Adventskalender der Denkwerkzeuge 24: Besser denken mit Denkwerkzeugen

Mittwoch, 24. Dezember 2008

So, das wars, so schnell sind 24 Folgen des Adventskalender der Denkwerkzeuge vorbei. Ich hoffe, es war der eine oder andere hilfreiche Anregung für Sie dabei! Mir ist bewusst, dass man diese vielfältigen Denkwerkzeuge nicht vom lesen alleine lernt. Viele Menschen brauchen konkrete Übungen und Anwendungsbeispiele, deshalb gebe ich ja auch Trainings zu diesen Themen und deshalb habe ich unter anderem dem Münchner Denkclub ins Leben gerufen (Für alle, die in der Nähe von Würzburg leben, hier gibt es den Würzburger Denkclub).
Dennoch hoffe ich, dass Sie beim Lesen etwas über Denkwerkzeuge und Verfahren der kreativen Problemlösung gelernt haben.

Als Weihnachtsgeschenk gibt es heute noch einmal eine Zusammenfassung mit Links zu den jeweiligen Artikeln.

Zu Anfang habe ich mich mit einer Einführung und Definition von Denkwerkzeugen beschäftigt, damit klar wird, was ich darunter verstehe.

Grundlagen des Denkens
Kreative Problemlöseprozesse zeichnen sich durch zwei getrennte Denkoperationen aus, einem in die breiten gehenden spielerischen Denken, und einem ernsthafteren und fokussierten Denken. Beide haben unterschiedliche Grundregeln ohne die es nicht funktioniert.

Verfahren, die Denkwerkzeuge strukturieren
Neben einzelnen Denkwerkzeugen, die zumindest ursprünglich für einen bestimmten Zweck entwickelt wurden, gibt es Verfahren, die kreative Problemlöseprozesse strukturieren und organisieren. Diese habe ich nach dem Grad Ihrer Komplexität und Feinheit vorgestellt. Zwei eher einfachere Frameworks wie diese Verfahren im Englischen so schön heißen wurden von Edward de Bono entwickelt: Die 6 Hüte und TO-LO-PO-SO-GO. Das ausgefeilteste und am besten erforschte Verfahren ist das Creative Problem Solving (CPS) Verfahren.
Innerhalb dieser Verfahren kommen verschiedene Denkarten zum Einsatz, die die Wissenschaft kategorisiert hat.

Ein Baukasten der Denkwerkzeuge
Den Hauptteil dieses Adventskalenders machten die Kurzvorstellung einzelner Denkwerkzeuge aus, die wiederum grob nach Ihrem Zweck geordnet werden können.

Finden der Herausforderung und Klären des Problems

Finden von IdeenBewerten und stärken von IdeenSchaffen von AkzeptanzAllgemein zur Visualisierung des Denkens kann die Technik des Mind Mapping helfen.

Jetzt bleibt mir nur noch Ihnen frohe Weihnachten und einen guten Start in das neue Jahr zu wünschen. Eine Schreibpause bis zum 05.01.09 habe ich mir jetzt verdient :-)

