PersonalBrain – Work the way you think

Im letzten Post habe ich dynamisches Business Mapping berichtet. Meines Wissens gibt es bis jetzt nur eine Software, – im Gegensatz zu statischem Business Mapping, wo es sehr viele Anbieter gibt – die die Erstellung dynamischer Business Maps ermöglicht: PersonalBrain.
Seit Kurzem ist die Version vier erhältlich nach über dreijähriger Entwicklungspause. Im Vergleich zum Vorgängerversion gibt es einige funktionelle Neuerungen, die ich in diesem Post vorstellen möchte. Ähnlich wie andere Anbieter von Business Mapping Software folgt der Hersteller dem Trend deutlich unterschiedliche Lizenzen mit anderem Funktionsumfang anzubieten: Free, Core und Pro. Die Unterscheidung geht immer stärker dahin zwischen den Standard und den Powerusern zu unterscheiden, die die Möglichkeiten der Software wirklich ausnutzen.

Der Plex
Kernbestandteil der Software ist das Map-Fenster oder auch Plex genannt (Bild 1). Hier ist das Map und der aktuell markierte Hauptzweig zu sehen. Dadurch das nie das gesamte Map auf einmal sichtbar ist wird am unteren Rand eine Liste der zuletzt aktivierten Zweige angezeigt. Am oberen Rand gibt es mit der Pinfunktion die Möglichkeit, häufig benutzte Zweige fest zu pinnen, um auf diese immer schnell Zugriff zu haben.

Die Navigation innerhalb des Maps verläuft teilweise anders als beim statischen Business Mapping, wo man sich anhand der räumlichen Struktur orientiert, da immer das gesamte Map sichtbar ist. Dadurch das bei PersonalBrain immer nur der aktive Zweig und die umliegenden Zweige sichtbar sind nutzt man zum navigieren sehr stark die Suchfunktion, um von einem Themenkomplex zum anderen zu springen.
Neu in Version 4 ist die Möglichkeit, den Ansichtsmodus zu wechseln und mehr als nur die aktuellen Zweig mit seinen Unterzweigen einzublenden. Es gibt nun die Möglichkeit einzelne Zweige bewusst ein und auszuklappen und sogar das Ganz Map anzusehen (Bild 2). Diese Funktion führt allerdings sehr schnell dazu, dass das die Darstellung sehr unübersichtlich wird, deshalb ist diese Funktion mit großer Vorsicht zu genießen.

Das Eigenschaftenfeld
Kräftig aufpoliert wurde das Eigenschaftenfeld, hier verstecken sich die meisten Neuerungen. Wie in der Vorgängerversion auch, kann jeder Zweig (ähnlich wie bei Mindjet MindManager) Textnotizen erhalten, nach denen in der Suche auch gesucht werde kann.
Neu ist, dass jeder Zweig nicht nur einen Link oder Anhang erhalten kann, sondern beliebig viele. Es ist theoretisch möglich, das gesamte Dateisystem in das Brain (so heißen die Dateien, die PersonalBrain abspeichert) zu verlagern und Informationen ausschließlich so zu verwalten.
Neu ist auch die Funktion, Zweigen einen Zweigtyp zuzuordnen. So ist es z.B. möglich, alle Personen einem Zweigtyp zuzuteilen, der diese grafisch besonders hervorhebt. Generell ist auf das Visuelle in der Version diesmal wesentlich mehr Wert gelegt worden, abgesehen von der an sich schon visuellen Darstellung der Informationen als Map. Zweige können nun mit verschiedenen Farben und Icons versehen werden, die sich automatisch vergrößern, sobald mit der Maus darüber fährt.
Neu ist ebenfalls, das Zweige nun verschlagwortet werden können (tagging). Mit der Suchfunktion können dann Zweige mit einem bestimmten Tag, das nicht im Namen an sich enthalten ist, gesucht werden.

Die Reportfunktion gibt Aufschluss darüber, welche Art von Zweig wie oft angeklickt bzw. genutzt wurde. Diese Funktion ist spannend, wenn man sehr große Maps für das Wissensmanagement einsetzt.
Die Kalenderfunktion ermöglicht es nun, in einem globalen Kalender Termine zu einzelnen Zweigen zu definieren. Alle Termine egal zu welchen Zweigen diese gehören, werden dann im Kalender angezeigt.
Die Pro Version von PersonalBrain besitzt die Möglichkeit, Termine mit Outlook zu synchronisieren. Nur dann macht der Kalender meiner Meinung nach überhaupt Sinn, zumindest für den der Outlook als Kalender nutzt, da man ansonsten wieder mehrere Kalender pflegen müsste.

Fazit
Die neue Version mit den erweiterten Funktionen hat wieder richtig Lust gemacht, mehr mit der Software zu arbeiten, da es wirklich sinnvolle Einsatzgebiete dafür gibt, die über andere Business Mapping Programme hinaus gehen. Wer „Mind Maps“ elektronisch erstellen möchten, sollte sich ein anderes Programm suchen, dass statische „Business Maps“ erstellt. Wer sehr große Maps bearbeiten möchte, aber nicht von diesen erschlagen werden möchte, der findet in PersonalBrain vielleicht ein hilfreiches Instrument. Wirklich sinnvoll ist es aus meiner Sicht vor allem für komplexes Wissensmanagement. Hier können sämtliche Informationen unabhängig von ihren wirklichen Position auf der Festplatte in einem Wissensnetz konzentriert und organisiert werden und das sehr einfach uns schnell.

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