Menschen zu Innovation motivieren

Eine wichtige Frage, die in unseren Beratungsprojekten mit Unternehmen zum Thema Innovation und Innovationskultur oft zu Diskussionen führt, ist die Frage, wie Unternehmen ihre Mitarbeiter zur aktiven Teilnahme an Innovationsaktivitäten motivieren können.
Die meist nicht hinterfragte Grundannahme lautet dabei, dass man als Organisation Menschen zu Kreativität und Ideen motivieren sollte und müsste. Die Standardantwort vieler Firmen lautet daher mit Belohnung oder Strafe zu arbeiten. Strafe vielleicht in Form von Zielen, deren Nicht-Erreichen zu Konsequenzen führen. Belohnung meist in Form von (Geld-)Prämien für Ideen etc. Wir beobachten in der Praxis mit unseren Kunden, dass diese Maßnahmen sehr mäßig von Erfolg geprägt sind oder dass diese Arten von Belohnungs- und Bestrafungssystemen zu unerwünschten Nebeneffekten führen. So lässt sich zum Beispiel eine gewisse Anzahl an Ideen erreichen, wenn man für jede Idee eine Prämie in Aussicht stellt, die Qualität der Ideen lässt jedoch oft sehr zu wünschen.

creaffective traf sich kürzlich zu einem eintägigen Videodreh mit Dr. Julia Haager von der Universität Regensburg, die über Kreativität forscht. In einem der längeren Gespräche habe ich mich mit ihr über das Thema Motivation und Kreativität im Unternehmenskontext unterhalten. Dabei haben wir über folgende Sprache diskutiert:

  • Muss ein Unternehmen überhaupt motivieren?
  • Sollte ich nicht eher versuchen, nicht zu demotivieren?
  • Wen muss ich motivieren? Wen nicht?
  • Wie sollte ich motivieren?

Weitere Videos mit Dr. Julia Haager finden Sie hier.

Bleiben Sie mit creaffective up to date

Abonnieren Sie unseren Newsletter oder folgen Sie uns bei Facebook.

2 Kommentare auf “Menschen zu Innovation motivieren
  1. Kreativität kann man nicht lehren, aber wieder entdecken (erlernen), wenn man es will. Sich dazu mit Andersdenkenden treffen ist dabei sicher kein Fehler. Und was die Kreativität fördert und motiviert ist ganz sicher der eigene Vorrat an Wissen, Erfahrung und Wahrnehmungen. Wenn dann die Nullfehler-Kultur im Unternehmen nicht mehr vorhanden ist, werden aus Kreativität, Ideen und daraus Innovationen. Die Persönlichkeit des Mitarbeiters und die Unternehmenskultur müssen zusammenpassen.

    • ich stimme Ihnen zu in vielem was Sie schreiben.
      Ich glaube auch, dass der Mensch in mehrfacher Hinsich zum Unternehmen passen muss: 1. zu dessen Zweck, 2. zu den Menschen und der Kultur im Unternehmen, 3. zur Art wie das Unternehmen arbeitet.
      Ich würde auch unterschreiben, dass man Kreativität nicht lehren kann. Wir machen machen die Erfahrung, dass wir Elemente (Verhaltensweisen, Einstellungen und Vorgehenesweisen), die Kreativität begünstigen anstoßen können und so Einzelne und Teams dabei unterstützen können, kreativer zu sein und kreativ zusammen zu arbeiten.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

*

Newsletter

Social Media
Folgen Sie uns auf Facebook, Twitter oder XING. Wir veröffentlichen zudem regelmäßig auf Medium.com.