Gratis Version des creaffective Mind Mapping Onlinekurses verfügbar

Donnerstag, 17. Juni 2010

So ein Sabbatical hier in Asien ist eine tolle Sache. Ich habe noch mehr Zeit als sonst zu lesen. Ein Buch, das mir viele Anregungen gegeben hat ist "free" von Chris Anderson.
Nach der Lektüre dieses Buches habe ich mich entschlossen, eine Gratisversion meines kürzlich veröffentlichten Mind Mapping Onlinekurses anzubieten.
Diese ist nun unter obigem Link verfügbar.
Mein Ziel ist es, die Vorteile und Möglichkeiten des Mind Mapping möglichst vielen Menschen zugänglich zu machen. Der Mind Mapping Onlinekurs bietet eine Möglichkeit dazu. Die Gratisversion enthält einen Großteil der Inhalte und ist unbeschränkt zugänglich.
Einige Themen sowie ein individuelle Rückmeldung von mir mit Tipps und Verbesserungsvorschlägen zu zwei von Ihnen erstellten Mind Maps sind jedoch nur in der kostenpflichtigen Premiumversion erhältlich.

Ich wünsche Ihnen viele hilfreiche Lernerfahrungen mit diesem Kurs und freue mich über Rückmeldungen und Anregungen.

Das perfekte Mind Map

Samstag, 15. Mai 2010

In meinen Mind Mapping Seminaren gibt es immer wieder Teilnehmer die beim Erstellen von Mind Maps auf folgendes Problem stoßen: Sie wollen das Mind Map von Anfang an "richtig" und "perfekt" machen.
Dies führt dann meist dazu, dass sie Schwierigkeiten haben, das Mind Map überhaupt zu erstellen, weil sie ständig überlegen, ob das Mind Map so wirklich richtig ist und die beste Möglichkeit darstellt.

Chuck Frey vom Mind Maping Software Blog schreibt in seinem aktuellen Artikel über dieses Phänomen.

Mind Mapping als Methode des divergierenden Denkens


Das Besondere am Mind Mapping ist, dass es das assoziative Denken unseres Gehirns unterstützt und es ermöglicht, an jedem Zweig neue Assoziationen anzufügen. Per se unterstützen Mind Maps durch ihre Erstellungsweise das divergierende Denken. Das heißt, Mind Maps vereinfachen es, ständig neue Ideen zu einem Mind Map hinzu zu fügen. Gleichzeitig strukturiert ein Mind Map, was automatisch eine Bewertung bedeutet und damit dem konvergierenden Denken zuzurechnen ist. Leser meines Blogs wissen, dass das Entwickeln und das Bewerten von Optionen idealerweise getrennt statt finden sollte.
Daher "Problem" mit den "perfekten" Mind Maps. Durch das ständige Hinzufügen neuer Gedanken, kann es sein, dass sich am Ende der Erstellung eines Mind Maps eine subjektiv "bessere" Struktur anbietet.

Das Mind Map überarbeiten: Version 2


Daher rate ich dazu, sich bei der Erstellung eines Mind Map durch die Tatsache, dass es möglicherweise einer Überarbeiten bedarf, nicht hemmen zu lassen. Meine Empfehlung ist es, diese Unsicherheit einfach auszuhalten und das Mind Map weiter zu entwickeln.

Das unten stehende Video aus dem creaffective Mind Mapping Onlinekurs zeigt einige Beispiele von unperfekten Mind Maps.



Wer mit dem Ergebnis eines Mind Maps nicht zufrieden ist, kann dann immer noch möglich, eine neue und "bessere" Version zu erstellen.
Das Erstellen der Version 2 eines Mind Map sehe ich dabei nicht als eine lästige Mehrarbeit, sondern als eine Chance, ein Thema noch besser zu durchdringen und zu verarbeiten.

Willkommen zum creaffective Mind Mapping Online-Kurs

Montag, 3. Mai 2010

Nun ist es soweit, der creaffective Mind Mapping Online-Videokurs ist verfügbar. Alle Interessierten, die die Technik des Mind Mapping und die Anwendung von Mind Mapping in seinen verschiedenen Einsatzgebieten erlernen möchten, können dies mit diesem Kurs tun.

