Bilder klicken!

Mind Maps als visuelles Abbild der individuellen Assoziationen und Gedanken

Ein Mind Map ist eine externe Repräsentation, die die Assoziationen des Verfassers darstellt. Dadurch, dass Mind Maps nicht mit ausformulierten Sätzen arbeiten, ist es klar, dass ein Außenstehender diese nicht einfach wie einen Text lesen kann.
Um ein Mind Map anderen zugänglich zu machen, muss dieses erklärt und erläutert werden. Anders stellt es sich natürlich da, wenn mehrere Leute gemeinsam ein Mind Map erstellt haben.

Für den Verfasser eines Mind Maps ist diese Aufzeichnung dafür umso einprägsamer, unverwechselbarer als andere Formen der Mitschrift. Dadurch, dass verschiedene Sinneskanäle angesprochen werden (Schlüsselworte, Bilder, Farben, räumliche Verortung der Informationen), bieten sich dem Gehirn weitaus mehr Möglichkeiten, Informationen zu kodieren und abzuspeichern.
Wie Mind Maps richtig erstellt werden, habe ich vor einiger Zeit in einer dreiteiligen Serie erklärt (Teil 1, Teil 2, Teil 3). Wenn das Mind Map nach den Mind Mapping Regeln (nach Tony Buzan) erstellt wurde, ist die Grundstruktur und die Verortung der Informationen immer gleich und schnell, einfach und verständlich nachvollziehbar. Bild 3 zeigt die Tiefe der Zweigebenen meiner Mitschrift. Bei jedem Zweig ist erkennbar, auf welche (inhaltlichen) Ebene sich dieser befindet und wo die Information im Gesamtzusammenhang zu verorten ist.


TO-LO-PO-SO-GO: Die Stufen SO & GO

Sonntag, 27. Januar 2008

Vorherige Artikel:



Die letzten beiden Phasen nenne ich gemeinsam, da diese oft in einander überlaufen können.

In der SO-Phase geht es darum die bis jetzt generierten Ideen, die erst einmal völlig unzensiert in die Breite gingen, zu reduzieren und zu bewerten und schließlich umsetzbar zu machen. Daher das Bild des Trichters (siehe Bild 1).



Bild 1 zeigt eine mit Mindjet MindManager erstellte Visualisierung der TO-LO-PO-SO-GO-Methode. Gut sichtbar sind die in der PO-Phase generierten Ideen. In der SO-Phase heißt es nun so what? Was passiert nun? Von den in der PO-Phase gefundenen Ideen sind sicherlich nicht alle gleich gut und brauchbar. Daher sollte man die besten und vielversprechensten Ideen herausgreifen und nun in der SO-Phase weiter entwickeln. In Bild 1 wurde die besten Ideen mit Symbolen für Priorität 1 und Priorität 2 versehen. Bild 2 zeigt die Visualisierung aus Bild 1 nun in gefilterter Form nur noch mit den Ideen, die es in die SO-Phase geschafft haben.



Wie werden die Ideen weiterentwickelt?
Dies kann ganz "normal" in Form eines Gesprächs und einer Diskussion geschehen, ohne das dafür eine bestimmte Methode zum Einsatz kommt.
Bleibt man am Modell von deBono, können (müssen aber nicht) auch in dieser Phase wieder Denktechniken zum Einsatz kommen. Zum Beispiel kann man sich Mithilfe eines PMI in kurzer Zeit über positive, negative und interessante Punkte einer Idee bewusster werden und dann das bisherige Konzept verändern. Handelt es sich um eine Idee, die noch viel Gesprächs und Entwicklungsbedarf hat, dann können zum Beispiel auch die Sechs Hüte zum Einsatz kommen, um die Frage möglichst umfassend zu betrachten.

In der GO-Phase geht es nun darum, die Ergebnisse in die Tat umzusetzen. Manchmal ist die Phase nicht nötig, weil es sowieso klar ist, wer etwas macht und wann etwas gemacht werden sollte, z.B. dann, wenn man die Methode alleine anwendet.
In anderen Situation müssen in der GO-Phase die Aufgaben verteilt und Zwischenschritte festgelegt werden.
Ich persönlich nutze gerne eine Visualisierungssoftware wie MindManager und trage die Ergebnisse der SO- und GO-Phasen in den Hauptzweig der PO-Phase ein (siehe Bild 2). So muss ich nicht alles noch einmal schreiben, sondern kann in den gefilterten Ergebnissen der gleichen Visualisierung arbeiten.

