Getting things done – der Workflow-Prozess

Im ersten Teil bin ich bereits auf den groben Ablauf des workflow-Prozesses bei Getting Things Done (GTD) eingegangen. Nach David allen ist das Erfolgsgeheimnis der Methode, dass alle eingehen Informationen (egal, ob auf Papier, elektronisch oder in Form von Gedanken) in einem vertrauenswürdigen System abgelegt und verarbeitet werden.
Dafür gibt es in GTD ein ausgefeiltes „Container-System“, in das die Informationen gelegt werden, um dann weiterverarbeitet zu werden.
Allen unterscheidet zwischen zwei Arten von Daten: zeitspezifisch und zeitunspezifisch.

Für die zeitspezifischen Informationen gibt es den Kalender. Hier werden alle Dinge reingeschrieben, die zu einer bestimmten Zeit erledigt oder gesehen werden sollten – und nur solche, also z.B. der Zahnarzttermin, aber auch das Telefonat, das unbedingt am Freitag zwischen 10 und 11 erledigt werden muss. Alles andere hat nach Allen nichts im Kalender zu suchen.

Für alle zeitunspezifischen Information gibt es ein workflow-System bestehend aus vier verschiedenen Kategorien (Bild 1). Diese müssen selbstverständlich nicht als Map dargestellt werden. Ich verknüpfe allerdings wieder die Vorteile eines Maps mit der GTD-Technik, um den Prozess zu visualisieren.


Die Sortierung der zeitunspezifischen Informationen
Hier unterscheidet Allen wieder zwischen zwei Arten von Daten. (1) Dinge auf die man nicht reagieren muss und (2) Dinge, die man ausführen kann/ muss.

zu 1. Für Dinge, auf die man, wenn sie einen erreichen, nicht mit einer Handlung reagieren muss, gibt es drei Möglichkeiten.


  • in den Müll damit
  • diese sollten zu einem spezifischen Zeitpunkt gesehen werden -> Kalender
  • diese dienen als Referenz, um diese bei Bedarf wieder anzusehen. Dann kommen diese in den Ordner/die Ablage/ den Zweig Referenz (siehe Bild)


zu 2. Dinge, auf die man reagieren muss, auf die eine Handlung folgt können ebenfalls in drei Arten unterteilt werden.

  • dauert die Handlung weniger als 2 – 3 Minuten, dann sollte diese sofort erledigt werden
  • ist die Handlung delegierbar (die sind mir am liebsten), dann sollte die Aufgabe an die entsprechende Person delegiert werden. Die Information kommt dann in die Kategorie waiting for, da ich nun ja auf jemanden anderes warte, diese Aufgabe für mich zu erledigen.
  • kann die Aufgabe nicht sofort erledigt werden, dann fällt diese in die Kategorie Projekte/next actions. Ist das Projekt zeitspezfisch, dann ab damit in den Kalender (z.B. XY zum Geburtstag gratulieren). Ist die Aufgabe nicht an eine spezifischen Zeitpunkt gebunden, sollte aber so schnell wie möglich erledigt werden, dann kommt diese in die Kategorie Projekte/next actions. Hier wird alles gesammelt, was erledigt werden muss. Diese Aufgaben kann man nun wieder mit Remindern versehen, damit man regelmäßig daran erinnert wird, oder diese sonst irgendwie katgorisieren und priorisieren.


Dieses System lässt sich auch sehr schön auf E-Mails anwenden, dazu habe ich kürzlichen diesen Artikel entdeckt.
Innerhalb der Kategorien kann man nun wieder mit Unterkategorien arbeiten, z.B. Projekte persönlich, beruflich...

Aus meiner Erfahrung steht und fällt das System damit (und das betont Allen immer wieder), dass wirklich alles in dieser Form abgelegt wird und dass man sehr diszipliniert in regelmäßigen Abständen seine Container durchforstet.

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Da GTD eine eingetragene Marke ist, hier folgender Hinweis:
Florian Rustler is not licensed, certified, approved, or endorsed by or otherwise affiliated with David Allen or the David Allen Company which is the creator of the Getting Things Done® system for personal productivity. GTD® and Getting Things Done® are registered trademarks of the David Allen Company. For more information on the David Allen Company's products, please visit their website: www.davidco.com.