Adventskalender der Denkwerkzeuge 15: Mind Mapping

Montag, 15. Dezember 2008

Mind Mapping gehört eigentlich nicht in einen Adventskalender der Denkwerkzeuge, da Mind Mapping kein Denkwerkzeug ist, in dem Sinne, wie ich Denkwerkzeuge definiere. Mind Mapping sagt dem Denker nicht, was er bedenken soll bzw. in welche Richtung er denken soll. D.h. Mind Mapping strukturiert das Denken eines Individuums oder einer Gruppe nicht! Im Gegenteil, der Nutzer eines Mind Maps gibt einem Thema eine individuelle Struktur und diese ist bei jedem Menschen anders. Mind Mapping auch keine Kreativitätstechnik (eine Untergruppe der Denkwerkzeuge) oder gar eine Technik für das Brainstorming, davon rate ich sogar explizit ab; warum das so ist, habe ich hier beschrieben.
Das Mind Mapping kein Denkwerkzeug ist, ist ein Vorteil für Mind Mapping, denn sonst wäre der Einsatz wesentlich beschränkter. Ein Denkwerkzeug ist meist für einen bestimmten Zweck entwickelt worden, z.B. lohnenswerte Ziele zu identifizieren (Wunschdenken) oder das Problem eingrenzen (Netz der Abstraktion oder Aussagenstarter). Mind Mapping ist viel breiter! Mind Mapping wird als das Schweizer Taschenmesser für das Gehirn bezeichnet, weil es wesentlich mehr kann. Mit Mind Mapping lassen sich vielfältige Informationen strukturieren und visualisieren (z.B. ganze Bücher oder Mitschriften von Vorträgen), daher ist die Anwendung keinesfalls nur auf die Ideenentwicklung beschränkt. Das Mind Mapping lediglich eine Kreativitätstechnik sei, lese ich eigentlich nur in Texten, wo man bei Lesen bereits merkt, dass die Autoren nicht mit Mind Mapping arbeiten und wirklich verstanden haben, wie die Technik funktioniert.

Warum ich Mind Mapping dennoch hier vorstelle? Weil sich die Technik sehr gut eignet, um manche Denkwerkzeuge zu visualisieren oder sogar einen ganzen Problemlöseprozess. Wie das mittels Software (in diesem Fall Mindjet MindManager) funktionieren kann, habe ich hier gezeigt. Da Menschen besonders stark auf visuelle Informationen reagieren und man durch visuelle Information Zusammenhänge ausdrücken kann, wie es mit Wörtern nur schwer möglich ist, setze ich die Technik gerne als Instrument der Visualisierung für manche Denkwerkzeuge ein.

Bild 1 stellt eine Visualisierung der des Denkwerkzeugs Hervorheben dar, welches ich gestern vorgestellt habe. Die orangen Cluster symbolisieren die mit der unstrukturierten Technik Aussagenstarter gefundenen Problemcluster, die gelben könnten nachträglich hinzugefügt worden sein.

So funktioniert es:
Mind Mapping nach Tony Buzan arbeitet nach einer Reihe einfacher Regeln, die ich in einer dreiteiligen Serie vorgestellt habe: Teil 1, Teil 2, Teil 3.

Mind Mapping Kalender
Auf imgriff habe ich vor einigen Tagen einen interessanten Post über das Chronotbook der japanischen Firma Muji gefunden. Das Chonotbook stellt eine Art visuellen Kalender zur Zeitplanung dar. Diese Vorlage ein wenig weitergesponnen und einmal herumexperimentiert, wie eine visuelle Tagesplanung in einer Kombination mit Mind Mapping aussehen könnte.
Beim Chronotebook (siehe Bild 2) gibt es jeweils für Vormittag und Nachmittag einen Zeitkreis.

Der Vorteil besteht darin, dass man die verplanten Zeitstücke sieht. In Kombination mit Mind Mapping (Bild 3) könnte man nun die Ereignisse in Form von Zweigen an den Zeitkreis dranhängen und damit nicht nur das Ereignis an sich, sondern auch die Details in Form von Unterzweigen anschließen. Mit speziellen Farbcodes und Symbolen wie bei Mind Mapping könnte man noch mehr Infos hineinpacken. Angst, dass der Kreis überfüllt wird hätte ich nicht (zumindest nicht beim Großteil der Menschen), zumindest wenn in den Kalender nur Dinge hinein kommen, die an einen spezifischen Zeitpunkt gebunden sind (wie z.B. eine Besprechung) und der Kalender nicht als Todo-Liste mit verwendet wird.

Adventskalender der Denkwerkzeuge 6: TO-LO-PO-SO-GO

Samstag, 6. Dezember 2008

Regelmäßige Leser dieses Blogs haben diesen schönen kryptischen Namen schon einmal gehört. TO-LO-PO-SO-GO ist der Name eines Frameworks (eines Vorgehens, um einen Problemlöseprozess zu strukturieren) von Edward de Bono.

