Wie der Flugverkehr trotz Aschewolke sichergestellt werden kann

Samstag, 17. April 2010

Gestern gegen 17 Uhr bin ich mit einer der letzten Maschinen aus New York in München gelandet. Kurz danach wurde auch der Flughafen München wegen der Aschewolke dicht gemacht.
Heute morgen im Radio wurde berichtet, dass der Eyjafjalla Vulkan in Island während seiner letzten Aktivität zwei Jahre lang aktiv war. Das war noch bevor es den modernen Flugverkehr gab. Stellen wir uns vor, der Vulkan entschließt sich, wieder für zwei Jahre aktiv zu werden:
Nach eine paar Monaten könnten Lufthansa, Air Berlin und Co wahrscheinlich zu machen und auch um die Europäischen Flughäfen sehe es schlecht aus.

Ich denke, wenn absehbar ist, dass das der Vulkan auch nur einige Wochen aktiv bleiben wird, würden sich die Fluglinien, die Flughäfen und die Flugsicherheitsbehörden intensiv Gedanken machen, wie sie den Flugverkehr doch wiederherstellen können.
Ich glaube, dass ihnen das auch gelingen würde. Im Moment gibt es keine bekannte Lösung für das Problem. Es wäre als eine Menge Kreativität gefragt, um das Problem zu lösen.

Kreativworkshop / Innovationsworkshop mit Experten gegen die Aschewolke


Um auf dieses komplexe Problem neue und funktionierende Lösungen zu finden, ist ein Innovationsworkshop mit Experten aller beteiligten ein gutes Mittel. Ich bewerbe mich hiermit darum, diesen moderieren zu dürfen! :-)

Den Flugverkehr wiederherstellen – wo ist das Problem?


Herauszubekommen, an welchem Hebel man ansetzen sollte, um das Problem zu lösen, würde eine zentrale Rolle spielen. Bevor eine Gruppe Energie darauf verwendet nach Lösungen zu suchen, wäre es bei solch einem Thema elementar wichtig, dass die Gruppe sich im Klaren, worauf eine Lösung gefunden werden soll, das heißt mit welchen Fokus die Suchrichtung der Problemlösung definiert wird. In meinem von mir moderierten Problemlöseworkshop würde ich eine Expertengruppe aus Vertretern von Fluglinien, Flughäfen, Flugsicherung und Wissenschaftlern wohl erst einmal mindestens einen Tag damit verbringen lassen mit Hilfe von Kreativität heraus zu finden, was genau das Problem ist, das gelöst werden muss.
Dazu würde ich mit dem Challenge Map Verfahren arbeiten einer Kreativitätstechnik, um Herausforderungen zu formulieren und das Kernproblem / die Kernprobleme zu finden. Es hilft außerdem dabei festzustellen, wie die unterschiedlichen Problemaspekte zusammen hängen und an welche Stelle die größte Wahrscheinlichkeit besteht, das Problem zu lösen.
Durch den Einsatz von Kreativität werden dabei verschiedene Problemperspektiven und damit oft Lösungsrichtungen aufgezeigt, die vorher undenkbar waren.

Abbildung 1 (zum vergrößern klicken) zeigt ein von mir erstelltes Beispiel mit möglichen Problemformulierungen, die mir als absolutem Laien eingefallen sind.
In einem Innovationsworkshop müssten die Experten dieses Map erstellen, dabei würden wahrscheinlich völlig andere Fragestellungen zu Tage treten.

Bei den Flugzeugen oder der Asche ansetzen?


Die Abbildung zeigt, dass es möglicherweise völlig verschiedene Hebel geben könnte, wie man dem Oberziel "Wie könnten wir den Flugverkehr wieder aufnehmen?" näher kommen könnte.



Mögliche Frage könnten zum Beispiel lauten:
  • Wie könnten wir (WKW) die Flugzeuge gegen die Asche unempfindlich machen?
  • WKW andere Flugzeugtypen einsetzen?

Sollte sich die Gruppe dazu entschließen an den Flugzeugen anzusetzen, weil es als wenig erfolgsversprechend betrachtet wird, die Asche zu neutralisieren, dann würden sich wieder eine Reihe unterschiedlicher Perspektiven ergeben, zum Beispiel:
  • WKW sicherstellen, dass die Flugzeuge sicher navigieren können?
  • WKW sicherstellen, dass die Turbinen einwandfrei funktionieren?

Aus Sicht von anderen Stakeholdern, wie könnte das Problem ein noch abstrakteres sein. Mögliche Fragen, die sich zum Beispiel die Regierung stellen könnte lauten:
  • WKW den Personentransport gewährleisten?
  • WKW den Güterverkehr gewährleisten?

Die Abbildung zeigt, dass die Fragen vom Abstraktionslevel her über der Frage des Flugverkehrs stehen, da es neben dem Flugverkehr ja auch andere Mittel gibt Personen und Güterverkehr zu ermöglichen.

