5(Kreativitäts-)Tech­niken, die Sie beim Schenken glänzen lassen

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Die Suche nach dem perfekten Weihnachtsgeschenk hat dieses Jahr einen Plan und ist keine im Heuhaufen

Jährlich grüßt das Murmeltier – zumindest an Weihnachten. Denn jeden Dezember stehen große Teile der Bevölkerung vor dem gleichen Problem: Was soll ich nur verschenken? Schweißausbrüche und Herzrasen bei dem bloßen Gedanken, wieder etwas finden zu müssen. In ihrer Not greifen viele auf die Klassiker zurück: Parfum, Krawatten, Schmuck, Hemden, Bücher, der neue Kochtopf oder bei sehr viel Verzweiflung: neue Socken. Die kann man schließlich immer brauchen.
Das scheinbare Grundproblem: Freunde wie Familienangehörige haben eigentlich schon alles. Daher entschließen sich viele Familien einfach dazu, überhaupt nichts mehr zu schenken.

Es ist jetzt natürlich provokativ, wenn ich sage: Wer nichts schenkt ist meist nicht überzeugter Konsumverweigerer, sondern einfach etwas bequem. Denn damit muss ich nicht jedes Jahr aufs Neue kreativ werden. Ein Geschenk muss nicht immer viel Geld kosten, es sollte nur von Herzen kommen. Und als besonders kreativ gelten meist die anderen – „ich doch nicht“. Geschenke abgesagt, Stress gespart. Oder geht es auch anders?

Die gute Nachricht ist: jeder Mensch ist kreativ, mit den richtigen Techniken lässt sich diese Fähigkeit gezielt fördern und unterstützen. Man kann Kreativität lernen wie das Klavierspielen oder Mathematik. Es braucht nur ein wenig Übung.

Maßnahme 1: Führen Sie Buch

Dieser Tipp wird Ihnen zugegebenermaßen erst im nächsten Jahr oder zum nächsten Geburtstag wirklich helfen, dafür ist er aber umso effektiver. Wann immer Sie eine Idee haben, oder einen Wunsch aufschnappen, notieren Sie es sich schriftlich oder im Handy zu der entsprechenden Person. So sammeln Sie über das ganze Jahr tolle Anregungen für Feste wie Geburtstag oder Weihnachten. Manchmal haben wir eine vollkommen unverhoffte, kreative Phase oder die betreffende Person plaudert unbewusst über ihre Wünsche. Lassen Sie die Erkenntnisse nicht ungenutzt verstreichen. Kreativität beginnt in Sachen Organisation. Wer sich gut selbst organisiert, vergisst nichts und hat den Kopf frei für andere kreative Projekte. Und ihre gesammelte Liste können Sie gleich als Grundlage für andere Techniken verwenden.

Maßnahme 2: Analysieren Sie die zu beschenkende Person

Nehmen Sie sich etwas Zeit, bewaffnen Sie sich mit Zettel und Stift und beantworten Sie die folgenden Fragen zu der zu beschenkenden Person. Machen Sie ein lockeres Brainstorming mit sich selbst. Notieren sie ausnahmslos alles, was Ihnen in den Sinn kommt, ohne wenn und aber. Versuchen sie bewusst nicht zu beurteilen, ob es gute oder schlechte Einfälle sind.

Welche Hobbies und Vorlieben hat er oder sie, gibt es einen Verein? Was macht sie an einem freien Sonntag? In welche Art von Geschäft würde sie gehen? Was schenkt die Person selbst gerne her? Wie würden Sie den zu Beschenkenden beschreiben? Alternativ, konsumorientiert, technikbegeistert, oder vielleicht naturverbunden?

Denken Sie über die betreffende Person nach und notieren Sie alle Eigenschaften und Vorlieben, die Ihnen in den Sinn kommen.

