Version 4 von Buzan's iMindMap

Donnerstag, 9. April 2009

Die Stillschweigevereinbarung ist aufgehoben, nun darf geschrieben werden. Die vierte Version von Buzan's iMindMap steht kurz vor der Veröffentlichung und wartet mit interessanten kleinen und großen Änderungen.

Die wichtigsten Neuerungen: Präsentationsmodus und Audionotizen

Was man von anderen Mind Mapping Programmen kennt, kommt nun auch bei iMindMap: Ein Präsentationsmodus. In der Version 3 hat sich iMindMap noch mit der Hilfskonstruktion einer Powerpoint- oder OpenOffice-Präsentation beholfen. Jetzt ist ein zumindest optisch sehr ansprechender Präsentationsmodus im Programm enthalten, der meiner Meinung nach aber noch nicht wirklich praxistauglich ist, da er dem Benutzer zu wenige Möglichkeiten der Steuerung lässt. Mehr dazu weiter unten.

Eine weitere Neuerung, die es meines Wissens nach bei anderem Programmen nicht gibt und die wirklichen Zusatznutzen bietet, sind die Audionotizen. Zu jedem Zweig lassen sich nun auf Wunsch Notizen aufsprechen, die dann in die .imm-Datei gespeichert werden. Das funktioniert über einen einfach zu bedienenden eingebauten Audioeditor.
Ich habe die Audionotiz-Funktion vor einigen Monaten mal hier auf dem Blog als Idee vorgeschlagen und auch an die Entwickler von iMindMap geschickt. Ob mein Vorschlag aufgenommen wurde, oder ob es sowieso schon geplant war, weiß ich nicht. Schön ist, dass die Funktion jetzt verfügbar ist.

Die dritte auffällige Funktion, die in der Version 4 verfügbar ist, sind sogenannte Zweig-Boxen (siehe Bild 1). Diese sind dafür gedacht, mehr Text auf einen Zweig zu schreiben und diese optisch von anderen Zweigen abzuheben.



Ansonsten zeichnet sich die neue Version von iMindMap vor allem durch viele kleine Detailverbesserungen aus, die die Nutzung vereinfachen bzw. verbessern, wie z.B. eine Formatierungsbox für individuelle Zweige.

Wie auch bereits beim meinem Post zur Version 3 von iMindMap getan, möchte ich auch für die Version 4 von iMindMap Rückmeldung mit der PPCO-Technik geben.

Plus: Was gefällt mir gut


  • die Tatsache, das ein Präsentationsmodus nun integriert wurde
  • die Audionotizen, die eine weitere Möglichkeit bieten, Informationen in Mind Maps zu kodieren
  • die Formatierungsbox für jeden Zweig mit welcher wichtige Funktionen schnell zugreifbar werden
  • eine kleine aber fundamentale Änderung im Projektmanagement Modus: Es ist nun möglich, für jeden Zweig einzeln festzulegen, ob dieser in einer Gantt Ansicht erscheint (siehe Bild2), oder nicht. In der letzten Version war dies noch nicht möglich, was dazu führte, dass jeder Zweig automatisch auch im Gantt-Diagramm dargestellt wurde, was sehr unübersichtlich war und die Benutzung des Projektmanagement Modus fast unmöglich gemacht hat. Nun ist es möglich, auch wenn die Funktion sehr gut versteckt ist und immer noch umständlich zu bedienen ist.
  • die Textansicht von iMindMap, die auch die Bilder mit beinhaltet. Bei anderen Mind Mapping Programmen wird hier teilweise nur Text angezeigt, Zweige die keinen Text enthalten, sondern lediglich aus einem Bild bestehen erscheinen dann leer, was die Interpretation erschwert.




  • die Einfachheit in der Bedienung des Programms trotz steigender Funktionsvielfalt
  • die wirklich vielen Möglichkeiten ein Mind Map optisch ansprechend zu gestalten und es völlig frei zu gestalten, wie mit Papier und Stift.




Potentials: Zu welchen positiven Entwicklungen könnte es in der Zukunft führen?

  • iMind Map könnte sich in ein mächtiges Tool (ähnlich wie MindManager) verwandeln und dabei trotzdem seine Besonderheiten, besonders hinsichtich der Mind Map Optik, behalten.
  • iMindMap könnte besonders im Bereich Projektmanagement für kleine Projekte interessant werden, indem Filterfunktionen hinzugefügt werden und damit individuelle Ansichten innerhalb eines Map möglich werden, wie z.B. bei der Erstellung von Startcentern.
  • Mit iMindMap könnten wunderschöne Präsentationen mit dem Präsentationsmodus entstehen, wenn er noch etwas handhabbarer gemacht würde
  • iMindMap könnte besonders für Nutzer von Tablet-Laptops eine phantastische Alternative zum Mappen mit Papier und Stift darstellen. Für mich ist es das bereits


Concerns: Bedenken, die ich sehe:

  1. Wie könnte man die Zweig Boxen flexibler gestalten?
  2. Auf welche Weise könnte man den Präsentationsmodus besser bedienbar machen?
  3. Wie lauten alle Möglichkeiten, wichtige Befehle schneller zugänglich machen?


