Willkommen zum creaffective Mind Mapping Online-Kurs

Montag, 3. Mai 2010

Nun ist es soweit, der creaffective Mind Mapping Online-Videokurs ist verfügbar. Alle Interessierten, die die Technik des Mind Mapping und die Anwendung von Mind Mapping in seinen verschiedenen Einsatzgebieten erlernen möchten, können dies mit diesem Kurs tun.

An wen richtet sich der Mind Mapping Online-Kurs?


Der creaffective Mind Mapping Online-Kurs richtet sich am alle Kopf- und Wissensarbeiter ab 16 Jahren, wie zum Beispiel:
  • Schüler
  • Studenten
  • Wissenschaftler
  • Berufstätige

Für all diese Gruppe habe ich als zertifizierter Mind Mapping Trainer in der Vergangenheit Mind Mapping Seminare gegeben, um den richtigen Einsatz des Mind Mapping zu vermitteln.

Das obige Bild zeigt ein Mind Map erstellt mit Papier und Stift.

Das obige Bild zeigt ein Mind Map erstellt mit der Software iMindMap.

Warum sollte ich einen Mind Mapping Online-Kurs anstelle eines Mind Mapping Seminars vor Ort nutzen?


Für alle, für die ein Seminar, wie ich es zum Beispiel bei der IHK oder firmenintern gebe, einfach zu teuer ist, oder zu weit weg, für die kann der Online-Kurs eine günstige und trotzdem hilfreiche Alternative sein. Es gibt in Deutschland nur wenige zertifizierte Mind Mapping Trainer, aber leider viele, die Mind Mapping in anderen Trainings in 10 Minuten abhandeln und leider auch viele, die Mind Mapping Trainings anbieten, ohne wirklich zu wissen, wie die Technik funktioniert. Wie es geht und wie Sie damit richtig arbeiten können, zeige ich in diesem Kurs.

Was lerne ich in diesem Mind Mapping Online-Kurs?


In 14 praxisorientierten Kapiteln werde ich, nach einer grundlegenden Einführung in Mind Mapping an sich, die verschiedenen Anwendungsgebiete üben und sind in der Lage danach in diesen Bereich mit Mind Mapping zu arbeiten. Vorausgesetzt Sie machen die Übungen wirklich.
Diese Mind Mapping Einsatzgebiete, die ich im Kurs behandle sind:
  • Planung und Organisation mit Mind Mapping
  • Vorträge und Präsentationen mit Mind Mapping vorbereiten und halten
  • Erfassen und Aufbereiten der wichtigsten Informationen aus Texten und Büchern mit Mind Mapping. Besonders interessant für alle, die viel lesen und lernen müssen.
  • Projektarbeit mit Mind Mapping (mit traditionell erstellten Mind Maps und mit Mind Mapping Software)
  • Mitschriften mit Mind Mapping bei Besprechungen, im Unterricht und in Vorlesungen.

Außerdem habe ich den beiden Mind Mapping Software-Programmen Mindjet MindManager und Buzan’s iMindMap jeweils ein Kapitel gewidmet, in dem ich das Programm und seine Einsatzgebiete vorstelle.

Wo finde ich den Mind Mapping Online-Kurs und was kostet er?


Der Kurs läuft über die Videoplattform Seminars2you, kostet 39 Euro inklusive Mehrwertsteuer und ist nach Aktivierung 21 Tage gültig, also mehr als genug Zeit, um den Kurs mehrmals zu machen oder ihn an einige Freunde weiterzugeben :-).
Es gibt außerdem Volumenlizenzen für Unternehmen sowie spezielle Angebote für Schulen und Universitäten.

Ideen entwickeln - auf Papier oder digital?

Mittwoch, 13. Mai 2009

In meinen Innovationsworkshops und Trainings zur systematischen Ideen-und Lösungsentwicklung wird jede generierte Idee normalerweise auf einen Post-It-Zettel geschrieben und für alle sichtbar an eine eine Stellwand oder ein Flipchart geheftet (Bild 1).

In einem darauf folgenden Schritt werden oft aus einer Vielzahl an Optionen die wichtigsten ausgewählt und daraus Cluster gebildet. (Bild 2). Dies lässt sich mit Klebezetteln gut bewerkstelligen, da diese ohne großen Aufwand umsortiert werden können. Ich empfinde diese als praktischer als Metaplankarten (keine Pinnnadeln) und natürlich wesentlich flexibler als das lineare Untereinanderschreiben von Optionen auf einem Flipchart.


Digitale Post-its?
Während des letzten Trainings kam wieder einmal die Frage auf, welche digitalen Möglichkeiten es denn gäbe, Workshopinhalte festzuhalten und zu strukturieren. Wenn es lediglich um das Festhalten der sich ansonsten auf Papier befindenden Ergebnisse geht, um z.B. während eines gemeinsamen Brainstormings Ideen digital festzuhalten, wäre es theoretisch auch möglich, alle Ideen untereinander in ein Textverarbeitungsprogramm zu tippen.

Hier besteht ähnlich wie beim untereinander schreiben der Ideen auf einem Flipchart das Problem, dass diese sich schlecht kategorisieren lassen.
Zwei visuellere und flexiblere Möglichkeiten, die ich gerne verwende, wenn ich alleine Ideen sammle, sind MindManager und VUE.

MindManager – erst Brainstorming, dann Mind Map
MindManager verfügt über den Brainstorming-Modus, der es ermöglicht, Ideen erst einmal unstrukturiert zu sammeln, um diese in einem zweiten Schritt, dann in einem Mind Map zu strukturieren. Wie das im Detail funktionieren kann, habe ich in meinem Artikel Mit MindManager effektiv Ideen entwickeln vor einiger Zeit beschrieben.