Die Abkürzungen TO, LO, PO, SO, GO stehen für die einzelnen Stufen des Vorgehens, die sich im Großen und Ganzen an den Phasen (siehe Tag 4 dieses Adventskalenders) der kreativen Problemlösung orientieren.

Die Stufen im Detail
Jede der Phasen steht für eine bestimmte Richtung des Denkens und lässt sich in der Anwendung mit verschiedenen, für den Zweck des Denkens passenden, Denkwerkzeugen kombinieren, um so schneller ans Ziel zu kommen.

Die Bedeutung der Phasen:

  • TO: Finden des Ziels.

    Was ist das Ziel des Denkens, was soll am Ende herauskommen
  • LO: Finden der Fakten (LO steht für look out)
  • PO: Finden von Ideen zur Lösung (PO steht für de Bonos Techniken der Provokation)
  • SO: Finden von Lösungen (SO für so what?)

    Die gefundenen Ideen müssen nun bewertet und verbessert werden
  • GO: Handlungsplanung
Ich habe diesem Framework zu Anfang des Jahres bereits eine sehr ausführliche Artikelserie mit Anwendungsbeispiel und Visualisierung mit MindManager gewidmet. Für alle Interessierten geht es hier zum Anwendungsbeispiel, von dem aus alle Teile der Artikelserie erreichbar sind.

Das Creative Problem Solving (CPS) Verfahren

Donnerstag, 10. Juli 2008

Gibt es ein Verfahren mit dem man, wenn man es anwendet, innovative Lösungen für Herausforderungen und Probleme finden kann? Sozusagen fast automatisch?
Automatisch geht es leider nicht, aber Verfahren, die einen bei der zielgerichteten Suche nach innovativen Lösungen unterstützen können und die Erfolgswahrscheinlichkeit stark erhöhen, gibt es sogar mehrere:

Das TO-LO-PO-SO-GO Verfahren von Edward de Bono zu diesem Zweck sowie die Visualisierung mit Mindjet MindManager habe ich hier schon ausführlich vorgestellt. Aus Russland kommt das TRIZ-Verfahren zur Erfinderischen Problemlösung. Eine weitere große Schule ist das Synectics Verfahren.
Das Verfahren, das wissenschaftlich auch heute noch am stärksten untersucht, evaluiert und weiterentwickelt wird ist das Creative Problem Solving (CPS) Verfahren. Seinen Ursprung hat CPS in den 50ern Jahren am International Center for Studies in Creativity in Buffalo USA, wo ich auch meine Ausbildung dazu erhalten habe. Mit entwickelt wurde CPS in den Anfängen von Alex Osborn, dem Erfinder des Brainstorming, der auch hier zu Lande den meisten ein Begriff ist.

CPS: Ein expliziter Prozess zur kreativen Problemlösung

CPS ist keine Zauberei oder eine irgendwie besonders komplizierte Methode. CPS ist (wie übrigens die oben genannten Verfahren auch) ein expliziter Prozess, der sich an der natürlichen Art und Weise vieler Menschen Probleme zu lösen orientiert.





Das Bild (nach Miller, Vehar und Firestien) zeigt die drei Komponenten von CPS. In den Grundzügen ähneln sich alle vier genannten Prozesse:
Am Anfang steht immer eine Analyse des Problems / der Herausforderung. Wenn man dies einmal herausgearbeitet und eingegrenzt hat, folgt eine Phase der Ideengenerierung. Die gefundenen Ideen werden dann in einer weiteren Stufe weiterentwickelt und umsetzbar gemacht. (Einen guten Einblick in die grundlegende Struktur von TRIZ und dem Design Thinking Modell von Ideo bietet übrigens die aktuelle Ausgabe des Harvard Business Managers)

Einsatz bei "kreativen" Problemen

Warum rede ich immer von kreativen Problemen? Alle genannten Verfahren kommen zum Einsatz, wenn es sich um Probleme oder Herausforderungen handelt, die vom Ergebnis her offen sind, d.h. das Endergebnis steht nicht im Vorhinein fest, wie z.B. bei einem Reparaturprozess, und deren Lösungen in irgendeiner Weise neu und anders sein müssen. Mit diesen beiden Kriterien haben wir eine Arbeitsdefinition (es gibt viele mehr) von Kreativität: Etwas das neu ist und Nutzen bietet. Ob es sich dabei um ein reaktives Vorgehen auf ein vorhandenes Problem handelt oder ein proaktives Vorgehen, um Probleme zu vermeiden, ist dabei egal.

