Fredmund Maliks Irrtümer der Innovation

Dienstag, 2. März 2010

In der gestrigen Ausgabe des Handelsblatts (1.3.2010) ist ein ökonomischer Gastkommentar von Fredmund Malik erschienen: "Fünf Irrtümer stehen vielen Innovationen im Wege".

In diesem Kommentar legt der St. Gallener Professor fünf Irrtümer dar, denen zu viele Unternehmen aufsäßen und deshalb oft mit Innovationsprojekten scheiterten.

Diese Irrtümer sind:

  1. Innovation entsteht in Forschungslaborien und Entwicklungsabteilungen.
    Dies sei nicht so, im Gegenteil "Innovation hingegen muss kompromisslos vom Markt her definiert werden … Die Schlüsselfrage muss vielmehr lauten 'Was wäre zu tun, und was ist erforderlich, um diese Entwicklung, Erfindung oder Entdeckung erfolgreich in den Markt zu bringen?'"

  2. Kreativität sei wichtig
    Dahinter stecke die falsche Annahme, dass „es im Unternehmen einen Mangel an Ideen“ gebe. Das Problem sei nicht der Mangel an Ideen, sondern der Mangel an realisierten Ideen.

  3. Nur kleine Unternehmen seien innovativ.
    Laut Malik sind kleine Unternehmen zwar gute Sprinter, d.h. sie kommen schnell bis zur Prototyp-Phase, aber dann sieht es oft schlecht aus. Das liege daran, dass diese kleinen Unternehmen schlecht finanziert und schlecht geführt seien.

  4. Innovation habe vorzugsweise mit Hochtechnologien zu tun.
    Auch hier gebe es viele Möglichkeiten zu Innovation in nicht technischen Feldern.

  5. Zum Innovieren brauche man einen bestimmten Persönlichkeitstyp, "nämlich, den initiativen, kreativen, unternehmerischen und risikofreudigen Pionier."
    Das sei der größte Irrtum, denn die meisten Pioniere waren vor allem Menschen die ihr Handwerk beherrschten und sich durch systematische Arbeitsweise auszeichneten und genau das könne man von Ihnen lernen.
Der Kommentar legt sicherlich den Finger in die eine oder andere Wunde und enthält viele aus meiner Sicht richtige Argumente. Meine zweideutige Überschrift zeigt, dass ich diesen Irrtümern nicht völlig zustimmen kann.

Irrtum 1: Innovation entsteht in Forschungslaborien und Entwicklungsabteilungen


Herr Malik schreibt, dass Innovation kompromisslos vom Markt definiert werden muss. Wenn Innovation verstanden wird als das Einführen eines neuen und nützliches "Produktes" in einen Markt, dann kann Innovation per Definition nur vom Markt als solche definiert werden. Der Markt entscheidet, ob es sich um eine Innovation handelt oder nicht, da er die Nützlichkeit beurteilt.
Die große Frage aus meiner Sicht ist, ob Unternehmen bei der Schaffung von Innovation ausschließlich - oder kompromisslos wie Malik schreibt - aus der Sicht des Marktes heran gehen sollten. Das bekannte Zitat von Henry Ford zeigt, dass der Markt nicht unbedingt eine spätere Innovation erkennt oder auch nur fordert. Die meisten Marktteilnehmer bewegen sich mental im Paradigma des bisher bekannten.
Ich habe einige Innovationsworkshops moderiert, wo man sich von der anderen Seite her genähert hat und wo es sehr viel Sinn macht in Entwicklungsabteilungen einmal zu überlegen, wie etwas wirklich neues Aussehen könnte. Allerdings – und da hat Herr Malik völlig recht – muss dann möglichst schnell die Marktakzeptanz getestet werden und die Sicht des Marktes eingebunden werden. Daher ist die Folgefrage richtig, sich dann zu fragen, wie eine Entwicklung erfolgreich in den Markt gebracht werden kann.

