Mind Mapping für Dummies auf Holländisch

Freitag, 4. November 2011

Bald ist es soweit, die holländische Version meines Buches Mind Mapping für Dummies erscheint. Nach Angaben des Verlages kommt es nicht oft vor, dass eine für den deutschen Markt geschriebene Ausgabe in zwei andere Sprachen übersetzt wird. Neben Holländisch steht auch bald die englische Version an.
Für alle Mind Mapping interessierten bietet creaffective neben firmeninternen Mind Mapping Trainings noch zwei weitere Optionen an. Das hier beschriebene Buch Mind Mapping für Dummies. Für Interessierte gibt es hier das Inhaltsverzeichnis und das erste Kapitel.
Für alle, die kein Seminar besuchen können gibt es als Alternative den Mind Mapping Onlinekurs.

Die Funktionsweise der beiden Gehirnhälften

Montag, 31. Oktober 2011

Besonders im Zusammenhang mit der Mind Mapping Technik wird ja immer wieder der Gehirnhälftenmythos bemüht. Danach hat der Mensch zwei getrennte Gehirnhälften (die hat er tatsächlich), die sich in Hinblick auf die dort statt findenden Denkaufgaben streng voneinander trennen lassen. Die linke Gehirnhälfte sei streng logisch und analytisch und kommt bei Zahlen und Sprache zum Einsatz. Die rechte Gehirnhälfte sei die kreative, intuitive und emotionale.
Im Zusammenhang mit Mind Mapping wird marktschreierisch behauptet, dass Mind Mapping dabei helfe beide Gehirnhälften einzusetzen und dass deshalb alles besser werde.
Auch in vielen anderen Büchern müssen die getrennten Gehirnhälften für allerlei herhalten.
Auf TED wurde eine wunderschön animierte Version der Rede von Iain McGilchrist vorgestellt, der die "wahren Unterschiede" der beiden Gehirnhälften erklärt und ein differenzierteres Bild aufzeigt.

Test iMindMap 5

Samstag, 18. Juni 2011

Die Version 5 von Buzan’s iMindMap ist nun schon seit einigen Monaten auf dem Markt. Da ich die Versionen 1 – 4 getestet habe und nun von einigen Lesern gebeten wurde, doch auch Version 5 zu testen, möchte ich dieser Bitte mit diesem Artikel nachkommen.
Die TRIZ-Methodik zur erfinderischen Problemlösung beschreibt die Evolution technischer Systeme und zeigt auf, wie technische Systeme mit der Zeit immer mächtiger, aber auch komplexer werden. Diesen Trend kann man an der Version 5 von iMindMap schön ablesen.
Die Funktionen und Möglichkeiten werden immer mehr, so dass es nun auch bei iMindMap 5 die MS-Office Symbolleisten gibt, um alles Funktionen noch unter zu bringen.
Neu in Version 5 ist unter anderem:

  • Ein 3D-Modus, um Mind Maps dreidimensional darzustellen
  • Eine Onlinekonto, um mit anderen gemeinsam an Mind Maps zu arbeiten
  • Die Möglichkeit Ablaufdiagramme in ein Mind Map einzufügen
  • Eine Filterfunktion
  • Automatische Designs um Mind Maps verschiedener Stilarten zu erstellen

Aufgehoben wurde die Unterscheidung zwischen einem SpeedMapping und einem Mind Mapping Modus zur Dateneingabe. Das Erstellen neuer Zweige erfolgt nun direkt über die Tastatur oder durch Zeichnen der Zweige per Maus oder Stift. Nach wie vor hat der Nutzer die Möglichkeit die Zweige komplett frei zu zeichnen, wie beim Erstellen von Mind Maps per Papier und Stift. iMindMap verfügt dabei über eine "SmartLayout"-Funktion, die die umliegenden Zweige bei Bedarf etwas verschiebt, so dass sich neu gezeichnete Zweige in das Mind Map einfügen und alles lesbar bleibt.
Ich gehe wie auch bei den Tests von iMindMap 4, iMindMap 3 und iMindMap 2 nach meiner Feedback-Methode vor.

