Biete Beratungsprojekt, suche Interessenten: Wissensmanagement- System auf Mind Mapping Basis

Montag, 5. Mai 2008

Warum nicht mal andersherum? Ich biete ein Beratungsprojekt, auf das ich wahnsinnig Lust hätte und suche jetzt ein Unternehmen, das an der grundlegenden Idee Interesse hat. Ich würde mich freuen, in einen Gedankenaustausch zu treten und diese Idee gemeinsam weiterzuentwickeln und anzupassen: Ich habe sehr große Lust, ein Unternehmen/ eine Organisation bei der Einführung eines Computer-Mind Mapping basierenden Wissensmanagementsystems zu beraten.

Bei Beratungsunternehmen kommen normalerweise Kunden mit Anfragen und Problemen, für die sie sich von der Beratung eine Lösung erhoffen. In der aktuellen Brand eins (Mai 2008) ist ein sehr inspirierender Artikel über das niederländische Beratungsunternehmen Kessels & Smit und einen der Mitarbeiter, der das Prinzip umgedreht hat. Er hat Unternehmen und bestehende Kunden mit einem Projektvorschlag kontaktiert, der in selbst begeisterte, um zu sehen, was diese darüber denken.

Grundidee: Wissen mit Mind Maps speichern und vernetzen
Mind Maps eigenen sich hervorragend dazu, komplexe Themen und Wissensstrukturen in verdichteter Form grafisch zu visualisieren und damit den Zugang zu Themen zu erleichtern, Komplexität zu reduzieren und die Verarbeitungsgeschwindigkeit zu erhöhen.
Computergenerierte Mind Maps bieten darüber hinaus den Mehrwert, dass diese miteinander verknüpft werden können, wodurch wirklich ein Wissensnetz entsteht und komplexes Wissen navigierbar gemacht werden könnte.

Die Vorteile einer Mind Mapping basierten Vorgehensweise

  • Inhalte werden dem Gehirn über verschiedene Kanäle dargeboten: Wörter, Bilder, Farben und räumliche Verortung von Wissensinhalten).
  • Komplexität wird erheblich reduziert, ohne zu simplifizieren.
  • Der einfache Zugang zu einem Thema ist leichter möglich.
  • Verstehen und Navigieren in Themen wird erheblich beschleunigt.
  • Es ist weniger Information zu lesen, da diese auch grafisch visualisiert wird.
  • Wissen in grafischer Form kann man schneller behalten.
  • Mind Maps lassen sich schnell und einfach erstellen.


Wie konkret?
Es gibt bereits ein System, das mit rudimentären, rein auf Wörtern basierenden Mind Maps arbeitet. Das Forschungs-Informations-System (FIS), darüber habe ich bereits berichtet. Hier wurde das Grundprinzip für die Primärnavigation umgesetzt, um Politikern den Zugang zu wissenschaftlichen Information zu den Themen Mobilität und Verkehr und Raumentwicklung zu bieten.
Weitere Gedanken zu diesem Thema habe ich mir hier gemacht.

Ich freue mich über Kontakt: rustler(at)creaffective.de

Tablet-PC Arbeitsplatz

Mittwoch, 16. Januar 2008

Ich habe ja bereits darüber berichtet, wofür man einen Tablet-PC einsetzen kann. Besonders die Mind Mapping-Software iMindMap macht viel Freude, wenn man die damit erstellten Mind Maps direkt über den Stift eingeben kann und die Zweige wirklich frei zeichnen kann. Das haptische Erlebnis des selber zeichnen sorgt auch dafür, dass die erstellten Computer-Maps besser im Gedächtnis bleiben und wesentlich individueller werden, da man kleine Skizzen per Stift direkt auf den Bildschirm zeichnen kann.
Persönlich fertige ich nun auch fast alle meine Bücher-Maps (Mind Map-Mitschriften von Sachbüchern) mit iMindMap an, da sich durch den Tablet-PC die Vorteile des freien Zeichnens mit Papier und Stift und des PCs sehr schön verbinden lassen.