An wen richtet sich der Mind Mapping Online-Kurs?


Der creaffective Mind Mapping Online-Kurs richtet sich am alle Kopf- und Wissensarbeiter ab 16 Jahren, wie zum Beispiel:
  • Schüler
  • Studenten
  • Wissenschaftler
  • Berufstätige

Für all diese Gruppe habe ich als zertifizierter Mind Mapping Trainer in der Vergangenheit Mind Mapping Seminare gegeben, um den richtigen Einsatz des Mind Mapping zu vermitteln.

Das obige Bild zeigt ein Mind Map erstellt mit Papier und Stift.

Das obige Bild zeigt ein Mind Map erstellt mit der Software iMindMap.

Warum sollte ich einen Mind Mapping Online-Kurs anstelle eines Mind Mapping Seminars vor Ort nutzen?


Für alle, für die ein Seminar, wie ich es zum Beispiel bei der IHK oder firmenintern gebe, einfach zu teuer ist, oder zu weit weg, für die kann der Online-Kurs eine günstige und trotzdem hilfreiche Alternative sein. Es gibt in Deutschland nur wenige zertifizierte Mind Mapping Trainer, aber leider viele, die Mind Mapping in anderen Trainings in 10 Minuten abhandeln und leider auch viele, die Mind Mapping Trainings anbieten, ohne wirklich zu wissen, wie die Technik funktioniert. Wie es geht und wie Sie damit richtig arbeiten können, zeige ich in diesem Kurs.

Was lerne ich in diesem Mind Mapping Online-Kurs?


In 14 praxisorientierten Kapiteln werde ich, nach einer grundlegenden Einführung in Mind Mapping an sich, die verschiedenen Anwendungsgebiete üben und sind in der Lage danach in diesen Bereich mit Mind Mapping zu arbeiten. Vorausgesetzt Sie machen die Übungen wirklich.
Diese Mind Mapping Einsatzgebiete, die ich im Kurs behandle sind:
  • Planung und Organisation mit Mind Mapping
  • Vorträge und Präsentationen mit Mind Mapping vorbereiten und halten
  • Erfassen und Aufbereiten der wichtigsten Informationen aus Texten und Büchern mit Mind Mapping. Besonders interessant für alle, die viel lesen und lernen müssen.
  • Projektarbeit mit Mind Mapping (mit traditionell erstellten Mind Maps und mit Mind Mapping Software)
  • Mitschriften mit Mind Mapping bei Besprechungen, im Unterricht und in Vorlesungen.

Außerdem habe ich den beiden Mind Mapping Software-Programmen Mindjet MindManager und Buzan’s iMindMap jeweils ein Kapitel gewidmet, in dem ich das Programm und seine Einsatzgebiete vorstelle.

Wo finde ich den Mind Mapping Online-Kurs und was kostet er?


Der Kurs läuft über die Videoplattform Seminars2you, kostet 39 Euro inklusive Mehrwertsteuer und ist nach Aktivierung 21 Tage gültig, also mehr als genug Zeit, um den Kurs mehrmals zu machen oder ihn an einige Freunde weiterzugeben :-).
Es gibt außerdem Volumenlizenzen für Unternehmen sowie spezielle Angebote für Schulen und Universitäten.

Mind Mapping Online Videokurs kurz vor dem Start

Sonntag, 25. April 2010

Letzte Woche war es etwas ruhiger hier auf dem Blog. Dies liegt daran, dass ich in den letzten Vorbereitungen für den Start des creaffective Mind Mapping Online Seminars bin, das ich im Laufe dieser Woche veröffentlichen werde.

Was nützt der Mind Mapping Online Videokurs?


Der Mind Mapping Online Videokurs ermöglicht es jedem die Technik des Mind Mapping und seine Einsatzgebiete zu erlernen. Nach dem Kurs ist der Teilnehmer in der Lage Mind Maps richtig zu erstellen und diese in relevanten Einsatzgebieten einzusetzen.

