Innovative Lösungen schaffen: Das CPS-Verfahren in der Anwendung

Kürzlich habe ich das CPS-Verfahren vorgestellt. Mit diesem flexiblen und vielfältigen Prozess kann man auf strukturierte Weise in kurzer Zeit umsetzbare Lösungen für Herausforderungen generieren. Der Prozess muss dabei nicht immer als komplett durch exerziert werden, sondern kann flexibel begonnen, unterbrochen und beendet werden.

Mögliche Zuschnitte können sein:

  • Workshops, um umsetzbare Lösungen auf eine Herausforderung zu finden, z.B. im Marketing, Vertrieb oder Produktentwicklung.
    In diesem Fall würde ein der Großteil des Prozesses angewendet.

  • Workshops zur Entwicklung neuer Ideen.
    Hier kommt nur ein Teil zum Einsatz. Der Prozess kann dann zu einem späteren Zeitpunkt fortgesetzt werden.

  • Workshops zur Weiterentwicklung und Stärkung.
    Dieser Zuschnitt könnte interessant werden, wenn es schon Vorschläge gibt, die nun weiterentwickelt werden müssen.

  • Umsetzungsworkshops
    Es gibt schon entwickelte Vorschläge, nun muss Akzeptanz im Unternehmen geschaffen werden und ein Handlungsplan erstellt werden.

Kürzlich habe ich einen sehr schönen Workshop mit einer Gruppe von acht Personen moderiert, bei dem es um ein persönliche Herausforderung ging. Die Klientin möchte sich beruflich nach einer Erziehungspause neu orientieren.

Den Ablauf dieses Workshops möchte ich nun schildern, um ein konkreteres Bild von CPS zu geben.
Bild 1 zeigt noch einmal die Komponenten und Phasen des Prozesses.



Insgesamt hat die Gruppe ca. 4 Stunden gearbeitet.

Die ersten beiden Phasen (Herausforderung identifizieren und Daten sammeln) fanden im Rahmen eines Klientengesprächs zwischen mir und der Klientin statt.
In der Gruppe haben wir dann mit der dritten Phase das Problem klären begonnen. Hierzu hat die Gruppe über 100 Möglichkeiten generiert, das Problem zu betrachten. Bild 2 zeigt die Problem-Cluster, die daraus entstanden sind. Von diesen wurden dann diejenigen ausgewählt, die das Problem am besten beschreiben und einen Zuschnitt ergeben, für den die Klientin Ideen möchte.



In der nächsten Phase wurden in 20 Minuten ca. 120 Möglichkeiten generiert, wird man das Problem lösen könnte (Bild 3), dazu kamen verschiedene Kreativitätstechniken zum Einsatz.



Aus diesen wurden dann die besten Möglichkeiten ausgewählt erneut nach gleichen Kriterien gruppiert (Bild 4).



Da am Ende der Ideenfindungsphase ziemlich viele auf den ersten Blick gleichwertige Alternativen zustande kamen, kam als nächstes eine Bewertungsmatrix (Bild 5) zum Einsatz, um die Optionen anhand verschiedener Kriterien zu betrachten und einen Überblick über die Stärken und Schwächen der jeweiligen Optionen zu bekommen.



In unserem Fall haben wird aus den vorhandenen Optionen einige ausgewählt, die dann systematisch gestärkt (auch hier kamen weitere Techniken zum Einsatz) wurden und so zu einer sogenannten Lösungsaussage formuliert werden konnte. Für diese hat die Gruppen dann einen Handlungsplan entwickelt. Grundlage für die Details des Handlungsplans können dann wiederum die Ergebnisse aus den vorherigen Stufen sein.

Bild 6 zeigt noch einmal die Stufen, die wir durchlaufen haben. Es ist wie gesagt möglich, sehr flexibel nur Teile davon zu durchlaufen und noch weitere Details einzufügen, je nach Aufgabe und Situation des Klienten.



Für mich als inhaltlich neutralen Moderator war es interessant zu sehen, wir die Gruppe innerhalb von vier Stunden aus einem sehr breiten und offenen Problem eine Reihe möglicher und teilweise schon relativ konkreten Handlungsalternativen generiert hat.

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