Irrtum 2: Kreativität ist für Innovation nicht wichtig


Hier sitzt Herr Malik einem Irrtum über Kreativität auf, dem leider viele aufsitzen. Kreativität wird in seinem Kommentar reduziert auf das Generieren von Ideen.
Diese Sicht ist zwar verbreitet, aber greift viel zu kurz und entspricht nicht dem, was die Kreativitätsforschung in den letzten 50 Jahren hervorgebracht hat. Kreativität ist die Fertigkeit ein neues und nützliches materielles oder immaterielles Ergebnis hervorzubringen. Kreativität ist nicht beschränkt auf das divergierende Denken, d.h. dem Entwickeln von Optionen.
Kreativität ist unter anderem auch ein Prozess der beginnt mit der Definition einer sinnvollen Ausgangsfrage und der diese Frage beantwortet, in dem ein neues und nützliches Ergebnis geschaffen wird. Dazu habe ich bereits dutzende von Artikel hier veröffentlicht. Die Entwicklung von Ideen ist nur ein Element, das divergierende Denken ein Aspekt davon. Genauso wichtig ist die andere Seite, nämlich das Auswählen und weiter entwickeln dieser Ideen hinzu belastbaren Lösungen. Hier genau krankt es aus meiner Erfahrung in vielen Unternehmen. Diese bleiben im Stadium der Ideen stehen, wobei Idee definiert wird als ein möglicher Ansatz ein Problem zu lösen. Und genau deshalb sind die von Malik abgelehnten Kreativitätstrainings und Kreativitätstechniken so wichtig, weil es hier darum geht von einer Idee zur einer realisierbaren Lösung zu kommen. Hier wiederum stimme ich völlig zu. Günter Faltin hat es in seinem Buch Kopf schlägt Kapital schön beschrieben. Das Ideenkind muss weiter entwickelt werden und nicht lediglich als gegeben hingenommen werden.

Irrtum 3: Nur kleine Unternehmen sind innovativ


Ich stimme zu, dass dem nicht so sein muss. Dennoch gehen viele große Unternehmen genau den Weg, für Innovationsprojekte Ausgründungen zu schaffen, die sich vorbei an den großen und komplexen Organisationsstrukturen schneller bewegen können. Es ist durchaus so, dass große und gewachsene Strukturen Innovation nicht unbedingt förderlich sind. Nach Malik seien kleine Unternehmen außerdem oft nicht ausreichend finanziert. Wenn wir uns im Hochtechnologie-Paradigma befinden, das Malik selbst als Irrtum Nr. 4 bezeichnet, dann ist dieses Argument sicher richtig. Um nochmal auf Faltins Buch Kopf schlägt Kapital zurück zu kommen. Innovation außerhalb des Hochtechnologiefeldes braucht oft erstaunlich wenig Kapital, wenn man genug Zeit in die Entwicklung der Ideen steckt. Hier wiederum braucht es die Kreativität.

Irrtum 4: Innovation hat vorzugsweise mit Hochtechnologien zu tun


Ich stimme völlig zu, das dem nicht so ist. Innovation ist lediglich die Einführung eines neuen und nützlichen Ergebnisses in den Markt und das ist nicht auf Hochtechnologie beschränkt.

Irrtum 5: Innovation braucht einen bestimmten Persönlichkeitstyp


Laut Malik muss dieser nicht unbedingt initiativ, kreativ und unternehmerisch sein, sondern vor allem sein Handwerk beherrschen und systematisch sein.
Die meisten Innovation sind keine Einzelleistungen sondern Teamleistungen! Hier zeigt die Forschung sehr klar (vgl. Min Basasur, Gerard Puccio), dass für die kreative Lösung eines Problems unterschiedliche Präferenzen braucht. Dazu gehört sehr wohl und ausdrücklich der initiative, entwickelnde und unternehmerische Geist. Dieser alleine wird aber womöglich in der Phase der Erstideen stecken bleiben. Deshalb braucht es genauso einen optimierenden, weiter entwickelnden Typus und am schließlich einen umsetzenden und organisatorisch starken Typus. Diese Kombination macht es.
In meinen Innovationsworkshops zeigt sich immer wieder, dass der systematische Fachkenner zwar notwendig aber definitiv nicht hinreichend ist.

Falsche Darstellung des Blogs in Feed-Readern

Freitag, 26. Februar 2010

Ein kurzer Hinweis in eigener Sache: Dankenswerterweise hat mich ein Abonnent des Blogs darauf aufmerksam gemacht, dass es Probleme mit diesem Blog bei Feedreadern, wie z.B. Google Reader gibt.
Dort werden sämtliche alte Artikel wieder als neu angezeigt. Dies hängt mit einem Update zusammen, dass ich kürzlich gefahren habe. Ich bitte dies zu entschuldigen! Die richtige Reihenfolge findet sich auf meinem Blog – ohne Feedreader betrachtet.

