Kreativität- Vorurteile, Fakten und Tips für das neue Jahr

Photo Credit: Marius Brede via Flickr (CC BY-SA 2.0)

Bald ist wieder die Zeit der guten Vorsätze gekommen. Um jedoch die eigene Kreativität im neuen Jahr besonders anzukurbeln, hilft ein besseres Verständnis was Kreativität eigentlich ist und wie sie unterstützt werden kann.

Lässt sich Kreativität lernen oder ist dies etwas, das man in die Wiege gelegt bekommt? Was macht die kreative Person aus?

Kreativität ist eine Fähigkeit, die definitiv gefördert werden kann. Jeder Mensch hat andere Anlagen und Kanäle, auf welche Art er oder sie kreativ wird, dies hängt stark mit unseren Talenten zusammen. Hierbei ist jedoch nicht nur die schöne Kunst oder musikalische Begabung zu verstehen. Wer gut mit Zahlen oder Menschen umgehen kann, sollte diese Kanäle nutzen. Generell gilt: Kreativitätstechniken und Prozesse können von jedermann erlernt werden. Wer Motivation und etwas Sitzfleisch mitbringt, wird schnell Fortschritte erzielen. Viele Menschen behaupten von sich, sie seien nicht kreativ. Doch sinnbildlich gesprochen, muss jeder Muskel trainiert werden, um zu wachsen. Den meisten Menschen ist klar, dass niemand eine neue Sprache spricht, ohne Vokabeln und Grammatik zu erlernen. Jede neue Sache braucht Übung. So auch die Kreativität. Eine kreative Person nutzt spielerisch die ihr greifbaren Talente und Kanäle und schafft es, vorschnelle Bewertungen einer Situation gegenüber zurückzustellen. Sie ist neuem gegenüber unvoreingenommen.

In wieweit ist kreatives und innovatives Denken im Berufsalltag wichtig?

Innovatives und kreatives Denken ist essentiell, wenn Sie Stagnation entgehen möchten. Denn jede fehlende Innovation führt unweigerlich zu Stagnation – Stagnation führt letztlich zu Stillstand. Wenn sich eine Dienstleistung oder ein Produkt gut verkauft, sind Unternehmen derart in ihrem „Brot und Butter-Geschäft“ verhaftet, dass sie oft Innovation außen vor lassen. Nun beginnt ein Teufelskreis, der meist nicht vorteilhaft endet. Kreatives Denken eröffnet Ihnen zudem die Möglichkeit, spontan auf Situationen zu reagieren und allzeit handlungsfähig zu bleiben.

Wie sieht das optimale Umfeld zur Entstehung von Kreativität aus? Braucht es Ruhe oder ist auch ein gewisser Druck von Nutzen?

Es gibt viele äußere Faktoren, die sich günstig oder ungünstig auf die Kreativität auswirken. Wir sprechen in dem Zusammenhang vom sogenannten Klima der Kreativität. Faktoren wie beispielsweise Vertrauen, Freiheit, Verspieltheit, Humor, Ideenzeit, Dynamik und Herausforderungen wirken sich unterstützend auf die Kreativität aus.  Ein klein wenig Druck wie Zeitverknappung etc kann in der Tat kreativitätsfördernd wirken, der Grad ist jedoch schmal und ist mit absoluter Vorsicht zu genießen. Zum Thema Herausforderung ist zu sagen: Die Mischung aus Forderung, aber keiner Überforderung wäre hier der beste Weg. Hier wären die 120 % anzusteuern, da bei konstanter 100%-Forderung sich langfristig die Komfortzone verengt und ich nicht mehr über den Tellerrand blicke. Bei konstant 140 % Herausforderung könnte eine Überforderung eintreten, die Kreativität erneut hemmt.

Welche Kreativitätstechniken sind besonders relevant?

Es gibt unzählige Kreativitätstechniken, kriegsentscheidend ist meist nicht die Technik, sondern eine offene Geisteshaltung. Wer zehn Kreativitätstechniken ausprobiert, zu jeder einzelnen jedoch auschließlich: „Ja, aber (…)“ sagt, gewinnt keinen Mehrwert.  Daher mein Tipp: Versuchen Sie es am Anfang mit einem ganz gewöhnlichen Brainstorming. Jedoch in zweierlei Hinsicht anders:

  1. Achten Sie darauf, dass jeder Teilnehmer sich beteiligt und die Ideen der anderen mitbekommt. Daher wird eine Idee pro Post-it notiert. Wer eine Idee hat, schreibt sie auf, liest sie laut vor und heftet Sie an eine Wand. So arbeitet die ganze Gruppe zusammen und kann auf vorausgegangenen Ideen gleich aufbauen. Es entstehen „Gruppenideen“, Hierarchigefälle werden abgebaut.
  2. Vereinbaren Sie mit der Gruppe, dass Sie für den Moment offen sein möchten, und während der Ideengenerierung sämtliche Beurteilungen zurückstellen. Machen Sie aus einem „ja, aber“ ein „ja, und“. Spielerisch kann für jedes gefallene „Ja, aber“ ein Euro in ein Sparschwein geworfen werden, oder der entsprechende Kollege bringt einen Kuchen mit. Dies fördert zudem das Arbeitsklima, anstatt es zu vergiften – versuchen Sie es!

Viel Spaß beim Ausprobieren, egal ob im alten oder neuen Jahr!

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