Wie kindliches Denken zu mehr Innovation verhilft

Samstag, 3. April 2010

Seit kurzem gibt es auf der TED-Website eine Rede der 12 (zwölf!) jährigen Adora Svitak, einer Bloggerin und Autorin, über die Besonderheit des kindlichen Denkens. Kaum zu glauben, dass Adora erst 12 Jahre alt ist.



In ihrer Rede beschreibt sie einige Unterschiede zwischen dem kindlichen und dem erwachsenen Denken.

Kinder: Offen und ohne Begrenzungen


Das kindliche Denken zeichnet sich vor allem dadurch aus, dass es nur wenige Beschränkungen und Begrenzungen gibt und es offen in alle Richtungen ist. Nichts scheint erst einmal unmöglich, nur selten hört man von Kindern den Satz, „das geht nicht, weil...“.Gerade dieses Fehlen von Begrenzungen lässt das Denken von Kindern für uns Erwachsene so erfrischend erscheinen, negativ ausgedrückt naiv und realistisch.

Erwachsene: Bewertend und kritisch


Die Denkweise von Erwachsenen dagegen ist ganz anders. Erwachsene denken kritisch und "realistisch" und wissen was möglich ist und was nicht. Das heißt, im Gegensatz zu Kindern, haben Erwachsene viele Begrenzungen in den Köpfen, die das Gedachte sofort bewerten und beurteilen können. Je mehr Erfahrung ein Mensch hat, desto mehr geistige Skripten bilden sich in einem Gehirn und desto schwerer fällt es uns, uns von diesen vorhandenen Mustern zu lösen.

Innovation benötigt beides, das kindliche und das erwachsene Denken


In meinen Kreativitätstrainings und Innovationsworkshops führe ich die Teilnehmer am Anfang immer in das wichtigste Prinzip der erfolgreichen kreativen Problemlösung ein. Die Trennung von divergierendem und konvergierenden Denken.

Wie die Namen bereits verraten, handelt es sich beim divergierenden Denken um, eine breite Suche nach vielen unterschiedlichen und neuen Alternativen.

Beim konvergierenden Denken geht es um eine fokussierte positive/ bejahende Evaluation der Alternativen.

Diese beiden Arten entsprechen grob dem kindlichen Denken und dem erwachsenen Denken, mit dem Zusatz, dass das konvergierende Denken nach bestimmten Regeln erfolgt und auch Schwachpunkte und Bedenken auf konstruktive Weise formuliert und behandelt werden.

Zentral für das Entwickeln neuer Lösungen, die funktionieren ist dabei, dass diese beiden Arten des Denkens von einander getrennt werden und nacheinander erfolgen. Genau das bleibt in vielen Köpfen von Erwachsenen und in 99% aller Gruppenbesprechungen mit Erwachsenen aus. Die beiden Arten werden vermischt, was dazu führt, dass kindlichen Denken ohne Begrenzungen sofort wieder vom kritischen Denken eingefangen wird und wir uns immer im Bereich dessen bewegen, was wir schon immer gedacht haben. Wir Erwachsenen können uns nur schwer aus unserem "erwachsenen" Denken lösen und betrachten das divergierende Denken oft als unangebracht und kindisch.
Für Innovation ist daher eine Balance zwischen dem kindlichen (nicht kindischen!) und verspielten Denken (divergierend) und dem kritischen Denken (konvergierend) und eine strikte Trennung dieser beiden Denkarten zentral.



In einer schon etwas älteren, aber genialen TED-Rede zeigt Ken Robinson, wie vor allem die Schule aus Kindern, die ihre Kreativität auf ganz natürliche Weise ausdrücken schrittweise "Erwachsene" macht, die vor allem kritisch denken und immer wissen, warum etwas nicht gehen kann und wo das Problem liegt.

Mind Mapping Brainstorming – so funktioniert es

Donnerstag, 25. März 2010

Ich lese es immer wieder, Mind Mapping sei eine Art grafische Brainstorming Technik oder allgemein Mind Mapping sei eine Kreativitätstechnik.
2008 habe ich in einem Artikel Ist Mind Mapping eine Kreativitätstechnik? schon einmal argumentiert, dass Mind Mapping meiner Meinung nach keine Kreativitätstechnik ist, aber trotzdem innerhalb eines kreativen Prozesses zum Einsatz kommen kann.
Und ja, man kann Mind Mapping auch mit Brainstorming kombinieren. In diesem Artikel zeige ich, wie.

Zuvor schauen wir uns einmal an was die beiden Begriffe Brainstorming und Mind Mapping eigentlich bedeuten.

Brainstorming – Gruppentechnik zum Anhäufen von Ideen


Brainstorming ist eine von Alex Osborn entwickelte schriftliche Technik für Gruppen bei der durch das unstrukturierte (!) Anhäufen von Ideen versucht wird, Lösungen auf eine definierte Frage zu finden.
Brainstorming folgt dabei einigen wichtigen Regeln:
  • keine Bewertung
  • Quantität vor Qualität
  • wilde Ideen suchen
  • auf bestehenden Ideen aufbauen

Wenn man es genau nimmt, kann eine Person alleine also gar kein Brainstorming machen, im Sinne der obigen Definition. Zumindest in der Kreativitätsforschung wird Brainstorming nur auf Gruppen bezogen.