Overcome Concerns: Meine Ideen, um die obigen Bedenken auszuräumen.
Vielleicht stellen diese für die iMindMap Entwickler ja eine Basis da, diese weiter zu entwickeln und zu verfeinern.

Zu 1:

  • Zweigboxen individuell anpassbar machen
  • es ermöglichen sowohl Höhe als auch Breite manuell zu verändern
  • die Zweige zur Zweigbox ungefähr so lang machen wie die Box und diese nicht unnötig verlängern


Zu 2:

  • es ermöglichen, im Präsentationsmodus einzelne Zweige flexibel ein- und auszuklappen
  • es dem Benutzer ermöglichen, mit einem „Weiter“-Knopf immer den nächsten Zweig zu öffnen, ohne dabei sämtliche Unterzweige zu öffnen
  • eine Option einbauen, die die Abspielgeschwindigkeit veränderbar macht
  • es ermöglichen, zu Beginn der Präsentation die Hauptzweige sichtbar zu machen
  • es ermöglichen, die automatische Zoom-Funktion abzustellen, so dass es weniger verwirrend wirkt


Zu 3:

  • Im Projektmanagement-Modus eine Funktion einbauen, schnell und einfach Zweige in das Gantt-Diagramm einzufügen bzw. auszuschließen.
  • Die Formatierungsbox individuell konfigurierbar machen
  • Versuchen, weniger mit verschachtelten Kontextmenüs zu arbeiten

Die Pyramide des Bücherlesens – Teil 1

Mittwoch, 21. Januar 2009

Stellen Sie sich vor, Sie lesen ein Sachbuch, das Sie für Ihre Arbeit oder Ihr Studium benötigen. Während des Lesens markieren Sie sich mit dem Leuchtmarker einige wichtige Stellen. Nachdem Sie das Buch gelesen stellen Sie es wieder in das Regal zurück. Als Sie eine Woche später einem Kollegen etwas zum Inhalt des Buches erzählen sollen, merken Sie, dass Sie das meiste bereits schon wieder vergessen haben und sogar Schwierigkeiten haben, die Grundaussagen noch zu rekonstruieren. Kommt Ihnen das bekannt vor?

Wenn man wie oben beschrieben an Sachbücher herangeht, dann ist das leider zu erwarten. Das liegt in der Funktionsweise unseres Gehirns begründet. Wer Inhalte eines Sachbuches nicht nur lesen muss, sondern diese auch für die weitere Arbeit benötigt, oder wer es einfach schade findet, nach dem Lesen eines Buches bereits nach einer Woche fast nichts davon behalten zu haben, für den möchte ich ein anderes Vorgehen vorstellen. Ich nenne es die Pyramide des Bücherlesens. Dieses Vorgehen übe ich mit Teilnehmern meiner Mind Mapping Seminare und speziell in Mind Mapping Seminaren für das Studium.

Die Pyramide steht als Metapher für ein bestimmtes Vorgehen, das auf vier aufeinander aufbauenden Schritten besteht. Ziel dieser Herangehensweise ist es, nach dem Lesen eines Sachbuches mehr zu behalten und mit relativ geringem zeitlichen Aufwand sich die Inhalte eines Sachbuches wieder präsent zu machen.



Die Basis: Mitschriften anfertigen
Es ist für unser Gehirn schlicht und einfach unmöglich, sich auch nur die wichtigsten Inhalte eines Buches einfach nur dadurch zu behalten und nachhaltig zu verstehen, dass wir diese einmal lesen. Die Lernspsychologie und die Pädagogik betonen hier die Bedeutung von Mitschriften. Prof. Stangl von der Universität Linz, der ein wirklich großartige Sammlung von Lerntipps aufbereitet hat, bezeichnet Mitschriften als schriftliches Gedächtnis, das wir benötigen, um uns die Inhalte zu merken. Er gibt folgende Tipps, was man beim anfertigen von Mitschriften beachten sollte:

  • Stichwörter in nicht-linearer Folge anordnen
  • nicht alles wörtlich mitschreiben
  • Das Gehörte in Beziehung zu bereits Bekanntem setzen!
  • Das Gehörte strukturieren!
  • System von Abkürzungen und Symbolen entwickeln!
Für regelmäßige Leser dieses Blogs: Kennen Sie eine Technik, über die ich dauernd schreibe und die all diese Anforderungen berücksichtigt?
Ja, es schreit gerade zu nach Mind Mapping.

Für alle, die sich mit der Technik ausreichend sicher fühlen, empfehle ich, die Mitschriften in Mind Mapping Form anzufertigen, da diese eine Menge an Vorteilen gegenüber linearen Zeilenteppichen aufweist.
Infos zu Mind Mapping:Ich persönlich bin dazu übergegangen, meine Mind Map Mitschriften elektronisch zu erstellen mit der Software iMindMap und einem Tablet-PC.