Die wichtigsten Daten im Überblick:
  • In 12 Kapiteln wird Mind Mapping in unterschiedlichen Einsatzgebieten vorgestellt und geübt.
  • Jedes Kapitel enthält praktische Übungen im Rahmen derer gemappt wird.
  • Alle Übungen ergeben ca. 8 Stunden Kursdauer, das entspricht meinem Mind Mapping Tagestraining.
  • Sowohl Mind Mapping mit Papier und Stift als auch per Software wird behandelt.
  • Der Kurs kann unabhängig von Zeit und Ort absolviert werden.
  • Für den Kurs habe ich zwei Stunden Videomaterial erstellt, mit einen Drehtag im Studio und vielen Stunden zu Hause.
Die Einführungskampagne zum Kurs beginnt Ende der kommenden Woche. Unten stehend schon einmal das Eröffnungsvideo des Kurses.

Mind Mapping Brainstorming – so funktioniert es

Donnerstag, 25. März 2010

Ich lese es immer wieder, Mind Mapping sei eine Art grafische Brainstorming Technik oder allgemein Mind Mapping sei eine Kreativitätstechnik.
2008 habe ich in einem Artikel Ist Mind Mapping eine Kreativitätstechnik? schon einmal argumentiert, dass Mind Mapping meiner Meinung nach keine Kreativitätstechnik ist, aber trotzdem innerhalb eines kreativen Prozesses zum Einsatz kommen kann.
Und ja, man kann Mind Mapping auch mit Brainstorming kombinieren. In diesem Artikel zeige ich, wie.

Zuvor schauen wir uns einmal an was die beiden Begriffe Brainstorming und Mind Mapping eigentlich bedeuten.

Brainstorming – Gruppentechnik zum Anhäufen von Ideen


Brainstorming ist eine von Alex Osborn entwickelte schriftliche Technik für Gruppen bei der durch das unstrukturierte (!) Anhäufen von Ideen versucht wird, Lösungen auf eine definierte Frage zu finden.
Brainstorming folgt dabei einigen wichtigen Regeln:
  • keine Bewertung
  • Quantität vor Qualität
  • wilde Ideen suchen
  • auf bestehenden Ideen aufbauen

Wenn man es genau nimmt, kann eine Person alleine also gar kein Brainstorming machen, im Sinne der obigen Definition. Zumindest in der Kreativitätsforschung wird Brainstorming nur auf Gruppen bezogen.

Mind Mapping – Visualisieren, strukturieren und organisieren von Gedanken


Mind Mapping ist eine von Tony Buzan entwickelte Technik, um Gedanken und Information gehirngerecht zu visualisieren, zu strukturieren und zu organisieren.
Wie Mind Maps erstellt werden habe ich in einem Video erklärt, das ich auf meine Website gestellt habe.
Mind Maps sind durch die Verwendung von Ästen und Unterzweigen per se strukturierend. Die Verwendung von Schlüsselbegriffen auf den Zweigen fördert das Entstehen neuer Assoziationen und die Gedanken kommen leicht in Fluss. Durch die Verwendung von grafischen Elementen, wird Mind Mapping immer wieder als Kreativitätstechnik bezeichnet, auch wenn ich argumentierte, dass es keine ist.

Bei Mind Mapping geht es allerdings anders als beim Brainstorming nicht um die schiere Menge an Ideen und Mind Mapping ist immer strukturiert. Ein Brainstorming als Gruppentechnik per Mind Mapping durchzuführen wäre schon rein praktisch ein sehr mühsames Unterfangen, da Mind Maps einen Gedanken immer in eine Struktur einbetten, damit läuft es dem Kerngedanken des Brainstormings zuwider.

Trotzdem eigenen sich Mind Maps gut, um individuell die Gedanken zu ordnen und abzurufen. Dazu habe ich auf diesem Blog bereits viele Artikel geschrieben.

In Gruppen: Erst Brainstorming, dann Mind Mapping


Trotzdem kann Mind Mapping sinnvoll mit Brainstorming kombiniert werden. Wichtig ist dabei, dass Mind Mapping nicht während des Brainstormings, sondern nach dem Brainstorming zum Einsatz kommt, um die Ergebnisse zu strukturieren.

Die Mind Mapping Software Mindjet MindManager hat dazu den äußerst praktischen Brainstorming Modus entwickelt, der sich dafür wunderbar einsetzen lässt. Wie es funktioniert, zeige ich im unten stehenden Video.