iMindMap 5 – Was mir gut gefällt


Nach wie vor ist iMindMap eines von zwei MindMapping-Programmen, das ich nutze und eines von zwei Programmen (neben dem MindManager), die ich in meinem Buch Mind Mapping für Dummies ausführlicher vorgestellt habe.
Dies liegt daran, weil bei iMindMap einige Sachen richtig gut umgesetzt sind, die dieses Programm attraktiv machen. So auch in der neuen Version:
  • Individuelle Mind Maps: Mit iMindMap lassen sich optisch ansprechende und flexibel gestaltbare Mind Maps erstellen. Diese Individualität von Mind Maps machen viel von der Effektivität der Technik aus. iMindMap ist allerdings eines der wenigen Programme wo dies möglich ist. Viele andere Programme arbeiten mit „Fischgrätendiagrammen“, die kaum verändert werden können.
  • Freihandfunktion: Besonders die Freihand-Funktion ist interessant, bei der man die Zweige eines Mind Maps wie mit Stift und Papier völlig frei zeichnen kann. Dies ist vor allem für die wenigen Nutzer von Tablet PCs besonders attraktiv. Bei einem Tablet PC lässt sich der Bildschirm umklappen, womit er zu einer Schreibfläche wird. Mit einem speziellen Stift kann man nun so auf dem Bildschirm schreiben, oder – ähnlich wie beim iPad - die Finger nutzen. Mit einem Tablet-PC wird iMindMap wie ein digitales Papier, dass die Vorteile des freien Schreibens und Zeichnens mit den Vorteilen des Computers kombiniert. Die integrierte Handschrifterkennung von Windows 7 funktioniert wunderbar, so dass man seinen Text direkt mit Stift eingeben kann (siehe Abbildung 1).

    Abbildung 1: Freihand Modus


  • Filterfunktion: Neu und lange erwartet ist die Filterfunktion bei iMindMap 5. Damit lassen sich innerhalb eines Mind Maps Zweige, die bestimmten Kriterien entsprechen, ein- und ausblenden. Kriterien können dabei Symbole, Texte, Links oder Notizen sein (siehe Abbildung 2).

    Abbildung 2: Filterfunktion


  • Mehrere Zentralideen: iMindMap erlaubt es auf einer Weißfläche mehrere Mind Maps gleichzeitig zu erstellen. Nutzer werden vermutlich nicht oft den Bedarf haben, dies zu tun, aber für bestimmte Einsatzgebiete (z.B. Vergleiche) mag das durchaus interessant sein (Abbildung 3).

    Abbildung 3: Zwei Zentralideen auf einer Weißfläche


  • Verbesserte Symbolhandhabung: In meinen früheren iMindMap-Tests habe ich immer wieder die ungenügende Handhabung von Symbolen bemängelt. So musste man diese oft per Hand an die richtige Stelle des Zweiges ziehen oder nachjustieren, wenn man die Position eines Zweiges verschoben hat. Diese Probleme sind mit Version 5 behoben.
    Anderseits wurde nun auch die Flexibilität der Symbolverwendung eingeschränkt. So ist es zum Beispiel nicht möglich, mehr als ein Symbol auf einen Zweig zu platzieren. Dies finde ich sehr bedauerlich, da es oft Bedarf für genau diese Funktion gibt.
  • Angenehme Schrifteinstellung: Man könnte meinen, dass dies Standard sein sollte, war es bei iMindMap bis vor kurzem jedoch nicht. iMindMap verwendet nun voreingestellt eine angenehme Schriftart und mit den Zweigebenen kleiner werdende Schriftgrößen, was den Mind Maps ein schönes Aussehen verpasst und lästiges manuelles Verändern überflüssig macht.
  • Zeichnungen: iMindMap erlaubt die Erstellung von Zeichnungen und Skizzen, die zu einem Zweig hinzugefügt werden können. Nun kann man diese auch nachträglich sehr einfach verändern oder erweitern, in dem man einfach doppelt auf die Zeichnung klickt und so wieder in den Editiermodus gelangt.
  • Bildergalerie: iMindMap verwendet eine Online-Bildergalerie, die es ermöglicht aus tausenden von Bildern auszuwählen, um diese zu zweigen hinzuzufügen. In der Vergangenheit waren die Bilder frappierend scheußlich. Mein Eindruck ist, dass sich dies etwas gebessert hat und die Bilderdatenbank um ästhetisch anspruchsvollere Bilder ergänzt wurde.
  • Exportmöglichkeiten: Wer nach dem Erstellen eines MindMaps die Inhalte in anderem Programmen weiter verwenden möchte, bekommt eine Vielzahl an Exportmöglichkeiten geboten.