Wie die Lehre an den Universitäten sein könnte

Samstag, 12. Dezember 2009

Als ehemaliger Politikwissenschaftler hatte ich in diesem Semester die Ehre einen Kurs "wissenschaftliches Arbeiten" an meiner ehemaligen Alma Mater der LMU München genauer gesagt dem Geschwister-Scholl-Institut für politische Wissenschaften zu geben.

4 x Blockseminar, samstags von 10 – 18 Uhr. Der Albtraum eines jeden Studenten, wie mir versichert wurde. Dadurch hat sich zu meinem Vorteil, die Anzahl der Anmeldungen deutlich im Rahmen gehalten.
Heute war der letzte Termin und das Abschlussfeedback war sehr positiv: "So sollte Uni eigentlich sein!" Mir geht es nicht darum, mich selbst zu beweihräuchern!
Gespräche mit Studenten zeigen mir jedoch, dass Lehrveranstaltungen anscheinend oft anders ablaufen. An einer Universität lehren verständlicherweise Wissenschaftler. Ein guter Wissenschaftler ist noch kein guter Lehrer und umgekehrt. Ich habe in das Kursdesign viele Elemente aus meiner Tätigkeit als Trainer für Mind Mapping Seminare und Kreativtrainings einfließen lassen, nur das es diesmal um wissenschaftliche Inhalte ging.
Ich habe mit einigen einfachen Rezepten gearbeitet, die für alle "Lehrer" einsetzbar sind, ohne dass man dazu eine Trainerausbildung gemacht haben muss.

Das Accelerated Learning Modell
Ziel dieses Lehr- und Lernansatzes ist es, die Lernergebnisse des Lernenden zu erhöhen. Der Ansatz arbeitet dabei mit vielen Elementen, die gehirn- und lerngerecht sind, dabei gleichzeitig aber sehr spielerisch sind. In Deutschland findet man diesen Ansatz in der Suggestopädie wieder.
Unten stehend finden sich die Präsentationsfolien, die ich für ein Dozentencoaching an der Universität verwendet habe.




Elemente von Accelerated Learning
  • Der Lernende wird mit allen Sinnen und mit dem ganzen Körper in die Lernerfahrung einbezogen.
  • Lernen muss Spaß und Freude machen. Es ist Aufgabe des Lehrenden dafür zu sorgen.
  • Spaß und Freunde entstehen besonders dann, wenn Lernen spielerisch abläuft. Kinder machen dies ganz natürlich. Das Lernen sollte damit wieder kindlicher werden (nicht kindischer!). So habe ich zum letzten Termin die Teilnehmer mit Lego und anderen Bastelmaterialien die Essenz des Kurses bauen lassen (siehe Bilder).
  • Der Lehrer ist dazu da, das Lernen anzuregen und dann aus dem Weg zu gehen. Es nicht Aufgabe des Lehrers, das Wissen löffelweise in die Lernenden reinzutrichtern.





Das Konzept läuft auf viele Weise "traditionellen" Vorstellungen von Lernen und Lehre zuwider und wird gerne als Quatsch und Spielerei abgetan. Die Erfahrung zeigt, dass es funktioniert und die Lernergebnisse besser werden, d.h. die Lernenden können in kürzerer Zeit, mehr behalten und Inhalte tiefer durchdringen und verstehen.

In einem anderen Artikel habe ich erläutert, warum diese Art des Lernens und Lehrens für das 21. Jahrhundert angemessen ist.

Wer mehr darüber wissen möchte, dem empfehle ich das Buch: The Accelerated Learning Handbook von Dave Meier.

Wie könnte die Lehre an Universitäten anders aussehen?
Ich habe kein Patentrezept und nicht der Weisheit letzten Schluss. Viel in der Lehre läuft deshalb so, weil man es "halt schon immer so gemacht hat". Eine Möglichkeit aus den eingefahrenen Denkbahnen auszubrechen, die auch bei meinen Kreativtrainings und Innovationsworkshops oft zum Einsatz kommt, ist Edward de Bonos Fluchtmethode. Die Fluchtmethode ist eine Technik des lateralen Denkens, die einmal bewusst Grundannahmen hinterfragt, um daraus neue Ideen abzuleiten. (siehe Bild)



Angewandt auf die universitäre Lehre könnte die Frage so lauten: Was nehmen wir als gegeben hin bei der universitären Lehre?

Dinge die mir einfallen:

  1. Frontalunterricht
  2. Kurseinheiten sind in 1,5 Studenhäppchen über das Semester verteilt
  3. Es gibt schriftliche Prüfungen
  4. Meist gibt es einen Dozenten und viele Studenten


Wenn ich nun zu jedem Punkt das Gegenteil bilde, dann lautet z.B. Punkt 1: Eine Lehre ohne Frontalunterricht.

