Planung mit Mindjet MindManager – Teil 2

In meinem Post vom 10.03.07 habe ich mir über Planung mit MindManager Gedanken gemacht.
Die Frage war, ob es sich lohnt ein zeitlich strukturiertes Map (in Form der Wochentage) zugunsten einer anderen Struktur (in meinem Fall nach Kunden) aufzugeben.
Ich habe nun fast zwei Wochen damit herumexperimentiert und die Antwort lautet ja, es lohnt sich, man muss dann allerdings sehr diszipliniert mit Zeitmarkierungen umgehen und viel mit der Filterfunktion arbeiten.

Die neue Struktur sieht nun wie folgt aus: In meinem Fall bekommt jeder Kunde einen Hauptzweig und außerdem gibt es feste Kategorien in die ich manche todos einsortieren kann. (Bild 1) Die Kategorien sind deshalb farblich hervorgehoben, damit ich diese leichter erkenne und ggf. danach filtern kann.

Hinter die Kategorien kommen nun verschiedene Projekte und verschiedene Aufgaben, die mit diesen Projekten verbunden sind (siehe Bild 2).

Die Aufgabenmarkierungen werden nun besonders wichtig: Jede dieser Aufgaben bekommt eine Deadline zugewiesen, bis wann diese erledigt werden muss. Außerdem zweckentfremde ich die Ressourcenkategorie im MindManager-Filter, um für bestimmte Aufgabentypen Tags zu vergeben.

Mit der Power-Filterfunktion im MindManager kann ich nun nach bestimmten Tags filtern (siehe Bild 3), um mir beispielsweise alle Mailings anzeigen zu lassen.

Oder ich kann nach einem Zeitraum filtern (siehe Bild 4), um mir alle Aufgaben anzeigen zu lassen, die innerhalb eines bestimmten Zeitraums erledigt werden müssen. Ist eine Aufgabe erledigt, kann ich diese entweder löschen, oder mit einem Häkchen versehen, um diese als erledigt zu kennzeichnen. (Dann lassen sich wiederum alle Aufgaben mit Häkchen ausblenden, um nicht gestört zu werden, aber ein Archiv zu haben).

Der Power-Filter bekommt bei dieser Art der Planung eine ganz wichtige Bedeutung, da man andernfalls von der Masse an Zweigen erschlagen werden würde. Mit der Filterfunktion kann man das Map allerdings nach beliebigen Kriterien filtern und trotzdem immer das große Ganze im Bild behalten.

Das ganze ließe sich natürlich auch mit einer Excel Todo-Liste mit Filterfunktion darstellen (siehe Bild 5). Auch hier lassen sich, mit der entsprechenden Anzahl an Sortierkriterien viele Filterfunktionen ausführen.

Ich habe nun eine Zeit überlegt, ob diese Art der Planung mit MindManager sinnvoller ist, oder nicht doch mittels einer Excel Liste.
Für den MindManager spricht meiner Meinung nach die Möglichkeit, dass ich Themen visualisieren kann und dadurch ein Darstellungsform habe, in der ich eine Vielzahl von zusammenhängen sehen kann. Außerdem bietet mir das Map die Möglichkeit mit Textnotizen, Hyperlinks und E-Mailsimport sämtliche benötigten Informationen in einer Map zu vereinen. Ich muss mich praktisch nicht mehr aus dem Map herausbewegen, sondern kann alles von dort aus starten und bedienen. Und das spart sehr viel Zeit und sorgt zumindest für mich für einen Produktivitätsgewinn.

Der Nachteil an dieser Form ist, dass man sehr diszipliniert mit den Aufgaben- und Zeitmarkierungen von MindManager arbeiten muss, damit der Zweig danach auch filterbar ist und mit der entsprechenden Filterabfrage dann auch gefunden wird. Nervig in der jetzigen MindManager Version ist, dass man Filterabfragen nicht speichern kann, sondern diese immer wieder von vorne starten muss. Hier hoffe ich auf eine Verbesserung in der Version 7.

Mit diesem System habe ich nun ein zeitunabhängiges Planungs-Map in dem ich alle meine Aufgaben sammeln kann und diese mittels Zweigerinnerungen sogar im MS Outlook anzeigen lassen kann, also keine doppelte Arbeit und keine zwei Kalender, sondern nur ein Map.

Ein Kommentar auf “Planung mit Mindjet MindManager – Teil 2
  1. teamsoft.de sagt:

    Mittlerweile lassen sich Filterabfragen als Kopie abspeichern, also gibt es dahin gehend keinerlei Einschränkungen mit dem Mindmanager.

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