VUE – frei verschiebbare Notizen
Eine andere Möglichkeit bietet kostenlose Software Visual Understanding Environment (VUE)der Tufts University. Hier können auf einer großen Weißfläche eine beliebige Anzahl von Nodes angelegt werden, die auch optisch an Post-its erinnern (Bild 3). Diesen können dann kinderleicht gruppiert werden, indem diese in größere Nodes hineingeschoben werden (Bild 4), die als Behälter fungieren. Durch Pfeile lassen sich mit VUE dann sogar Affinitätsdiagramme erstellen (Bild 5), was ich sonst durch ein räumliches Anordnen von Papierclustern erreiche.






Der Clustering-Vorgang bei VUE lässt sich außerdem äußerst schick mit einem Wii-Mote System kombinieren. Dabei wird einen normaler Beamer mittels eines Nintendo Wii-Controllers und einem Stift mit Infrarot-Diode zu einem Smartboard umfunktioniert, d.h. ich kann die Inhalte an der Wand mit einem Stift manipulieren. Wie das funktioniert habe ich in Artikel Opensource Smartboards beschrieben. Wer die Kombination dieser Möglichkeiten in Aktion sehen will, dem empfehle ich das Video von meinem Freund Diego Uribe, ein Großmeister der digitalen Workshopmoderation.

Obwohl ganz einfach, für die meisten dann doch zu technisch! Deswegen landen wir nach wie vor bei den Post-its. Was bei all den technischen Möglichkeiten nicht vergessen sollte, das Schreiben von Post-its und das händische Gruppieren und Anordnen von Clustern auf dem Fußboden erzeugt eine andere Gruppendynamik und sorgt aus meiner Sicht für höhere Energielevel als die digitale Lösung. Und genau aus diesem Grund sind meine Workshops oft eine Mischung aus Visualisierung per PC und dem händischen Schreiben aller Teilnehmer. Viele Teilnehmer haben trotzdem den Eindruck, das ich mit ungewöhnlich vielen technischen Hilfsmitteln arbeite. Wie sagte doch neulich eine Teilnehmerin: "Ich habe selten einen Workshop erlebt, bei dem so viel Technik zum Einsatz kommt, die dann auch tatsächlich noch funktioniert."

Alles Wichtige im Blick: Persönliche Startcenter mit MindManager

Montag, 9. März 2009

1986 erschien in den USA das Buch "One Page Management" von Riaz Khadem und Robert Lorber. In diesem als Erzählung geschriebenen Sachbuch hilft ein ominöser "Info-Mann" dem neu berufenen Geschäftsführer des "großen Industrieunternehmens" X-Corp bei seinem Kampf, die für das Management des Unternehmens notwendigen Schlüsselinformationen zu erhalten und zu organisieren. Wichtigste Waffe des Info-Manns sind drei themenspezifische Memos von jeweils einer Seite, in welchen sämtliche für den Geschäftsführer wichtigen Information, sowohl zu seiner eigenen Tätigkeit als auch über die Firma allgemein, dargestellt werden.

Die in One Page Management vorgestellten Memos, damals noch ausgedruckt, stellen für den Geschäftsführer eine Art Informationscockpit dar mit dessen Hilfe er Zugriff auf alle wichtigen Daten hat, die er für seine Tätigkeit als Geschäftsführer benötigt.
Wäre es nicht schön, wenn wir so ein Cockpit (siehe Bild 1) zur Verfügung hätten, von dem aus wir das gesamte Flugzeug steuern könnten? Wäre es außerdem nicht super, wenn wir dieses Cockpit nicht immer neu ausdrucken müssten, sondern digital zur Verfügung hätten?

Das Bild zeigt eine Beispieldatei des Programms let's focus.

Seit einigen Jahren ist das Erstellen von digitalen Infocockpits kein Problem mehr. Im Internet helfen personalisierte Startseiten, wie netvibes oder iGoogle dem Nutzer. Für die persönliche Arbeitsorganisation bietet sich z.B. Mindjet MindManager an, mit dem ich die Vorteile des Mind Mapping mit den Möglichkeiten von heutigen Computern verbinden kann. Ich selbst arbeite seit einigen Jahren mit einem persönlichen "Startcenter", wie ich dieses Infocockpit nenne, und berate auch meine Kunden bei deren Erstellung.

Zugriff auf alle relevanten Daten

Bild 2 zeigt mein Startcenter in eingeklappter Form, d.h. nur die Hauptäste und einige Zweige sind sichtbar. Mein Startcenter ist in einer für mich sinnvollen inhaltlichen Struktur angelegt, die es mir ermöglicht, innerhalb von Sekunden auf für mich wichtige private und berufliche Informationen zuzugreifen, wie z.B. Daten zu meiner Firma creaffective und für mich privat relevante Dokumente, wie z.B. meine Jahresplanung, Dokumente zum Münchner Denkclub und einer Wissensdatenbank zu Kreativitätstechniken und Verfahren.

Das Startcenter erfüllt mich nun zwei wichtige Funktionen:

  1. Es ermöglicht mir den schnellen Zugriff auf wichtige digitale Informationen, z.B. in Form von anderen MindManager Dateien oder Excellisten etc. Dazu muss ich das Programm MindManager nicht verlassen, sondern kann diese Dokumente per Hyperlink aus dem Startcenter heraus aktivieren.
  2. Es zeigt mir innerhalb des Startcenters bereits Schlüsselinformationen an, wie z.B. meine Jahresziele und aktuelle Kundendaten.
So ein Startcenter kann man sich wie die Spitze einer Informationspyramide vorstellen (siehe Bild 3). Aus dem Startcenter heraus kann ich nun entweder Information direkt sehen, oder per Klick andere Dateien öffnen, die die notwendigen Daten enthalten.

