Modelle der kreativen Problemlösung – Teil 3: Creative Problem Solving

Die Entwicklung von Creative Problem Solving begann in den 50er Jahren mit Alex Osborn und Sidney Parnes in Buffalo, USA. Alex Osborn war damals Partner der Agentur BBDO und war unzufrieden mit der Art und Weise wie Problemlöse-Sitzungen bei BBDO abliefen. Nachdem er einige dieser Sitzungen auf Band aufgenommen hatte und sich diese wiederholt angehört hatte entwickelte er die Technik das Brainstorming und die für die erste explizite Formulierung die für das kreative Denken elementaren Grundregeln des divergierenden (entwickelnden) und konvergierenden (bewertenden) Denkens.
Brainstorming als Technik stellt jedoch nur einen kleinen Ausschnitt eines Kreativprozesses dar. Alex Osborn und Sidney Parnes entwickelten in den folgenden Jahren die ersten Version des Creative Problem Solving Modells.
Nach 50 Jahren kontinuierlicher Forschung und Weiterentwicklung liegt das Modell in der dritten Version vor (siehe Abbildung ) Creative Problem Solving gehört somit neben TRIZ zu den Modellen der kreativen Problemlösung mit dem meisten wissenschaftlichen Hintergrund.

Creative Problem Solving ist das generischste Modell, da es nicht aus dem Design Bereich (Design Thinking) oder der erfinderischen Problemlösung (TRIZ) kommt und damit keinen Fokus in eine bestimmte Richtung hat. Dennoch kann es für beide Bereiche zum Einsatz kommen. Die Visualisierung des Modells zeigt, dass es sich auch hier um einen flexiblen und Modularen Prozess handelt, der nach Bedarf in Ausschnitten wiederholt werden kann und keiner festen Reihenfolge folgen muss, jedoch oft in der unten dargestellten Form abläuft.

Diese Schritte lauten:

  • Die Vision erkunden: Finden oder entwickeln eines lohnenswerten Ziels / Herausforderung,
  • Die Situation einschätzen: Einen Überblick über die wichtigsten Daten zur Herausforderung erhalten.
  • Herausforderungen formulieren: Einen Überblick über den Rahmen des Problems und Hinweise zu den wichtigsten Ansatzpunkten für eine Lösung.
  • Ideen erkunden: Eine Liste von ausgewählten Ideen, die das Problem lösen könnten.
  • Lösungen formulieren: Ausgefeilte Lösungen, die umgesetzt werden können.
  • Akzeptanz erkunden: Kenntnis über Schlüsselfaktoren und Personen, die eine Lösung unterstützen und Maßnahmen, um Hürden zu beseitigen.
  • Einen Plan formulieren: Ein Handlungsplan mit einer Aufstellung, wer was bis wann erledigt und an wen berichtet.

Creative Problem Solving ist das Modell, dass wir in unseren Kreativitätstrainings vermitteln und das meistens in den creaffective Innovationsworkshops und Strategieworkshops zum Einsatz kommt, vor allem dessen weil es so flexibel einsetzbar ist.

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