iMindMap 5 – Was ich verändern würde


Einige der Punkte, die ich bereits in den Kritiken zu Version 3 und 4 geschrieben habe, sind leider nach wie vor für die Version 5 gültig.

Präsentationsmodus


Hier kann ich meine Kritik aus dem Artikel zu iMindMap 4 fast unverändert noch einmal wiederholen. Ich finde die Idee eines Präsentationsmodus gut und richtig. Das ermöglicht weitere Einsatzgebiete von iMindMap und Mind Maps im Allgemeinen. So gut die grundsätzliche Idee auch ist, die Umsetzung ist noch nicht zufriedenstellend. Für den praktischen und professionellen Einsatz ist der iMindMap Präsentationsmodus meiner Meinung nach, nach wie vor nicht geeignet.
Funktionen, die ich brauche, um vor Publikum mit iMindMap sinnvoll präsentieren zu können:
  • es ermöglichen, im Präsentationsmodus einzelne Zweige flexibel ein- und auszuklappen
  • es dem Benutzer ermöglichen, mit einem „Weiter“-Knopf immer den nächsten Zweig zu öffnen, ohne dabei sämtliche Unterzweige zu öffnen
  • es ermöglichen, zu Beginn der Präsentation alle Hauptzweige sichtbar zu machen
  • es ermöglichen, die automatische Zoom-Funktion abzustellen, so dass es visuell ruhiger wirkt.
    In Punkto Bedienerfreundlichkeit des Präsentationsmodus ist Mindjet MindManager aus meiner Sicht ein positives Beispiel.

Projektmanagement-Modus


Der Projektmanagement Modus ermöglicht die Darstellung eines Gantt-Diagramms in die Zuordnung von Prioritäten und Zeiten zu den einzelnen Zweigen. Damit soll iMindMap für das Projektmanagement nutzbar gemacht werden. Auch hier gilt dasselbe wie für den Präsentationmodus. Die Idee an sich ist gut und hat viel Potenzial. Die Umsetzung ist aus meiner Sicht zu wenig nutzerzentriert und nutzerorientiert. Ich habe die meisten Punkte bereits im Test zur Version 4 angesprochen, leider hat sich wenig verändert. Für mich ist das Arbeiten damit so umständlich und unübersichtlich, dass iMindMap als Projektmanagement-Software schlicht nicht in Frage kommt.
Was sich ändern müsste:
  • Was bei iMindMap 4 noch möglich war ist in der Version 5 nun nicht mehr möglich: Die gleichzeitige Ansicht von Mind Map und Projektmanagement Modus (siehe Abbildung 4). In Version 5 bekommt man lediglich das Gantt-Diagramme und eine tabellarische Ansicht der Mind Map-Inhalte angezeigt (siehe Abbildung 5). Der Nutzer erstellt in erster Linie ein Mind Map und orientiert sich an der visuellen Darstellung des Mind Maps. Wenn diese nun genommen wird und man sich lediglich in einer Tabelle zurechtfinden muss, ohne den visuellen Anker zu haben, dann ist die Navigation, besonders bei umfangreicheren Mind Maps extrem anstrengend und zeitraubend.