Stufe 2: Eigene Gedanken eintragen
Wenn man etwas liest, ist es selten so, dass man von einem Thema überhaupt keine Ahnung hat und alles neu ist. Im Gegenteil, meist lesen wir Bücher in unserem Fach- oder Interessensgebiet und während des Lesens kommen uns eine Menge Ideen und Assoziationen zu anderen Inhalten. Diese sollten Sie unbedingt aufschreiben. Wenn diese Gedanken thematisch zum Thema passen und es sich nicht um Ideen handelt, die in eine ganz andere Richtung führen, dann sollten Sie diese Gedanken zu Ihren Buchmitschriften hinzu schreiben. Dadurch schaffen Sie zusätzlich Lernanker, um die Inhalte zu verarbeiten und Sie erweitern den Kontext des Gelesenen durch eigene Anmerkungen. Besonders spannend finde ich es, diese eigenen Gedanken nach einiger Zeit beim Wiederholen (siehe Stufe 3) der Inhalte wieder zu lesen und zu erweitern.
Auch für das Eintragen von eigenen Gedanken zu den Mitschriften bietet Mind Mapping ein in Bezug auf den Schreibprozess und die Visualisierung vorteilhaftes Vorgehen an.
Wie genau das funktioniert, habe ich in einem Artikel zu Rein und Raus Schreiben erklärt.



In Teil 2 werde ich die Stufen 3 und 4 vorstellen.

Mind Mapping Software mit Tagcloud-Funktion

Dienstag, 13. Januar 2009

Vor ein paar Wochen habe ich mit einem Bekannten darüber gesprochen, welche sinnvollen Funktionen wir uns für Mind Mapping Software noch wünschen würden.
Eine Funktion die einen wirklichen Mehrwert bieten könnte und die nicht schwer umzusetzen sein dürfte, wäre eine Tagcloudfunktion. Meines Wissens bietet bisher keines der Mind Mapping Programme dieses Extra an.
Blog-affine Leute kennen den Begriff Tagcloud wahrscheinlich, für alle, denen dieser Begriff nichts sagt hier noch einmal eine Erklärung. Das englische Wort tag bedeutet so viel wie Schlagwort. Diese Schlagwörter werden in Web 2.0. Applikationen, wie z.B. Mister-Wong oder z.b. beim Musiknetzwerk lastfm dazu benutzt, um Inhalte durch die Nutzer beliebig verschlagworten zu lassen. Die von den Nutzern vergebenen Schlagworte können nun in Schlagwortwolken (Tagclouds) visuell dargestellt werden. Oft zeigt die Darstellungsgröße eines Schlagwortes die Häufigkeit an, mit der es vergeben wurde. Besonders wichtige Themen können so z.b. fetter und größer dargestellt werden als eher unbedeutende Themen.

Mind Map mit Tagcloud-Ansicht
Spannend wäre es nun, wenn man dieses Prinzip der Darstellung von Inhalten auch auf elektronische Mind Maps übertragen würde. So könnte z.B. ein Mind Map automatisch nach Schlagworten analysiert werden und das Ergebnis als Tagcloud dargestellt werden. Wie das Aussehen könnte habe ich in der unten stehenden Fotomontage einmal angedeutet. Mindjet MindManager wurde hier mit der Mister-Wong Tagcloud versehen.

Diese parallele, aber visuell anders strukturierte, Darstellung eines Mind Maps Inhaltes bietet folgende Mehrwerte:

  • es wäre eine andere Sicht auf die Inhalte eines Mind Maps möglich.
  • Inhalte werden neben der hierarchisch strukturierten Darstellung des Mind Maps unabhängig von ihrer Verortung innerhalb des Maps quantitativ dargestellt.
  • auf diese Weise kann ein Informationsgewinn entstehen, da noch eine weitere „Dimension“ zum Inhalt des Mind Maps hinzukommt.
Mit dieser Möglichkeit wären einige Kombinationen denkbar
  • Bei einem Klick auf ein Schlagwort in der Tagcloud könnte dieses innerhalb des Mind Maps hervorgehoben oder gefiltert werden.
  • Es könnten Tagclouds von mehreren Mind Maps oder verlinkten Mind Maps erstellt werden. Dies wäre besonders für das Wissensmanagement mit Mind Mapping Software interessant.
  • Im Bereich des Wissensmanagements wäre es auch sehr spannend, eine Tagcloud mit allen Begriffen einer Sammlung verschiedener Maps zu haben und bei einem Klick auf ein Schlagwort, alle Mind Maps angezeigt zu bekommen, die das entsprechende Schlagwort enthalten. Es könnte eine Art Mapverwaltungseditor entstehen, der alle Maps nach verschiedenen Schlagworten und anderen Kriterien sortiert, ähnlich wie der Editor der Software snagit von Techsmith (Mit snagit lassen sich Schnappschnüsse des Bildschirms machen und verwalten).
  • Es könnte automatische Analysen gefahren werden, die z.B. von der Tagverteilung Mind Maps mit hoher Übereinstimmung finden.
Meiner Meinung nach wäre dieses Feature eine wirklich sinnvolle Kombination der Möglichkeiten sich ständig aktualisierender elektronischer Schlagwortlisten und Mind Mapping.
Vielleicht greift es ja ein Hersteller auf?! Ich freue mich über Kontakt und stehe gerne mit Ideen zur Verfügung.