Nun lassen sich zu jedem Punkt Ideen entwickeln, was man statt dessen machen könnte:

Zum Beispiel:

zu 1.:
  • Gruppenarbeit
  • der Professor als Coach
  • Lehrveranstaltungen als Open Space
  • Lehrveranstaltungen mit Workshop-Charakter
  • Lehrveranstaltungen als Projektarbeit mit Kurzinputs im Frontalstil
  • Lehrveranstaltungen als Kaminrunden
zu 2.:
  • Blockseminare
  • Projektwochen die das Semester strukturieren
  • längere Zeiten als 1,5 Stunden
zu 3.:
  • Studierende arbeiten in Projekten, die benotet werden
  • Studierende erstellen "Produkte"
zu 4.:
  • Jeder Dozent hat Studenten als Teaching Assistent(s). Dieses Glück hatte ich dieses mal.
  • In einem Kurs sind mehrere Dozenten
  • Der Kurs läuft als Open Space ab.
Alles erst einmal nur Ideen und noch keine Lösungen. Aber es gibt definitiv viele Möglichkeiten, Dinge positiv zu verändern. Den entsprechenden Workshop, um diese Möglichkeiten auszuarbeiten moderiere ich gerne :-)

Palomar 5 Summit

Freitag, 27. November 2009

Am Montag fand der Palomar 5 Summit in Berlin statt, das offizielle Ende des sechswöchigen Innovationscamps.

Wie in meinem Artikel Online Diskussionen visualisieren angekündigt, möchte ich einmal experimentieren, ob ich einen Artikelfließtext nicht auch als verständliche Map darstellen könnte. Zum Summit habe ich dazu ein Map mit Debategraph erstellt. Hierzu freue ich mich über Rückmeldung. Ich habe dazu auch eine Umfrage gestartet, diese findet ihr in der rechten Seitenleiste des Blogs.



Eine Farblegende zur Debategraph-Map


Anbei noch ein paar Fotoeindrücke vom Summit.

The Egg


Show me love


Das Ideenkreuz


Eine witzige Idee für Ideenworkshops: Ideen, die nicht weiter verfolgt werden, werden mit dem Ideenkreuz beerdigt.

Wie Firmen im 21. Jahrhundert Menschen motivieren müssen

Mittwoch, 18. November 2009

Nach Dan Pink, dem ehemaligen Redenschreiber von Al Gore versuchen die meisten Unternehmen nach wie vor mit den Methoden von Zuckerbrot und Peitsche ihre Mitarbeiter zu motivieren. D.h. entweder in Form von Belohnungen (meist Geld) oder Bestrafung.

Das funktioniert nach Pink für Aufgaben, die sich vor allem aus Routinen bestehen oder mit Standardvorgehen zu lösen sind ganz gut. Viele Aufgaben heutiger Unternehmen sind allerdings keine Routineaufgaben, sondern Aufgaben, die neue Lösungen erfordern, also offene Probleme.



Von Pink herangezogene Experimente zeigen, dass die Qualität der Problemlösungen sinkt, wenn Menschen vor allem extrinsisch motiviert werden, d.h. nur über Geld oder Sanktionen.
Das Gegenteil tritt ein, wenn Menschen sich mit Freiheit einem Thema widmen können, das sie intrinsisch motiviert.
Pink spricht hier von Autonomie. Diese Freiheiten zahlen sich für die Firmen auch finanziell aus, da so immer wieder neue Produkte oder neue Lösungen entstehen.

Ich darf dies gerade am eigenen Leib erleben: Ich moderiere gerade einen fünftägigen Innovationsworkshop zur technischen Produktentwicklung. Den dritten Tag in Folge arbeiten wir von früh morgens bis spät in die Nacht und brechen nur ab, weil wir Moderatoren schlapp machen (um 23 Uhr). Die Ingenieure sind in ihrem Basteldrang kaum zu bremsen :-)



Erstellt mit http://www.wordle.net/.