    Abbildung 4: Projektmanagement-Modus bei iMindMap 4


    Abbildung 5: Projektmanagement-Modus bei iMindMap 5


  • Anstatt alle Zweiginhalte automatisch in die Gantt-Ansicht einzufügen und diese Ansicht damit völlig zu überfrachten, müsste es genau anders herum sein. Anhand der visuellen Mind Map-Ansicht entscheidet der Nutzer, welche Zweige in den Projektmanagementmodus übertragen werden. Vorbildlich gelöst wurde dies in der Software Mindjet MindManager.
  • Im Moment lassen sich Zeitdauer und Datum eines Zweiges nur im Projektmanagement-Modus verändern nicht in der Taskansicht in der Seitenleiste. Hier kann man die Werte lediglich betrachten, aber nicht editieren. Als Nutzer brauche ich genau diese Funktion: Ich betrachte einen Zweig meins Mind Maps und will dann ohne das Mind Map zu verlassen Dinge wie Datum und Priorität einstellen können.

Mehrere Zweigsymbole ermöglichen


Vermutlich, weil es in dieser Version neu die Filterfunktion gibt, kann man aus wohl technischen Gründen nur noch ein Symbol pro Zweig hinzufügen. Aus Mind Mapping-Perspektive benötige ich oft mehrere Symbole pro Zweig, besonders bei der Erstellung von Mitschriften aus Texten und Büchern.

iMindMap 5 – Wo ich mir unschlüssig bin


Neu ist der 3D Modus (siehe Abbildung 6). Damit bekommen die zweidimensionalen Mind Maps plötzlich Tiefe und lassen sich bis zu einem gewissen Grad horizontal und vertikal rotieren. Ich habe mir noch keine abschließende Meinung gebildet, was ich davon halten soll.
Einen zusätzlichen Nutzen oder Vorteile beim Betrachten von Mind Maps und meinen Inhalten habe ich dadurch noch nicht erkannt. Vielleicht reicht es in diesem Fall ja, dass einige Nutzer es vielleicht cool finden.

Abbildung 6: 3D-Modus


iMindMap 5 – Fazit


Das Besondere an iMindMap ist nach wie vor, dass sich damit visuell ansprechende und gleichzeitig sehr individuelle Mind Maps gestalten lassen. Für die Effektivität und den Nutzen der Mind Mapping Technik ist das sehr wichtig. So simpel die Anforderung, so schwer ist gleichzeitig die Umsetzung. iMindMap ist nach wie vor eines der wenigen Programme, die dies ermöglichen. In Kombination mit einem Tablet-PC gibt es fast keinen Unterschied mehr zu den Freiheiten von Papier und Stift. Phantastisch! (siehe Abbildung 7)

Abbildung 7: Ein individuell erstelltes Mind Map mit iMindMap.


iMindMap versucht mit Projektmanagement und Präsentationmodus mehr zu sein, sich andere Nutzergruppen und Einsatzgebiete zu erschließen. Ich sehe das Potenzial in diesen Ideen und es gibt andere Mind Mapping Software wo dies bereits umgesetzt wurde. Die Umsetzung in iMindMap 5 ist momentan allerdings noch nicht so ausgereift und durchdacht, das dieses Potenzial wirklich gehoben werden kann und die genannten Funktionen für den Nutzer (in diesem Fall für mich) attraktiv sind.

Mind Mapping für Dummies erschienen – Rezensenten gesucht

Freitag, 25. Februar 2011

Nun ist es vollbracht, Mind Mapping für Dummies ist erschienen und bestellbar. In diesem Buch mit vielen Abbildungen und einer DVD mit Videos stelle ich Mind Mapping von A – Z vor.
Einsteiger erlernen und üben besonders in den ersten Kapiteln die Grundlagen der Technik, Fortgeschrittene lernen Einsatzgebiete von Mind Mapping kennen, die sie bisher möglicherweise noch nicht auf dem Radar hatten. In der heutigen Zeit darf natürlich ein Abschnitt über Mind Mapping Software nicht fehlen, der einen Ein- und Überblick über die wichtigsten Mind Mapping Programme gibt und zwei Beispiele ausführlicher vorstellt.

Trotz Software ist es mir wichtig, im Buch Mind Mapping als Technik an sich zu erklären unabhängig davon, ob Mind Maps mit Papier und Stift oder per Software erstellt werden. Mit Tablet-PCs und iPads werden diese Grenzen in Zukunft sowieso noch weiter verschwimmen.