Ein "Problem" gab es bis jetzt aus meiner Sicht: Wenn der Tablet-PC in den Tablet-Modus geklappt wird, dann wird das Display über die Tastatur gelegt, so dass man Eingaben lediglich per Stift machen kann. Größere Mengen Text, z.B. beim Aufschreiben eines Zitats lassen sich so nur mühsam eingeben. Ebenfalls nicht ideal ist es, den Bildschirm dafür wieder in den "Normal-Modus" zu bringen, um die Tastatur nutzen zu können, um diesen dann gleich wieder zurück zu klappen.
Seit gestern habe ich nun endlich eine externe Tastatur mit externer Maus und das Problem hat sich gelöst. Nun kann man im Tablet-Modus arbeiten und gleichzeitig eine Tastatur nutzen und über die externe Maus auch Programme bedienen, die sich auf dem zweiten angeschlossenen Bildschirm befinden, die bis jetzt mit dem Stift unerreichbar waren.

Computer-Mind Maps mit anderen teilen

Donnerstag, 3. Januar 2008

Wie kann man mit Software erstellte Mind Maps mit anderen teilen? Auf das Thema kam ich gestern im Gespräch mit einem Kunden.
Was mache ich, wenn ich z.B. mit Mindjet MindManager ein Map erstellt habe, dass ich anderen zur Ansicht geben möchte und die Kollegen/ Geschäftspartner bisher allerdings keine oder nur wenig Erfahrung mit Mind Mapping und Mind Mapping Software haben?

Software wie MindManager bietet inzwischen eine Fülle an Möglichkeiten, wie z.B.


  1. Das Map direkt als MindManager-Datei speichern und dem Kollegen bitten, den kostenlosen MindManager Viewer herunterzuladen
  2. Das Map als PDF Datei exportieren
  3. Das Map als Powerpoint Präsentationen exportieren
  4. Das Map als Bild exportieren
  5. Das Map als anklickbares Bild exportieren und ins Internet stellen


Pauschal gibt es nicht die optimale Vorgehensweise.

Zu 1.
Teilt man mit den Kollegen öfters Maps und möchte man, dass z.B. Textnotizen und Hyperlinks von MindManager-Dateien aktiviert und betrachtet werden können, dann bietet sich der Viewer an. Hier kann man das Map wie in der Vollversion des Programms betrachten und manipulieren und sogar den Präsentationsmodus starten.
Voraussetzung für diese Vorgehensweise ist, dass die Kollegen grundlegend verstehen, wie man in einem Map navigieren kann, z.B. wie man Zweige ein und ausklappt.

Zu 2.
Diese Möglichkeit funktioniert zumindest technisch bei meinem Gegenüber immer, da jeder über einen PDF-Reader verfügt. Das Problem bei dieser Lösung könnte sein, dass man keine Anmerkungen zum Map in Form von ergänzenden Texten machen kann.

Zu 3.
Software wie MindManager oder auch iMindMap bieten solche automatischen Exportmöglichkeiten an, das Ergebnis hat mich bisher allerdings noch nie überzeugt. Meist wird ein Map wieder in eine Listenform zerstückelt, was den visuellen Vorteil wieder zunichte macht.

Zu 4.
Diese Möglichkeit ist ganz charmant, da man hier jede beliebige Ansicht eines Maps (z.B. teilweise eingeklappt oder ausgeklappt) als Bild exportieren kann. Dieses Bild kann man dann wieder in ein anderes Dokument, z.B. ein Word-Dokument oder in eine Präsentation einfügen und mit zusätzlichem Text versehen. So lässt sich die aus meiner Sicht oft ungenügende Exportfunktion der Mind Mapping Software umgehen. Auf diese Weise kann man sehr individuelle versendbare Präsentationen erstellen und diese mit zusätzlichen Anmerkungen versehen.
Ich habe zum besseren Verständnis einmal zwei Beispiel-Präsentationen erstellt, die das Vorgehen verdeutlichen. Die erste ist ein Beispiel eines MindManager Maps, die zweite ein Beispiel eines iMindMap Dokuments. Auf diese Weise lässt sich der optische Zusammenhang eines Mind Maps nutzen und mit Zusatzinfos in Form von Texten am Rand versehen.