Mind Mapping – Visualisieren, strukturieren und organisieren von Gedanken


Mind Mapping ist eine von Tony Buzan entwickelte Technik, um Gedanken und Information gehirngerecht zu visualisieren, zu strukturieren und zu organisieren.
Wie Mind Maps erstellt werden habe ich in einem Video erklärt, das ich auf meine Website gestellt habe.
Mind Maps sind durch die Verwendung von Ästen und Unterzweigen per se strukturierend. Die Verwendung von Schlüsselbegriffen auf den Zweigen fördert das Entstehen neuer Assoziationen und die Gedanken kommen leicht in Fluss. Durch die Verwendung von grafischen Elementen, wird Mind Mapping immer wieder als Kreativitätstechnik bezeichnet, auch wenn ich argumentierte, dass es keine ist.

Bei Mind Mapping geht es allerdings anders als beim Brainstorming nicht um die schiere Menge an Ideen und Mind Mapping ist immer strukturiert. Ein Brainstorming als Gruppentechnik per Mind Mapping durchzuführen wäre schon rein praktisch ein sehr mühsames Unterfangen, da Mind Maps einen Gedanken immer in eine Struktur einbetten, damit läuft es dem Kerngedanken des Brainstormings zuwider.

Trotzdem eigenen sich Mind Maps gut, um individuell die Gedanken zu ordnen und abzurufen. Dazu habe ich auf diesem Blog bereits viele Artikel geschrieben.

In Gruppen: Erst Brainstorming, dann Mind Mapping


Trotzdem kann Mind Mapping sinnvoll mit Brainstorming kombiniert werden. Wichtig ist dabei, dass Mind Mapping nicht während des Brainstormings, sondern nach dem Brainstorming zum Einsatz kommt, um die Ergebnisse zu strukturieren.

Die Mind Mapping Software Mindjet MindManager hat dazu den äußerst praktischen Brainstorming Modus entwickelt, der sich dafür wunderbar einsetzen lässt. Wie es funktioniert, zeige ich im unten stehenden Video.




Ein Patentrezept zur Ideenfindung

Freitag, 19. März 2010

Die letzten Tage war ich hier im schönen Penang (Malaysia) für einen Innovationsworkshop zur technischen Produktentwicklung.
Dabei wurde ich von einem Entwicklungsingenieur gefragt, ob es ein Patentrezept gibt, um auf gute Ideen zu kommen.
Ja das gibt es und es funktioniert immer. In diesem Artikel möchte ich es verraten.

Das Patentrezept für gute Ideen besteht darin möglichst viele Ideen zu suchen. Quantität vor Qualität! Bei der Ideenfindung gilt das Prinzip „weniger ist mehr“ nicht. Es ist wie beim Gold schürfen. Um die Goldklumpen zu finden, muss eine ganze Menge Schutt mit in den Trichter gekippt werden, denn man weiß ja leider nicht, wo genau sich die Goldstückchen befinden.

Die guten Ideen: Im Nachhinein logisch, im Vorhinein durch Logik alleine nicht zu finden


Wenn man für ein Problem mit unbekannter Lösung endlich eine funktionierende Lösung gefunden hat, dann erscheint diese im Nachhinein, sobald sie also sichtbar ist, als einleuchtend. Man fasst sich an den Kopf und denkt sich, da hätte ich doch auch früher drauf kommen können.
Leider ist kommt man im Vorhinein einfach nur durch logisches Nachdenken nicht auf die Lösung. Die beste Möglichkeit die Perlen unter den Ideen zu identifizieren, ist es also möglichst viele davon zu haben, immer mit in dem Bewusstsein, dass man nur einige davon wirklich brauchen kann. Und hier genau liegt die Krux. Die Perlen sind unbedingt die, die man auf den ersten Blick dafür hält oder glaubt im Kopf zu haben. Oft entstehen diese durch puren Zufall. Wichtig ist dann diese auch zu erkennen und dafür braucht man wiederum die intensive Beschäftigung mit dem Thema. Denn: Der Zufall begünstigt den vorbereiteten Geist.
Man weiß vorher auch nie genau, wo unter den vielen generierten Ideen sich die guten befinden. Das unten stehende Bild zeigt eine Szene aus dem Innovationsworkshop von dieser Woche. Mit 10 Leuten haben wir in 35 Minuten über 200 Ideen generiert, die dann anhand von vorgegebenen Kriterien bewertet wurden. Wie erkennbar ist befinden sich die gewählten Ideen über alle Flipcharts verteilt. Die erste Hälfte des ersten Flipcharts war das Ende des normalen „Brainstormings“, wie es in vielen Organisationen statt findet. Danach wird meistens Schluss gemacht. Denn uns fällt ja nichts mehr ein. In meinem letzten Video: Ideenfindung mit Kreativitätstechniken habe ich gezeigt, wie man noch wesentlich mehr Ideen entwickeln kann. Wie das Foto zeigt, lohnt es sich!