Interessierte können sich über das creaffective Blog das Inhaltsverzeichnis sowie das erste Kapitel herunter laden.

Vorstellung auf dem Blog oder Rezension bei amazon


Für das Buch suche ich nun Interessierte, die Lust haben das Buch auf Ihrem Blog zu besprechen und/ oder eine Amazon Rezension zu schreiben. Dafür stelle ich 10 Freiexemplare zur Verfügung. Bei Interesse freue ich mich über eine Nachricht mit Angabe Ihrer Adresse an rustler(at)creaffective(dot)de


Gratis Version des creaffective Mind Mapping Onlinekurses verfügbar

Donnerstag, 17. Juni 2010

So ein Sabbatical hier in Asien ist eine tolle Sache. Ich habe noch mehr Zeit als sonst zu lesen. Ein Buch, das mir viele Anregungen gegeben hat ist "free" von Chris Anderson.
Nach der Lektüre dieses Buches habe ich mich entschlossen, eine Gratisversion meines kürzlich veröffentlichten Mind Mapping Onlinekurses anzubieten.
Diese ist nun unter obigem Link verfügbar.
Mein Ziel ist es, die Vorteile und Möglichkeiten des Mind Mapping möglichst vielen Menschen zugänglich zu machen. Der Mind Mapping Onlinekurs bietet eine Möglichkeit dazu. Die Gratisversion enthält einen Großteil der Inhalte und ist unbeschränkt zugänglich.
Einige Themen sowie ein individuelle Rückmeldung von mir mit Tipps und Verbesserungsvorschlägen zu zwei von Ihnen erstellten Mind Maps sind jedoch nur in der kostenpflichtigen Premiumversion erhältlich.

Ich wünsche Ihnen viele hilfreiche Lernerfahrungen mit diesem Kurs und freue mich über Rückmeldungen und Anregungen.

Das perfekte Mind Map

Samstag, 15. Mai 2010

In meinen Mind Mapping Seminaren gibt es immer wieder Teilnehmer die beim Erstellen von Mind Maps auf folgendes Problem stoßen: Sie wollen das Mind Map von Anfang an "richtig" und "perfekt" machen.
Dies führt dann meist dazu, dass sie Schwierigkeiten haben, das Mind Map überhaupt zu erstellen, weil sie ständig überlegen, ob das Mind Map so wirklich richtig ist und die beste Möglichkeit darstellt.

Chuck Frey vom Mind Maping Software Blog schreibt in seinem aktuellen Artikel über dieses Phänomen.

Mind Mapping als Methode des divergierenden Denkens


Das Besondere am Mind Mapping ist, dass es das assoziative Denken unseres Gehirns unterstützt und es ermöglicht, an jedem Zweig neue Assoziationen anzufügen. Per se unterstützen Mind Maps durch ihre Erstellungsweise das divergierende Denken. Das heißt, Mind Maps vereinfachen es, ständig neue Ideen zu einem Mind Map hinzu zu fügen. Gleichzeitig strukturiert ein Mind Map, was automatisch eine Bewertung bedeutet und damit dem konvergierenden Denken zuzurechnen ist. Leser meines Blogs wissen, dass das Entwickeln und das Bewerten von Optionen idealerweise getrennt statt finden sollte.
Daher "Problem" mit den "perfekten" Mind Maps. Durch das ständige Hinzufügen neuer Gedanken, kann es sein, dass sich am Ende der Erstellung eines Mind Maps eine subjektiv "bessere" Struktur anbietet.

Das Mind Map überarbeiten: Version 2


Daher rate ich dazu, sich bei der Erstellung eines Mind Map durch die Tatsache, dass es möglicherweise einer Überarbeiten bedarf, nicht hemmen zu lassen. Meine Empfehlung ist es, diese Unsicherheit einfach auszuhalten und das Mind Map weiter zu entwickeln.