Mind Mapping – Mind Maps richtig erstellen

Montag, 8. März 2010

Letzten Freitag hatte ich wieder einmal ein offenes Mind Mapping Seminar. Immer öfter sitzen in diesen Seminare Teilnehmer, die bereits vor dem Seminar auch schon Erfahrung mit Mind Mapping Software gesammelt haben und teilweise damit mit arbeiten.

Am Ende des Seminars mache ich immer ein kurzes Feedback in dem ich unter anderem folgende Frage stelle: "Was ist das Wichtigste, das Sie heute gelernt haben?"
Interessant ist für mich dabei auch die Rückmeldung, dass das Wissen um die Mind Mapping Regeln, also wie man Mind Maps richtig erstellt, dazu gehört. Mit dem Wissen, wie man Mind Maps erstellt, zum Beispiel, dass Mind Maps lediglich mit Schlüsselbegriffen arbeiten und keine Sätze auf die Zweige geschrieben werden, werden Mind Maps erst richtig effektiv.

Mind Maps zeichnen - Schritt für Schritt


Wie Mind Maps richtig erstellt werden, habe ich auch in einem Video erklärt, das ich hier noch einmal zur Verfügung stellen möchte.


Mind Mapping - Mind Maps richtig erstellen @ Yahoo! Video


Diese Regeln bilden die Grundlage für sämtliche Anwendungsgebiete von Mind Mapping. Ich bin hier nicht dogmatisch, glaube aber, dass Mind Maps vor allem dann nützlich sind, wenn man die Regeln bei der Erstellung beachtet.
Wer es gerne schriftlich möchte, den verweise ich auf meine drei Artikel zum Erstellen von Mind Maps (Teil 1, Teil 2, Teil 3)

Mit Mind Mapping Software effektiver arbeiten


Mir fällt auch auf, dass Menschen Mind Mapping mit Mind Mapping Software gleich setzen und die beiden als Synonyme betrachten.
Mind Mapping ist eine Technik zur Visualisierung von Informationen. Zentral ist das Verständnis und die Erfahrung im Umgang mit der Technik des Mind Mapping selbst. Software ist eine Möglichkeit Mind Maps zu erstellen, genau so kann man dies auch mit Papier und Stift erstellen. Ich arbeite nach wie vor mit beiden Varianten, genau so wie beim Schreiben. Auch ohne ein Textverarbeitungsprogramm lässt sich schreiben.
Die obigen Schritte zu Erstellung von Mind Maps gelten genauso auch für den Umgang mit Mind Mapping Software. Die Beachtung der Regeln machen aus meiner Sicht die Arbeit mit Software wesentlich effektiver.
Ebenfalls interessant ist die Beobachtung, dass mir viele Teilnehmer, die erst ausschließlich an den Einsatz von Software gedacht haben am Ende des Seminars berichten, dass Sie beide Varianten einsetzen werden und dass Software eben nicht immer der beste Weg der Umsetzung ist.

Mind Map Wortanalyse

Sonntag, 29. November 2009

Anfang des Jahres sind Stefan Scheurer vom Wissens- und Datenmanagement Blog und ich in einen Artikel-Dialog getreten, wie man Mind Maps mit weiteren Informationsdimensionen anreichern könnte.
Im meinem Artikel Mind Mapping Software mit Tagcloud-Funktion habe ich mir Gedanken gemacht, wie von digitalen Mind Maps sogenannten quantitative Wortwolken erstellt werden könnten. Wortwolken sind bekannt als Tag-Clouds, z.B. bei Bookmarking-Diensten.

Damals habe ich einige Vorteile darin gesehen, wenn Mind Mapping Software wie z.B. Mindjet MindManager in der Lage wäre, solche Wortwolken zu erstellen:

"Diese parallele, aber visuell anders strukturierte, Darstellung eines Mind Maps Inhaltes bietet folgende Mehrwerte:

  • es wäre eine andere Sicht auf die Inhalte eines Mind Maps möglich.
  • Inhalte werden neben der hierarchisch strukturierten Darstellung des Mind Maps unabhängig von ihrer Verortung innerhalb des Maps quantitativ dargestellt.
  • auf diese Weise kann ein Informationsgewinn entstehen, da noch eine weitere „Dimension“ zum Inhalt des Mind Maps hinzukommt."

