Adventskalender der Denkwerkzeuge 8: Sieben Denkfertigkeiten

In der Kreativitätsforschung werden den Phasen des gestern vorgestellten CPS-Modells verschiedene Denkfertigkeiten zugeordnet, die in der jeweiligen Phase gefordert sind und die durch Denkwerkzeuge unterstützt werden können.

Diese Fertigkeiten lauten (nach einer Einteilung von Mance, Murdock und Puccio):

Visionäres Denken
Visionäres Denken heißt, ein erstes Bild dessen zu beschreiben und artikulieren, was man erschaffen/ erreichen möchte.

Beispiel: Gerade habe ich das wunderbare Buch Kopf schlägt Kapital von Günter Faltin zuende gelesen, in dem er sein Konzept von Entrepreneurship darlegt. Für Gründungsinteressierte könnten sich im Laufe dieser Art des Denkens und der entsprechenden Tools einige Bereiche heraus schälen, in welchen sie neue Geschäftsmöglichkeiten überlegen möchten.
Meist ist es jedoch so, dass man das allgemeine Ziel bereits vor Augen hat, aber noch nicht genau weiß, wie man mit der Erarbeitung beginnen soll.

Phase in CPS: Ziel, Wunsch Herausforderung identifizieren

Diagnostisches Denken
Bedeutet eine Situation zu untersuchen, die Art des Problems zu beschreiben und zu entscheiden, welche Schritte als nächstes eingeleitet werden müssen.

Beispiel: Geht es darum, Lösungsmöglichkeiten für ein Problem zu überlegen, oder muss erst einmal genau herausgefunden werden, was eigentlich das genaue Problem ist? Sehr oft ist es so, dass Gruppen nach Ideen zur Lösung einer Frage suchen, ohne vorher genau überlegt zu haben, ob es sich bei der vorliegende Frage um die richtige und wichtige handelt.

Phase in CPS: Daten sammeln

Strategisches Denken
Hier geht es darum, die kritischen Fragen/ Probleme zu identifizieren, die wirklich angesprochen werden müssen und dann zu überlegen, wie man am besten vorgehen möchte.

Beispiel: Vom allgemeinen Thema wir möchten unsere Dienstleistung verbessern, kann man hier zu einzelnen Problembereichen kommen und feststellen, dass die größten Hebel bei der Verbesserung der Reaktionsgeschwindigkeit und der Flexibilität liegen. Diese Aufgabenstellungen sind nun wesentlich konkreter als das allgemeine Verbessern der Dienstleistung und es ist somit leichter möglich, gezielte Lösungen zu überlegen.

Phase in CPS: Das Problem klären

Ideenhaftes Denken
Dieses Denken steht für das Erschaffen von neuen Ideen und Gedanken, um Antworten auf wichtige Herausforderungen zu finden.

Beispiel: Wie lauten alle Möglichkeiten, Dienstleistungen für gestresste Weihnachtseinkäufer anzubieten?

Phase in CPS: Ideen generieren

Evaluatives Denken
Es werden die Sinnhaftigkeit und Qualität von Ideen bewertet, mit dem Ziel, diese in umsetzbare Lösungen weiter zu entwickeln.

Beispiel: Aus der oben genannten Frage, wie man Dienstleistungen für gestresste Weihnachtseinkäufer entwickeln könnte, sind nun einige Ideen entstanden, von denen die besten nun ausgewählt und nun nach bestimmten (noch festzulegenden) Kriterien beurteilt werden.

Phase in CPS: Lösungen auswählen und stärken

Kontextuelles Denken
Hier versucht man die Faktoren und Personen zu identifizieren, die eine mögliche Lösungen begünstigen oder behindern könnten.

Beispiel: Eine Arbeitsgruppe in einem Unternehmen hat einige Ideen Vorschläge entwickelt, die nach dem Willen der Arbeitsgruppe nun umgesetzt werden sollen. Nun geht es darum zu überlegen, wer im Unternehmen dafür und dagegen ist und wie man die möglichen Gegner einbinden und zur Zusammenarbeit bewegen könnte.

Phase in CPS: Handlungsschritte planen

Taktisches Denken
Beschreibt nach der Definition der oben genannten Autoren das Ausarbeiten von spezifischen und messbaren Handlungsschritten, um ein angestrebtes Ziel zu erreichen.

Phase in CPS: Handlungsschritte planen

Ab morgen werde ich dann endlich praktisch anwendbare Denkwerkzeuge zu jeder Denkfertigkeit vorstellen.

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