Zu 5.
Hier ist der Vorteil, dass der Betrachter, die hinterlegten Links anklicken kann, vorausgesetzt, die Mind Mapping Software unterstützt dieses Vorgehen.

Mir fallen noch weitere Möglichkeiten ein, die man auch alle untereinander kombinieren kann. Welche sich anbietet hängt vom Gegenüber ab und vom Arbeitsaufwand, den man hineinstecken möchte. Das schöne an Präsentationen direkt mit Mind Mapping Software ist ja, dass diese sich mit einem Tastendruck und ohne Zeitverlust starten lassen.

Visualisierung von Denkwerkzeugen mit Mind Mapping

Freitag, 28. Dezember 2007

Viele meiner Artikel drehen sich um Mind Mapping und Denkwerkzeuge. Mind Mapping ist das "Schweizer Taschenmesser" der Arbeitstechniken, man kann es für fast alles einsetzen, unter anderem auch für die Visualisierung von Denktechniken.
Besonders beim Einsatz von Denkwerkzeugen in Gruppen bringt die Visualisierung mit Mind Mapping den Vorteil, dass alle im Bilde sind und die bisher gefunden Ergebnisse einsehen können und sich auf diese beziehen können.

Drei Beispiele möchte ich vorstellen:


Dieses Map ist mit Mindjet MindManager erstellt worden und zeigt den derzeitigen Stand der Anwendung der TO-LO-PO-SO-GO Methode im Münchner Denkclub (Wer in Würzburg wohnt, kann sich glücklich schätzen, auch dort gibt es einen Denkclub). Wir haben uns ein sehr umfangreiches Thema vorgenommen, deshalb werden wir in der nächsten Sitzung wieder darauf zurück kommen. Das Map ermöglicht es allen Mitgliedern des Denkclubs schnell wieder in das Thema zurück zu finden.



Dieses Map ist ebenfalls mit Mindjet MindManager erstellt worden und visualisiert die Anwendung der Sechs Denkhüte in einer Gruppe von 12 Leuten zum Thema "Transrapid in Bayern". Kenner der Methode werden anmerken, dass nur fünf Hüte abgebildet sind. Da ich als Moderator den blauen Hut auf hatte, fehlt dieser hier.



Hier ein Mind Map erstellt mit iMindMap. Es handelt sich ebenfalls um die TO-LO-PO-SO-GO Methode.

Die Visualisierung kann man natürlich genauso mit Mind Maps in Form von Papier und Stift machen. In Gruppen bietet sich jedoch Software an, da man hier mit Beamer arbeiten kann, das Bild schön groß darstellen kann und jederzeit Veränderungen an Inhalt und Ansicht vornehmen kann.

iMindMap jetzt auch auf Deutsch

Mittwoch, 19. Dezember 2007

Seit kurzem ist die Version 2.2.3 von Tony Buzan's Mind Mapping Software iMindMap online.
Für bestehende Kunden gibt es hier das kostenlose Upgrade.
Neben der Oberfläche in unterschiedlichen Sprachen sind viele der kleinen Fehler, die ich in meinem letzten Test noch bemängelt habe, inzwischen behoben.
Neu ist nun auch, dass man Bilder herunterladen kann und diese Offline durchsuchen kann.
In der ersten Jahreshälfte 2008 sind noch ein paar weitere größere und kleinere Veränderungen bei iMindMap zu erwarten. Wir sind gespannt!

Interview with Tony Buzan

Dienstag, 16. Oktober 2007

Ich freue mich sehr, Tony Buzan, den Erfinder des Mind Mapping für ein Interview gewonnen zu haben. Nachdem Tony Buzan Mind Mapping weltweit als Denktechnik bekannt gemacht hat, hat er kürzlich die Software iMindMap gestartet, über die ich bereits mehrmals berichtet habe.





Florian Rustler: Mr. Buzan, can you summarize very briefly what Mind Mapping is and what are its advantages?