Klarheit durch visuelle Darstellung

Die Visualisierung in Mind Map-Form bietet eine Reihe von Vorteilen für den Nutzer.
  • Alle wichtigen Infos sind auf einer Seite sichtbar und diese sind nach inhaltlichen Kriterien angeordnet (und nicht einfach unter einander geschrieben). Dadurch wird das effektive Arbeiten erleichtert.
  • Die Zugriffsgeschwindigkeit auf wichtige Informationen erhöht sich beträchtlich, da mit einem Klick alles aktivierbar bzw. sichtbar wird.
  • Die Navigation zu Dokumenten erfolgt inhaltlich und nicht nach Ordnerstrukturen auf einer Festplatte. Dadurch lassen sich Zusammenhänge sinnvoller darstellen und es ist völlig egal, wo auf einem Rechner oder in einem Netzwerk sich Dokumente befinden.
  • Über die Mind Map artige Visualisierung ist es möglich, die Anzahl der Informationen auf einer Seite deutlich zu erhöhen und dabei gleichzeitig die Klarheit zu verbessern (Edward Tufte: To increase clarity, add complexity!). Hierbei kommen die Vorteile der Technik Mind Mapping zum tragen. So kann, z.B. mithilfe von Farben und kleinen Symbolen eine zusätzliche Bedeutung darstellen, wie Prioritäten, Farben für bestimmte Personen, Abteilungen oder Projekte etc.


Möglichkeiten mit MindManager
MindManager bietet eine Reihe von speziellen Funktionen, die für das Erstellen solcher Infocockpits sehr hilfreich sein können:
  • Excel-Bereich:
    Über die Funktion Excel-Bereich lassen sich innerhalb eines Maps Ausschnitte aus einer Exceltabelle einblenden (Bild 4). So kann ich mir aktuelle Vertriebszahlen direkt innerhalb meines Startcenters anzeigen lassen. Noch weitere Möglichkeiten bietet die, in Version 8 hinzugekommene Funktion des Datenbanklinkers, der es mir ermöglicht, Elemente anderer Datenquellen (z.B. Accessdatenbanken) innerhalb eines Maps darzustellen.

  • Power-Filter:
    Mit der Power-Filter Funktion lässt sich innerhalb eines Startcenters noch einmal die Ansicht nach bestimmte Kriterien einschränken, um so Komplexität weiter zu reduzieren und Klarheit zu erhöhen. Zum Beispiel lassen sich alle Zweige die mit einem Symbol für Vertrieb versehen sind, hervorheben und gleichzeitig andere Elemente ausblenden.

  • Map-Ansichten:
    Über die Funktion Map-Ansichten lassen sich zurechtgelegte Ansichten, z.B. nach einem Filtervorgang abspeichern. So ist es möglich per Klick Ansichten wie Tagesbeginn, Vertrieb, Projekte etc. anzuzeigen ohne sich jeweils wieder durch das Map klicken zu müssen.


Einmal in seinen Grundzügen angelegt, kann ein Startcenter jederzeit flexibel verändert und angepasst werden und sozusagen mit sich verändernden Aufgaben und Projekten mitwachsen.

Zum Schluss möchte ich natürlich auch einen Nachteil nicht verschweigen:
Wenn Sie sich entschließen auf Schlüsseldokumente per Hyperlink aus einer MindManager-Datei zuzugreifen, dann muss sichergestellt werden, dass sich weder der Name der Datei noch deren Speicherort ständig verändern. Sonst werden die Hyperlinks nicht funktionieren.

Den Zeit- und Effektivitätsgewinn, alles Wichtige auf einer Seite zu haben werden Sie jedenfalls bald nicht mehr missen mögen.

PowerPoint ist tot – es lebe Prezi

Dienstag, 17. Februar 2009

Na ja, so schnell aussterben wird PowerPoint wohl nicht, aber bald wird es eine Software geben, die Präsentationen der ganz anderen Art möglich macht. Neue Software für dies und das wird fast täglich angekündigt, aber Prezi wird meiner Meinung nach etwas wirklich Großes werden. Selten bin ich so fasziniert und begeistert vor einer neuen Software gesessen.

Nichtlineare Präsentationen
Nach Prof. Edward Tufte, einer der wohl bekanntesten Kritiker von PowerPoint, ist der kognitive Stil von PowerPoint schuld an den meist miserablen Präsentationen ist und nicht die Unfähigkeit des Nutzers. Er schreibt: "PowerPoint is like being trapped in the style of early Egyptian flatland cartoons rather then using the more effective tools of Renaissance visual representation."

Für Tufte ist eine lineare Abfolge von Folien und Aufzählungslisten nicht der beste Weg, komplexe Zusammenhänge darzustellen. Wobei PowerPoint natürlich auch anders nutzen kann als lediglich zur Aneinanderreihung von Aufzählungslisten.