Das unten stehende Video aus dem creaffective Mind Mapping Onlinekurs zeigt einige Beispiele von unperfekten Mind Maps.



Wer mit dem Ergebnis eines Mind Maps nicht zufrieden ist, kann dann immer noch möglich, eine neue und "bessere" Version zu erstellen.
Das Erstellen der Version 2 eines Mind Map sehe ich dabei nicht als eine lästige Mehrarbeit, sondern als eine Chance, ein Thema noch besser zu durchdringen und zu verarbeiten.

Willkommen zum creaffective Mind Mapping Online-Kurs

Montag, 3. Mai 2010

Nun ist es soweit, der creaffective Mind Mapping Online-Videokurs ist verfügbar. Alle Interessierten, die die Technik des Mind Mapping und die Anwendung von Mind Mapping in seinen verschiedenen Einsatzgebieten erlernen möchten, können dies mit diesem Kurs tun.

An wen richtet sich der Mind Mapping Online-Kurs?


Der creaffective Mind Mapping Online-Kurs richtet sich am alle Kopf- und Wissensarbeiter ab 16 Jahren, wie zum Beispiel:
  • Schüler
  • Studenten
  • Wissenschaftler
  • Berufstätige

Für all diese Gruppe habe ich als zertifizierter Mind Mapping Trainer in der Vergangenheit Mind Mapping Seminare gegeben, um den richtigen Einsatz des Mind Mapping zu vermitteln.

Das obige Bild zeigt ein Mind Map erstellt mit Papier und Stift.

Das obige Bild zeigt ein Mind Map erstellt mit der Software iMindMap.

Warum sollte ich einen Mind Mapping Online-Kurs anstelle eines Mind Mapping Seminars vor Ort nutzen?


Für alle, für die ein Seminar, wie ich es zum Beispiel bei der IHK oder firmenintern gebe, einfach zu teuer ist, oder zu weit weg, für die kann der Online-Kurs eine günstige und trotzdem hilfreiche Alternative sein. Es gibt in Deutschland nur wenige zertifizierte Mind Mapping Trainer, aber leider viele, die Mind Mapping in anderen Trainings in 10 Minuten abhandeln und leider auch viele, die Mind Mapping Trainings anbieten, ohne wirklich zu wissen, wie die Technik funktioniert. Wie es geht und wie Sie damit richtig arbeiten können, zeige ich in diesem Kurs.

Was lerne ich in diesem Mind Mapping Online-Kurs?


In 14 praxisorientierten Kapiteln werde ich, nach einer grundlegenden Einführung in Mind Mapping an sich, die verschiedenen Anwendungsgebiete üben und sind in der Lage danach in diesen Bereich mit Mind Mapping zu arbeiten. Vorausgesetzt Sie machen die Übungen wirklich.
Diese Mind Mapping Einsatzgebiete, die ich im Kurs behandle sind:
  • Planung und Organisation mit Mind Mapping
  • Vorträge und Präsentationen mit Mind Mapping vorbereiten und halten
  • Erfassen und Aufbereiten der wichtigsten Informationen aus Texten und Büchern mit Mind Mapping. Besonders interessant für alle, die viel lesen und lernen müssen.
  • Projektarbeit mit Mind Mapping (mit traditionell erstellten Mind Maps und mit Mind Mapping Software)
  • Mitschriften mit Mind Mapping bei Besprechungen, im Unterricht und in Vorlesungen.

Außerdem habe ich den beiden Mind Mapping Software-Programmen Mindjet MindManager und Buzan’s iMindMap jeweils ein Kapitel gewidmet, in dem ich das Programm und seine Einsatzgebiete vorstelle.

Wo finde ich den Mind Mapping Online-Kurs und was kostet er?


Der Kurs läuft über die Videoplattform Seminars2you, kostet 39 Euro inklusive Mehrwertsteuer und ist nach Aktivierung 21 Tage gültig, also mehr als genug Zeit, um den Kurs mehrmals zu machen oder ihn an einige Freunde weiterzugeben :-).
Es gibt außerdem Volumenlizenzen für Unternehmen sowie spezielle Angebote für Schulen und Universitäten.