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Kommentare

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  1. Andreas Weinberger schreibt:

    Mein beruflicher Infoflow/Workflow basiert auf Outlook und dort gehe ich ähnlich vor, allerdings auf das Werkzeug abgestimmt.

    Ich räume die Inbox bei jeder Gelegenheit komplett leer. Dabei die Grundregel jedes Mail nur dann überhaupt zu öffnen, wenn ich es nicht schon aufgrund des Betreffs in den Müll schmeissen kann. Jedes offene Mail das kurzfristig beantwortet werden kann sofort beantworten, jedes Infomail an die entsprechende Aufgabe hängen oder die entsprechende Map senden und dann löschen. Jedes Mail dass eine größere Aufgabe darstellt mit einem Mausklick zu einer Aufgabe machen (Schaltfläche: Senden an Ordner Aufgaben).

    Zeitspezifische Dinge für die ich bestimmte Zeitblöcke reservieren muss landen daher im Kalender (Besprechungen, Reisen, Telefonate, ...). Zeitspezifische Dinge ohne bestimmte Zeitblöcke landen in der Taskliste (verbunden mit pauschalen "Task-Liste abarbeiten"-Zeitblöcken). Das wichtige ist dann, die Kalenderansicht zusammen mit der Task-Liste anzuzeigen und in den Pauschalblöcken die Tasks einfach nach Prio abzuarbeiten.

    Gefühlsmäßig arbeitet mir GTD zu viel mit "dummen" Listen und macht sehr viel Aufwand beim "Durcharbeiten", den man sich evtl. sparen kann, wenn man "intelligente" Listen verwendet und sich beim Anlegen des Listeneintrags etwas mehr Aufwand macht (Kategorien vergeben, Zeitpunkte einpflegen, Priorisierung,...) weil man sich dann mit unterschiedlichen Ansichten der zentralen Task-Liste sehr schön die to dos auflisten lassen kann (z.B. sogar solche Sachen wie "die Aufgaben zum Projekt X in absteigendem Alter der Aufgabe").

  2. Florian Rustler schreibt:

    ich habe so ein System auch (privat) in Thunderbird und (beruflich) in Outlook eingerichtet. wobei ich bestimmte E-Mails über den Outlook Linker zusätzlich noch in mein Map importiere, um alle Infos auf einen Blick greifbar zu haben. So mache ich das auch mit Terminen, die ich im Outlook eintrage und dann per Outlook-Linker in mein Map importiere.

    Das mit deinen Listen würde mich genauer interesieren. Ich hatte erst relativ viele verschiedene Ordner für meine Mails, beispielsweise für jeden Kunden. Allerdings wurde der Aufwand das alles zu durchforsten und auch ja nichts zu vergessen dann relativ schnell sehr hoch, so dass ich jetzt dazu über gegangen bin, beruflich mit folgenden Listen zu arbeiten:
    - next steps
    - waiting for
    - maybe (für jeden Kunden)
    - referenz (für jeden Kunden)

    Damit komme ich ganz gut zurecht.

  3. Harald Schmid schreibt:

    GTD erinnert mich an die Löhnmethode (www.loehnmethode.de). Die Loehnmethode ist eine Methode für das Selbstmanagement, und behauptet von sich selbst, ganzheitlich und einfach erlernbar zu sein.

    Ich habe die Methode mehrere Monate getestet. Meiner Meinung nach hält sie was sie verspricht.

  4. Florian Rustler schreibt:

    Interessant, habe ich bis jetzt noch nicht gehört. Die Website verrät leider nicht wirklich, wie es funktioniert. Dafür muss man wahrscheinlich ein Seminar besuchen :-) Gibt es da ausführlichere Infos?

  5. Harald Schmid schreibt:

    Man muss entweder ein Seminar besuchen, oder sich das Löhn-Paket bestellen, bestehend aus Handbuch und dem Löhn-Terminplaner, der notwendig ist.

    Ich kann dir das Buch ja mitbringen, wenn wir uns das nächste Mal sehen.


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