Mehrere Phasen mit wiederkehrenden Arten des Denkens

Bild 1 zeigt die drei Komponenten von CPS, die wiederum in weitere Phasen unterteilt werden. Jeder dieser Phasen ist gemein, dass Sie zuerst divergierendes Denken (die breite Suche nach unterschiedlichen, neuen Alternativen) gefolgt von konvergierendem Denken (die fokussierte und bejahende Bewertung der Alternativen) erfordern (siehe Bild 2).




(Dieses Bild ist eine Kombination der Arbeiten von Puccio, Murdock und Mance sowie Miller, Vehar und Firestien)

Die Vermischung dieser beiden getrennten Phasen führt dazu, dass sogenannte „Ideensitzungen“ meist in die Hose gehen (einen schönen Beitrag hat dazu Jürgen Stock vom heureka-Blog geschrieben).

Kombination mit Denkwerkzeuge und Kreativitätstechniken

Angereichert werden die einzelnen Phasen von CPS (und auch die der anderen Verfahren) nun mit Kreativitätstechniken und Denkwerkzeugen um das beste aus einer Gruppe herauszuholen.

Da dies in Kombination alles nicht so einfach ist, werden Problemlöseverfahren in Gruppen meist durch einen Facilitator (Prozessmoderator) geleitet, der die Gruppe geschickt durch den Prozess leitet.

Warum?

Eingesetzt wird CPS immer dann, wenn innovative Lösungen auf Probleme (reaktiv) oder Herausforderungen (proaktiv) nötig sind. Der Einsatz von CPS ermöglicht es, die Arbeit, die in Gruppen oft in vielen Tagen oder Wochen statt findet auf einige Stunden zu kondensieren. Außerdem wird das leichter möglich gemacht, was oft aus eigener Anstrengung nur mit sehr viel Aufwand oder gar nicht möglich ist: Umsetzbare innovative Lösungen.

Hauptsächlich in Gruppen, aber auch alleine

Am meisten Sinn mach es, solche Prozesse in Gruppen einzusetzen. Es ist aber genauso möglich, den Prozess alleine zu durchlaufen. Am Beispiel von de Bonos TO-LO-PO-SO-GO habe ich das bereits einmal durchexerziert.
Ähnlich wie bei TO-LO-PO-SO-GO lässt sich auch der CPS-Prozess visualisieren und protokollieren(!). Auch hier habe ich wieder Mindjet MindManager benutzt.



(Entwickelt von Florian Rustler)

Ein Büro für den Kreativitätsprozess

Montag, 19. Mai 2008

Das Projekt Office 21 des Fraunhofer Instituts für Arbeitswirtschaft und Organisation hat Kreativitätsprozesse untersucht und daraus ein Bürokonzept entwickelt, welches Kreativität architektonisch unterstützt und fördert: Interactive Creativity Landscape (ICL).

In einem wissenschaftlichen Artikel (Haner, Udo-Ernst: « Spaces for Creativity and Innovation in Two Established Organizations », CREATIVITY AND INNOVATION MANAGEMENT, 2005, 3, p. 288-298) beschreibt Udo-Ernst Haner, der am Forschungsprojekt beteiligt ist, sehr schön die unterschiedlichen Prozesse und Denkmodi, die in während der unterschiedlichen Phasen von Kreativitäts -und Innovationsprozessen (Kreativität und Innovation sind nicht deckungsgleich, hängen allerdings zusammen und weisen sehr ähnliche Charakteristika auf) auftauchen.

Die Denk-Modi
Verteilt über die Phasen (hier gibt es unterschiedliche Modelle, wie viele das genau sind und ob und in welcher Reihenfolge diese ablaufen) gibt es zwei grundsätzlich verschiedene Denk-Modi: divergierend und konvergierend.