Ideenfindung

Die richtigen Fragen stellen und die Suchrichtung der Ideenfindung festlegen


Dennoch findet Ideenfindung nicht ins Blaue hinein statt. Obwohl es darum geht, möglichst viele Ideen und in "alle Richtungen" Ideen zu suchen, muss trotzdem vorher die Suchrichtung festgelegt werden. Dieses wird dadurch erreicht, dass die Ausgangsfrage genau festgelegt wird, um dadurch die Wahrscheinlichkeit zu erhöhen, das Problem wirklich zu lösen und zum Beispiel ein neues Produkt zu entwickeln.

Das richtige Vorgehen bei der Auswahl und Bewertung der Ideen


Die beste Ideenentwicklung nützt jedoch nichts, wenn das Auswählen und bewerten der Ideen so abläuft, dass nur die "realistischsten" Ideen den Auswahlprozess überleben. Zumindest bei einem Innovationsworkshop würden dadurch meist nur die Ideen übrig bleiben, an die man vorher mehr oder weniger schon gedacht hat und die schon bekannt waren. Zentral ist es bei der Auswahl die sogenannte verfrühte Schlussfolgerungen zu vermeiden. Deshalb gehe ich mit Kriterien vor, die auch die Originalität und den Neuigkeitswert von Ideen berücksichtigen und bewusst mehr die Potenzial von Ideen als nur die Probleme in Betracht ziehen.
Denn eine Idee noch keine Lösung, sondern wie ein Rohdiamant, der weiter geschliffen werden muss.
Auch dieser schrittweise Verbesserungsprozess ist Teil des Patentrezeptes, um von Ideen zu richtig guten Ideen zu kommen.

Ideenfindung mit Kreativitätstechniken: über 100 Ideen in 30 Minuten

Sonntag, 14. März 2010

Am ersten Tag eines Kreativitätstrainings oder eines Innovationsworkshops bekomme ich am Ende meistens die Rückmeldung, dass die Teilnehmer sehr überrascht waren, wie viele Ideen wir mit Hilfe von Kreativitätstechniken entwickelt haben und dass sie nicht gedacht hätten dass das möglich ist.

Wenn erst einmal eine Atmosphäre der Kreativität geschaffen ist, ist es mit dem richtigen Vorgehen nicht schwer, mit 8 – 10 Leute in 30 Minuten über 100 Ideen zu entwickeln. In diesem Video zeige ich mein grundsätzliches vorgehen.



Folgende Kreativitätstechniken habe ich im Video angesprochen, zu welchen ich bereits einen Artikel geschrieben habe:

Gewohnheiten kreativer Menschen: Verwendung konstruktiver Sprachmuster

Mittwoch, 10. März 2010

Bisher in dieser Serie
Gewohnheit 1: Ein Notizbuch für alle Ideen und Gedanken

In diesem Artikel möchte ich mich dem Sprachgebrauch kreativer Menschen beschäftigen. Nach ein paar Minuten Gespräch mit einer Person lässt sich anhand der verwendeten Sprachmuster viel über deren Denkweise ableiten.

Nehmen Sie folgende Beispiele als Ausgangssituation:

  • Sie stellen Ihren Bekannten Ihren Plan vor eine vier monatige Auszeit zu nehmen, weil Sie sich neu orientieren möchten.
  • Sie reden mit Menschen, die noch nie davon gehört haben über die Idee des bedingungslosen Grundeinkommens.
Die Reaktionen von Person 1 könnten zum Beispiel so ausfallen: Kopfschüttelnd beginnt er/ sie zu sprechen "Das würde ich auf keinen Fall machen, weil", "Das geht nicht, weil...", "Ja, aber das ist zu gefährlich und dauert zu lange."

Ein kreativer Mensch wird Ihnen vielleicht folgendermaßen reagieren: Er / sie wird erst einmal weitere Fragen stellen und mehr wissen wollen. Die Phrase "Ja, aber..." kommt in seinem Sprachgebrauch nicht oder nur äußerst selten vor.
Ein kreativer Mensch ist erst offen das was Sie sagen. Ein Schlüsselcharakteristikum von kreativen Menschen ist die Fähigkeit vorschnelle Beurteilungen zu vermeiden und eine Bewertung erst einmal zurück zu stellen.
Ein weitere Gewohnheit ist die Verwendung bestimmter Sprachmuster. Statt "Ja, aber..." kommt ein "Ja, und...".
Schwachstellen oder negative Aspekte eines Vorschlags einer Idee werden nicht als Feststellung geäußert, sondern in Form einer lösungsorientierten Frage gestellt.
Anstelle von "das dauert zu lange..." heißt es statt dessen "Wie könnte man es schneller durchführen?" Der Unterschied ist, dass die zweite Äußerung zur Suche nach Lösungen und Verbesserungen anregt.