Brainstorming: Worauf man achten sollte!

Mittwoch, 28. November 2007

Anfang des Jahres habe ich einen einführenden Post zu Brainstorming geschrieben, in dem ich die Technik allgemein vorstelle. Auch da hat der eine oder andere sicherlich gedacht: Warum macht er das? Brainstorming können wir doch sowieso alle. In der Tat werden in jedem Unternehmen jeden Tag viele "Brainstormings" gemacht, allerdings so, dass diese der Intention der Methode nicht gerecht werden.
Wie es funktioniert und welche Fehler man vermeiden sollte, dazu haben sich zwei Experten zu Kreativprozessen Gedanken gemacht: David Jeggle von Ideentower nennt die drei wichtigsten Gründe, warum Brainstormings scheitern und was man dagegen tun kann. Mario Pricken nennt 11 Gründe, warum Brainstorming lieber lassen sollte... und stattdessen ein Seminar bei ihm besuchen sollte :-)

Thinking Club – Zweites Treffen

Sonntag, 3. Juni 2007

Am vergangenen Donnerstag ist der Thinking Club mit nun schon vier Leuten zum zweiten Mal (siehe Post zum ersten Treffen) zusammen gekommen. Thema der zweiten Sitzung war: APC. Die Abkürzung steht für Alternatives, Possiblities and Choices, was im Endeffekt aber immer auf das Gleiche hinaus läuft: nämlich die Suche nach Alternativen.
Wie auch bei PMI (Thema des ersten Treffens) signalisiert APC, dass nun ganz bewusst für einen begrenzten Zeitraum ein Werkzeug eingesetzt wird, das nach bestimmten Regeln funktioniert. Der normale (d.h. freie, assoziative und diskussionsartige) Denkmodus wird für die Zeit des APC verlassen. In dieser Zeit wird nur nach Alternativen gesucht, erst einmal unabhängig, ob diese gut oder schlecht, wahrscheinlich oder unwahrscheinlich etc. sind.
Grundsätzlich lassen sich zwei Arten von Alternativensuchen unterscheiden. Alternativen zu einer Lösung/ Erklärung innerhalb einer Herangehensweise (linkes Bild) und Alternativen, die einem völlig neuen Ansatz folgen (rechtes Bild).


Alternativensuche: nicht unendlich
Man könnte auf diese Weise stets immer weiter nach Alternativen suchen und niemals zufrieden sein bzw. niemals zum Ende kommen. Damit würde man sich selbst lähmen und die Alternativensuche wäre so nicht nur nicht zielführend sondern kontraproduktiv. Deshalb muss es man hier einen sinnvollen Schnitt definieren, an dem man mit der Alternativensuche (und damit Verbesserungssuche) aufhört und die gefundene Lösung annimmt. Auch hier gilt wieder die Parato-Regel: in 20% der Zeit lassen sich 80% der sinnvollen Alternativen finden, der Großteil der Zeit geht dann für die Suche nach wenigen und geringfügig besseren Lösungen drauf (siehe Bild 2). Daher sollte man die Suche nach einer gewissen Zeit abbrechen. Meist ist aber das Problem nicht, dass zu viele Alternativen und zu viel Verbesserungsschritte gesucht werden, sondern, dass gar nicht nach Alternativen gesucht wird, aus welchem Grund auch immer.



Die Agenda:


  • Einführung Thinking Tool: APC: Alternatives, Possibilities and Choices

  • Übung 1: (6 Minuten)
    Einzelarbeit APC (2 Minuten): Eines Morgens sieht man eine Frau, die drei rote Socken im Garten vergräbt, jeden in einem anderen Loch. Wie lauten alternative Erklärungen.
    Feedback in der Gruppe (4 Minuten)

  • Übung 2: (7 Minuten)
    Zweiergruppen (3 Minuten): Finden Sie verschiedene Wege um die Menge an Flüssigkeit zu messen, die ein Mensch innerhalb von 24 Stunden zu sich nimmt.
    Feedback in der Gruppe (4 Minuten)

  • Übung 3 (max. 8 Minuten): Es werden nacheinander Alternativen generiert, jeder ist abwechselnd an der Reihe. Wer nicht weiter weiß kann passen.
    Finde alternative Möglichkeiten Energie zu sparen, im Haus und im Allgemeinen.