Nun habe ich eine Möglichkeit gefunden, wie man diese Wortwolken zumindest halb-automatisch erstellen kann.
Die Website Wordle.net bietet die Möglichkeit von beliebigen Texte oder Blogartikel quantitative Wortwolken zu erstellen. Quantitativ heißt, dass einfach die Häufigkeit der Worte abgebildet wird, ganz wie bei den Tagclouds.
In Wordle kann man nun Mind Mapping Inhalte einspeisen und sich eine Wortwolke erstellen lassen.

Bild 1 zeigt ein Mind Map zu einem wissenschaftlichen Text, den ich gelesen habe.
(1 - Brunet, A. P. and New, S. (2003) 'Kaizen in Japan: an empirical study', International Journal of Operations & Production Management, Vol. 23, no. 12, pp. 1426-1446.)



Bild 2 zeigt das Original Mind Map dazu



Über die Wortwolke ist nun eine zusätzliche Sicht auf das Mind Map möglich. Die Zusatzfunktionen, die ich mir in meinem Artikel vom Januar gewünscht habe, sind so natürlich nicht möglich.

Interessant wird es nun, wenn ich den Originaltext, der mir als PDF-Datei vorliegt durch Wordle jage.
Das Ergebnis zeigt Bild 3.



Damit sind nun Vergleiche möglich, z.B. ob der Leser eines Textes und Autor eines Mind Maps ähnliche inhaltliche Schwerpunkte gesetzt hat, wie der Autor des Textes, oder ob der Leser nur bestimmte Elemente als wichtig erachtet hat etc. Dies könnte sowohl für den Leser als auch für den Autor von Texten interessant sein.

Was nun über die Wortwolke nicht deutlich wird ist die Tatsache, dass ich den 21 seitigen Originaltext auf ein Mind Map komprimiert habe und die Anzahl der Wörter als auch die Komplexität des Texte wesentlich reduziert habe.

Bessere Mitschriften mit Mind Mapping - Sachtexte aus unterschiedlichen Perspektiven lesen

Montag, 4. Mai 2009

Vor einiger Zeit habe ich das Vorgehen Rein und Raus Schreiben vorgestellt. Rein und Raus Schreiben ist eine Vorgehensweise, mit der man beim Anfertigen von Mitschriften seine eigenen Gedanken, die einem während des Lesens oder Zuhörens kommen, im Rahmen der Mitschrift festhalten kann. Wenn wir einen Text lesen und uns Notizen dazu machen, kommen uns oft Ideen oder wir werden an etwas erinnert. Diese Gedanken können mit dem Vorgehen gut fest gehalten werden, um so noch mehr aus der Lektüre eines Textes zu ziehen.

Manchmal kann es sinnvoll sein, diese Vorgehensweise noch zu erweitern und die Gedanken mehrerer Rollen festzuhalten. Die meisten von uns befinden sich ja in mehreren Rollen gleichzeitig, die wir so für das Lesen von Sachtexten nutzen können.
Angenommen ich lese einen Text über den Einfluss der Raumeinrichtung auf die Kreativität der Menschen im Raum, dann könnte ich diesen Text aus mehreren für mich sinnvollen Blickwinkeln betrachten und mir entsprechend Notizen machen. Ich könnte mehrere Perspektiven parallel einnehmen und den Text unter diesen Brillen lesen.
Denkbare Rollen in meinem Beispiel könnten sein. Wissenschaftler, Trainer und Unternehmensgründer (Bild 1). Jede Rolle stellt einen Aufmerksamkeitsfokus dar mit dem ich den Text betrachte. Die Notizen, die sich jede Rolle macht, können durchaus sehr unterschiedlich sein.



Ich mache meine Notizen grundsätzlich in Form von Mind Maps und habe auch die Technik Rein & Raus-Schreiben mit Mind Maps vorgestellt. Auch das Einnehmen mehrerer Rollen gleichzeitig lässt sich wunderbar mit Mind Maps abbilden.
So könnten eingehende Notizen in schwarz fest gehalten werden und für jede Rolle eine spezifische Farbe definiert werden (ähnlich wie in der obigen Tabelle), die für die weiterführenden Gedanken dieser Rolle stehen (Bild 2).

