Geschäftsmodelle für einen Schwellenmarkt

In 3 Tagen zu Geschäftsmodellkonzepten

Unser Kunde ist ein weltweit aktiver Hersteller von elektronischen Geräten. Ein hart umkämpfter Markt in einem Schwellenland hat sich in den letzten Jahren schrittweise gewandelt. Produktfeatures sind nicht mehr das kaufrelevante Kriterium für die Nutzer und Kunden. Der Markt hat sich zu einem Commodity-Markt gewandelt und alle im Markt vertretenen Hersteller können inzwischen Produkte mit ähnlichen Leistungsmerkmalen und ähnlicher Qualität liefern. In angrenzenden Märkten zeichnen sich vergleichbare Entwicklungen ab.

Ausgangssituation vor dem Workshop

Das bisherige Geschäftsmodell unseres Kunden ist darauf ausgelegt, Premiumprodukte zu entwickeln und zu verkaufen und auch einen Premiumaufschlag auf dem Markt verlangen zu können.
Vor dem Hintergrund des gewandelten Marktes und neue Marktteilnehmer wird es mit den bestehenden Produktionsprozessen und der bestehenden Kostenstruktur für unseren Kunden in Zukunft nicht mehr möglich sein, die im Markt verlangten Preispunkte profitabel bedienen zu können.
Es hat sich in den letzten Monaten auch herausgestellt, dass es hinsichtlich der Materialkosten und technischer Eigenschaften der Produkte kaum mehr Möglichkeiten gibt, ein anderes Preisniveau zu erreichen. Daher musste über eine Veränderung des Geschäftsmodells nachgedacht werden. Dazu nutzte unser Kunde einen dreitägigen Innovationsworkshop zur Entwicklung neuer Geschäftsmodelle mit der creaffective Innovationsmethodik. Teilgenommen haben insgesamt 15 Teilnehmer inklusive der kompletten Geschäftsleitung.

Vorgehen im Workshop zur Geschäftsmodellentwicklung

Nach einer dreimonatigen Vorbereitungsphase mit vielen Analyse – und Rechercheaufgaben von Seiten des Kunden startete der Workshop mit einer Präsentation und Sammlung aller vorbereiteten Daten. Diese umfassten die Zusammensetzung der eigenen Kostenstruktur über die gesamte Wertschöpfungskette sowie Erkenntnisse über die Vorgehensweisen der anderen Marktteilnehmer sowie der Bedürfnisse der Kunden im relevanten Marktsegment.

Tag 1 – Den Status Quo visualisieren

Neben einer Vorstellung und Diskussion aller Daten wurden am ersten Tag mit Hilfe des Business Model Canvas die momentanen Geschäftsmodelle unseres Kunden sowie der Hauptmitbewerber expliziert und visualisiert.

Tag 2 – Geschäftsmodell-Optionen entwickeln

Am zweiten Tag generierten zwei Untergruppen mit Unterstützung von zwei creaffective Innovation Coaches jeweils 6 alternative Geschäftsmodell-Ideen. Dabei kamen zwei konkrete Methodiken zur Ideenentwicklung von Geschäftsmodellen zum Einsatz, neben dem allgemeinen creaffective Innovationprozess. Der Business Model Canvas zur Visualisierung relevanter Bausteine eines Geschäftsmodells sowie die 55 Geschäftsmodell-Muster der Hochschule St. Gallen. Einige ausgewählte Muster dienten als Vorlage zur Ideenentwicklung. Dabei wählte jede Gruppe sowohl Geschäftsmodellmuster, die relativ Nahe am Status Quo waren, als auch Muster, die auf den ersten Blick sehr weit entfernt sind.

Tag 3 – Konkrete Geschäftsmodellkonzepte ausarbeiten

Am dritten Tag wählten die beiden Untergruppen die jeweils interessantesten Aspekte aus allen Geschäftsmodell-Rohideen aus, um diese nun zu einem kohärenten Konzept zusammen zu fügen und diese auszuentwickeln.
Dazu wurde wiederum der Business Model Canvas für die Erstskizze verwendet, um einen schnellen Überblick über das Konzept zu erhalten.
In einem iterativen Prozess wurde dann in jeder Gruppe auf Basis des Business Model Canvas ein Detailkonzept ausgearbeitet. Dabei wurde separat die gesamte Wertschöpfungskette des Kunden vom Einkauf bis zum After-Sales-Service betrachtet und die Veränderungen durch das neue Geschäftsmodell diskutiert.
Teil der Detailarbeit war es auch, Möglichkeiten der organisationalen Umsetzung zu erarbeiten, da neue Geschäftsmodelle nicht notwendigerweise mit bestehenden Strukturen umgesetzt werden können.

Ergebnis: Konkretes Konzept mit testbaren Hypothesen

Am Ende des dritten Tages standen zwei detaillierte Konzepte für neue Geschäftsmodellmöglichkeiten, die es dem Kunden ermöglichen könnten, auch weiterhin erfolgreich im spezifischen Marktumfeld bestehen zu können.
Teil der Konzepte sind explizite Geschäftshypothesen, entlang einzelner Bausteine des Geschäftsmodells. Diese werden nun überprüft und getestet, bevor eine Entscheidung über die umzusetzende Variante getroffen wird.
creaffective wird auch den weiteren Prozess punktuell begleiten.

Kontaktieren Sie uns für weitere Informationen: info@creaffective.de