Tony Buzan: Dear Florian, thank you for your very considered questions. A Mind Map is a powerful graphic technique which provides a universal key to unlock the potential of the brain. It harnesses the full range of cortical skills – word, image, number, logic, rhythm, colour and spatial awareness – in a single, uniquely powerful manner. In so doing, it gives you the freedom to roam the infinite expanses of your brain. The Mind Map can be applied to every aspect of life where improved learning and clearer thinking will enhance human performance. I have spent my lifetime researching the brain, learning, memory and creativity and the Mind Map is the culmination of my work.


Florian Rustler:
In recent years there are a lot of computer generated Maps and other visualizations that don’t stick to the Mind Mapping rules sometimes don’t even look like Mind Maps but are announced as "Mind Maps". People also increasingly associate Mind Mapping with Software only and not with the technique as invented by you. How do you feel about this?

Tony Buzan: This is a very good question. Over the last two decades I have worked closely with many software companies in the aim to help them produce a computer program that can fully duplicate the infinite visual variety and brain friendliness of hand drawn Mind Maps. Unfortunately, none managed to achieve this, and I therefore considered them ‘proto-mind maps.’ This was why I set out to find a team that could replicate a true Mind Map process on a computer. The result was iMindMap.


Florian Rustler: Where do you see the major difference between hand drawn Mind Maps and computer generated Mind Maps (that stick to the Mind Mapping rules, as for example Mind Map created with iMindMap)?

Tony Buzan: A Mind Map is a Mind Map, whether drawn on paper or on a computer. Paper based Mind Mapping is always available – we don’t need anything but coloured pens. Whilst, computers do allow us to link to more information, to modify and to share more easily, it is actually the Mind Mapping process that is of most importance.


Florian Rustler: End of last year you launched your new Mind Mapping Software: iMindMap. What was you motivation for doing so?

Tony Buzan: iMindMap was launched as an Early Adopter / Beta product in January 2007 and was released officially in August 07. The motivation was the need to find a way to ‘bridge the gap’ between the human and computer brain. Mind Mapping is about freedom. I wanted software that enabled you to create truly organic personal Mind Maps which are stimulating to the brain.

Florian Rustler: Why should people use iMindMap instead of existing software like for example Mindjet’s MindManager?

Tony Buzan: Whilst I would not comment on other software tools, I am happy to explain why iMindMap is so powerful and unique. It is the only computer software that duplicates the non-linear thinking process of natural human thought. iMindMap is a thinking tool that can help with any thinking task. It uses the correct ‘thinking formula’ in both use and appearance. It is a tool where the software does not ‘get in the way’ of the process – leading to good ‘radiant thinking’. iMindMap is software that is the‘whole brain’ alternative to linear thinking when using a computer.


Florian Rustler: Many businesses are so used to the rigid Map of MindManager. iMindMap is different and the Mind Maps created with it look different. Do you see any difficulties introducing iMindMap in a business environment?

Tony Buzan: A simple answer – no. We already have thousands of business users across the globe using iMindMap and in such a very short space of time. These include some of the world’s most powerful business leaders. iMindMap is a thinking tool for any thinking task. We are what we think and if we think better we achieve more. Good business leaders understand this and realise that good thinking, creativity, and problem solving skills are vitally important for them and their teams. In today’s fast paced environment it is the innovators that get ahead and therefore tools that can help them think creativity, such as iMindMap, are of the utmost importance.


Florian Rustler: What are future plans do you have for iMindMap? What new features can we expect?

Tony Buzan: Why spoil a surprise. iMindMap is still a young and developing child. We are working on a multitude of new and exciting features and product enhancements. We have an aggressive upgrade schedule that will see new features integrated on an ongoing and regular basis. Watch this space…


Florian Rustler: How do you see the future of Mind Mapping? What will happen in the area of computer generated Mind Maps, in the area of online Mind Mapping tools? Will people in a few years still use a simple piece of paper and a pen to mindmap?

Tony Buzan: More and more individuals, organisations, governments and businesses are adopting Mind Mapping as an effective note taking and thinking solution. We are now working on projects that impact across entire countries. It is estimated that every second, someone, somewhere, is creating a Mind Map. Advances in software will allow us to harness the power of the Mind Map with the power of the computer. Will people continue to use a simple piece of paper and pen to Mind Map – absolutely. Whether we Mind Map on a computer, or paper, the result will be the same – better thinking.

