TO-LO-PO-SO-GO

Das ist kein Zungenbrecher, sondern der Name eines Prozesswerkzeugs nach Edward de Bono.
Was ist ein Prozesswerkzeug? Als Prozesswerkzeug bezeichne ich eine Methode oder Vorgehensweise, die einen gesamten Denkprozess von Beginn bis Ende strukturiert. Im Gegensatz zu anderen Denkwerkzeugen (vorgestellt, habe ich z.B. schon PMI oder Techniken des lateralen Denkens), kümmert sich ein Prozesswerkzeug nicht um einen bestimmten Aspekt des Denkens, sondern um den Denkprozess als Ganzes. Daher der Name Prozesswerkzeug.

Zur Abgrenzung: Laterale Techniken, die gerne auch Kreativitätstechniken genannt werden, haben zum Ziel, neue Ideen zu generieren und einen Spurwechsel im Denken zu erzeugen (Siehe hierzu meine Posts zur Fluchtmethode und zur Zufallsstimulation). Was man davor macht und was danach mit den Ideen passiert, oder ganz generell, wann man z.B. die Techniken des lateralen Denkens überhaupt einsetzt, darüber sagen die Techniken des lateralen Denkens nichts aus. Dafür benötigt man andere Werkzeuge, z.B. das TO-LO-PO-SO-GO-Werkzeug.

Die Abkürzungen stehen für die fünf Phasen des Denkprozesses.
TO: Zielsetzung
LO: Informationssammlung
PO: Generieren von Möglichkeiten
SO: Auswählen und verdichten der generierten Ideen und Möglichkeiten
GO: Umsetzungsschritte

In jeder der fünf Stufen können wiederum gesondert spezielle Techniken zum Einsatz kommen, wie z.B. die vorher erwähnten Techniken des lateralen Denkens. Andere Techniken können eingesetzt werden, müssen es aber nicht. Man kann TO-LO-PO-SO-GO einfach auch als Grundgerüst für das Denken sehen, ohne weitere Werkzeuge einzusetzen.

Hintergrund:
Denk- und Kreativitätsforscher haben in jahrelanger Forschungsarbeit Denkprozesse untersucht und daraus Modelle für einen vollständigen und effektiven Denkprozess abgeleitet, einer der Pioniere auf diesem Gebiet ist Edward deBono. Auch andere Forscher wie z.B. Teresa M. Amabile von der Havard School of Business sind mit ganz ähnlich strukturierten Modellen in die Öffentlichkeit getreten.

Beispiele:
Typische Einsatzbeispiele für die TO-LO-PO-SO-GO-Methode sind folgende Aufgaben:

  • Sie möchten ein neues Veranstaltungskonzept für einen Kunden entwickeln
  • Eine Firma möchte ein neues Preissystem einführen
  • Sie planen eine Urlaubsreise
  • Ein Lehrer erstellt ein neues Unterrichtskonzept / ein Trainer ein neues Seminarkonzept

Sehr viele Aufgaben lassen sich in die oben genannten fünf Stufen unterteilen, die mit der TO-LO-PO-SO-GO-Methode effektiv und strukturiert bearbeitet werden können.

In den nächsten Posts stelle ich stelle ich die einzelnen Stufen etwas detaillierter vor.

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