Beim divergierend Denken geht es darum, das Denken in viele Richtungen zu lenken, es sozusagen auseinander zu treiben, um möglichst viele Ideen und Ansätze zu generieren. Man kann diese Phase auch als die Ideenfindung oder Ideengenerierung bezeichnen. Dazu habe ich auch in meinen Posts zum lateralen Denken und TO-LO-PO-SO-GO mehr geschrieben.



Beim konvergierenden Denken, geht es darum, das Denken wieder zu fokussieren und dann Ergebnisse des divergierenden Denkens zu bewerten und weiter zu entwickeln. Diese Phase kann man auch als die Phase der Ideenbewertung bezeichnen.



Einzel- und Gruppenarbeit
Während eines Kreativitäts- und Innovationsprozesses gibt es außerdem Phasen, wo der Einzelne auf sich gestellt ist um z.B. zu recherchieren und analysieren oder auch nur um sich auszuruhen und die Ideen reifen zu lassen und Phasen, wo eine Gruppe zusammen trifft und gemeinsam arbeitet. Auch diese unterschiedlichen Aspekte des kreativen Prozesses werden in der ICL berücksichtigt.

Beides, sowohl die unterschiedlichen Denk-Modi als auch Einzel- und Teamprozesse, wurden in das Design der ICL eingearbeitet.

TO-LO-PO-SO-GO: Anwendungsbeispiel und MindManager-Vorlage

Mittwoch, 13. Februar 2008

Bisherige Artikel der Serie:



In den ersten fünf Artikeln habe ich erklärt, wie das Prozesswerkzeug TO-LO-PO-SO-GO funktioniert. Nun braucht es ein Anwendungsbeispiel, für diejenigen, die die Methode zum ersten Mal verwenden. Den Denkprozess habe ich mit MindManager visualisiert. Für Interessierte habe ich die in den Bildern dieses Posts abgebildete Grundstruktur als MindManager-Vorlage zum Einsatz erstellt. Diese gibt es hier zum herunterladen.

In der Vorlage gibt es zu jeder Stufe eine Kurzanleitung in den Textnotizen des Maps sowie einen Link auf die Blogartikel, für alle die es noch einmal ausführlich nachlesen möchten. Wer keinen MindManager hat, bekommt die Lite-Version der Software bis Ende März umsonst über mich!

Das Beispiel
Um es für mich einfacher zu machen, nehme ich ein Thema, das für mich selbst relevant: Ich möchte dieses Blog irgendwie bekannter machen.

Ich habe meine Gedanken in das Map geschrieben. Die Ergebnisse zur Verdeutlichung noch einmal in Stichpunktform zum querlesen:

TO: Zielfindung
Die Bekanntheit erhöhen, d.h. mehr Besucher und Verlinkungen.
Der Aufwand muss überschaubar, kostengünstig und skalierbar sein, außerdem sollten die Ergebnisse stufenweise ausführbar sein.


LO: Infosammlung
Emotionen:
  • Ich habe Lust!
  • Es macht Spaß das Blog zu entwickeln.
  • Ich bin neugierig was passiert.
Fakten:
  • 3000 Besucher/ Monat: Besucherzahlen ansteigend, Kommentare nicht, Nischen-Blog
  • Verlinkungen steigen an
  • Haupt-Referrer: Google (.de, images.google.de), creaffective-Website und andere Blogs
  • Besucher fast alle aus Deutschland
  • Suchbegriffe, über die Leute zu mir kommen:
    • häufig: iMindMap, Kreativität, MindManager
    • selten: Mind Mapping (zuweit unten im Google-Ranking), Denktechniken (kennt wohl keiner)

  • Posts: 2 / Woche
  • Mindjetaktion läuft sehr gut
Fragen:
  • Verweildauer?
  • Themen: welche sind interessant, attraktiv bzw. wie lassen sich diese so verpacken
  • Auffindbarkeit des Blogs: Wie erhöhen und verbessern?