EDIT am 27.01.09
Stefan Scheurer hat diese Idee sowie einige Gedanken von zwei anderen Posts aufgriffen und sich Gedanken über Lernfunktion für Mind Mapping Software gemacht. Sehr interessant und lesenswert.



iMindMap Version 3 erschienen

Donnerstag, 11. September 2008

Seit heute ist sie erhältlich, Tony Buzans neue Version seiner Software iMindMap. In einem Interview, das ich letztes Jahr mit ihm geführt habe, wollte er sich noch nicht zu den Neuerungen äußern, um die Spannung hoch zu halten.
Neuerungen im Vergleich zur Version 2.5. gibt es jede Menge, so viel steht fest. Ich hatte als Betatester ja schon etwas länger Gelegenheit mit der Software zu arbeiten.

Drei unterschiedliche Lizenzen
Auch die Macher von iMindMap haben sich nun dazu entschlossen unterschiedliche Versionen mit abgestufter Funktionsvielfalt und gestaffelten Preisen auf den Markt zu bringen. In Zukunft hat der Nutzer die Wahl zwischen iMindMap Elements, Professional und Ultimate.

Auf einige der neuen Features, die aus meiner Sicht wichtig sind, möchte ich eingehen. Um noch einen anderen Blick auf die Software zu bekommen, empfehle ich einen Post auf dem MindMapping Software Blog.

Die Benutzeroberfläche – übersichtlich und aufgeräumt
Bild 1 zeigt die neue Nutzeroberfläche, die sich von der alten deutlich unterscheidet. iMindMap hat einige neue Funktionen bekommen, so dass sich die Macher entschlossen haben, diese nicht alle in Form einzelner Icons in den Symbolleisten zu platzieren, sondern diese in grafische Oberkategorien zusammen zu führen.


Die neuen Funktionen – eine Vielzahl an Neuerungen und Verbesserungen
Neuerungen gibt es viele, die interessantesten möchte ich herausgreifen. Für einen Gesamtüberblick über alle Neuerungen empfehle ich die iMindMap Website.

Autolayout – Drei Stile, stufenlos veränderbar
Im Nachhinein kann man es natürlich nie genau sagen, was jetzt den Ausschlag gegeben hat, aber ich erinnere mich, dass ich nach Erscheinen der Version 2 den Vorschlag gebracht habe, dass es eine Möglichkeit geben sollte, im Layout der Maps zwischen organischen Mind Maps, wie von Tony Buzan entwickelt und der linearen und starren Darstellungsweise anderer Mapping Programme zu wechseln. Genau diese Funktion gibt es nun: Die Funktion Autolayout bietet über einen stufenlos verstellbaren Regler die Möglichkeit, zwischen der linearen Ansicht (Bild 2), der organischen Ansicht (Bild 3) und der radialen Ansicht (Bild 4) zu wählen.







Bild 5 zeigt das ursprüngliche Mind Map, dass ich per Freihandmodus erstellt habe. Ist die Funktion Autolayout einmal aktiviert, gibt es keine Möglichkeit mehr, die ursprünglich selbst gezeichnete Map wiederherzustellen, daher sollte man immer ein Duplikat speichern.
Neben der Autolayout-Funktion gibt es natürlich nach wie vor die Möglichkeit die Zweige selbst zu ziehen oder mit dem Freihandmodus komplett frei zu zeichnen.



Die Autolayout-Funktion hat die positive Konsequenz, dass jetzt ähnlich wie bei MindManager unendlich viel Platz zur Verfügung steht, das Map zu zeichnen, da die Software den Platz immer wieder neu justiert und alle Zweige unterbringt.
Dabei wird in Kauf genommen, dass die so entstanden Maps einige Mind Mapping Regeln, die Tony Buzan aus gutem Grund entwickelt hat, verletzen. So rückt die Information auf den Hauptzweigen, die eigentlich direkt an das Zentrum eines Mind Maps anschließen sollte, weit nach außen, um alles unter zu bringen. Durch das Autolayout geht auch die Individualität und Einzigartigkeit der Darstellung eines Mind Maps verloren, die besonders für das Lernen und Merken wichtig ist. Schön ist, man kann mit iMindMap beides haben.

Speedmapping – Verbesserung in der Bedienung
Der Speedmapping Modus ähnelt von seiner Bedienung der Software MindManager. In diesem Modus wird das individuelle Zeichnen der Zweige unterbunden. Statt dessen wird per Tastendruck automatisch ein neuer Zweig eingefügt und von der Software automatisch platziert. Hat diese Anordnung der Zweige in der Vorgängerversion noch nicht so wirklich funktioniert, klappt es jetzt einwandfrei, ohne Überscheidungen der Zweige und in drei Stilen (linear, organisch und radial).

Projektmanagement-Funktion mit integrierten GANTT-Diagrammen
Auch hier haben sich die Macher von iMindMap an den aktuellen Entwicklungen anderer Hersteller orientiert. Sicherlich auch, um den potenziellen Nutzerkreis der Software zu erweitern.
iMindMap kommt nun mit einem integrierten Projektmanagement-Modus (siehe Bild 6), je nach erworbener Linzenz. Jeder Zweig kann nun mit Aufgabeninfos und Enddaten versehen werden. Das Ganze wird automatisch in einem GANTT-Diagramm dargestellt.