Online Diskussionen visualisieren

Donnerstag, 5. November 2009

Viele Blogleser sind auch Mitglied in sozialen Netzwerken wie z.B. xing. Dort gibt es eine Vielzahl an thematischen Gruppen, in denen man sich zu wirklich jedem erdenklichen Thema austauschen kann. Diese Gruppen bieten die Möglichkeit neue Leute kennen zu lernen und von anderen zu lernen. Mich persönlich überfordern diese jedoch immer mehr, da es mir einfach zu anstrengend ist, mich durch all die Post zu lesen und zu versuchen, der Diskussion zu folgen.
Das Problem bei "traditionellen" Online-Diskussionsforen: Die Inhalte sind zeitlich geordnet und nicht thematisch (zumindest innerhalb einer Diskussion nicht mehr).

Das bringt eine Reihe von Problemen und Qualitätsmängeln mit sich. Schön erklärt ist dies in einem visuell begrenzt ansprechenden Video des Massachusetts Institute of Technology.



Die Argumente kartographieren
In der aktuellen Brand eins ist ein sehr interessanter Artikel“Wie wär's mit Argumenten?“ von Ralf Grötker erschienen, der Software Projekte vorstellt, die versuchen die ungeordneten Argumente im Internet zu visualisieren und damit das erkennen und stiften von Sinn zu ermöglichen. Die passende Initiative dazu hat dann auch den schönen Namen Global Sensemaking.

Viele der dort vorgestellten Online-Tools sollen es ermöglichen, die Inhalte zu visualisieren und damit das Verständnis zu erhöhen, Komplexität besser darzustellen und vor allem die Geschwindigkeit mit der der Einzelne Sinn erkennen kann zu erhöhen. Viele der Programm bedienen sich dabei Map-artigen Visualisierungen, ähnlich wie beim Mind Mapping, das jedoch vor allem ein Tool zur individuellen Visualisierung ist, werden Informationen in abgegrenzten Einheiten durch Verbindungen dieser Einheiten in Sinnzusammenhang gebracht.

Besonders interessant fand ich die folgenden Projekte aus der Gesamtliste.

Deliberatorium
The Deliberatorium is an implemented, evolving, web-based system developed to help large distributed groups efficiently arrive at well-founded conclusions concerning responses to complex challenges like climate change.

Siehe dazu auch das obige Video.

Cohere
Cohere is an idea management tool for you to weave meaningful connections between ideas, for personal, team or social use.



Compendium
Compendium is a hypermedia software tool, providing a visual interface for mapping the connections between people, ideas, multimedia documents and websites, to supoprt the analysis of socio/technical problems.
Auch diese Software gibt es kostenlos zum download

Debategraph
Debategraph is an Anglo-Australia, creative commons, social venture that combines web-based, argument visualization with collaborative wiki editing to make the best arguments on all sides of complex public debates freely available to all, and continuously open to challenge and improvement by all.



Google Wave
Eine interessantes Zwischending finde ich in diesem Zusammenhang Google Wave, dass einerseits zwar die Argumentationen immer noch zeitlich darstellt, es aber auch ermöglicht, die Abfolge von Argumenten in Ihrer Entwicklung nachzuvollziehen.

Ein visuelles Blog?
Beim Durchsehen dieser Tools habe ich mir die Frage gestellt, ob es nicht auch möglich wäre ein Weblog visuell darzustellen und meine Inhalte in Form von allgemein verständlichen Wissenskarten darzustellen.

Weiß jemand, ob es dazu bereits Lösungen gibt?
Ich werde auf jeden Fall weiter recherchieren.

Neue Auflage des Buches 4-Hour Workweek von Tim Ferriss

Freitag, 23. Oktober 2009

Die vier Stunden Arbeitswoche von Tim Ferriss ist definitiv eines der Bücher der letzten 3 Jahre, die einen sehr nachhaltigen Eindruck bei mir hinterlassen haben. Oft gehe ich erneut über meine Aufzeichnungen oder schlage direkt einige Passagen im Buch nach.
Ferriss beschreibt auf seine provokative und unorthodoxe Art und Weise (ich liebe das Wort brainfart), wie ein anderes Lifestyle Design möglich ist.
Mehr dazu habe ich kürzlich in meinem Artikel über Elemenatre Umformungen geschrieben.

Im Dezember wird eine aktualisierte Version des Buches erscheinen, wie Ferriss auf seinem Blog angekündigt hat.
Neben 100 Seiten neuem Inhalt wird auch 50 Fallstudien von Lesern dabei sein, die sein Konzept auf ihr Leben angewandt haben.

