Wie man Leute zum Lesen motiviert? Mit einem Nagel, Teakholz oder einem Blähbauch!

In meinen letzten drei Seminaren habe ich mit den Teilnehmern unter anderem die Kreativitätstechnik der Zufallsstimulation, genauer des Zufallswortes geübt.
Bei der Technik versucht man anhand eines zufällig gewählten Wortes eine Verbindung zu einem anderen Wort oder einer Aufgabenstellung herzustellen. Wie bei allen lateralen Techniken besteht die Aufgabe darin, in jeder Idee einen Bewegungswert (ein wertvolles Element, das Bewegung hin zum Ziel erzeugt) zu finden, der einem dem Ziel näher bringt.

Gegeben war folgendes Ziel: Es sollen mehr Leute zum Lesen motiviert werden.

Mit folgenden drei Zufallsworten haben wir gearbeitet: Nagel, Teakholz und Blähbauch

Folgende Ideen sind daraus entstanden:

Nagel: Von Nagel kommt auf festnageln. Man könnte Bücher festnageln. Man könnte Bücher mit einer Kette in öffentlichen Räumen/ Gebäuden oder an öffentlichen Plätzen festnageln, so dass jeder darin lesen und schmökern kann. Bei spannenden Büchern bringt man vielleicht mehr Leute dazu, wieder mehr zu lesen.

Teakholz: Bei Teakholz kann man an Stärke und festes Holz denken. Von Stärke und fest kann man auf einen starken Charakter kommen, der durch das Lesen entsteht. Man könnte eine Werbekampagne entwickeln, in der bekannte Persönlichkeiten unter dem Motto „Lesen stärkt den Charakter“ für Bücher werben.

Blähbauch: Hier kommen einen Toiletten in den Sinn. Mit Toiletten assoziiert man Klopapier. Man könnte Auszüge von Romanen auf Klopapier drucken. Am Waschbecken stehen dann die Namen der Romane, die man in der Nähe erwerben. In öffentlichen Toiletten könnte man außerdem Hörbücher abspielen, so dass man während des Geschäfts was auf die Ohren bekommt.

Danke an meine Seminarteilnehmer für die vielen Ideen!

Wie funktioniert die Technik?
Man wählt per Zufall ein Wort aus dem Wörterbuch. Das gewählte Wort muss genommen werden. Nun versucht man ausgehend von diesem Wort, eine Rückverbindung zum Thema der Denkaufgabe herzustellen. In einer Gruppe können sich die Teilnehmer dabei gegenseitig mit ihren Assoziationen helfen. Wichtig ist es, keine Scheu zu haben, Assoziationen, die scheinbar erst einmal zu nichts führen zu äußern. Jede Äußerung wird unter der positiven Wahrnehmung betrachtet, dass diese etwas enthält, das uns dem Ziel näher bringt. Herauskommen werden viele Ideen von denen einige mehr andere weniger brauchbar sind.

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