Aus meiner Sicht ist dieser Modus von der Grundidee her gut gedacht, allerdings nur beschränkt - für meine persönliche Arbeitsweise gar nicht - für die tägliche Projektarbeit tauglich: Im iMindMap Projektmanagement Modus werden automatisch alle bestehenden Zweige eines Mind Maps hinzugefügt und in das GANTT-Diagramm eingebaut. Der Nutzer hat keinen Einfluss darauf, welche Zweige aufgenommen werden und welche nicht. Bild 6 zeigt das für diesen Artikel verwendete Map, das aus 137 Zweigen besteht. D.h. im Projektmanagement habe ich 137 Aufgaben und 137 Balken im GANTT-Diagramm. Das macht das Ganze nicht nur unpraktisch, da ich die meisten Zweige gar nicht in der Projektansicht haben möchte, sondern fast unnavigierbar, da man sich in der Projektansicht fast zu Tode sucht.

Import von Freemind und MindManager Dateien
Kräftig aufpoliert wurden die Import und Exportfunktionen von iMindMap 3. Nun ist es sogar möglich MindManager Dateien zu importieren. Zumindest teilweise. Manche Bilder, Icons, Anmerkungen und Hyperlinks fallen dem Import zum Opfer. Im großen und ganzen funktioniert es allerdings gut. Bild 7 zeigt ein ursprüngliches MindManager Map, Bild 8 zeigt das importierte Ergebnis in iMindMap. Klasse finde ich, dass man nun beim importierten Map den Mapstil ändern kann (linear, organisch, radial).





Export – interaktive Präsentation und OpenOffice Unterstützung
Sehr Erfreuliches gibt es auch bei den Exportfunktionen zu vermelden. Der bisher fehlende Präsentationsmodus wird nun zumindest teilweise über die Funktion interaktive Präsentation nachgeholt. Hier wird ein Map in eine Powerpoint Datei exportiert. Per Animationsfunktion kann man dann jeden Zweig per Tastenklick einblenden. Leider hat diese Funktion bisher bei mir nie funktioniert, was möglicherweise an meiner alten Office-Version liegt.
Umso erfreulicher ist es, dass nun auch Nutzer von OpenOffice auf Ihre Kosten kommen, auch dieses wird von iMindMap 3 unterstützt, allerdings nicht die Funktion interaktive Präsentation.

Fazit
Abschließend kann ich sagen, dass sich seit der letzten Version wirklich einiges getan hat und den iMindMap Machern der Spagat zwischen wirklichen Mind Maps und den Möglichkeiten Mind Map ähnlicher Visualisierungen gut gelungen ist. Daher stimme ich der etwas plakativen Aussage auf der iMindMap Homepage zu, dass iMindMap das einzige Programm ist, mit dem man wirkliche Mind Maps erstellen kann. Und jetzt eben noch viel mehr. Eine Entwicklung der Funktionen hin zu bestehenden Programmen, vor allem MindManager, ist nicht zu übersehen.

Im erweiterten Teil gibt es meine Rückmeldung und Bewertung zur Software mit der PPCO-Methode.


"iMindMap Version 3 erschienen" vollständig lesen

Erweiterte Mind Maps

Donnerstag, 24. Juli 2008

Kürzlich habe ich in den USA eine Masterarbeit von Dave Hoffmann gelesen, in der er vorgeschlagen hat, die Mind Mapping Technik nach Tony Buzan für noch mehr Sinne zugänglich zu machen.

Zur Erinnerung: Mind Mapping arbeitet bereits mit einer Vielzahl an Ankern, um es unserem Gehirn leicht zu machen, die Inhalte zu verarbeiten. z.B. Wörter, Farben, Symbole, Bilder sowie die räumliche Anordnung der Inhalte in Form eines nach außen wachsenden Zweiggerüsts.
Das unterscheidet Mind Maps grundlegend von der sequenziellen Aneinanderreihung von Information, wie dies z.B. in diesem Text geschieht. Die visuelle Darstellung verringert dabei Komplexität und erleichtert das verstehen, lernen und behalten der Inhalte.

3D - Mind Maps
Dave schwebt nun ein Konzept vor, Mind Maps durch unterschiedliche Oberflächentexturen zu erweitern, so dass auch der Tastsinn angesprochen wird. Also z.B. einen Zweig mit einer Sandpapiertextur oder einer Holzmaserung. In diese Oberflächen könnten nun zusätzliche Informationen kodiert werden, z.B. Schwierigkeiten als raue Oberfläche und gut funktionierende Dinge als glatte Oberfläche. Außerdem könnten nach diesem Modell Mind Maps auch als 3D Konstruktionen erstellt werden, um ein räumliches Gefühl zu vermitteln. Nach Daves Vorstellungen müsste man diese Mind Maps wirklich händisch bauen, um sie dreidimensional werden zu lassen. Zweidimensional auf einer Fläche angeordnet könnten diese zumindest mit Texturen (z.B. mit speziellen Klebebändern...) erweitert werden.

Erweiterte digitale Mind Maps
Ich habe nun an meine eigene Arbeit und an meine Kunden gedacht. Hier findet viel in Form von digitalen Mind Maps mit Hilfe von Software statt. Auch diese könnte man (in diesem Falle die Softwarehersteller) leicht erweitern, um diese noch vielfältiger zu machen.