PO: Ideensammlung

  • Verlinkungen erhöhen durch
    • Kommentare auf anderen Blogs, in Online-Zeitschriften
    • Querverweise
    • Gastbeiträge in
      • Blogs
      • Newsletter
      • Zeitschriften

  • Engagement in

    • wikipedia
    • Foren
    • Xing

  • Verweiseise
    • Seminarunterlagen
    • creaffective-Website

  • Auffindbarkeit verbessern:

    • Schlüsselwörter: griffiger, allgemeiner
    • Bilder: Flickr
    • Videos: Youtube
    • SEO: statische Seiten

  • Sprachen: Englisch, Chinesisch
  • E-Mail
    • Signatur: Blogartikel, Bilder, Spruch, Hinweis
    • Header

  • Aktionen
    • Gratissoftware
    • Downloads
    • Wettbewerbe
    • T-Shirts
    • Umfragen
    • Einschicken: Maps, Zeichnungen


  • Blog-Inhalte
    • Interviews
    • konkreter
    • ändern: Form, Format, Länge


  • Kooperationen

    • Softwarehersteller
    • Verlage: Rezensionen


  • Blog-Verzeichnisse: z.B. Technorati



SO: Ideen verdichten
Hier stehen nun die Ideen, die ich in die nächsten Runde genommen haben. Diese werden nun verändert und weiterentwickelt:

  • Verlinkungen erhöhen durch
    • Kommentare: Blogs, Zeitschriften
    • Querverweise
    • gegenseitige Gastbeiträge in

      • Blogs
      • Newsletter
      • Zeitschriften

  • Xing:
    • Mind Mapping Gruppe
    • Profil verändern

  • Seminarunterlagen
  • creaffective-Website:
    • Verweise bei den Zusatzinfos
    • Im creaffective Ressourcencenter

  • Auffindbarkeit
    • Videos: Youtube
    • SEO:statische Seiten
    • Bilder mit gut auffindbaren Namen

  • Aktionen
    • Gratissoftware
    • Downloads

  • Inhalte
    • Interviews
    • konkrete Beispiele
    • Lange Artikel in kleine gut findbare Häppchen unterteilen

  • Kooperationen
    • Softwarehersteller
    • Verlage
    • Rezensionen


GO: nächste Schritte festlegen
Wie auf dem Map ersichtlich, habe ich die einzelnen Punkte nun priorisiert:

1.Inhalte
2.Verlinkungen
3.Aktionen
4.Auffindbarkeit
5.Kooperationen

Am Ende der Anwendung des Werkzeugs wird nun die Verbindung zur TO-Phase hergestellt. Ich habe konkret umsetzbare Ziele, um die Bekanntheit zu erhöhen, dich ich nun stufenweise umsetzen kann.

TO-LO-PO-SO-GO: Die Stufen SO & GO

Sonntag, 27. Januar 2008

Vorherige Artikel:



Die letzten beiden Phasen nenne ich gemeinsam, da diese oft in einander überlaufen können.

In der SO-Phase geht es darum die bis jetzt generierten Ideen, die erst einmal völlig unzensiert in die Breite gingen, zu reduzieren und zu bewerten und schließlich umsetzbar zu machen. Daher das Bild des Trichters (siehe Bild 1).



Bild 1 zeigt eine mit Mindjet MindManager erstellte Visualisierung der TO-LO-PO-SO-GO-Methode. Gut sichtbar sind die in der PO-Phase generierten Ideen. In der SO-Phase heißt es nun so what? Was passiert nun? Von den in der PO-Phase gefundenen Ideen sind sicherlich nicht alle gleich gut und brauchbar. Daher sollte man die besten und vielversprechensten Ideen herausgreifen und nun in der SO-Phase weiter entwickeln. In Bild 1 wurde die besten Ideen mit Symbolen für Priorität 1 und Priorität 2 versehen. Bild 2 zeigt die Visualisierung aus Bild 1 nun in gefilterter Form nur noch mit den Ideen, die es in die SO-Phase geschafft haben.



