Analoge Kreativität

Letzte Woche habe ich endlich das lang ersehnte Buch Presentation Zen (wie das gleichnamige Blog) von Garr Reynolds bekommen.
Reynolds zeigt in diesem wunderbaren Buch wie man mit Powerpoint & Co. wieder das erreicht, wozu es ursprünglich gedacht war: Den Redner in seiner Rede zu unterstützen (nicht zu ersetzen), einen inspirierenden und anregnenden (keinen quälend langweiligen) Vortrag zu halten.

Ein Abschnitt des Buches widmet sich der Vorbereitung eines Vortrags. Dabei machte Reynolds eine interessante Beobachtung: Richtig gute Redner und kreative Köpfe arbeiten besonders am Anfang erst einmal völlig ohne Computer, während sich unerfahrene und/ oder verfahrene Präsentatoren sofort an die Kiste setzen und anfangen, Folienvorlagen zu sortieren.

Das weg vom Computer ermöglicht uns erst einmal einen Fokus auf das eigentliche Problem, auf die Hauptfragen und die Kernbotschaft. Wir werden nicht von den ganzen technischen Möglichkeiten abgelenkt.
Das Herumspielen und Herumzeichnen ist dabei keineswegs verlorene Zeit, die man sich hätte sparen können, wenn man sich gleich an den Computer gesetzt hätte. Im Gegenteil, Kreativität benötigt Zeit (siehe hierzu diesen Post)! Das Überarbeiten ist Teil des wichtigen Prozesses des Verarbeitens von Gedanken­strukturen und Assoziationen. Für viele Menschen – Sie vielleicht eingeschlossen? – ist es darüber hinaus einfach ein anderes Gefühl, ein anderes Erleben, mit Papier und Stift zu arbeiten, als lediglich auf Tastatur und Maus beschränkt zu sein. Dieses Gefühl ist besonders für Kreativität sehr wichtig! In diesem Zusammenhang bin ich einem anderen Beitrag auch darauf eingegangen, warum ich Mind Mapping mit Papier und Stift trotz der vielen hilfreichen und sinnvollen Möglichkeiten von Software nach wie vor für wichtig und in vielen Fällen für angebracht halte.

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