Ein paar Ideen:

Audiosymbole
Bereits jetzt kann man mit Software wie MindManager oder iMindMap von jedem Zweig beliebig auf Dateien verlinken, auch auf Audiodateien. Ein Erweiterung dieses Prinzips könnte sein, ein kleines grafisches Symbol zu haben, dass bei einer Mausberührung einen Ton abspielt.

Texturen
Daves Idee der Texturen sollte sich ohne Probleme umsetzen lassen, in dem man die bestehende Möglichkeit, Farben für bestimmte Zweige zu ermöglichen um Texturen (dies ist in vielen Grafikprogrammen möglich) erweitert.

Bewegtbilder
Die Software iMindMap ermöglicht es bereits jetzt, animierte Gif-Bilder einzufügen. Diese sind allerdings nur animiert, wenn man das Map als html-Datei exportiert. Nett wäre es auch, wenn man Videos in Maps einbinden könnte. Diese könnten z.B. in einem Miniaturbild dargestellt werden und bei einem Klick automatisch vergrößert werden (siehe Bild 2 und 3) und abgespielt werden. Auch hier kann man sich bereits jetzt mit Verlinkungen zu Websites behelfen.
Ähnlich, wie ich ein Video in mein Blog einbinden kann, könnte es in Zukunft möglich sein, ein Video in das Dateiformat von Programmen wie MindManager oder iMindMap einzubinden.









Diese Vorschläge sind alle noch nicht weiter entwickelt, ich glaube allerdings, dass es hier für digitale Mind Maps noch sinnvolle Erweiterungsmöglichkeiten gibt, um noch mehr Sinne anzusprechen oder Informationen durch das gleichzeitige Anbieten mehrerer Elemente auf einem Zweig noch zu verdichten.

Neue Version von Tony Buzans iMindMap angekündigt

Freitag, 4. Juli 2008

Tony Buzan hat gestern Version 3 seiner Software iMindMap angekündigt, über die ich schon mehrmals auf diesem Blog berichtet habe. Letztes Jahr habe ich noch ein Interiew mit Tony geführt, wo er sich allerdings noch ziemlich verschlossen gab.

Man merkt, das Buzan auf einige der Entwicklungen auf dem Mind Mapping Softwaremarkt reagiert. Einen kompletten Überblick über alle neuen Features gibt es hier.

Die wichtigsten Neuerungen (es freut mich zu sehen, dass einige meiner Vorschläge an die Entwickler hier eingegangen sind):


  • es wird drei Versionen für unterschiedliche Zielgruppen geben (Elements, Professional, Ultimate)
  • Der Stil der Mind Maps lässt sich anpassen. Der bisher rein organische Stil nach der von Tony Buzan entwickelten Methode des Mind Mapping lässt sich nun verändern. Es sind nun Maps möglich, die eher an den Großteil aller anderen Programme erinnern, die wesentlich starrer wirken, dafür aber immer waagrecht sind und gut lesbar sind. In diesem Zusammenhang ist auch der Import von MindManager Dateien angekündigt.
  • Zweige lassen sich nun ein- und ausklappen
  • es gibt eine Integration mit MS Office und OpenOffice (sehr schön!)
  • Die Projektmanagementfunktionen wurden gestärkt. Es ist nun sogar möglich Gantt Diagramme zu erstellen. Erst kürzlich hat ja Mindjet diese Funktion in den MindManager integriert.
  • Es sind nun Mehrzeilige Texte auf einem Zweig möglich. Tony hat immer dagegen argumentiert, dies zu machen, da es der Mind Mapping Methode grundsätzlich widerspricht und meist kontraproduktiv ist. Aber was tut man nicht alles, um ein Produkt einfach zu verkaufen...
  • Die Bilderdatenbank ist nun integriert, so dass man nicht immer ein Internetverbindung benötigt, um ein Bild einfügen zu können.


Ich bin gespannt auf die neue Version und werde berichten.

Rein und Raus Schreiben

Dienstag, 10. Juni 2008

Die American Psychological Association hat eine Studie dazu gemacht, was Menschen denken, während sie in einer Besprechung sitzen oder einem Vortag zuhören. Das Ergebnis in Zahlen:

18% hören dem Redner zu
25% haben erotische Gedanken
57% denken an etwas anderes

Ich vermute die Zahlen sind mit ähnlicher Vorsicht zu genießen, wie die seit den 70ern bekannten Zahlen zu Kommunikation und Rhetorik. Laut diesen Zahlen hängt die Wirkung eines Vortrags nur zu 7% vom Inhalt ab, aber zu 38% von der Stimme und zu 55% von der Körperhaltung.
Jedoch geben solche Zahlen einen guten Hinweis.

Wir wissen, dass sich der Mensch nicht all zu lange auf eine Sache konzentrieren kann, sondern dass die Gedanken schnell abschweifen, oder wie in einem Vortrag oder ein Besprechung, dass das Gesagte bei uns weitere Assoziationen auslöst, die auch zu anderen Themen führen.