Selbstverständlich müssen die Formulierungen nicht genau in dieser Form verwendet werden, aber auf die grundlegende Richtung kommt es an.
Achten Sie beim nächsten Gespräch einmal auf sich und Ihr Gegenüber.

Fredmund Maliks Irrtümer der Innovation

Dienstag, 2. März 2010

In der gestrigen Ausgabe des Handelsblatts (1.3.2010) ist ein ökonomischer Gastkommentar von Fredmund Malik erschienen: "Fünf Irrtümer stehen vielen Innovationen im Wege".

In diesem Kommentar legt der St. Gallener Professor fünf Irrtümer dar, denen zu viele Unternehmen aufsäßen und deshalb oft mit Innovationsprojekten scheiterten.

Diese Irrtümer sind:

  1. Innovation entsteht in Forschungslaborien und Entwicklungsabteilungen.
    Dies sei nicht so, im Gegenteil "Innovation hingegen muss kompromisslos vom Markt her definiert werden … Die Schlüsselfrage muss vielmehr lauten 'Was wäre zu tun, und was ist erforderlich, um diese Entwicklung, Erfindung oder Entdeckung erfolgreich in den Markt zu bringen?'"

  2. Kreativität sei wichtig
    Dahinter stecke die falsche Annahme, dass „es im Unternehmen einen Mangel an Ideen“ gebe. Das Problem sei nicht der Mangel an Ideen, sondern der Mangel an realisierten Ideen.

  3. Nur kleine Unternehmen seien innovativ.
    Laut Malik sind kleine Unternehmen zwar gute Sprinter, d.h. sie kommen schnell bis zur Prototyp-Phase, aber dann sieht es oft schlecht aus. Das liege daran, dass diese kleinen Unternehmen schlecht finanziert und schlecht geführt seien.

  4. Innovation habe vorzugsweise mit Hochtechnologien zu tun.
    Auch hier gebe es viele Möglichkeiten zu Innovation in nicht technischen Feldern.

  5. Zum Innovieren brauche man einen bestimmten Persönlichkeitstyp, "nämlich, den initiativen, kreativen, unternehmerischen und risikofreudigen Pionier."
    Das sei der größte Irrtum, denn die meisten Pioniere waren vor allem Menschen die ihr Handwerk beherrschten und sich durch systematische Arbeitsweise auszeichneten und genau das könne man von Ihnen lernen.
Der Kommentar legt sicherlich den Finger in die eine oder andere Wunde und enthält viele aus meiner Sicht richtige Argumente. Meine zweideutige Überschrift zeigt, dass ich diesen Irrtümern nicht völlig zustimmen kann.

Irrtum 1: Innovation entsteht in Forschungslaborien und Entwicklungsabteilungen


Herr Malik schreibt, dass Innovation kompromisslos vom Markt definiert werden muss. Wenn Innovation verstanden wird als das Einführen eines neuen und nützliches "Produktes" in einen Markt, dann kann Innovation per Definition nur vom Markt als solche definiert werden. Der Markt entscheidet, ob es sich um eine Innovation handelt oder nicht, da er die Nützlichkeit beurteilt.
Die große Frage aus meiner Sicht ist, ob Unternehmen bei der Schaffung von Innovation ausschließlich - oder kompromisslos wie Malik schreibt - aus der Sicht des Marktes heran gehen sollten. Das bekannte Zitat von Henry Ford zeigt, dass der Markt nicht unbedingt eine spätere Innovation erkennt oder auch nur fordert. Die meisten Marktteilnehmer bewegen sich mental im Paradigma des bisher bekannten.
Ich habe einige Innovationsworkshops moderiert, wo man sich von der anderen Seite her genähert hat und wo es sehr viel Sinn macht in Entwicklungsabteilungen einmal zu überlegen, wie etwas wirklich neues Aussehen könnte. Allerdings – und da hat Herr Malik völlig recht – muss dann möglichst schnell die Marktakzeptanz getestet werden und die Sicht des Marktes eingebunden werden. Daher ist die Folgefrage richtig, sich dann zu fragen, wie eine Entwicklung erfolgreich in den Markt gebracht werden kann.

