Gewohnheiten kreativer Menschen: Verwendung konstruktiver Sprachmuster

Bisher in dieser Serie
Gewohnheit 1: Ein Notizbuch für alle Ideen und Gedanken

In diesem Artikel möchte ich mich dem Sprachgebrauch kreativer Menschen beschäftigen. Nach ein paar Minuten Gespräch mit einer Person lässt sich anhand der verwendeten Sprachmuster viel über deren Denkweise ableiten.

Nehmen Sie folgende Beispiele als Ausgangssituation:

  • Sie stellen Ihren Bekannten Ihren Plan vor eine vier monatige Auszeit zu nehmen, weil Sie sich neu orientieren möchten.
  • Sie reden mit Menschen, die noch nie davon gehört haben über die Idee des bedingungslosen Grundeinkommens.

Die Reaktionen von Person 1 könnten zum Beispiel so ausfallen: Kopfschüttelnd beginnt er/ sie zu sprechen „Das würde ich auf keinen Fall machen, weil“, „Das geht nicht, weil…“, „Ja, aber das ist zu gefährlich und dauert zu lange.“

Ein kreativer Mensch wird Ihnen vielleicht folgendermaßen reagieren: Er / sie wird erst einmal weitere Fragen stellen und mehr wissen wollen. Die Phrase „Ja, aber…“ kommt in seinem Sprachgebrauch nicht oder nur äußerst selten vor.
Ein kreativer Mensch ist erst offen das was Sie sagen. Ein Schlüsselcharakteristikum von kreativen Menschen ist die Fähigkeit vorschnelle Beurteilungen zu vermeiden und eine Bewertung erst einmal zurück zu stellen.
Ein weitere Gewohnheit ist die Verwendung bestimmter Sprachmuster. Statt „Ja, aber…“ kommt ein „Ja, und…“.
Schwachstellen oder negative Aspekte eines Vorschlags einer Idee werden nicht als Feststellung geäußert, sondern in Form einer lösungsorientierten Frage gestellt.
Anstelle von „das dauert zu lange…“ heißt es statt dessen „Wie könnte man es schneller durchführen?“ Der Unterschied ist, dass die zweite Äußerung zur Suche nach Lösungen und Verbesserungen anregt.

Selbstverständlich müssen die Formulierungen nicht genau in dieser Form verwendet werden, aber auf die grundlegende Richtung kommt es an.
Achten Sie beim nächsten Gespräch einmal auf sich und Ihr Gegenüber.

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