Das Potenzial des Abschweifens nutzen
Diese Gedanken sollten wir nutzen, denn hier findet eine aktive Verknüpfung mit bestehendem Wissen statt.
Die Art und Weise, wie die meisten Menschen Ihre Aufzeichnungen machen, unterstützt diese abschweifenden oder weiterführenden Gedanken jedoch nicht.
Dafür wurde die Technik Rein und Raus entwickelt.

In der Mitte seine Blattes zieht man einen Strich, um so das Blatt in zwei Hälften einzuteilen. Die linke Seite heißt rein die rechte raus.
Alles was rein kommt, was man also vom Redner aufnimmt, wird ganz normal auf die linke Seite unter rein notiert. Alle weiterführenden Gedanken und Verknüpfungen, die man für wertvoll erachtet, kann man nun unter raus notieren. Dieses Vorgehen hilft, beim Wiederholen der Notizen, die Brücken zu weiteren Gedanken herzustellen und das Potenzial der Dinge, die uns in 57% der Zeit durch den Kopf gehen, besser zu nutzen.




Mind Mapping = rein und raus10
Das ist eine gute Technik für die Freunde der linearen Aufzeichnungen.
Erheblich effektiver und deutlicher wird das ganze, wenn mit Mind Mapping umgesetzt. Meine Seminarteilnehmer lernen dieses Vorgehen in der Textübung während des Seminars. Beim Mind Mapping kann man die Raus-Gedanken einfach in einer anderen Farbe und möglicherweise mit einem entsprechenden Symbol (siehe Beispiel) einfach an den jeweiligen Zweig hinzufügen. So hat man die Verknüpfung noch wesentlich deutlicher und kann diese noch weiter entwickeln.


Biete Beratungsprojekt, suche Interessenten: Wissensmanagement- System auf Mind Mapping Basis

Montag, 5. Mai 2008

Warum nicht mal andersherum? Ich biete ein Beratungsprojekt, auf das ich wahnsinnig Lust hätte und suche jetzt ein Unternehmen, das an der grundlegenden Idee Interesse hat. Ich würde mich freuen, in einen Gedankenaustausch zu treten und diese Idee gemeinsam weiterzuentwickeln und anzupassen: Ich habe sehr große Lust, ein Unternehmen/ eine Organisation bei der Einführung eines Computer-Mind Mapping basierenden Wissensmanagementsystems zu beraten.

Bei Beratungsunternehmen kommen normalerweise Kunden mit Anfragen und Problemen, für die sie sich von der Beratung eine Lösung erhoffen. In der aktuellen Brand eins (Mai 2008) ist ein sehr inspirierender Artikel über das niederländische Beratungsunternehmen Kessels & Smit und einen der Mitarbeiter, der das Prinzip umgedreht hat. Er hat Unternehmen und bestehende Kunden mit einem Projektvorschlag kontaktiert, der in selbst begeisterte, um zu sehen, was diese darüber denken.

Grundidee: Wissen mit Mind Maps speichern und vernetzen
Mind Maps eigenen sich hervorragend dazu, komplexe Themen und Wissensstrukturen in verdichteter Form grafisch zu visualisieren und damit den Zugang zu Themen zu erleichtern, Komplexität zu reduzieren und die Verarbeitungsgeschwindigkeit zu erhöhen.
Computergenerierte Mind Maps bieten darüber hinaus den Mehrwert, dass diese miteinander verknüpft werden können, wodurch wirklich ein Wissensnetz entsteht und komplexes Wissen navigierbar gemacht werden könnte.

Die Vorteile einer Mind Mapping basierten Vorgehensweise

  • Inhalte werden dem Gehirn über verschiedene Kanäle dargeboten: Wörter, Bilder, Farben und räumliche Verortung von Wissensinhalten).
  • Komplexität wird erheblich reduziert, ohne zu simplifizieren.
  • Der einfache Zugang zu einem Thema ist leichter möglich.
  • Verstehen und Navigieren in Themen wird erheblich beschleunigt.
  • Es ist weniger Information zu lesen, da diese auch grafisch visualisiert wird.
  • Wissen in grafischer Form kann man schneller behalten.
  • Mind Maps lassen sich schnell und einfach erstellen.


Wie konkret?
Es gibt bereits ein System, das mit rudimentären, rein auf Wörtern basierenden Mind Maps arbeitet. Das Forschungs-Informations-System (FIS), darüber habe ich bereits berichtet. Hier wurde das Grundprinzip für die Primärnavigation umgesetzt, um Politikern den Zugang zu wissenschaftlichen Information zu den Themen Mobilität und Verkehr und Raumentwicklung zu bieten.
Weitere Gedanken zu diesem Thema habe ich mir hier gemacht.

Ich freue mich über Kontakt: rustler(at)creaffective.de

Tablet-PC Arbeitsplatz

Mittwoch, 16. Januar 2008

Ich habe ja bereits darüber berichtet, wofür man einen Tablet-PC einsetzen kann. Besonders die Mind Mapping-Software iMindMap macht viel Freude, wenn man die damit erstellten Mind Maps direkt über den Stift eingeben kann und die Zweige wirklich frei zeichnen kann. Das haptische Erlebnis des selber zeichnen sorgt auch dafür, dass die erstellten Computer-Maps besser im Gedächtnis bleiben und wesentlich individueller werden, da man kleine Skizzen per Stift direkt auf den Bildschirm zeichnen kann.
Persönlich fertige ich nun auch fast alle meine Bücher-Maps (Mind Map-Mitschriften von Sachbüchern) mit iMindMap an, da sich durch den Tablet-PC die Vorteile des freien Zeichnens mit Papier und Stift und des PCs sehr schön verbinden lassen.

