Bill Gates über die Mind Mapper

Wir leben in einer „Informationsdemokratie“, d.h. fast alle Menschen (zumindest in den westlichen Demokratien) haben Zugang zu Information. Das ist schön. Besonders schön ist, das es noch nie so einfach war wie heute, Zugang zu Informationen zu erhalten, diese zu archivieren und weiterzuverarbeiten. Das Problem dabei ist, das Information nicht Wissen ist. Das an Personen gebundene Wissen ist allerdings noch wichtiger als Information.

In einem interessanten Artikel in Newsweek schreibt Bill Gates über die nach wie vor anstehenden Herausforderungen beim Anzapfen und Verbinden von personengebundenem Wissen. Im Gegensatz zum Umgang mit Informationen hätten wir hier zwar noch einen weiten Weg zu gehen, aber neue Software wie Microsofts OneNote oder Mind Mapping Programme können laut Gates dazu beitragen, Wissen effizienter anzuzuapfen und zu vernetzen.
Der besagte Artikel ist zwar bereits ein Jahr alt, in der Zwischenzeit hat sich jedoch gezeigt, dass Microsoft es ernst meint. Das Unternehmen nähert sich den Mind Mapping Programmen – ich sage ja immer noch Business Mapping (Was ist der Unterschied zwischen Mind Mapping und Business Mapping?) – weiter an. Dazu passend hat Mindjet, der Marktführer der Mapping-Software-Hersteller Ende 2006 einen Map Editor für Microsoft Word 2007 vorgestellt. Für Mindjet ist das natürlich auch vorteilhaft, da der MindManager so noch bekannter wird.
In der Zwischenzeit ist auch der Erfinder des Mind Mappig, Tony Buzan, auf den Softwarezug aufgesprungen und vor kurzem die Beta-Version seiner iMindMap-Software vorgestellt.

Mind Mapping im allgemeinen und computerbasiertes Business Mapping im Besonderen liefern in der Tat einen einzigartigen Ansatz, Wissen zu explizieren, zu visualisieren und zu kommunizieren, wie Gates in seinem Artikel betont:
Mit Mind Maps wird es möglich, komplexe und vor allem individuelle Wissensstrukturen zu visualisieren und in einer weit überlegeneren Form, als das mit einem Text, wie ich ihn gerade schreibe, je möglich wäre: Mind Maps kodieren Informationen über eine Vielzahl von Kanälen. Die Technik verbindet Schlüsselwörter, Farben, Bilder und die räumliche Verortung von Informationen und schafft somit eine bildliche Karte, die für das Gehirn so einzigartig ist, wie ein Gemälde. Allerdings ist dieses Gemälde nicht für alle interpretierbar, dazu muss es immer noch von seiner Erschaffer kommuniziert werden.
Das Besondere am computergestützten Business Mapping ist nun, das einzelne Maps miteinander verlinkt werden können und somit ein durch Hyperlinks verbundenes Wissensnetz entsteht. Durch die Verwendung von Computern können Maps nun auf eine Art und Weise verändert, präsentiert und kommuniziert werden, die den Austausch von Wissen sehr erleichtert. Spezielle Funktionen in den Programmen erlauben es außerdem die Maps eher selbsterklärend zu machen, womit man diese besser an andere weitergeben kann.

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