Anwenderporträt Alexander Greisle

Donnerstag, 30. August 2007


Herr Greisle, stellen Sie sich bitte kurz vor und sagen Sie ein paar Sätze, was Sie beruflich machen (Aufgaben).

Hallo, mein Name ist Alexander Greisle. Ich helfe Unternehmen bei der Einführung neuer Arbeitskonzepte. Das reicht von modernen, innovations- und kommunikationsförderlichen Büros bis hin zur Unterstützung von verteilt arbeitenden Teams. Dabei interessieren mich vor allem die Methoden und die Menschen, aber natürlich auch die Werkzeuge. Ein Büro ist übrigens auch "nur" ein Werkzeug und keinesfalls schlicht "vorhanden".

Zweiter Schwerpunkt ist etwas, das ich als "Information Worker Performance" bezeichne. Also die Frage, wie wir uns persönlich und im Team mit den neuen Informations- und Kommunikationswerkzeugen, auch dem Web 2.0, voran bringen. Auch hier sehe ich die unterschiedlichen Menschentypen und Arbeitsweisen im Mittelpunkt. Für diese müssen die richtigen Methoden in die Werkzeuge des täglichen Tuns umgesetzt werden. Dabei unterstütze ich meine Kunden in Projekten und mit Seminaren und individuellen Coachings.

Und dann schreibe ich noch im work.innovation Blog, das Gedanken, Tipps und Interessantes zu all diesen Themen bietet.

Wie sind Sie mit Mind Mapping in Berührung gekommen und wie haben Sie es gelernt?

Wie ich damit in Berührung gekommen bin? Das weiß ich schon gar nicht mehr. War irgendwann während des ersten Studiums. Damals hatte ich mir ein Buch über Mindmapping gekauft, ich weiß gar nicht mehr welches, und es mir autodidaktisch beigebracht. Seit dem nutze ich Mindmapping, mal mehr, mal weniger intensiv und mit immer wieder wechselnden Einsatzschwerpunkten.

Wie erstellen Sie Mind Maps? Als traditionelle Mind Maps mit Papier und Stift und/oder als Business Maps mittels einer Visualisierungs-Software (z.B. Mindjet Mindmanager)?

Begonnen habe ich mit Papier und Stift, bin aber recht schnell auf den MindManager gekommen. Den nutze ich inzwischen seit der Version 2.0, also schon ein paar Jahre. Inzwischen nutze ich als zweites Tool noch iMindMap von Tony Buzan.
Es kommt durchaus auch mal vor, dass ich ein Mindmap per Hand zeichne. In letzter Zeit aber immer weniger, da ich meine Ablage inklusive der Notizen komplett digital habe. Da fallen Papier-Mindmaps halt etwas aus dem Rahmen und eingescannte Maps lassen sich über die Desktop-Search nur sehr eingeschränkt wieder finden.

Für welche Einsatzgebiete verwenden Sie Mind Mapping? Geben Sie bitte einige Beispiele.

Mit iMindMap kann man die Maps sehr schön am Computer gestalten. Diese entsprechen eher handgemachten Mindmaps als man das von den anderen Computerwerkzeugen so kennt. Diese Mindmaps nutze ich gerne in anderen Dokumenten und Präsentationen.

Für ausgearbeitete Konzepte, Ideensammlungen und in letzter Zeit auch verstärkt Angebote verwende ich den MindManager. Da gefällt mir die Handhabung – gut, ich bin sie auch seit Jahren gewöhnt – und die Schnelligkeit, mit der man die Dinge erledigt bekommt. Bei den genannten Anwendungen halte ich mich auch nicht strikt an die Mindmapping-Regeln, das ist eher Business-Mapping ohne den Anspruch auf methodische Reinheit.