Ein "Problem" gab es bis jetzt aus meiner Sicht: Wenn der Tablet-PC in den Tablet-Modus geklappt wird, dann wird das Display über die Tastatur gelegt, so dass man Eingaben lediglich per Stift machen kann. Größere Mengen Text, z.B. beim Aufschreiben eines Zitats lassen sich so nur mühsam eingeben. Ebenfalls nicht ideal ist es, den Bildschirm dafür wieder in den "Normal-Modus" zu bringen, um die Tastatur nutzen zu können, um diesen dann gleich wieder zurück zu klappen.
Seit gestern habe ich nun endlich eine externe Tastatur mit externer Maus und das Problem hat sich gelöst. Nun kann man im Tablet-Modus arbeiten und gleichzeitig eine Tastatur nutzen und über die externe Maus auch Programme bedienen, die sich auf dem zweiten angeschlossenen Bildschirm befinden, die bis jetzt mit dem Stift unerreichbar waren.

Computer-Mind Maps mit anderen teilen

Donnerstag, 3. Januar 2008

Wie kann man mit Software erstellte Mind Maps mit anderen teilen? Auf das Thema kam ich gestern im Gespräch mit einem Kunden.
Was mache ich, wenn ich z.B. mit Mindjet MindManager ein Map erstellt habe, dass ich anderen zur Ansicht geben möchte und die Kollegen/ Geschäftspartner bisher allerdings keine oder nur wenig Erfahrung mit Mind Mapping und Mind Mapping Software haben?

Software wie MindManager bietet inzwischen eine Fülle an Möglichkeiten, wie z.B.


  1. Das Map direkt als MindManager-Datei speichern und dem Kollegen bitten, den kostenlosen MindManager Viewer herunterzuladen
  2. Das Map als PDF Datei exportieren
  3. Das Map als Powerpoint Präsentationen exportieren
  4. Das Map als Bild exportieren
  5. Das Map als anklickbares Bild exportieren und ins Internet stellen


Pauschal gibt es nicht die optimale Vorgehensweise.

Zu 1.
Teilt man mit den Kollegen öfters Maps und möchte man, dass z.B. Textnotizen und Hyperlinks von MindManager-Dateien aktiviert und betrachtet werden können, dann bietet sich der Viewer an. Hier kann man das Map wie in der Vollversion des Programms betrachten und manipulieren und sogar den Präsentationsmodus starten.
Voraussetzung für diese Vorgehensweise ist, dass die Kollegen grundlegend verstehen, wie man in einem Map navigieren kann, z.B. wie man Zweige ein und ausklappt.

Zu 2.
Diese Möglichkeit funktioniert zumindest technisch bei meinem Gegenüber immer, da jeder über einen PDF-Reader verfügt. Das Problem bei dieser Lösung könnte sein, dass man keine Anmerkungen zum Map in Form von ergänzenden Texten machen kann.

Zu 3.
Software wie MindManager oder auch iMindMap bieten solche automatischen Exportmöglichkeiten an, das Ergebnis hat mich bisher allerdings noch nie überzeugt. Meist wird ein Map wieder in eine Listenform zerstückelt, was den visuellen Vorteil wieder zunichte macht.

Zu 4.
Diese Möglichkeit ist ganz charmant, da man hier jede beliebige Ansicht eines Maps (z.B. teilweise eingeklappt oder ausgeklappt) als Bild exportieren kann. Dieses Bild kann man dann wieder in ein anderes Dokument, z.B. ein Word-Dokument oder in eine Präsentation einfügen und mit zusätzlichem Text versehen. So lässt sich die aus meiner Sicht oft ungenügende Exportfunktion der Mind Mapping Software umgehen. Auf diese Weise kann man sehr individuelle versendbare Präsentationen erstellen und diese mit zusätzlichen Anmerkungen versehen.
Ich habe zum besseren Verständnis einmal zwei Beispiel-Präsentationen erstellt, die das Vorgehen verdeutlichen. Die erste ist ein Beispiel eines MindManager Maps, die zweite ein Beispiel eines iMindMap Dokuments. Auf diese Weise lässt sich der optische Zusammenhang eines Mind Maps nutzen und mit Zusatzinfos in Form von Texten am Rand versehen.







Zu 5.
Hier ist der Vorteil, dass der Betrachter, die hinterlegten Links anklicken kann, vorausgesetzt, die Mind Mapping Software unterstützt dieses Vorgehen.

Mir fallen noch weitere Möglichkeiten ein, die man auch alle untereinander kombinieren kann. Welche sich anbietet hängt vom Gegenüber ab und vom Arbeitsaufwand, den man hineinstecken möchte. Das schöne an Präsentationen direkt mit Mind Mapping Software ist ja, dass diese sich mit einem Tastendruck und ohne Zeitverlust starten lassen.