Mind Mapping Online Videokurs kurz vor dem Start

Sonntag, 25. April 2010

Letzte Woche war es etwas ruhiger hier auf dem Blog. Dies liegt daran, dass ich in den letzten Vorbereitungen für den Start des creaffective Mind Mapping Online Seminars bin, das ich im Laufe dieser Woche veröffentlichen werde.

Was nützt der Mind Mapping Online Videokurs?


Der Mind Mapping Online Videokurs ermöglicht es jedem die Technik des Mind Mapping und seine Einsatzgebiete zu erlernen. Nach dem Kurs ist der Teilnehmer in der Lage Mind Maps richtig zu erstellen und diese in relevanten Einsatzgebieten einzusetzen.

Die wichtigsten Daten im Überblick:
  • In 12 Kapiteln wird Mind Mapping in unterschiedlichen Einsatzgebieten vorgestellt und geübt.
  • Jedes Kapitel enthält praktische Übungen im Rahmen derer gemappt wird.
  • Alle Übungen ergeben ca. 8 Stunden Kursdauer, das entspricht meinem Mind Mapping Tagestraining.
  • Sowohl Mind Mapping mit Papier und Stift als auch per Software wird behandelt.
  • Der Kurs kann unabhängig von Zeit und Ort absolviert werden.
  • Für den Kurs habe ich zwei Stunden Videomaterial erstellt, mit einen Drehtag im Studio und vielen Stunden zu Hause.
Die Einführungskampagne zum Kurs beginnt Ende der kommenden Woche. Unten stehend schon einmal das Eröffnungsvideo des Kurses.

Mind Mapping Brainstorming – so funktioniert es

Donnerstag, 25. März 2010

Ich lese es immer wieder, Mind Mapping sei eine Art grafische Brainstorming Technik oder allgemein Mind Mapping sei eine Kreativitätstechnik.
2008 habe ich in einem Artikel Ist Mind Mapping eine Kreativitätstechnik? schon einmal argumentiert, dass Mind Mapping meiner Meinung nach keine Kreativitätstechnik ist, aber trotzdem innerhalb eines kreativen Prozesses zum Einsatz kommen kann.
Und ja, man kann Mind Mapping auch mit Brainstorming kombinieren. In diesem Artikel zeige ich, wie.

Zuvor schauen wir uns einmal an was die beiden Begriffe Brainstorming und Mind Mapping eigentlich bedeuten.

Brainstorming – Gruppentechnik zum Anhäufen von Ideen


Brainstorming ist eine von Alex Osborn entwickelte schriftliche Technik für Gruppen bei der durch das unstrukturierte (!) Anhäufen von Ideen versucht wird, Lösungen auf eine definierte Frage zu finden.
Brainstorming folgt dabei einigen wichtigen Regeln:
  • keine Bewertung
  • Quantität vor Qualität
  • wilde Ideen suchen
  • auf bestehenden Ideen aufbauen

Wenn man es genau nimmt, kann eine Person alleine also gar kein Brainstorming machen, im Sinne der obigen Definition. Zumindest in der Kreativitätsforschung wird Brainstorming nur auf Gruppen bezogen.

Mind Mapping – Visualisieren, strukturieren und organisieren von Gedanken


Mind Mapping ist eine von Tony Buzan entwickelte Technik, um Gedanken und Information gehirngerecht zu visualisieren, zu strukturieren und zu organisieren.
Wie Mind Maps erstellt werden habe ich in einem Video erklärt, das ich auf meine Website gestellt habe.
Mind Maps sind durch die Verwendung von Ästen und Unterzweigen per se strukturierend. Die Verwendung von Schlüsselbegriffen auf den Zweigen fördert das Entstehen neuer Assoziationen und die Gedanken kommen leicht in Fluss. Durch die Verwendung von grafischen Elementen, wird Mind Mapping immer wieder als Kreativitätstechnik bezeichnet, auch wenn ich argumentierte, dass es keine ist.