Irrtum 2: Kreativität ist für Innovation nicht wichtig


Hier sitzt Herr Malik einem Irrtum über Kreativität auf, dem leider viele aufsitzen. Kreativität wird in seinem Kommentar reduziert auf das Generieren von Ideen.
Diese Sicht ist zwar verbreitet, aber greift viel zu kurz und entspricht nicht dem, was die Kreativitätsforschung in den letzten 50 Jahren hervorgebracht hat. Kreativität ist die Fertigkeit ein neues und nützliches materielles oder immaterielles Ergebnis hervorzubringen. Kreativität ist nicht beschränkt auf das divergierende Denken, d.h. dem Entwickeln von Optionen.
Kreativität ist unter anderem auch ein Prozess der beginnt mit der Definition einer sinnvollen Ausgangsfrage und der diese Frage beantwortet, in dem ein neues und nützliches Ergebnis geschaffen wird. Dazu habe ich bereits dutzende von Artikel hier veröffentlicht. Die Entwicklung von Ideen ist nur ein Element, das divergierende Denken ein Aspekt davon. Genauso wichtig ist die andere Seite, nämlich das Auswählen und weiter entwickeln dieser Ideen hinzu belastbaren Lösungen. Hier genau krankt es aus meiner Erfahrung in vielen Unternehmen. Diese bleiben im Stadium der Ideen stehen, wobei Idee definiert wird als ein möglicher Ansatz ein Problem zu lösen. Und genau deshalb sind die von Malik abgelehnten Kreativitätstrainings und Kreativitätstechniken so wichtig, weil es hier darum geht von einer Idee zur einer realisierbaren Lösung zu kommen. Hier wiederum stimme ich völlig zu. Günter Faltin hat es in seinem Buch Kopf schlägt Kapital schön beschrieben. Das Ideenkind muss weiter entwickelt werden und nicht lediglich als gegeben hingenommen werden.

Irrtum 3: Nur kleine Unternehmen sind innovativ


Ich stimme zu, dass dem nicht so sein muss. Dennoch gehen viele große Unternehmen genau den Weg, für Innovationsprojekte Ausgründungen zu schaffen, die sich vorbei an den großen und komplexen Organisationsstrukturen schneller bewegen können. Es ist durchaus so, dass große und gewachsene Strukturen Innovation nicht unbedingt förderlich sind. Nach Malik seien kleine Unternehmen außerdem oft nicht ausreichend finanziert. Wenn wir uns im Hochtechnologie-Paradigma befinden, das Malik selbst als Irrtum Nr. 4 bezeichnet, dann ist dieses Argument sicher richtig. Um nochmal auf Faltins Buch Kopf schlägt Kapital zurück zu kommen. Innovation außerhalb des Hochtechnologiefeldes braucht oft erstaunlich wenig Kapital, wenn man genug Zeit in die Entwicklung der Ideen steckt. Hier wiederum braucht es die Kreativität.

Irrtum 4: Innovation hat vorzugsweise mit Hochtechnologien zu tun


Ich stimme völlig zu, das dem nicht so ist. Innovation ist lediglich die Einführung eines neuen und nützlichen Ergebnisses in den Markt und das ist nicht auf Hochtechnologie beschränkt.

Irrtum 5: Innovation braucht einen bestimmten Persönlichkeitstyp


Laut Malik muss dieser nicht unbedingt initiativ, kreativ und unternehmerisch sein, sondern vor allem sein Handwerk beherrschen und systematisch sein.
Die meisten Innovation sind keine Einzelleistungen sondern Teamleistungen! Hier zeigt die Forschung sehr klar (vgl. Min Basasur, Gerard Puccio), dass für die kreative Lösung eines Problems unterschiedliche Präferenzen braucht. Dazu gehört sehr wohl und ausdrücklich der initiative, entwickelnde und unternehmerische Geist. Dieser alleine wird aber womöglich in der Phase der Erstideen stecken bleiben. Deshalb braucht es genauso einen optimierenden, weiter entwickelnden Typus und am schließlich einen umsetzenden und organisatorisch starken Typus. Diese Kombination macht es.
In meinen Innovationsworkshops zeigt sich immer wieder, dass der systematische Fachkenner zwar notwendig aber definitiv nicht hinreichend ist.

Gewohnheiten kreativer Menschen: Ein Notizbuch für alle Ideen und Gedanken

Samstag, 27. Februar 2010

Der amerikanische Autor Stephen Covey ist in den 90ern Jahren mit seinem Buch "7 habits of highly successful people" bekannt geworden in dem er sieben Gewohnheiten von vorstellt, die "erfolgreiche" Menschen besonders oft haben.

Ich möchte mich in einer Artikelserie mit den Gewohnheiten kreativer Menschen beschäftigen. Wer das Buch von Stephen Covey gelesen hat, wird merken, dass es Überschneidungen zwischen den Gewohnheiten gibt, einfach deshalb weil Kreativität ein Faktor für Erfolg ist, wie auch immer jeder einzelne seinen persönlichen Erfolg definiert.
In dieser Serie stelle ich eine Liste von Gewohnheiten vor, die kreative Menschen besonders auszeichnet.

Die erste Gewohnheit kreativer Menschen ist es, immer und wirklich immer ein Notizbuch dabei zu haben, in welches jederzeit Ideen und Gedanken geschrieben werde können.
Die hat drei Gründe:

  • Ideen werden dadurch nicht vergessen.
    Oft ist eine Idee genau so schnell wieder aus dem Kopf, wie sie gekommen ist.

  • Ideen können so weiter entwickelt werden und reifen.
    Das menschliche Gehirn ist nicht gut darin mit zu vielen Informationen gleichzeitig zu jonglieren und die Aufmerksamkeit darauf zu richten. Ideen aufzuschreiben ermöglicht es, immer wieder draufzuschauen und diese schrittweise zu überarbeiten und zu verbessern.