Prezi geht einen ganz anderen Weg, einen nicht-linearen Weg: Bei Prezi ist die gesamte Präsentation auf einer großen weißen Fläche angeordnet. Der Nutzer wird durch einen vom Ersteller der Präsentation vordefinierten Pfad durch Elemente auf der weißen Fläche geführt, wobei das jeweilige Element dann vergrößert dargestellt wird. Gleichzeitig ist es aber auch möglich den Vergrößerungsfaktor zu verändern und so weitere oder sogar alle Elemente auf der Leinwand zu sehen (siehe Bild 1). Mit einem Klick auf ein beliebiges Objekt wird dies fokussiert und vergrößert. Es entstehen Zooming-Presentations.
Auf diese Weise kann ähnlich wie bei einem Mind Map (eine ebenfalls nicht-lineare Visuaslisierung) gleichzeitig das große Ganze und die Details gesehen werden. Durch die Anordnung der Elemente im Raum können so Sinnzusammenhänge mit wesentlich mehr Möglichkeiten dargestellt werden als in einzelnen aufeinander folgenden Folien.



Kinderleicht zu bedienen
Noch befindet sich das Programm in der Beta-Phase. Ich habe die Gelegenheit an dieser Test-Phase teilzunehmen. Das Programm ist wirklich kinderleicht zu bedienen und kommt mit einer kleinen Anzahl kreisförmiger Bedienungselemente aus (siehe Bild 2) die am linken Bildschirmrand angeordnet sind.
Alle weiteren Bedienelemente bestehen aus vier Navigationselemente am rechten unteren Bildschirmrand (siehe Bild 2) und einem aus drei Manipulationskreisen (Bild 4). Sobald man ein Objekt anklickt, kann man es mit Hilfe der drei Kreise beliebig vergrößern, verschieben und rotieren.



Online und offline
Das Programm basiert auf einer Flashtechnologie. Erstellt werden die Präsentationen online. Man kann diese dann mit einem Klick für andere freigeben, die sich dann durch einen Online zur Verfügung gestelleten Flashfilm klicken. Siehe dazu die Beispiele auf der Prezi-Homepage.
Wer seine so erstellten Präsentation offline nutzen und zeigen möchte, kann diese herunterladen. Die fertige Präsentation wird dann in einen Flashfilm konvertiert, der sich offline ausführen und im Vollbildmodus ansehen lässt.



Ich freue mich schon, meine nächsten Vorträge mit einer Prezipräsentation zu unterstützen! Ich glaube, dieses Programm hat das Potenzial wirklich etwas einen innovativen Mehrwert in die foliengeprägte Präsentationslandschaft zu bringen.

Mind Mapping Software mit Tagcloud-Funktion

Dienstag, 13. Januar 2009

Vor ein paar Wochen habe ich mit einem Bekannten darüber gesprochen, welche sinnvollen Funktionen wir uns für Mind Mapping Software noch wünschen würden.
Eine Funktion die einen wirklichen Mehrwert bieten könnte und die nicht schwer umzusetzen sein dürfte, wäre eine Tagcloudfunktion. Meines Wissens bietet bisher keines der Mind Mapping Programme dieses Extra an.
Blog-affine Leute kennen den Begriff Tagcloud wahrscheinlich, für alle, denen dieser Begriff nichts sagt hier noch einmal eine Erklärung. Das englische Wort tag bedeutet so viel wie Schlagwort. Diese Schlagwörter werden in Web 2.0. Applikationen, wie z.B. Mister-Wong oder z.b. beim Musiknetzwerk lastfm dazu benutzt, um Inhalte durch die Nutzer beliebig verschlagworten zu lassen. Die von den Nutzern vergebenen Schlagworte können nun in Schlagwortwolken (Tagclouds) visuell dargestellt werden. Oft zeigt die Darstellungsgröße eines Schlagwortes die Häufigkeit an, mit der es vergeben wurde. Besonders wichtige Themen können so z.b. fetter und größer dargestellt werden als eher unbedeutende Themen.

Mind Map mit Tagcloud-Ansicht
Spannend wäre es nun, wenn man dieses Prinzip der Darstellung von Inhalten auch auf elektronische Mind Maps übertragen würde. So könnte z.B. ein Mind Map automatisch nach Schlagworten analysiert werden und das Ergebnis als Tagcloud dargestellt werden. Wie das Aussehen könnte habe ich in der unten stehenden Fotomontage einmal angedeutet. Mindjet MindManager wurde hier mit der Mister-Wong Tagcloud versehen.

Diese parallele, aber visuell anders strukturierte, Darstellung eines Mind Maps Inhaltes bietet folgende Mehrwerte:

  • es wäre eine andere Sicht auf die Inhalte eines Mind Maps möglich.
  • Inhalte werden neben der hierarchisch strukturierten Darstellung des Mind Maps unabhängig von ihrer Verortung innerhalb des Maps quantitativ dargestellt.
  • auf diese Weise kann ein Informationsgewinn entstehen, da noch eine weitere „Dimension“ zum Inhalt des Mind Maps hinzukommt.
Mit dieser Möglichkeit wären einige Kombinationen denkbar
  • Bei einem Klick auf ein Schlagwort in der Tagcloud könnte dieses innerhalb des Mind Maps hervorgehoben oder gefiltert werden.
  • Es könnten Tagclouds von mehreren Mind Maps oder verlinkten Mind Maps erstellt werden. Dies wäre besonders für das Wissensmanagement mit Mind Mapping Software interessant.
  • Im Bereich des Wissensmanagements wäre es auch sehr spannend, eine Tagcloud mit allen Begriffen einer Sammlung verschiedener Maps zu haben und bei einem Klick auf ein Schlagwort, alle Mind Maps angezeigt zu bekommen, die das entsprechende Schlagwort enthalten. Es könnte eine Art Mapverwaltungseditor entstehen, der alle Maps nach verschiedenen Schlagworten und anderen Kriterien sortiert, ähnlich wie der Editor der Software snagit von Techsmith (Mit snagit lassen sich Schnappschnüsse des Bildschirms machen und verwalten).
  • Es könnte automatische Analysen gefahren werden, die z.B. von der Tagverteilung Mind Maps mit hoher Übereinstimmung finden.
Meiner Meinung nach wäre dieses Feature eine wirklich sinnvolle Kombination der Möglichkeiten sich ständig aktualisierender elektronischer Schlagwortlisten und Mind Mapping.
Vielleicht greift es ja ein Hersteller auf?! Ich freue mich über Kontakt und stehe gerne mit Ideen zur Verfügung.