Den Mindmanager verwende ich in letzter Zeit häufiger in Workshops. Für alle sichtbar an die Wand projiziert hat man eine wunderbare Visualisierung der wichtigsten Ergebnisse und kann diese direkt diskutieren und klären. Mit dem Effekt – und etwas Moderationsgeschick vorausgesetzt –, dass nach dem Meeting bereits ein abgestimmtes Protokoll steht, jeder weiß, was er zu tun hat und die Nacharbeiten auf ein Minimum reduziert werden. Egal ob als pdf oder als Mindmanager-Datei haben die Teilnehmer das Protokoll oft schon im Postfach, bevor sie überhaupt wieder am Platz sind.
In der einen oder anderen Workshop-Situation haben sich an der Pinwand händische Mindmaps ebenfalls sehr bewährt.

Wo sehen Sie die Vorteile beim Einsatz der Mind Mapping Methode?

Beim Mindmapping in der klaren Visualisierung der Themen und in der spielerischen Gestaltung. Neben der Visualisierung hilft mir der Gestaltungsprozess beim Erstellen einer Mindmap dabei, meine Gedanken zu sortieren. Was häufig zu einer inhaltlichen Weiterentwicklung der Mindmap führt.
Beim Business-Mapping in der Schnelligkeit der Ergebnisse, in der Übersichtlichkeit und den Navigationsmöglichkeiten und, last but not least, der sehr einfachen Möglichkeit, diese immer wieder und sehr einfach weiterentwickeln zu können.

Wo haben Sie Schwierigkeiten beim Mind Mapping?

Ist eine Mindmap, die nicht nur für den persönlichen Gebrauch ist, zu stichwortartig, dann lässt sie viel Raum für Interpretation. Gerade in interdisziplinären Teams sind Begriffe ja häufig mehrfach belegt bzw. werden mit einem anderen Mind-Set interpretiert. Selbst bei älteren Mindmaps für den persönlichen Gebrauch stelle ich schon ab und an mal fest, dass ich über den Kontext und die Bedeutung eines Astes nachgrüble.
In Bezug auf die Computerwerkzeuge wäre ich für einen funktionierenden Datenaustausch ohne zeitraubende manuelle Zwischenschritte sehr dankbar. Leider habe ich den Eindruck, dass die Big Player im Markt der Mindmapping-Software hier die gleiche proprietäre Strategie fahren, wie sie Microsoft lange Jahre verfolgt hat und erst langsam aufgibt.

Erstellen Sie Mind Maps nur für sich, oder teilen Sie diese auch mit Ihren Freunden/Kollegen? Wie reagieren diese darauf?

Wie aus den vorherigen Antworten sicher hervorgegangen ist: Sowohl als auch.
Ich erlebe eigentlich nur positive Reaktionen. Mindmapping kennt man inzwischen, auch wenn es bei weitem nicht jeder aktiv nutzt. Hier hilft es, kurze Gebrauchshilfen einzubauen, zum Beispiel einen gebogenen Pfeil, der die Leserichtung anzeigt.

Verwenden Sie noch weitere Denk- und Arbeitstechniken? Wenn ja, welche und wie setzen Sie diese ein?

Sehr viele. Das resultiert nicht zuletzt aus meiner Tätigkeit. Letztlich ist es ein bunter, auf meine Arbeitsweise zugeschnittener Mix an Methoden. Ein „Best-of“ sozusagen. Am liebsten sehr einfach, intuitiv und so, dass sich die Methoden an die Arbeitsweise anpassen – keinesfalls umgekehrt.

Ich verfolge da einen auf den ersten Blick einfachen Dreiklang:

Arbeitsprozesse und Arbeitsweise => Unterstützende Methoden => Tools und Werkzeuge.

Das wichtigste dabei sind die Pfeile, die im Alltag leider häufig kaum beachtet werden. Sie symbolisieren die Transformation zwischen den Schritten. Nur wenn diese Abstimmung gelingt, dann wird ein rundes Ganzes für das tägliche Tun daraus. Daran arbeite ich und deshalb wechseln die Methoden immer wieder. Nur einige bewährte, wie das Mindmapping, bleiben dauerhaft.

iMindMap - schneller Support

Freitag, 24. August 2007

Den Inhalt meines zweiten Tests von iMindMap habe ich auch an das iMindMap Supportteam übermittelt und die haben super schnell reagiert. Das Problem mit der Ausrichtung von Icons und Bildern war ein Bug, der sofort behoben wurde. Nach bereits zwei Tagen stand eine neue Programmversion von iMindMap zum Download bereit. Ich bin beeindruckt!

