Version 4 von Buzan’s iMindMap

Die Stillschweigevereinbarung ist aufgehoben, nun darf geschrieben werden. Die vierte Version von Buzan’s iMindMap steht kurz vor der Veröffentlichung und wartet mit interessanten kleinen und großen Änderungen.

Die wichtigsten Neuerungen: Präsentationsmodus und Audionotizen

Was man von anderen Mind Mapping Programmen kennt, kommt nun auch bei iMindMap: Ein Präsentationsmodus. In der Version 3 hat sich iMindMap noch mit der Hilfskonstruktion einer Powerpoint- oder OpenOffice-Präsentation beholfen. Jetzt ist ein zumindest optisch sehr ansprechender Präsentationsmodus im Programm enthalten, der meiner Meinung nach aber noch nicht wirklich praxistauglich ist, da er dem Benutzer zu wenige Möglichkeiten der Steuerung lässt. Mehr dazu weiter unten.

Eine weitere Neuerung, die es meines Wissens nach bei anderem Programmen nicht gibt und die wirklichen Zusatznutzen bietet, sind die Audionotizen. Zu jedem Zweig lassen sich nun auf Wunsch Notizen aufsprechen, die dann in die .imm-Datei gespeichert werden. Das funktioniert über einen einfach zu bedienenden eingebauten Audioeditor.
Ich habe die Audionotiz-Funktion vor einigen Monaten mal hier auf dem Blog als Idee vorgeschlagen und auch an die Entwickler von iMindMap geschickt. Ob mein Vorschlag aufgenommen wurde, oder ob es sowieso schon geplant war, weiß ich nicht. Schön ist, dass die Funktion jetzt verfügbar ist.

Die dritte auffällige Funktion, die in der Version 4 verfügbar ist, sind sogenannte Zweig-Boxen (siehe Bild 1). Diese sind dafür gedacht, mehr Text auf einen Zweig zu schreiben und diese optisch von anderen Zweigen abzuheben.

Ansonsten zeichnet sich die neue Version von iMindMap vor allem durch viele kleine Detailverbesserungen aus, die die Nutzung vereinfachen bzw. verbessern, wie z.B. eine Formatierungsbox für individuelle Zweige.

Wie auch bereits beim meinem Post zur Version 3 von iMindMap getan, möchte ich auch für die Version 4 von iMindMap Rückmeldung mit der PPCO-Technik geben.

Plus: Was gefällt mir gut

  • die Tatsache, das ein Präsentationsmodus nun integriert wurde
  • die Audionotizen, die eine weitere Möglichkeit bieten, Informationen in Mind Maps zu kodieren
  • die Formatierungsbox für jeden Zweig mit welcher wichtige Funktionen schnell zugreifbar werden
  • eine kleine aber fundamentale Änderung im Projektmanagement Modus: Es ist nun möglich, für jeden Zweig einzeln festzulegen, ob dieser in einer Gantt Ansicht erscheint (siehe Bild2), oder nicht. In der letzten Version war dies noch nicht möglich, was dazu führte, dass jeder Zweig automatisch auch im Gantt-Diagramm dargestellt wurde, was sehr unübersichtlich war und die Benutzung des Projektmanagement Modus fast unmöglich gemacht hat. Nun ist es möglich, auch wenn die Funktion sehr gut versteckt ist und immer noch umständlich zu bedienen ist.
  • die Textansicht von iMindMap, die auch die Bilder mit beinhaltet. Bei anderen Mind Mapping Programmen wird hier teilweise nur Text angezeigt, Zweige die keinen Text enthalten, sondern lediglich aus einem Bild bestehen erscheinen dann leer, was die Interpretation erschwert.

  • die Einfachheit in der Bedienung des Programms trotz steigender Funktionsvielfalt
  • die wirklich vielen Möglichkeiten ein Mind Map optisch ansprechend zu gestalten und es völlig frei zu gestalten, wie mit Papier und Stift.

Potentials: Zu welchen positiven Entwicklungen könnte es in der Zukunft führen?

  • iMind Map könnte sich in ein mächtiges Tool (ähnlich wie MindManager) verwandeln und dabei trotzdem seine Besonderheiten, besonders hinsichtich der Mind Map Optik, behalten.
  • iMindMap könnte besonders im Bereich Projektmanagement für kleine Projekte interessant werden, indem Filterfunktionen hinzugefügt werden und damit individuelle Ansichten innerhalb eines Map möglich werden, wie z.B. bei der Erstellung von Startcentern.
  • Mit iMindMap könnten wunderschöne Präsentationen mit dem Präsentationsmodus entstehen, wenn er noch etwas handhabbarer gemacht würde
  • iMindMap könnte besonders für Nutzer von Tablet-Laptops eine phantastische Alternative zum Mappen mit Papier und Stift darstellen. Für mich ist es das bereits

Concerns: Bedenken, die ich sehe:

  1. Wie könnte man die Zweig Boxen flexibler gestalten?
  2. Auf welche Weise könnte man den Präsentationsmodus besser bedienbar machen?
  3. Wie lauten alle Möglichkeiten, wichtige Befehle schneller zugänglich machen?

Overcome Concerns: Meine Ideen, um die obigen Bedenken auszuräumen.
Vielleicht stellen diese für die iMindMap Entwickler ja eine Basis da, diese weiter zu entwickeln und zu verfeinern.

Zu 1:

  • Zweigboxen individuell anpassbar machen
  • es ermöglichen sowohl Höhe als auch Breite manuell zu verändern
  • die Zweige zur Zweigbox ungefähr so lang machen wie die Box und diese nicht unnötig verlängern

Zu 2:

  • es ermöglichen, im Präsentationsmodus einzelne Zweige flexibel ein- und auszuklappen
  • es dem Benutzer ermöglichen, mit einem „Weiter“-Knopf immer den nächsten Zweig zu öffnen, ohne dabei sämtliche Unterzweige zu öffnen
  • eine Option einbauen, die die Abspielgeschwindigkeit veränderbar macht
  • es ermöglichen, zu Beginn der Präsentation die Hauptzweige sichtbar zu machen
  • es ermöglichen, die automatische Zoom-Funktion abzustellen, so dass es weniger verwirrend wirkt

Zu 3:

  • Im Projektmanagement-Modus eine Funktion einbauen, schnell und einfach Zweige in das Gantt-Diagramm einzufügen bzw. auszuschließen.
  • Die Formatierungsbox individuell konfigurierbar machen
  • Versuchen, weniger mit verschachtelten Kontextmenüs zu arbeiten

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