EDIT am 27.01.09
Stefan Scheurer hat diese Idee sowie einige Gedanken von zwei anderen Posts aufgriffen und sich Gedanken über Lernfunktion für Mind Mapping Software gemacht. Sehr interessant und lesenswert.



Die Landkarte der Karriere - Personalmarketing mit MindManager

Donnerstag, 28. August 2008

Als potenzieller Bewerber, der sich vor einer Bewerbung über ein Unternehmen informieren möchte, ist man mit einer Vielzahl von Karrierewebsites von Unternehmen konfrontiert. Diese sind mehr oder weniger gut strukturiert und optisch anspruchsvoll, auf jeden Fall gibt es für den Neuling auf einer solchen Karrierewebsite eine Vielzahl an Informationen und Texten, durch die er sich navigieren muss.

Mind Maps helfen, sich in komplexen Informationsstrukturen leichter zurecht zu finden. Besonders wirkungsvoll sind Mind Maps, wenn man diese selbst erstellt, um sich z.B. Exzerpte aus Büchern zu machen oder selbst Information aufzubereiten. Wenn man diese selbst erstellt, kann man diese so individuell wie möglich gestalten und so den Wiedererkennungswert erhöhen und den Zugang zum in den Mind Maps gespeicherten Wissen erleichtern.

Visuelles Karrierecenter
Es gibt allerdings auch Möglichkeiten, die visuelle Struktur von Mind Maps zu verwenden, um selbsterklärende Visualisierungen zu erstellen, um anderen Personen den Einstieg in ein Thema zu erleichtern.
Mit Mindjet MindManager habe ich einmal exemplarisch die (Karriere-)Websites von zwei Banken – der Deutschen Bank und der DekaBank – auf diese Weise visualisiert. Ich habe mich dabei ausschließlich der auf den Websites vorhandenen Information und Bildern bedient.
Ziel dieser visuellen Karrierecenter ist es, einen besseren Überblick zu ermöglichen, die Navigation zu erleichtern und die Geschwindigkeit, mit der Informationen gefunden werden können, zu erhöhen.

Eingesetzt werden könnten diese Karrierecenter als Mittel des Personalmarketings, um potenziellen Bewerbern eine leicht verständliche Visualisierung der Karrieremöglichkeiten in einem Unternehmen zu bieten, eine Art Landkarte, von der auch der Bewerber mit einem Klick alle weiteren Informationen erhält.

Flexible Ansichten mit Hyperlinks
Bild 1 und 2 zeigen jeweils die Grundansicht der von mir erstellten Karrierecenter für die Deutsche Bank und die DekaBank. Die erstellten Maps sind nicht komplett sichtbar sondern "eingeklappt", so dass nur die wichtigsten – für den Einstieg relevanten – Information dargestellt werden. Die "+" Symbole hinter den Zweigen zeigen an, dass sich dahinter weitere Details verbergen, die per Klick aufgeklappt werden können.












Die Funktionalitäten
Die hier dargestellten Visualisierungen sind so ausgestattet, dass von vielen Zweigen des Maps direkt auf die Website verlinkt wird, um weitere Informationen anzuzeigen. Bild 3 zeigt einen Zweig (gefiltert) mit den entsprechenden Hyperlink-Symbol. Ein Klick darauf befördert den Nutzer direkt auf die entsprechende Seite der Deutsche Bank Homepage.





Die Navigation – viele Möglichkeiten
Die bisher dargestellten Maps sind alle nicht vollständig ausgeklappt, um die Navigation zu erleichtern. Vorausgesetzt, die Nutzer nutzen MindManager oder den kostenlosen MindManager Viewer, um sich die Datei anzusehen, dann gibt es nun mehrere Möglichkeiten zu navigieren:


  • der Nutzer nutzt die Plus- und Minus-Symbole, um das Map an den interessanten Themen aufzuklappen.
  • Mind Manager 7 bietet die Möglichkeit von gespeicherten Mapansichten. Hier bietet es sich an, je nach Zielgruppe eine Ansicht zu speichern, also z.B. vier Ansichten für die jeweiligen Zielgruppen (Siehe Bild 4).




  • Ein Klick auf die jeweilige Ansicht würde das Map personalisiert für die Zielgruppe mit den relevanten Zweigen darstellen.
  • Über die Funktion Aufgabeninfo von MindManager lassen sich Zweige beschriften und dann danach filtern.

Bild 5 zeigt die personalisierte Ansicht für die Zielgruppe der Berufserfahrenen bei der DekaBank (zum Vergrößern klicken)




Die Kommunikation an die Zielgruppe – viele Formate möglich
Kann man erwarten, dass alle Bewerber MindManager haben, oder Lust haben sich den Viewer herunter zu laden. Vermutlich nicht! An vielen Universitäten gibt es MindManager für die Studenten gratis, da die Unis Teil des Mindjet Partnerprogramms sind.
Abgesehen von MindManager Format (.mmap) lässt sich das Map auch als anklickbares Bild ins Internet stellen, mit funktionierenden Hyperlinks etc.
Mit noch weniger Funktionen aber möglicherweise immer noch interessant ist ein Export in das PDF Format. Hier wäre das Map dann allerdings auf die reine Visualisierung beschränkt. Der aus meiner Sicht große Mehrwert Verlinkungen und Anhänge bereit zu stellen, sowie weitere Information in Form von Textnotizen bereit zu stellen, ließe sich damit nicht realisieren.

