Erweiterte Mind Maps

Kürzlich habe ich in den USA eine Masterarbeit von Dave Hoffmann gelesen, in der er vorgeschlagen hat, die Mind Mapping Technik nach Tony Buzan für noch mehr Sinne zugänglich zu machen.

Zur Erinnerung: Mind Mapping arbeitet bereits mit einer Vielzahl an Ankern, um es unserem Gehirn leicht zu machen, die Inhalte zu verarbeiten. z.B. Wörter, Farben, Symbole, Bilder sowie die räumliche Anordnung der Inhalte in Form eines nach außen wachsenden Zweiggerüsts.
Das unterscheidet Mind Maps grundlegend von der sequenziellen Aneinanderreihung von Information, wie dies z.B. in diesem Text geschieht. Die visuelle Darstellung verringert dabei Komplexität und erleichtert das verstehen, lernen und behalten der Inhalte.

3D – Mind Maps
Dave schwebt nun ein Konzept vor, Mind Maps durch unterschiedliche Oberflächentexturen zu erweitern, so dass auch der Tastsinn angesprochen wird. Also z.B. einen Zweig mit einer Sandpapiertextur oder einer Holzmaserung. In diese Oberflächen könnten nun zusätzliche Informationen kodiert werden, z.B. Schwierigkeiten als raue Oberfläche und gut funktionierende Dinge als glatte Oberfläche. Außerdem könnten nach diesem Modell Mind Maps auch als 3D Konstruktionen erstellt werden, um ein räumliches Gefühl zu vermitteln. Nach Daves Vorstellungen müsste man diese Mind Maps wirklich händisch bauen, um sie dreidimensional werden zu lassen. Zweidimensional auf einer Fläche angeordnet könnten diese zumindest mit Texturen (z.B. mit speziellen Klebebändern…) erweitert werden.

Erweiterte digitale Mind Maps
Ich habe nun an meine eigene Arbeit und an meine Kunden gedacht. Hier findet viel in Form von digitalen Mind Maps mit Hilfe von Software statt. Auch diese könnte man (in diesem Falle die Softwarehersteller) leicht erweitern, um diese noch vielfältiger zu machen.

Ein paar Ideen:

Audiosymbole
Bereits jetzt kann man mit Software wie MindManager oder iMindMap von jedem Zweig beliebig auf Dateien verlinken, auch auf Audiodateien. Ein Erweiterung dieses Prinzips könnte sein, ein kleines grafisches Symbol zu haben, dass bei einer Mausberührung einen Ton abspielt.

Texturen
Daves Idee der Texturen sollte sich ohne Probleme umsetzen lassen, in dem man die bestehende Möglichkeit, Farben für bestimmte Zweige zu ermöglichen um Texturen (dies ist in vielen Grafikprogrammen möglich) erweitert.

Bewegtbilder
Die Software iMindMap ermöglicht es bereits jetzt, animierte Gif-Bilder einzufügen. Diese sind allerdings nur animiert, wenn man das Map als html-Datei exportiert. Nett wäre es auch, wenn man Videos in Maps einbinden könnte. Diese könnten z.B. in einem Miniaturbild dargestellt werden und bei einem Klick automatisch vergrößert werden (siehe Bild 2 und 3) und abgespielt werden. Auch hier kann man sich bereits jetzt mit Verlinkungen zu Websites behelfen.
Ähnlich, wie ich ein Video in mein Blog einbinden kann, könnte es in Zukunft möglich sein, ein Video in das Dateiformat von Programmen wie MindManager oder iMindMap einzubinden.

Diese Vorschläge sind alle noch nicht weiter entwickelt, ich glaube allerdings, dass es hier für digitale Mind Maps noch sinnvolle Erweiterungsmöglichkeiten gibt, um noch mehr Sinne anzusprechen oder Informationen durch das gleichzeitige Anbieten mehrerer Elemente auf einem Zweig noch zu verdichten.

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