Mitschriften mit Mind Mapping

Die Anzahl der Rollen die man gleichzeitig einnehmen kann und damit die Anzahl der Brillen mit der man einen Text gleichzeitig lesen kann, ist sicherlich begrenzt. Ich persönlich arbeite mit 2 – 3 Perspektiven, die für den jeweiligen Text Sinn machen.
Diese Vorgehensweise ist natürlich wunderbar kombinierbar mit anderen Techniken zum effektiveren Lesen. Diese habe ich z.B. in meiner zweiteiligen Serie die Pyramide des Bücherlesens vorgestellt.

Version 4 von Buzan's iMindMap

Donnerstag, 9. April 2009

Die Stillschweigevereinbarung ist aufgehoben, nun darf geschrieben werden. Die vierte Version von Buzan's iMindMap steht kurz vor der Veröffentlichung und wartet mit interessanten kleinen und großen Änderungen.

Die wichtigsten Neuerungen: Präsentationsmodus und Audionotizen

Was man von anderen Mind Mapping Programmen kennt, kommt nun auch bei iMindMap: Ein Präsentationsmodus. In der Version 3 hat sich iMindMap noch mit der Hilfskonstruktion einer Powerpoint- oder OpenOffice-Präsentation beholfen. Jetzt ist ein zumindest optisch sehr ansprechender Präsentationsmodus im Programm enthalten, der meiner Meinung nach aber noch nicht wirklich praxistauglich ist, da er dem Benutzer zu wenige Möglichkeiten der Steuerung lässt. Mehr dazu weiter unten.

Eine weitere Neuerung, die es meines Wissens nach bei anderem Programmen nicht gibt und die wirklichen Zusatznutzen bietet, sind die Audionotizen. Zu jedem Zweig lassen sich nun auf Wunsch Notizen aufsprechen, die dann in die .imm-Datei gespeichert werden. Das funktioniert über einen einfach zu bedienenden eingebauten Audioeditor.
Ich habe die Audionotiz-Funktion vor einigen Monaten mal hier auf dem Blog als Idee vorgeschlagen und auch an die Entwickler von iMindMap geschickt. Ob mein Vorschlag aufgenommen wurde, oder ob es sowieso schon geplant war, weiß ich nicht. Schön ist, dass die Funktion jetzt verfügbar ist.

Die dritte auffällige Funktion, die in der Version 4 verfügbar ist, sind sogenannte Zweig-Boxen (siehe Bild 1). Diese sind dafür gedacht, mehr Text auf einen Zweig zu schreiben und diese optisch von anderen Zweigen abzuheben.



Ansonsten zeichnet sich die neue Version von iMindMap vor allem durch viele kleine Detailverbesserungen aus, die die Nutzung vereinfachen bzw. verbessern, wie z.B. eine Formatierungsbox für individuelle Zweige.

Wie auch bereits beim meinem Post zur Version 3 von iMindMap getan, möchte ich auch für die Version 4 von iMindMap Rückmeldung mit der PPCO-Technik geben.

Plus: Was gefällt mir gut


  • die Tatsache, das ein Präsentationsmodus nun integriert wurde
  • die Audionotizen, die eine weitere Möglichkeit bieten, Informationen in Mind Maps zu kodieren
  • die Formatierungsbox für jeden Zweig mit welcher wichtige Funktionen schnell zugreifbar werden
  • eine kleine aber fundamentale Änderung im Projektmanagement Modus: Es ist nun möglich, für jeden Zweig einzeln festzulegen, ob dieser in einer Gantt Ansicht erscheint (siehe Bild2), oder nicht. In der letzten Version war dies noch nicht möglich, was dazu führte, dass jeder Zweig automatisch auch im Gantt-Diagramm dargestellt wurde, was sehr unübersichtlich war und die Benutzung des Projektmanagement Modus fast unmöglich gemacht hat. Nun ist es möglich, auch wenn die Funktion sehr gut versteckt ist und immer noch umständlich zu bedienen ist.
  • die Textansicht von iMindMap, die auch die Bilder mit beinhaltet. Bei anderen Mind Mapping Programmen wird hier teilweise nur Text angezeigt, Zweige die keinen Text enthalten, sondern lediglich aus einem Bild bestehen erscheinen dann leer, was die Interpretation erschwert.