Wie werden die Ideen weiterentwickelt?
Dies kann ganz "normal" in Form eines Gesprächs und einer Diskussion geschehen, ohne das dafür eine bestimmte Methode zum Einsatz kommt.
Bleibt man am Modell von deBono, können (müssen aber nicht) auch in dieser Phase wieder Denktechniken zum Einsatz kommen. Zum Beispiel kann man sich Mithilfe eines PMI in kurzer Zeit über positive, negative und interessante Punkte einer Idee bewusster werden und dann das bisherige Konzept verändern. Handelt es sich um eine Idee, die noch viel Gesprächs und Entwicklungsbedarf hat, dann können zum Beispiel auch die Sechs Hüte zum Einsatz kommen, um die Frage möglichst umfassend zu betrachten.

In der GO-Phase geht es nun darum, die Ergebnisse in die Tat umzusetzen. Manchmal ist die Phase nicht nötig, weil es sowieso klar ist, wer etwas macht und wann etwas gemacht werden sollte, z.B. dann, wenn man die Methode alleine anwendet.
In anderen Situation müssen in der GO-Phase die Aufgaben verteilt und Zwischenschritte festgelegt werden.
Ich persönlich nutze gerne eine Visualisierungssoftware wie MindManager und trage die Ergebnisse der SO- und GO-Phasen in den Hauptzweig der PO-Phase ein (siehe Bild 2). So muss ich nicht alles noch einmal schreiben, sondern kann in den gefilterten Ergebnissen der gleichen Visualisierung arbeiten.

TO-LO-PO-SO-GO: Die PO-Stufe

Sonntag, 13. Januar 2008

Vorherige Posts zu Thema:



PO steht für possibilities oder provocative operation. Die PO-Phase ist die Phase, in der Ideen generiert werden. Ablaufen kann diese Phase wie ein Brainstorming, d.h. in einer Gruppe nennt jeder seine Einfälle und andere können/sollen diese aufgreifen und weiter entwickeln. Möglich ist auch der Einsatz spezieller Kreativitätstechniken, wie z.B. die Fluchtmethode oder die Zufallswortmethode.
Ruth Pink weist in Ihrem Buch Bewusst kreativ darauf hin, dass eine Kreativphase 15 bis 20 Minuten dauern sollte. Dabei wird höchst wahrscheinlich jede Gruppe durch ein Ideen-Tal gehen, eine Phase, in der die Ideen besonders spärlich fließen. Es lohnt sich allerdings durch dieses Tal zu durchschreiten, da oft besonders gegen Ende noch einige sehr gute Einfälle entstehen. In unserer letzten Denkclubsitzung haben wir das auch wieder erleben dürfen.

Wie bei allen Kreativitätstechniken ist es zentral, dass das finden von Ideen und das Bewerten von Ideen getrennt wird. In der PO-Phase werden die gefundenen Ergebnisse nicht kritisiert, analysiert oder sonst irgendwie beurteilt.
Die Verfeinerung und Weiterentwicklung folgt in der nächsten Stufe, der SO-Phase.

TO-LO-PO-SO-GO: Die LO-Stufe

Mittwoch, 9. Januar 2008

Vorherige Posts zu Thema:



An zweiter Stelle der fünf Stufen der TO-LO-PO-SO-GO-Methode steht die LO-Phase. LO kann als Abkürzung für das englische look out gesehen werden. In dieser Stufe geht es darum, Input für das Denken zu suchen, sei es in Form von Informationen und Fragen oder Emotionen. Nachdem man sich in der ersten Phase, der TO-Phase - Gedanken über das Ziel gemacht hat, geht es hier darum, erst einmal zum Thema relevantes Material zu notieren.
Ziel dieser Stufe ist es, eine Art Stoffsammlung zu machen, die für die weiteren Stufen und das Ziel des Denkens relevant ist. In den darauf folgenden Stufen können dann die Inhalte der LO-Stufe berücksichtigt werden. Man kann diese Stufe auch als eine Art geistige Vorbereitung für die darauffolgende PO-Phase sehen, in der dann Ideen generiert werden. Die in der LO-Phase geleisteten Überlegungen lösen hier bereits erste Assoziationen aus.