Mehrwert für die Zielgruppe
Die hier dargestellten Maps sind von mir in überschaubarem Zeitaufwand zusammen gestellt worden. Als Informationsquelle dienten mir die bestehenden Website der beiden Banken. Ich glaube, richtig interessant wird es, so ein Map zusammen mit Vertretern der Banken zu erstellen, da hier noch wesentlich mehr nützliche Infos eingebaut werden könnten. Ich denke da z.B. an die Möglichkeit Info-PDFs als Anhänge in das Map einzufügen, so dass potenzielle Bewerber mit dem Map über ein digitales Informationszentrum verfügen, welches Sie offline nutzen können und das alle wichtigen Informationen auf einer "Seite" enthält bzw. zugänglich macht.

Für alle die, die jetzt "ja, aber..." sagen, habe ich im erweiterten Teil des Post eine PPCO-Bewertung des Konzepts vorgenommen.


"Die Landkarte der Karriere - Personalmarketing mit MindManager" vollständig lesen

Brainstorming: online und offline

Samstag, 2. August 2008

Durch einen Kommentar auf diesem Blog, bin ich dazu angeregt worden, etwas über die verschiedenen technischen Möglichkeiten zu schreiben, ein Brainstorming durchzuführen.

Brainstorming nach Alex Osborn
Alex Osborn, der den Begriff des Brainstorming geprägt hat, definierte Brainstorming als "den Versuch einer Gruppe, durch das Anhäufen von Ideen Lösungen für eine konkrete Fragestellung zu finden". Als Osoborn damals in den 1950er die Technik entwickelte gab es als Mittel der Umsetzung nur Papier und Stift. Die Ideen wurden also einfach untereinander auf ein Flipchart oder ähnliches geschrieben.

Vier Arten der Umsetzung
Ich möchte für diesen Post insgesamt vier Arten der Umsetzung von Brainstorming unterscheiden.




  • Traditionell
  • Digital und offline
  • Digital und online bei gleichzeitiger Aktion aller Teilnehmer
  • Digital und online bei zeitunabhängiger Aktion der Teilnehmer


Traditionell: Stick' em up
Die damals von Osborn verwendete Variante, alle Ideen untereinander auf Papier zu schreiben, ist heute sehr selten geworden. Heute findet Brainstorming, zumindest in Moderationen, meist mittels Karten statt, die an Stellwände gepinnt werden, oder mit Hilfe selbstklebender Post-It Zettel, die einfach auf Flipchart-Papier geklebt werden. Bei dieser Art schreiben die Teilnehmer eines Brainstormings Ihre Ideen selbst auf die Zettel. Ich persönlich verwende das letzt genannte Vorgehen, da das Umsortieren und Gruppieren der Ideen so am schnellsten geht. Das Vorgehen mit den Post-its wird in der Kreativitäts-Literatur auch Stick'em up Brainstorming genannt.

Digital und offline
Hier wird zum Festhalten der Ideen ein Computer verwendet, in den alle Ideen eingegeben werden. Der Computer dient einfach als Eingabemittel, der es danach erleichtert, die Inhalte umzusortieren und diese leichter weiter zu bearbeiten. Bei diesem Vorgehen ist es oft so, dass es einen Protokollanten (der meist nicht gleichzeitig Moderator ist) gibt, der alle Äußerungen einer Gruppe mitschreibt. Software die man dafür nutzen kann, gibt es viele. Die simpelste und für die meisten Menschen einfachste Variante ist ein Textverarbeitungsprogramm zu verwenden. Ich arbeite gerne mit MindManager, hier habe ich mir spezielle Moderationsvorlagen (Siehe meine Posts zu TO-LO-PO-SO-GO und CPS) erstellt, die ich dafür verwende.
Ein anderes schönes Programm, dass sogar die Klebenotizen grafisch darstellt, ist VUE ein Freewareprogramm entwickelt von der Tufts University, das im Moment speziell für kreative Problemlöseprozesse weiter entwickelt wird. Daneben gibt es auch noch eine Reihe speziell für Moderationen entwickelte Programme.

Digital und online
Bei dieser Variante findet das Brainstorming mittels einer Internetverbindung statt.
Hier möchte ich noch einmal zwei Gruppen unterscheiden.

Online-Brainstorming mit gleichzeitiger Aktion aller Teilnehmer
Bei dieser Art können alle Teilnehmer gleichzeitig über Ihren Computer Eingaben selbst verfassen. Diese tauchen dann gleich im entsprechenden, gemeinsam genutzten Dokument auf. Die Teilnehmer können theoretisch alle im gleichen Raum sitzen und über Rechner Input eingeben. In der Praxis wird es häufiger so sein, dass die Teilnehmer an unterschiedlichen Orten sitzen und gleichzeitig an einem Online-Brainstorming teilnehmen. Um ein solches Brainstorming durchzuführen, kann man speziell dafür erstellte Software nutzen (z.B. hat sich IBM hierfür intern eine eigene Lösung geschrieben), die dann teilweise auch eine Moderatorfunktion vorsieht oder sich selbst eine Lösung basteln. Hier wäre z.B. eine Lösung mit Google-Docs und einer Konferenzsoftware wie z.B. pcvisit denkbar. Seit kurzem ist auch möglich, ein Online-Brainstroming mit mehreren Teilnehmern mit Hilfe von Mindjet MindManager und der neuen Connect-Lösung von Mindjet zu erstellen. Diese sieht auch Tonübertragung vor, so dass das Eingreifen eines Moderators denkbar wäre.
Besonders faszinierend fand ich ein kürzlich statt gefundenes Brainstorming in Second Life bei dem ein Google Dokument in den virtuellen Brainstorming in Second Life projiziert wurde.