Bei Mind Mapping geht es allerdings anders als beim Brainstorming nicht um die schiere Menge an Ideen und Mind Mapping ist immer strukturiert. Ein Brainstorming als Gruppentechnik per Mind Mapping durchzuführen wäre schon rein praktisch ein sehr mühsames Unterfangen, da Mind Maps einen Gedanken immer in eine Struktur einbetten, damit läuft es dem Kerngedanken des Brainstormings zuwider.

Trotzdem eigenen sich Mind Maps gut, um individuell die Gedanken zu ordnen und abzurufen. Dazu habe ich auf diesem Blog bereits viele Artikel geschrieben.

In Gruppen: Erst Brainstorming, dann Mind Mapping


Trotzdem kann Mind Mapping sinnvoll mit Brainstorming kombiniert werden. Wichtig ist dabei, dass Mind Mapping nicht während des Brainstormings, sondern nach dem Brainstorming zum Einsatz kommt, um die Ergebnisse zu strukturieren.

Die Mind Mapping Software Mindjet MindManager hat dazu den äußerst praktischen Brainstorming Modus entwickelt, der sich dafür wunderbar einsetzen lässt. Wie es funktioniert, zeige ich im unten stehenden Video.




Mind Mapping – Mind Maps richtig erstellen

Montag, 8. März 2010

Letzten Freitag hatte ich wieder einmal ein offenes Mind Mapping Seminar. Immer öfter sitzen in diesen Seminare Teilnehmer, die bereits vor dem Seminar auch schon Erfahrung mit Mind Mapping Software gesammelt haben und teilweise damit mit arbeiten.

Am Ende des Seminars mache ich immer ein kurzes Feedback in dem ich unter anderem folgende Frage stelle: "Was ist das Wichtigste, das Sie heute gelernt haben?"
Interessant ist für mich dabei auch die Rückmeldung, dass das Wissen um die Mind Mapping Regeln, also wie man Mind Maps richtig erstellt, dazu gehört. Mit dem Wissen, wie man Mind Maps erstellt, zum Beispiel, dass Mind Maps lediglich mit Schlüsselbegriffen arbeiten und keine Sätze auf die Zweige geschrieben werden, werden Mind Maps erst richtig effektiv.

Mind Maps zeichnen - Schritt für Schritt


Wie Mind Maps richtig erstellt werden, habe ich auch in einem Video erklärt, das ich hier noch einmal zur Verfügung stellen möchte.


Mind Mapping - Mind Maps richtig erstellen @ Yahoo! Video


Diese Regeln bilden die Grundlage für sämtliche Anwendungsgebiete von Mind Mapping. Ich bin hier nicht dogmatisch, glaube aber, dass Mind Maps vor allem dann nützlich sind, wenn man die Regeln bei der Erstellung beachtet.
Wer es gerne schriftlich möchte, den verweise ich auf meine drei Artikel zum Erstellen von Mind Maps (Teil 1, Teil 2, Teil 3)

Mit Mind Mapping Software effektiver arbeiten


Mir fällt auch auf, dass Menschen Mind Mapping mit Mind Mapping Software gleich setzen und die beiden als Synonyme betrachten.
Mind Mapping ist eine Technik zur Visualisierung von Informationen. Zentral ist das Verständnis und die Erfahrung im Umgang mit der Technik des Mind Mapping selbst. Software ist eine Möglichkeit Mind Maps zu erstellen, genau so kann man dies auch mit Papier und Stift erstellen. Ich arbeite nach wie vor mit beiden Varianten, genau so wie beim Schreiben. Auch ohne ein Textverarbeitungsprogramm lässt sich schreiben.
Die obigen Schritte zu Erstellung von Mind Maps gelten genauso auch für den Umgang mit Mind Mapping Software. Die Beachtung der Regeln machen aus meiner Sicht die Arbeit mit Software wesentlich effektiver.
Ebenfalls interessant ist die Beobachtung, dass mir viele Teilnehmer, die erst ausschließlich an den Einsatz von Software gedacht haben am Ende des Seminars berichten, dass Sie beide Varianten einsetzen werden und dass Software eben nicht immer der beste Weg der Umsetzung ist.