Beispiel: Das in der TO-Phase festgelegte Ziel lautet: Ich suche ein Verkehrsmittel, um mich flexibel in München und im Umland zu bewegen.
Die LO-Phase könnte nun folgendermaßen aussehen:

Emotionen
  • Ich habe keine Lust viel Geld für ein teures Auto auszugeben.
  • Wenn ein Auto, dann muss es ein Statussymbol sein.

Informationen
  • Folgende Verkehrsmittel stehen zur Auswahl: Taxi, eigenes Auto, Mietwagen, Carsharing, Fahrrad, öffentliche Verkehrsmittel.
  • Im Umland engt sich die Zahl der Möglichkeiten ein, es gibt weniger Ausweichmöglicheiten.
  • Öffentliche Verkehrsmittel fahren im Umland seltener.
  • In München gibt es meist mehrere Autoverleiher und Carsharinganbieter.
  • Der MVV bietet ein Monatsticket mit unbegrenzten Fahrten zum Preis von X Euro an.
  • Carsharing kostet pro Monat X Euro Grundgebühr und hat einen Zeittrarif von X Euro pro Stunde.
  • Ein Mietfahrzeug kann man nur tageweise buchen.
  • ...

Fragen
  • Welche Strecken fahre ich hauptsächlich?
  • Wann sind öffentliche Verkehrsmittel nicht ausreichend?
  • Wie oft benötige ich ein Auto?
  • Wann benötige ich dieses überwiegend?
  • ...


In dieser Stufe können der rote Hut und der weiße Hut der Sechs Denkhüte zum Einsatz kommen.

TO-LO-PO-SO-GO: Die TO-Stufe

Mittwoch, 26. Dezember 2007

Nach einer grundlegenden Einführung in die Methode, betrachte ich mich nun mit den einzelnen Denkstufen.
Die erste Stufe TO steht für die Zielfindung. Edward de Bono verbindet mit TO die Leitfragen to what purpose? to where? Also die Frage, wo geht es hin? Was ist das Ziel eines Denkprozesses?
Oft glaubt man, dass das Ziel sowieso klar ist und bringt dieser Phase wenig Aufmerksamkeit entgegen. Besonders in Gruppen stellt sich nach einiger Zeit heraus, dass das angeblich klare Ziel von den Gruppenmitglieder unterschiedlich aufgefasst wurde und jeder mit seinen Bemühungen in eine etwas andere Richtung geht: „Aber ich dachte...“

Beispiel: Ich möchte ein Auto kaufen.

Ausgehend von dieser Aussage kann ich nun anfangen zu recherchieren, welches Auto für mich wohl geeignet wäre und werde dann schnell feststellen, dass meine Recherche ziemlich ausufern wird, da mein Ziel sehr breit und allgemein ist und ich nicht näher spezifiziert habe, welche Eigenschaften das Auto haben sollten und welchen Ansprüchen es genügen sollte.

In der TO-Phase macht man sich genau darüber Gedanken, man lenkt die Aufmerksamkeit noch einmal bewusst auf das Ziel des Denkens und versucht außerdem einige alternative Zieldefinitionen durchzuspielen.


  • Ich möchte ein Auto kaufen
  • Ich möchte ein günstiges Auto mit viel Platz, um Dinge zu transportieren.
  • Ich suche ein Verkehrsmittel, um flexibel von A nach B zu kommen.
  • Ich suche eine Möglichkeit, flexibel von A nach B kommen.


Im Prinzip ganz simpel, in der Anwendung auch. Es lohnt sich, auch wenn man die Technik alleine anwendet, diese Phase ganz bewusst zu machen. Meist scheitert es nur daran: Gerade weil es so simpel und klar erscheint, wird dieser Phase zu wenig Beachtung geschenkt.

Verwandte Techniken
Verwendet man die Technik der 6 Denkhüte, würde der blaue Hut, würde der blaue Hut in der TO-Phase zum Einsatz kommen.