Workshop Citizen Entrepreneurship in Berlin – wie aus Anfangsideen ökonomisch tragfähige und innovative Konzepte werden

Freitag, 16. Oktober 2009

Anfang des Jahres habe ich das Buch Kopf schlägt Kapital von Günter Faltin vorgestellt. Der Gründer der Teekampagne und Inhaber des Lehrstuhls für Entrepreneurship in Berlin stellt dort einen anderen Ansatz vor, Unternehmen zu gründen und zeigt, dass fast jeder das Zeug zum Unternehmer hat.
Den Workshop zum Buch gibt es am 7. November in Berlin veranstaltet von der Stiftung Entrepreneurship in Kooperation mit der Freien Universität Berlin. Dieser findet statt im Rahmen des Vision Summit 2009.

Vielfältiges Programm für 30 Euro
Ich zitiere aus einem Mail von Prof. Faltin, das ich gestern erhalten habe:
Nach der Keynote von Prof. Muhammad Yunus geht es darum, Techniken kennen zu lernen, mit deren Hilfe aus Anfangsideen ökonomisch tragfähige und innovative Konzepte herausgearbeitet werden können. Ein weiterer Schwerpunkt widmet sich dem Thema "Gründen aus Komponenten". Gründern wird damit die Möglichkeit gegeben, professionell zu starten und sich auf die Kernaufgaben zu konzentrieren.

Es ist sehr schade, dass ich an diesem Tag schon für einen Kunden im Einsatz bin, denn die Themen als auch die Rednerliste ist beeindruckend. Den Abschluss macht Frithjof Bergmann der Gründer der Neue Arbeit – Neue Kultur Bewegung, die jetzt in Zeiten der Wirtschaftskrise wieder sehr aktuell geworden ist.

Europäische Konferenz der Kreativität und Innovation

Freitag, 9. Oktober 2009

2009 ist das EU Jahr der Kreativität und Innovation. Auch in diesem Jahr findet wieder die Europäische Konferenz für Kreativität und Innovation (ECCI) statt. Diesmal vom 28. - 30. Oktober in Brüssel.
Fokus der diesjährigen Konferenz ist nicht das Finden von neuen Ideen, was die meisten Menschen mit Kreativität assoziieren, sondern die Umsetzung. Wie kommen wir von ersten Ideen zu Lösungen und zur Umsetzung.

Edward de Bono mit von der Partie
Die Rednerliste besteht aus einer Reihe illusterer Namen, die wohl hauptsächlich nur in der Szene der Creativity-Practitioners bekannt sein dürften. Über diese Szene hinaus ist vielen Menschen Edward de Bono ein Begriff, der in diesem EU Jahr der Kreativität und Innovation auch offizieller EU-Botschafter ist. Er wird uns erklären, warum unser Denken unzureichend ist.

Storytelling Workshops nach der Konferenz
Auf der Konferenz werden auch die beiden Trainer Marcel van der Pol and Amy Frazier Workshops zum Thema Storytelling geben. Für alle, die sich dafür interessieren, aber nicht zur Konferenz können oder wollen, wird es am 2. November im Hub in Brüssel einen Tagesworkshop mit den beiden geben. Alle die regelmäßig vor Publikum sprechen müssen und eine gute Geschichte rüber bringen möchten, sind in diesem Workshop richtig.

Getting Things Done Seminar am 1. und 2. Oktober

Freitag, 18. September 2009

Getting Things Done ist eine von David Allen entwickelte Selbstmanagement Methode. David Allen spricht von einer "personal workflow management" Methode. Ziel von Getting Things Done ist es, alle "Dinge" (Aufgaben, Termine, eingehende Informationen) in einem zuverlässigen System so zu organisieren, dass man einerseits den Kopf frei hat und konzentriert arbeiten kann und andererseits nichts vergisst und alle Dinge zu richtigen Zeit erledigt.

Getting Things Done (so auch der Name des Buches) erfährt seit einigen Jahren auch in Deutschland einen Boom. Im Internet finden sich tausende von Websites und kleinen Softwareapplikationen, die die Methode umsetzen.
Wirklich funktionieren kann das System allerdings nur, wenn man die Schritte der Methode diszipliniert durchführt, egal ob per Software oder einem auf Papier basierendem System.

Der lizenzierte deutsche Partner von David Allen, die exhact GmbH, bietet am 1. und 2. Oktober in Baden-Baden ein zweitägiges Seminar zum erlernen von Getting Things Done an. Für alle die nach einer effektiven Vorgehensweise für das persönliche Selbstmanagement suchen, ist dieses Seminar sicherlich interessant. Den Flyer zum Getting Things Done Seminar gibt es hier zum Download.