  • Übung 4: (7 Minuten)
    Zweiergruppen (3 Minuten): Ein Vater findet heraus, dass sein 18 jährige Sohn das Familienauto verkauft hat, um Schulden zu bezahlen. Der Sohn erzählt nun, wer das Auto gekauft hat. Welche Handlungsmöglichkeiten bleiben dem Vater?
    Gruppenfeedback (4 Minunten)

  • Diskussion (10 Minuten)

    • Wann suchen wir nach Alternativen und wann nicht?
    • Was sind die Gefahren, wenn man immer nach Alternativen sucht?
    • Warum ist es oft schwierig, Alternativen zu finden?
    • Sollten wirklich alle Alternativen aufgezählt werden, auch die unwahrscheinlichen?
    • Was sind Schwierigkeiten beim Anwenden von APC in Gruppen?


  • Übung 5: (6 Minuten)
    Am Anfang 2 Minuten Denkzeit für jeden.
    Alternativen, die die gleichen Funktionen erfüllen, wie: eine Leiter, eine Tasse, eine Uhr, ein Schlüssel, Geld.

  • Übung 6 (7 Minunten)
    Finde alternative Erklärungen (Nicht Lösungsmöglichkeiten) für das folgende Problem: Ein Gefühl immer größerer Unsicherheit trotz immer besser werdender Sicherheitstechnik.
  • Ausblick weitere Sessions: Methoden des lateralen Denkens


Fazit der Diskussion:

  • Wir suchen nicht Alternativen, wenn wir keine Notwendigkeit sehen, unsicher sind (und uns deshalb nicht weiter verunsichern möchten), überfordert sind, glauben keine Zeit zu haben, wenn die Suche unwirtschaftlich ist oder weil wir schlicht darauf konditioniert sind, nicht weiter zu suchen.

  • Wir begeben uns auf die Suche nach Alternativen, aus Perfektionismus (hier ist ein Schnitt besonders wichtig), aus Unzufriedenheit, aus dem Wunsch nach Verbesserung und aus Langeweile. Ganz oft ist eine Krise der Auslöser, die ein grundlegendes Umdenken und die Suche nach Alternativen fordert.

  • Warum ist es oft so schwierig Alternativen zu finden? Ein wichtiger Grund könnten geistige Pfadabhängigkeiten sein. Je öfter wir gewisse Denkweisen anwenden, desto gefestigter werden diese und desto schwieriger wird es, diese wieder zu verlassen (so funktioniert unser Gehirn). Politischer oder religiöser Idealismus könnte ein weiterer Grund sein, es ist uns aufgrund der Zugehörigkeit zu einer Partei oder Religion einfach nicht möglich (erlaubt) in einer andere Richtung zu denken. Oft ist es schlicht und einfach unangenehm nach einer noch besseren Lösung zu suchen, das könnte uns dazu zwingen, über uns nachzudenken und ggf. unsere Meinung zu revidieren.

  • Auch in dieser Runde haben wir wieder festgestellt, dass Humor ein wichtiger Katalysator bei der Suche nach alternativen und neuen Ideen ist. Bei Humor passiert genau das, was man mit vielen Kreativitätstechniken erreichen möchte: Zwei Dinge, die man zuerst nicht in Zusammenhang bringt, werden miteinander verknüpft.

  • Allerdings gibt es auch Gefahren, die die Suche nach Alternativen mit sich bringt: Manchmal entsteht Verunsicherung, je länger man sucht, desto unsicherer wird man. Der Aufwand und die Komplexität eine Entscheidung zu finden steigen, deshalb ist der Schnitt so wichtig. Zu viele Alternativen führen möglicherweise zu einer Polarisation der Teilnehmer und es kommt zu unangenehmen Diskussionen.