  • die Einfachheit in der Bedienung des Programms trotz steigender Funktionsvielfalt
  • die wirklich vielen Möglichkeiten ein Mind Map optisch ansprechend zu gestalten und es völlig frei zu gestalten, wie mit Papier und Stift.




Potentials: Zu welchen positiven Entwicklungen könnte es in der Zukunft führen?

  • iMind Map könnte sich in ein mächtiges Tool (ähnlich wie MindManager) verwandeln und dabei trotzdem seine Besonderheiten, besonders hinsichtich der Mind Map Optik, behalten.
  • iMindMap könnte besonders im Bereich Projektmanagement für kleine Projekte interessant werden, indem Filterfunktionen hinzugefügt werden und damit individuelle Ansichten innerhalb eines Map möglich werden, wie z.B. bei der Erstellung von Startcentern.
  • Mit iMindMap könnten wunderschöne Präsentationen mit dem Präsentationsmodus entstehen, wenn er noch etwas handhabbarer gemacht würde
  • iMindMap könnte besonders für Nutzer von Tablet-Laptops eine phantastische Alternative zum Mappen mit Papier und Stift darstellen. Für mich ist es das bereits


Concerns: Bedenken, die ich sehe:

  1. Wie könnte man die Zweig Boxen flexibler gestalten?
  2. Auf welche Weise könnte man den Präsentationsmodus besser bedienbar machen?
  3. Wie lauten alle Möglichkeiten, wichtige Befehle schneller zugänglich machen?


Overcome Concerns: Meine Ideen, um die obigen Bedenken auszuräumen.
Vielleicht stellen diese für die iMindMap Entwickler ja eine Basis da, diese weiter zu entwickeln und zu verfeinern.

Zu 1:

  • Zweigboxen individuell anpassbar machen
  • es ermöglichen sowohl Höhe als auch Breite manuell zu verändern
  • die Zweige zur Zweigbox ungefähr so lang machen wie die Box und diese nicht unnötig verlängern


Zu 2:

  • es ermöglichen, im Präsentationsmodus einzelne Zweige flexibel ein- und auszuklappen
  • es dem Benutzer ermöglichen, mit einem „Weiter“-Knopf immer den nächsten Zweig zu öffnen, ohne dabei sämtliche Unterzweige zu öffnen
  • eine Option einbauen, die die Abspielgeschwindigkeit veränderbar macht
  • es ermöglichen, zu Beginn der Präsentation die Hauptzweige sichtbar zu machen
  • es ermöglichen, die automatische Zoom-Funktion abzustellen, so dass es weniger verwirrend wirkt


Zu 3:

  • Im Projektmanagement-Modus eine Funktion einbauen, schnell und einfach Zweige in das Gantt-Diagramm einzufügen bzw. auszuschließen.
  • Die Formatierungsbox individuell konfigurierbar machen
  • Versuchen, weniger mit verschachtelten Kontextmenüs zu arbeiten

Prezi Präsentationssoftware jetzt verfügbar

Montag, 6. April 2009

Mitte Februar habe ich das erste Mal über Prezi berichtet, eine neue Präsentationssoftware, die es erlaubt Zooming-presentations auf einer großen Weißfläche zu erstellen.
Seit heute ist das Programm offiziell verfügbar über die Prezi-Homepage.
Neben kontinuierlichen Verbesserungen der Online-Oberfläche ist nun auch ein Offline-Editor im Angebot, damit man die Prezi-Präsentationen nicht nur offline zeigen kann, sondern diese auch offline erstellen kann.

Alle Infos zur nun verfügbaren Version sowie den Preismodellen gibt es auf dem Prezi-Blog

Um Prezi einmal zu demonstrieren, habe ich meine 5 Minuten Präsentation Warum Mind Mapping funktioniert, die ich in meinen Mind Mapping Seminaren halte öffentlich zugänglich gemacht. Die Präsentation ist nicht selbsterklärend, aber reicht sicherlich, um die Funktionsweise von Prezi deutlicher zu machen.