Zeitungebundes Online-Brainstorming
Bei dieser Variante können die Teilnehmer Ihre Ideen fast völlig zeitunabhängig in ein dafür vorgesehenes Online-Forum eingeben. Meist wird für eine Ideensession ein gewisser Zeitraum ausgeschrieben, z.B. zwei Wochen. Während dieser Zeit können die Teilnehmer nach Lust und Laune Ihre Ideen eingeben.
Dies kann in der Form geschehen, dass alle Teilnehmer die bereits geschriebenen Ideen sehen können, wie dies bei brainr ermöglicht wird. Anderseits kann es auch geschlossen ablaufen, so dass nur der Auftraggeber die Ideen sieht, die Inputgeber selbst allerdings Ihre Inhalte in eine Art Black Box schieben, wie dies bei brainfloor der Fall ist. Es gibt außerdem eine dritte Variante, bei der man sich mit einer Gruppe von Teilnehmern in ein geschlossenes Forum einmieten kann, wo dann allerdings alle zugelassenen Teilnehmer alles sehen.

Meist noch traditionell
In den meisten Unternehmen finden definitiv noch die traditionellen Brainstormings statt. Dies hat meines Erachtens mehrere Gründe:

  • die Leute sind diese Art einfach gewohnt
  • es ist am einfachsten durchzuführen
  • Gruppendynamiken können sich in solchen persönlichen Sessions am einfachsten entfalten
  • meist fehlt es an den technischen Voraussetzungen für andere Lösungen
  • oft sind die Computerfähigkeiten der Teilnehmern nicht ausreichend genug
    um an einem Online-Brainstorming teilzunehmen.


Unten stehend habe ich eine Evaluationsmatrix erstellt, in der ich die unterschiedlichen Arten aus meiner Sicht nach einigen Kriterien evaluiert habe.


Erweiterte Mind Maps

Donnerstag, 24. Juli 2008

Kürzlich habe ich in den USA eine Masterarbeit von Dave Hoffmann gelesen, in der er vorgeschlagen hat, die Mind Mapping Technik nach Tony Buzan für noch mehr Sinne zugänglich zu machen.

Zur Erinnerung: Mind Mapping arbeitet bereits mit einer Vielzahl an Ankern, um es unserem Gehirn leicht zu machen, die Inhalte zu verarbeiten. z.B. Wörter, Farben, Symbole, Bilder sowie die räumliche Anordnung der Inhalte in Form eines nach außen wachsenden Zweiggerüsts.
Das unterscheidet Mind Maps grundlegend von der sequenziellen Aneinanderreihung von Information, wie dies z.B. in diesem Text geschieht. Die visuelle Darstellung verringert dabei Komplexität und erleichtert das verstehen, lernen und behalten der Inhalte.

3D - Mind Maps
Dave schwebt nun ein Konzept vor, Mind Maps durch unterschiedliche Oberflächentexturen zu erweitern, so dass auch der Tastsinn angesprochen wird. Also z.B. einen Zweig mit einer Sandpapiertextur oder einer Holzmaserung. In diese Oberflächen könnten nun zusätzliche Informationen kodiert werden, z.B. Schwierigkeiten als raue Oberfläche und gut funktionierende Dinge als glatte Oberfläche. Außerdem könnten nach diesem Modell Mind Maps auch als 3D Konstruktionen erstellt werden, um ein räumliches Gefühl zu vermitteln. Nach Daves Vorstellungen müsste man diese Mind Maps wirklich händisch bauen, um sie dreidimensional werden zu lassen. Zweidimensional auf einer Fläche angeordnet könnten diese zumindest mit Texturen (z.B. mit speziellen Klebebändern...) erweitert werden.

Erweiterte digitale Mind Maps
Ich habe nun an meine eigene Arbeit und an meine Kunden gedacht. Hier findet viel in Form von digitalen Mind Maps mit Hilfe von Software statt. Auch diese könnte man (in diesem Falle die Softwarehersteller) leicht erweitern, um diese noch vielfältiger zu machen.

Ein paar Ideen:

Audiosymbole
Bereits jetzt kann man mit Software wie MindManager oder iMindMap von jedem Zweig beliebig auf Dateien verlinken, auch auf Audiodateien. Ein Erweiterung dieses Prinzips könnte sein, ein kleines grafisches Symbol zu haben, dass bei einer Mausberührung einen Ton abspielt.

Texturen
Daves Idee der Texturen sollte sich ohne Probleme umsetzen lassen, in dem man die bestehende Möglichkeit, Farben für bestimmte Zweige zu ermöglichen um Texturen (dies ist in vielen Grafikprogrammen möglich) erweitert.

Bewegtbilder
Die Software iMindMap ermöglicht es bereits jetzt, animierte Gif-Bilder einzufügen. Diese sind allerdings nur animiert, wenn man das Map als html-Datei exportiert. Nett wäre es auch, wenn man Videos in Maps einbinden könnte. Diese könnten z.B. in einem Miniaturbild dargestellt werden und bei einem Klick automatisch vergrößert werden (siehe Bild 2 und 3) und abgespielt werden. Auch hier kann man sich bereits jetzt mit Verlinkungen zu Websites behelfen.
Ähnlich, wie ich ein Video in mein Blog einbinden kann, könnte es in Zukunft möglich sein, ein Video in das Dateiformat von Programmen wie MindManager oder iMindMap einzubinden.









