Von der Idee zur Lösung

Kann man die Begriffe Idee und Lösung eigentlich als Synonyme gebrauchen?
In den meisten Fällen nicht. Eine Idee stellt eine Vorstufe zur einer Lösung dar und muss auch anders behandelt werden wir eine Lösung.

Idee als Lösungsmöglichkeit
Ideen verstehe ich als eine Lösungsmöglichkeit oder Lösungsrichtung auf eine bestimmte Frage. Ideen sind Ansatzpunkte, die in den meisten Fällen noch ausdetailliert und verfeinert werden müssen.
Wenn z.B. die Ausgangsfrage lautet: „Wie können wir häufiger in Kontakt mit potenziellen Kunden kommen?“ dann könnte eine Idee dazu sein: Regionale Informationsveranstaltungen abhalten und potenzielle Kunden einladen.
In seltenen Fällen können die erste Ideen bereits Lösungen darstellen. Ich denke da z.B. an das Finden von Produktnamen oder Werbeslogans. Hier ist es denkbar, dass die erste Ideen auch gleich eine Lösung darstellt. Meist wird vermutlich auch hier weiter gefeilt werden.

Lösungen als detailliertes und belastbares Konzept
Eine Lösung hingegen ist ein wohl überlegtes Konzept, dass auch einer kritischen Überprüfung stand halten kann. Mit einem solchen relativ ausgefeilten Konzept kann man dann in die Umsetzungsplanung gehen und diese Lösung gegen die „Ja, aber…“-Sager verteidigen.

Wie aus Ideen Lösungen werden
In von mir moderierten Innovationsworkshops durchlaufen wir meist (abhängig von Thema, Zeit und Workshopziel) den folgenden Prozess:

Vorauswahl: Nach einer Phase der Ideenfindung müssen aus den vielen Ideen eine überschaubarere Anzahl an Ideen ausgewählt werden, auf dir wir uns im weiteren konzentrieren, z.B. aus 200 Ideen werden 30 ausgewählt. Diese können dann noch einmal nach bestimmten Kriterien geclustert werden, um die weiteren Arbeitsschritte zu erleichtern. Die Cluster können dann z.B. wiederum mit Hilfe eines Mind Maps oder eine Logikbaums visualisiert werden.

Erstbewertung: Die übrigen Ideen werden dann mit Hilfe von Denkwerkzeugen nach für den Klienten relevanten Kriterien bewertet, so dass wir eine Übersicht über die relativen Stärken und Schwächen der Ideen bekommen.
Aus dieser Erstbewertung lässt sich dann noch einmal eine Priorisierung der wichtigsten Ideen vornehmen, die dann erst einmal weiter bearbeitet werden.

Ausdetaillierung: Bei den meisten Ideen kommt jetzt noch die Frage, „wie konkret?“ Das bedeutet, dass nun noch einmal Ideen (!) gesammelt werden, wie die Ursprungsidee im Detail aussehen kann.

Systematische Verbesserung: Die nun bereits ausdetaillierte Idee wird nun noch einmal verbessert. Dabei fließen die bereits in der Erstbewertung gefundenen Schwachstellen mit ein sowie weitere Identifizierte Schwachstellen, die man nun versucht auszuschalten.

Lösungsblatt: Die so entstandene Lösung wird nun in ein Lösungsblatt eingetragen, das die Lösung kompakt präsentiert.

Aufbereitung der Lösungen
Die nun entstandenen Lösungen können nun noch einmal nach den zuvor gewählten Kriterien betrachtet werden, um nun einen besseren Überblick darüber zu erhalten, welche Lösung welche Kriterien in welchem Maße erfüllt.
Die Lösungen können nun ähnlich wie die Ideen vorher in einer Matrix (siehe Bild) angeordnet werden um das Gespräch darüber und eine mögliche Endauswahl zu erleichtern.

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