  • Der Kopf wird frei.
    Das ist das bekannte Prinzip aus David Allens Getting Things Done. Wir schreiben Dinge auf, um den Kopf frei zu bekommen und nicht ständig daran denken zu müssen, dass da doch noch etwas war. Ein freier Kopf wiederum bietet Raum für Kreativität.




Grundsätzlich ist es egal welches Notizbuch Sie nutzen, ich empfehle ein hochwertiges Notizbuch, bei dem Sie Lust verspüren, es zu nutzen. Ich persönlich nutze gerne das X17 System.
Dieses modulare Notizbuch hat folgende Vorteile:

  • Man kann mehrere Notizbücher in einem haben.
    Ich nutze ein "Buch" für meine Todos und spontane Ideen und ein weitere Buch in dem ich spezifische Ideen ausdetailliere und weiterentwickle.

  • Man tauscht nur die Einlegeblätter aus, nicht das ganze Buch
    Unterschiedliche Notizbücher können zu unterschiedlichen ausgetauscht.

  • Ein vollgeschriebene Seite kann durch eine Perforation sehr einfach herausgetrennt werden, so dass nur noch die Info im Buch steht, die ich auch wirklich noch benutzen möchte.

  • Im Gegensatz zu den Moleskine Büchern ist X17 wirklich langlebig und stabil

Ich empfehle ein Notizbuch das so groß ist, dass Sie es wirklich immer dabei haben können. Ich benutze ein DIN A5 Buch, das für die meisten wohl zu groß ist, allerdings kann ich in dieses Buch auch Notizen in Mind-Mapping-Form anlegen.

Geschäftsideen entwickeln und Entrepreneur werden

Sonntag, 17. Januar 2010

Auf dem Blog des Labor für Entrepreneurship findet sich eine toller Vortrag von Prof. Yunus anlässlich des Citizen Entrepreneurship Workshops in Berlin.
Seine Botschaft: every human being can be an entrepreneur. Statt den immer weniger werdenden Jobs hinterherzulaufen und sollten wir mehr Energie darauf verwenden, etwas eigenes zu schaffen.

Auch Günter Faltin, der Gründer des Labors für Entrepreneurship, zeigt in seinem Buch Kopf schlägt Kapitel eindrucksvoll, wie im Zeitalter des Internet und hochspezialisierter Dienstleister, jeder mit geringem Kapital zum Entrepreneur werden kann.

Beide betonen, dass die Idee zentral ist und es weniger um betriebswirtschaftlichen Kenntnisse geht. Diese werden erst zu einem späteren Zeitpunkt relevant und dann kann man diese bei Bedarf zukaufen.

Worauf kommt es beim Entwickeln einer Geschäftsidee an?
Immer wieder finde ich folgende Punkte:

  • man muss sich seiner Stärken bewusst sein
  • man muss wissen, was man "wirklich wirklich will", was einem Sinn und Freude bereitet
  • man muss in der Lage sein, eine erste Idee beharrlich weiter zu entwickeln, bis hin zu einer umsetzbaren Lösung.
Alles wichtige Kompetenzen, die in unserem Erziehungssystem nicht vermitteln werden.

Das Problem in kleine Häppchen aufteilen


Im Moment bin ich wieder einmal in China. Neben meinen Kreativitätstrainings und der Moderation von Innovationsworkshops habe ich die Gelegenheit, einem Bekannten bei seinem Gründungsvorhaben zu helfen. Ähnlich, wie bei den Teilnehmern der Akademie für Visionautik fällt mir in meinen Coachings dabei immer wieder auf:
  • Das Problem ist oft so breit bzw. so schwammig, dass nicht klar ist, wo man beginnen soll, bzw. in welcher Reihenfolge man die Einzelbausteine bearbeiten soll
  • Bei der Entwicklung von Ideen wird zu schnell bewertet und eingeschränkt. Es muss ja schließlich "realistisch" sein.
Auch für Einzelcoaching nutze ich das Creative Problem Solving Verfahren. Dabei können wir beide Barrieren durchbrechen:
  • Mit Hilfe der Technik des Challenge Mapping, lässt sich ein schwammiges Problem schrittweise untersuchen, bis bearbeitbare Kernfragen gefunden werden.
  • Durch den Einsatz von kreativen Prinzipien und die systematische Trennung von Entwickeln von Optionen und Bewerten von Optionen lassen sich schrittweise "realistische" Möglichkeiten entwickeln, die vor nicht denkbar (am wahrsten Sinne des Wortes) waren.

Dokumentation einer Unternehmensgründung


Zusammen mit einem Partner befinde ich mich gerade in einem Gründungsprozess für ein kleines Unternehmen. Natürlich haben wir uns bei der Entwickelung unserer Geschäftsidee eines systematischen kreativen Problemlöseprozesses bedient. Ich bin sicher, dass dieses Vorgehen jedem dabei helfen kann, von einer vagen Idee zu einem konkreten Vorhaben zu kommen. Sobald unsere Website live ist, werde ich die Dokumentation unseres Gründungsprozesses hier auf dem Blog veröffentlichen.