Maßnahme 3: Bilden Sie Assoziationsketten

Klingt kompliziert, ist aber ganz einfach. Sie knüpfen sich nun die oben notierten Eigenschaften vor und bauen darauf auf. An dieser Stelle wieder essentiell: nehmen sie ihre erste Assoziation, bewerten Sie nicht vorab in Ihrem Kopf ob es eine „gute“ oder „passende“ Assoziation ist. Damit beschneiden Sie sich vieler toller Einfälle. Eines der Geheimnisse kreativer Menschen ist ihre Fähigkeit, maximal offen zu sein und im ersten Schritt nicht vorschnell zu bewerten.
Folgendes Beispiel: Sie haben oben notiert, Lisa sammelt Lampen auf dem Flohmarkt im Retro-Style. Ich überlege folgende Assoziationskette und notiere beispielsweise:

Retro-Lampen vom Flohmarkt;  Second-Hand-Kleidung; Vintage-Stoffe; besondere Farben;  Kunstkurs.

Hat unsere fiktive Lisa vielleicht Freude an einer Form von Kunstunterricht? Oder vielleicht kaufe ich Farben, um Lampenschirme zu färben? Oder ich schenke einen Kurs um selber Lampen zu bauen?

Maßnahme 4: Ändern Sie Aspekte von bestehenden oder naheliegenden Ideen ab

Tragen Sie zusammen, was Sie in den letzten Jahren bereits geschenkt haben. Beispiel: Sie schenkten viele Bücher. Überlegen Sie, welche Eigenschaften ein Buch hat und was Sie hier ändern könnten. Ein Buch hat Seiten, eine Story, einen Einband. Ändern sie einen Teil davon. Ein Buch ohne Seiten könnte ein Hörbuch sein (Streaming-Gutschein). Eine besonders große Story ist eine Saga, die vielleicht besser per E-Book Reader oder Tablet lesbar wäre, da recht gewichtig?

Wenn Sie der Parfum-Schenker sind, denken Sie über die hier einschlägigen Eigenschaften nach. Ein Parfum duftet, schenkt das Selbstbewusstsein nicht zu müffeln und vermittelt vielleicht auch das Gefühl von Begehrlichkeit. Nehmen wir die Zeispanne von Duft, gutem Gefühl und Begehrlichkeit. Ebenso ein Gutschein für einen Hamam Wellness-Besuch entführt (vorrübergehend) in duftende Gefilde. Ein Akt-Fotoshooting könnte beispielsweise das Gefühl vermitteln, begehrlich zu sein und durch die physischen Fotos länger andauern?

Maßnahme 5: Seien Sie verrückt  – bauen Sie Brücken und Sprungbretter für Ideen

Verrückte Ideen zu generieren ist ein sehr hilfreiches Mittel, um Blockaden im Kopf zu umgehen. Es geht auch nicht darum, die verrückte Idee umzusetzen. Sie soll lediglich als Sprungbrett dienen, eine vielleicht realistische Idee anzuregen. Bei einer neuen Idee setzten gewöhnlich alle Filter in unserem Kopf ein, noch bevor wir sie aufgeschrieben haben. Sie lauten so oder so ähnlich: „Kann ich es mir leisten? Ist es nicht zu mickrig? Mache ich mich damit lächerlich? Ist es originell?“ Bei verrückten Ideen erlauben wir uns „herumzuspinnen“, es ist ja ohnehin nicht ernst gemeint. So tricksen wir unseren Zensor einfach aus. Versuchen Sie bewusst zehn komplett verrückte Geschenkideen, am besten basierend auf den Vorlieben der zu beschenkenden Person (von oben) zu finden. Sie müssen nicht realistisch, bezahlbar oder den Naturgesetzen unterworfen sein. Wie wäre es mit einem Flug zum Mond oder einem Treffen mit dem verstorbenen Michael Jackson? Daraus lässt sich doch etwas machen. Versuche sie sich davon im Rahmen Ihrer Möglichkeiten inspirieren zu lassen. Wie wäre es mit einem simulierten Parabelflug von einem Erlebnisanbieter oder mit einer Konzertkarte?

Fazit:

Probieren geht über Studieren. Nehmen Sie sich eine halbe Stunde Zeit und versuchen Sie es. Seien Sie offen, nicht zu hart mit sich selbst und vor allem haben Sie so viel Freude wie möglich. Das Weihnachtsfest kann kommen. Und ein ganz persönlicher Tipp: Je frühzeitiger Sie dran sind, desto weniger Hektik bricht an Heiligabend um die Mittagszeit aus.
Bild: Entworfen durch Freepik

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