Diese Vorschläge sind alle noch nicht weiter entwickelt, ich glaube allerdings, dass es hier für digitale Mind Maps noch sinnvolle Erweiterungsmöglichkeiten gibt, um noch mehr Sinne anzusprechen oder Informationen durch das gleichzeitige Anbieten mehrerer Elemente auf einem Zweig noch zu verdichten.

Mindmanager Lite7 umsonst

Dienstag, 22. Januar 2008

Mindjet hat seine Aktion, Interessierten Anwendern über MindManager-Trainer die Software MindManager Lite 7 gratis zukommen zu lassen, bis 31.03.08 verlängert.

Das bedeutet für die creaffective Seminarteilnehmer und Leser dieses Blogs, dass Sie MindManager Lite 7 über mich kostenlos bekommen können. MindManager Lite 7 ist ein abgespeckte Version von MindManager Pro 7 . MindManager Lite 7 bietet vor allem die grundlegenden Visualisierungsfunktionen des MindManager ohne die Funktionen zum Filtern, Im- und Export sowie die Schnittstellenfunktionen der Pro-Version. Wer MindManger vor allem als Werkzeug zur Visualisierung einsetzen möchte und auf die Zusatzfunktionen, die vor allem für das Projekt- und Wissensmanagement relevant sind, verzichten kann, der ist mit der Lite-Version bestens bedient.

Bei Interesse schreiben Sie mir bitte eine Nachricht an rustler(at)creaffective(dot)de und ich werde Ihnen ein Formular zur Bestellung zukommen lassen.


Computer-Mind Maps mit anderen teilen

Donnerstag, 3. Januar 2008

Wie kann man mit Software erstellte Mind Maps mit anderen teilen? Auf das Thema kam ich gestern im Gespräch mit einem Kunden.
Was mache ich, wenn ich z.B. mit Mindjet MindManager ein Map erstellt habe, dass ich anderen zur Ansicht geben möchte und die Kollegen/ Geschäftspartner bisher allerdings keine oder nur wenig Erfahrung mit Mind Mapping und Mind Mapping Software haben?

Software wie MindManager bietet inzwischen eine Fülle an Möglichkeiten, wie z.B.


  1. Das Map direkt als MindManager-Datei speichern und dem Kollegen bitten, den kostenlosen MindManager Viewer herunterzuladen
  2. Das Map als PDF Datei exportieren
  3. Das Map als Powerpoint Präsentationen exportieren
  4. Das Map als Bild exportieren
  5. Das Map als anklickbares Bild exportieren und ins Internet stellen


Pauschal gibt es nicht die optimale Vorgehensweise.

Zu 1.
Teilt man mit den Kollegen öfters Maps und möchte man, dass z.B. Textnotizen und Hyperlinks von MindManager-Dateien aktiviert und betrachtet werden können, dann bietet sich der Viewer an. Hier kann man das Map wie in der Vollversion des Programms betrachten und manipulieren und sogar den Präsentationsmodus starten.
Voraussetzung für diese Vorgehensweise ist, dass die Kollegen grundlegend verstehen, wie man in einem Map navigieren kann, z.B. wie man Zweige ein und ausklappt.

Zu 2.
Diese Möglichkeit funktioniert zumindest technisch bei meinem Gegenüber immer, da jeder über einen PDF-Reader verfügt. Das Problem bei dieser Lösung könnte sein, dass man keine Anmerkungen zum Map in Form von ergänzenden Texten machen kann.

Zu 3.
Software wie MindManager oder auch iMindMap bieten solche automatischen Exportmöglichkeiten an, das Ergebnis hat mich bisher allerdings noch nie überzeugt. Meist wird ein Map wieder in eine Listenform zerstückelt, was den visuellen Vorteil wieder zunichte macht.

Zu 4.
Diese Möglichkeit ist ganz charmant, da man hier jede beliebige Ansicht eines Maps (z.B. teilweise eingeklappt oder ausgeklappt) als Bild exportieren kann. Dieses Bild kann man dann wieder in ein anderes Dokument, z.B. ein Word-Dokument oder in eine Präsentation einfügen und mit zusätzlichem Text versehen. So lässt sich die aus meiner Sicht oft ungenügende Exportfunktion der Mind Mapping Software umgehen. Auf diese Weise kann man sehr individuelle versendbare Präsentationen erstellen und diese mit zusätzlichen Anmerkungen versehen.
Ich habe zum besseren Verständnis einmal zwei Beispiel-Präsentationen erstellt, die das Vorgehen verdeutlichen. Die erste ist ein Beispiel eines MindManager Maps, die zweite ein Beispiel eines iMindMap Dokuments. Auf diese Weise lässt sich der optische Zusammenhang eines Mind Maps nutzen und mit Zusatzinfos in Form von Texten am Rand versehen.







Zu 5.
Hier ist der Vorteil, dass der Betrachter, die hinterlegten Links anklicken kann, vorausgesetzt, die Mind Mapping Software unterstützt dieses Vorgehen.

Mir fallen noch weitere Möglichkeiten ein, die man auch alle untereinander kombinieren kann. Welche sich anbietet hängt vom Gegenüber ab und vom Arbeitsaufwand, den man hineinstecken möchte. Das schöne an Präsentationen direkt mit Mind Mapping Software ist ja, dass diese sich mit einem Tastendruck und ohne Zeitverlust starten lassen.