Innovationskultur - Die Kreativität des Menschen im Mittelpunkt

Mittwoch, 6. Januar 2010

Wenn man bei Google zum Thema Innovation sucht fällt auf, dass das Stichwort Innovationsmanagement wesentlich mehr Ergebnisse liefert und auch stärker nachgefragt wird als das Stichwort Innovationskultur. Auch die Autoren des Buches "Innovationskultur: Vom Leidensdruck zu Leidenschaft" Jürgen Jaworski und Frank Zurlino sind der Auffassung, dass Unternehmen dem Thema Innovationsmanagement sehr viel Aufmerksamkeit schenken, der Frage der Innovationskultur meist zu wenig.
Im Gegensatz zu den mechanischen und gut fassbaren Methoden und Hilfsmitteln des Innovationsmanagements sei Innovationskultur ein weiches Thema, das wesentlich schwerer zu fassen sei und daher gern vernachlässigt werde.

Nach Meinung der Autoren entsteht Innovation nicht durch das mechanische Anwenden von Methoden des Innovationsmanagements. Diese seien zweifelsohne wichtig, jedoch alleine nicht ausreichend. Ein Ideenmanagementsystem alleine nütze wenig, wenn niemand Interesse daran zeige, auch Ideen dort einzubringen. Doch genau so sieht die Situation leider oft aus.

Innovationskultur - mühsam entwickelt schnell zerstört


Die Krux mit der Innovationskultur ist, dass diese nur langsam und mühsam entwickelt werden kann. Ich habe vor einigen Monaten über das Beispiel Rich Products berichtet, die nach eigenen Aussagen in Hinblick auf Ihre Innovationskultur einen 10 jährigen Entwicklungsprozess hinter sich haben.

Leider ist die Innovationskultur nach Jaworski und Zurlino ein sensibles Pflänzchen, dass sehr schnell wieder zerstört werden kann, z.B. durch Sanierungs-und Restrukturierungswellen oder auch übertriebenes Trimmen auf Effizienz, wie z.B. in wirtschaftlich schwierigen Zeiten.

Verordnen kann man eine Kultur nicht, sondern diese muss gelebt werden: "Damit rangiert das Thema Innovationskultur weit vor der reinen Verbesserung von Innovationsprozessen und -strukturen. Dingen also, die in den meisten Unternehmen bereits in dicken Handbüchern beschrieben sind, meist auch gar nicht so schlecht. Nur sie werden nicht "gelebt". Und damit verpuffen diese gut gemeinten Ansätze." S. 20
Dieses "leben" beinhaltet meist ein langsames Ändern von Einstellungen und Verhaltensweisen, darum dauert es auch eine Zeit, bis eine kritische Masse an Menschen erreicht ist, die es vorleben und andere mitnehmen.

Woran man Innovationskultur erkennt


Es gibt nach den Autoren des Buches keine Schablone, die man auf alle Unternehmen stülpen könne, das Innovationskultur ein Teil der Unternehmenskultur ist, muss diese zum Unternehmen passen und sich aus dieser entwickeln. Im Buch "Innovationskultur" wird ein 9 Stufen Prozess beschrieben, wie es gehen könnte.

Artefakte einer Innovationskultur sind z.B. interdisziplinäre vernetzte Teams, der zunehmende Einbindung von Externen in den Innovationsprozess (open innovation), Freiräume für die Mitarbeiter, um Ideen zu entwickeln und voranzutreiben. Trotz alledem müsse es trotzdem klar definierte Innovationsprozesse (Stichwort: Innovationsmanagement) geben, um die Kreativität zu kanalisieren.

Aus meiner eigenen Erfahrung mit Kunden die ein Kreativitätstraining besucht haben, das als ein Baustein zur Schaffung einer Innovationskultur genutzt werden kann, hat sich etwas wirklich etwas verändert, wenn es in der täglichen Arbeit weniger "Ja, aber"-Phrasen gibt, die Menschen sich mehr auf Potenziale, denn auf Schwierigkeiten konzentrieren und Probleme nicht als unverrückbare Aussage formuliert werden, sondern als "Wie könnte...?"-Frage gestellt werden.

Prozesse für die Kreativität der Menschen


Hier glaube ich persönlich, gibt es dann doch wieder eine wichtige Verbindung zwischen Methoden und Prozessen und der Kultur der Kreativität. Wenn Methoden (ich spreche von Prozessen der kreativen Problemlösung und Kreativitätstechniken) richtig eingesetzt werden, stecken hinter diesen Vorgehensweisen Grundprinzipien der Kreativität, die von den Menschen nicht nur theoretisch verstanden werden müssen, sondern auch akzeptiert und gelebt werden müssen. Der Einsatz von expliziten Vorgehensweisen, wie ich diese in meinen Kreativitätstrainings vermittle wiederum kann dazu führen, dass die dahinter stehenden Prinzipien internalisiert und gelebt werden können, auch deshalb weil die Menschen erleben, dass das Vorgehen Mehrwert bietet.