iMindMap – zweiter Test

Samstag, 18. August 2007

EDIT: Test zur Version 3 von iMindMap

Vor neun Monaten habe ich das damals neu auf den Markt gekommene Programm iMindMap zum ersten mal getestet, damals in der Version 1. Wie damals bereits berichtet, steckt hinter der Software der Erfinder des Mind Mappings Tony Buzan, der das Programm mit dem Argument vermarktet, mit iMindMap richtige und gerhirngerechte Mind Maps nach der von ihm erfunden Methode erstellen zu können. Nun liegt die Version 2 vor, die ich nun noch einmal unter die Lupe genommen habe.




 
Mit Tablet PC fast wie mit Papier und Stift
Diesmal hat sich an meinen Testbedingungen eine wichtige Änderung ergeben. Der letzte Test fand mit einem ganz normalen Laptop statt, diesmal arbeite ich mit einem Tablet PC, d.h. ich kann mit einem speziellen Stift direkt auf dem Bildschirm schreiben.
Das Gefühl auf einem Tablet PC mit iMindMap Mind Maps zu erstellen ist fantastisch! Durch den Freihandmodus der Software, kann man die Zweige wirklich völlig frei zeichnen, wie mit Papier und Stift. Dadurch ist iMindMap die erste Software, die wirkliche Mind Maps nach den Regeln von Tony Buzan am PC erstellen kann, da die Maps genau so erscheinen, wie ich diese zeichne und das haptische Erlebnis des selbst Zeichnens und Schreibens gegeben ist. (Mindjet Mindmanager arbeitet in der Tablet-Version nur mit Stiftgesten, Zweige werden nach wie vor in das MindManager Schema gepresst) Das Beschreiben der Zweige wird ermöglicht durch die Software ritepen, einer Handschriftenerkennung von Evernote, die extra zu erwerben ist. Auch das Zeichnen von kleinen Skizzen und Bildern erfolgt wie auf Papier, nur dass man mit iMindMap die alles nachträglich skalieren und verändern kann – absolut genial!

Wie gesagt: Genial mit dem Tablet, mit einem „normalen“ Laptop mit Maus und Tastatur ist das Erlebnis ein völlig anderes und auch der Mind Mapping Effekt ein anderer. Hier ist das Anlegen der Zweige eher mühsam und langsam, im Gegensatz zu anderer Software, wo man neue Zweige per Tastendruck anlegen kann.
Um diesem Problem Herr zu werden, hat das Programm nun den Speed Mapping Mode. Hier kann man Zweige ebenfalls per Tastendruck anlegen und diese schnell beschriften. Danach kann man diese dann ordnen und individualisieren, in dem man diese neu anordnet und ausrichtet. Leider ziemlich mühsam.

Gut gedacht – noch mangelhaft umgesetzt
Nochmal: Das Konzept hinter iMindMap und die Bedienung mittels Tablet PC ist großartig. Ich freue mich hier auf weitere Versionen. Mit iMindMap könnte die Unterscheidung zwischen Mind Mapping (mit Papier und Stift) und Business Mapping (am PC) fallen, da das Erstellen von Mind Maps mit fast den gleichen Freiheiten und (gehirnpsychologischen) Effekten wie mit Papier und Stift möglich wird.
Noch gibt es leider einige Fehler in der Umsetzung, die noch nicht zufriedenstellend gelöst sind und das vernünftige Arbeiten noch unmöglich machen.

Die beiden Hauptkritikpunkt sind aus meiner Sicht:

Icons und Bilder :
Diese lassen sich extrem umständlich einbinden und verhalten sich dann nicht intelligent. Icons und Bilder werden mitten in das geschriebene Wort eingefügt und müssen dann umständlich skaliert und repositioniert werden (Bild 2). Das macht die Bedienung sehr langsam und ineffektiv. Ein bestehender Bug der Software scheint zu sein, dass die Ausrichtung der Schlüsselworte (links, zentriert, rechts) nicht mit abgespeichert wird und diese nach dem Schließen des Maps wieder in den Default-Zustand gesetzt wird. Dadurch landen Bilder und Icons wieder mitten im Wort. Außerdem „haften“ die Bilder und Icons nicht richtig an den Zweigen, weshalb diese, wenn ein Zweig in seiner Position verändert wird, nicht richtig repositioniert werden.




