Wer out-of-the-box denken will, muss zuerst die Box kennen

Das englische Wort Out-of-the-box-thinking hat es auch ins Deutsche geschafft; man hört es oft, dass es darum gehe out-of-the-box zu denken. Es ist ein geflügelter Begriff für kreatives und ungewöhnliches Denken, das Verlassen von Begrenzungen im Denken und das Hinterfragen von Annahmen.

Die amerikanische Choreographin Twyla Tharp hat in Ihrem Buch „the creative habit“ beschrieben, wie sie an ein neues Projekt rangeht, wenn es zum Beispiel darum geht ein neues Bühnenstück zu choreographieren. Ausgangspunkt für alle Ihre Bühnenstücke und für jedes Projekt ist eine große schwarze Box in die sämtliche Recherergebnisse der nächsten Wochen und Monate reinkommen, alle Fundstücke, Daten, Fakten und möglicherweise mit dem Projekt in Zusammenhang stehende Dinge landen in dieser Box. Tharp konstruiert sich somit Ihre Projekt-Box die den Status quo absteckt und definiert. Erst wenn diese Box vorhanden ist und Form angenommen hat, dann ist nach Tharp out-of-the-box-Denken in Hinblick auf neue Lösungen möglich.

Vor der kreativen Problemlösung kommt die kreative Problemdefinition

Bild 1: Creative Problem Solving

Viele Zitate, die anerkannten kreativen Denkern zugeschrieben werden, weisen auf die Bedeutung der Schritte vor der Entwicklung origineller Ideen und Lösungen hin. Einstein hält die Definition der richtigen Frage wichtiger als das Finden von Lösungen. „Es ist besser ungefähr richtig zu legen, als exakt daneben“ lautet ein anderes Zitat, was darauf hinweist, erst die Innovationsstoßrichtung besser zu verstehen, bevor man sich an die Lösungsentwicklung macht.

In den großen Schulen der kreativen Problemlösung wie dem Creative Problem Solving Modell (Bild 1) und dem Design Thinking (Bild 2) steht die kreative Problemdefinition vor der kreativen Problemlösung. Im Creative Problem Solving Modell sind das die Schritte Situation einschätzen und Herausforderungen formulieren im Design Thinking spricht man VerstehenBeobachten und Synthese. Zuerst wird als die Box definiert, dann kann außerhalb der Box gedacht werden. Auch dabei der Definition der Box ist eine Menge Kreativität nötig, gilt es doch Annahmen zu hinterfragen und möglichst viele – anfangs widersprüchliche – Informationen zu verarbeiten und daraus Sinn abzuleiten.

Wer also erfolgreich out-of-the-box denken möchte, sollte zuerst Zeit darauf verwenden, die Box zu beschreiben.

Bild 2: Design Thinking

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Ein Kommentar auf “Wer out-of-the-box denken will, muss zuerst die Box kennen
  1. Guten Tag,

    ich wollte anfragen, wieviel ein Inhouse-Seminar/Workshop zum Thema „out-of-the-box denken“ für ca. 8 Mitarbeiter kosten würde. Wielange würde ein solcher Workshop dauern? Unser Unternehmen sitzt in Wien. Vielen Dank für Ihre Antwort

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