Tony Buzan über die Zukunft des Mind Mapping

Auf http://mindmapping.typepad.com/ist ein Interview von Chuck Frey mit Tony Buzan, dem Erfinder des Mind Mapping über die Zukunft der Technik und neue Trends erschienen.
Als die zukünftigen Hotspots des Mind Mapping sieht er vor allem asiatische Länder, wie Singapur, Malaysia und China die im Rahmen von Bildungsoffensiven verstärkt auf Mind Mapping setzen und dies als festen Bestandteil der Schulbildung sehen. Aber auch in Europa sieht er erfreuliche Trends, besonders was die Ausbildung von Lehrern angeht, die Mind Mapping frühzeitig an ihre Schüler weitergeben.

Beides kann ich aus meinen eigenen Seminaren besätitgen:
In 2006 habe ich einige Lehrerseminare in und um München gegeben, mit äußerst engagierten Pädagogen, die nicht nur ihren freien Samstag dafür geopfert haben, sondern die Seminare meist auch aus eigener Tasche bezahlt haben, da es an staatlichen Schulen so gut wie kein Weiterbildungsbudget gibt.
In Taiwan sind meine Seminare von den Firmen mit großem Interesse aufgenommen worden, besonders auch von europäischen Unternehmen vor Ort, für die der Seminarmarkt noch sehr dünn aussieht.

Eine Stelle möchte ich zitieren, die mir besonders am Herzen liegt:
„Frey: What do you wish people understood about Mind Maps?

[Buzan:]
That Mind Maps use the entire range of cortical skills, and are therefore much more effective as well as much more satisfying than 19th Century linear methodologies.
[…]
That the one-word-per-line guide-line, rather than being a restriction, actually gives your mind more freedom. Each word has its own supernova of radiating possibilities. The more you put these supernovaes in phrases and sentences, the more they are trapped. The more you free them, by giving each its appropriate line, the more the multiple universes of your mind can integrate with each other.“

Auf die Einwortregel werde ich in einem späteren Post über Mind Mapping noch eingehen, aber die Tatsache, dass Buzan diese erwähnt, zeigt, dass er diese für sehr wichtig erachtet. Diese bereitet vielen Menschen – zumindest solchen, die noch kein Mind Mapping Seminar besucht haben – einige Schwierigkeiten und wird am Anfang, wenn man es nicht geübt hat, wie Buzan sagt, eher als Belastung empfunden. Bei vielen angeblichen Mind Maps im Netz oder sonst wo, fällt auf, dass diese Richtlinie bei der Erstellung keine Rolle gespielt hat oder wahrscheinlich einfach nicht bekannt ist.

Buzan nahm außerdem zu seiner neuen iMindMap Software Stellung. Wenig bescheiden vergleicht er deren Bedeutung mit der Erfindung des Buchdurcks:
„iMindMap is the first software in history to accomplish this goal. I believe that the team who accomplished this will go down in history alongside Gutenberg, and the inventors of the radio, television, the telephone and the computer itself.“
Ich bin da etwas anderer Meinung, glaube allerdings, dass die Software nach einer Zeit der Verbesserung auf einem Tablet-PC verwendet, einiges an Potenzial hat. Da werden sich auch die Tablet-Hersteller freuen, falls iMindMap sich denn durchsetzt.

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