Bearbeiten von Zweigen und Elementen:
iMindMap arbeitet mit Kontrollpunkten an Zweigen und Elementen wie Bildern und Icons. Hier funktioniert die Erkennung der Kontrollpunkte nur unzureichend. Wenn man z.B. eine Grafik markiert, um diese zu skalieren und sich in der Nähe der Grafik ein Kontrollpunkt für einen Zweig befindet, dann hat dieser bei iMindMap Vorrang. Ergebnis: Man kann die Grafik nicht skalieren, sondern verschiebt statt dessen den Zweig. Das Ganze artet dann in eine lästiges Gefummel aus.

An manchen meiner Kritikpunkte aus dem ersten Post hat sich auch in Version 2 noch nichts geändert. Der Präsentationsmodus ist so konzipiert, dass der Präsentator alles machen kann, außer sich auf seine Präsentation zu konzentrieren. Statt dessen ist man immer mit dem Nachjustieren des Maps beschäftigt.

Zweignotizen und Links werden nun inzwischen mit einem kleinen Symbol kenntlich gemacht, dafür verschwinden die – in dieser Version verfügbaren – Aufgabeninfos ins Nirwana sobald man diese angelegt hat.

Fazit
Das Konzept des Programms ist großartig, besonders in Verbindung mit einem Tablet PC. Hier können wie mit Papier und Stift richtige Mind Maps erstellt werden mit allen Vorteilen aus der händischen Erstellung und den Möglichkeiten des Computers!
Für 99% aller Nutzer, die über keinen Tablet PC verfügen ist der Nutzen und die Bedienung nur halb so gut.
Noch stecken leider immer noch zu viele Fehler (wirkliche Fehler) in der Bedienung des Programms, weshalb ich nach wie vor empfehlen würde, mit der Anschaffung zu warten. Es gibt Fortschritte im Vergleich zum letzten Test, noch ist das Programm aber nicht ausgereift.

Mind Mapping Software Test in der c't

Montag, 6. August 2007

Nachdem schon über zwei Jahre seit dem letzten Test vergangen sind, war es für die c't mal wieder Zeit für einen Mind Mapping Software Test (erschienen in der aktuellen Ausgabe vom 6.8.07). Ich nenne diese Programme ja immer noch Business Mapping Software, aber lassen wir das...
Getestet wurden:


  • ConceptDraw Mindmap Pro 5.0
  • Freemind 0.9.0
  • Knowledge Map 2007 Professional (siehe hierzu meinen Post vom 14.01.07)
  • MindGenius 2 business
  • MindManager Pro 7 (die Liste meiner Posts hierzu ist zu lang, um diese nun alle aufzuführen)
  • Creative MindMap 4 Pro
  • MindMapper 5.0 Pro
  • OpenMind 2.0 Business
  • Visual Mind 9


Die wichtigsten Programme hat der Artikel damit abgedeckt, schön wäre es gewesen iMindMap von Tony Buzan noch mit aufzunehmen (siehe hierzu meinen Post vom Dezember 2006). Hierzu werde ich bald wieder einen neuen Test veröffentlichen, denn hier hat sich in den letzten Monaten einiges getan. Die Preispanne der getesteten Programm reicht dabei von kostenlos (Freemind) bis zu MindManager Pro (356 Euro). Gar nicht mit von der Partie waren die zahlreichen Online Mind Mapping Tools, die in letzten Monaten entstehen, obwohl diese möglicherweise für einige der vorgestellten Programm eine Alternative darstellen könnten.
Wer einen groben Überblick über die wichtigsten Funktionen und Unterschiede der Programme erhalten möchte, für den ist der Artikel sicherlich interessant. Für alles andere heißt es nur: ausprobieren.