Fazit

Auch dieses Mal haben wir wieder sehr von unseren völlig unterschiedlichen Berufen, Hintergründen und Herangehensweisen profitiert, da wir uns so immer wieder gegenseitig zu neuen Sichtweisen angeregt haben. Erst waren wir uns nicht sicher, wie viel ein so „banales“ Werkzeug, wie APC wirklich hergeben wird und wann immer wieder überrascht, was für Alternativen wir gefunden haben (das nächste Mal freuen wir uns einfach, wenn unser Auto weg ist, dann können wir wenigstens ein neues kaufen :-)). Wichtig für die Anwendung und den Erfolg der Tools ist es, sich an die auf den ersten Blick sehr strengen Regeln und Vorgaben zu halten, sonst wird es schnell beliebig und ineffektiv.

Die Regeln von Denktechniken – alles nur Dogma?

Samstag, 7. April 2007

Ich halte mich gerade mal wieder in Asien auf und kann einmal mehr erfahren, dass das Verhältnis zwischen Schülern und Lehrern, sowie die Art Dinge zu vermitteln hier ein ganz anderes ist, als bei uns im Westen. Gerade, wenn es um die so traditionelle Künste, wie Kampfkünste und die Teekunst geht, fällt mir sehr stark auf, dass die Regeln nach denen etwas geschieht, erst einmal wenig hinterfragt und selten geändert werden. Die Denkweise, die mir in Asien immer wieder begegnet und dir mir auch ein chinesischer Taiji-Meister immer wieder eingebleut hat, ist es, sich auf alle Fälle an die vorgegebenen Regeln zu halten (auch wenn einem diese vielleicht auf den ersten Blick unsinnig erscheinen). Die Begründung war die, dass ich das erst nach einer gewissen Zeit der Übung nachvollziehen und begreifen könne und dann würde sich mir auch der Sinn dieser und jener Regel erschließen.
In einem Interview mit Martin Röll, das ich heute gelesen habe geht es am Rande auch um Regeln, in diesem Fall um die Regeln des Produktivitätssystems Getting Things Done (GTD). Rölls Credo lautet hierbei Erlaubt ist, was funktioniert. Auch der Kommentar von Andreas Weinberger betonte noch einmal, dass es nicht darum geht sklavisch irgendwelchen Regeln zu folgen.

Das hat mich zum Nachdenken gebracht: Nun frage ich mich, wie wichtig diese Regeln bei Denktechniken eigentlich sind und ob, wie und wann man diese ändern sollte?
In meinen Seminaren erkläre ich natürlich auch immer die Mind Mapping Regeln (auch hier auf diesem Blog) und achte darauf, dass die Leute diese Regeln einhalten, weil ich davon überzeugt bin, dass der Erfolg des Mind Mapping mit von diesen Regeln abhängt. Brainstorming ist ein weiteres Beispiel, auch hier denke ich, dass der Erfolg eines Brainstormings auch davon abhängt, ob die grundlegenden Brainstorming-Regeln beachtet werden, z.B., dass Ideen nicht kritisiert und beurteilt werden.
Natürlich werden Regeln immer wieder geändert und manchmal bringt das auch Fortschritt. Für mich ist nun die Frage, wann jemand die Regeln ändern sollte, um ein System eine Technik noch besser oder passender zu machen? Um wieder am Beispiel des Taiji zu bleiben, hatte der Meister natürlich recht und nach einer gewissen Zeit hat es plötzlich Klick gemacht und ich habe den Sinn der Regel erfahren und verstanden, obwohl ich oft versucht war, es doch einfach anders zu machen und von seiner scheinbar dogmatischen Position abzuweichen.

Ich weiß hier keine genaue Antwort. Meine Beobachtung ist, dass die Regeln besonders am Anfang äußerst wichtig sind und ich – in meiner Rolle als Seminarleiter - auf deren Einhaltung achte (die Hintergründe allerdings auch zu erkläre, um die Regeln sozusagen nicht nur aufzustellen, sondern diese auch richtig zu verkaufen). Ich kann natürlich niemanden hindern, die Regeln nach dem Seminar über den Haufen zu werfen, ich selber überlege bei anderen Techniken auch immer wieder, ob ich das nun wirklich so machen muss und passe das eine oder anderen dann auch für mich an. Ich bin allerdings sehr vorsichtig mit dem Ändern, weil sich der Sinn und Vorteile mancher Dinge erst nach längerer Zeit erschließen und sich das Durchhalten doch schon oft gelohnt hat.