Die Stärken stärken!

Denken Sie an ihr letztes Jobinterview oder den letzten Artikel in einer beliebigen Karierrezeitschrift. Was sind Ihre Stärken? Was sind Ihre Schwächen? Darauf sollten Sie immer eine Antwort haben, heißt es da.
Und: Was tun Sie, um sich in Ihren Schwächen zu verbessern?

Muss ich meine Schwächen überhaupt verbessern, oder sollte ich das tun? Macht es Sinn, hier Zeit zu investieren?
Wenn Sie immer fast immer zu spät kommen, dann könnte es sich sicherlich lohnen, daran zu arbeiten. Wenn Sie relativ schlecht im Rechnen sind, aber sehr gut im Schreiben von Texten, wie viel Energie sollten Sie darauf verwenden, Ihre Rechenfähigkeiten zu verbessern?

In der Forschung zur kreativen Person hat sich die Auffassung durchgesetzt, dass man vor allem seine Stärken stärken und auf diese setzen sollte und sich für seine Schwächen Hilfe holen sollte. Man hat sich sozusagen von der Eier legenden Wollmilchsau verabschiedet. Diejenigen, die konstant auf Ihre Stärken setzen, sind meist auch erfolgreicher und zufriedener als diejenigen, die versuchen, überall gut zu sein und ein wohl gerundetes Kompetenzprofil zu haben.
Man hat auch herausgefunden, dass "zu viel" Zeit in einer Tätigkeit, die nicht den eigenen Stärken entspricht, sondern die Schwächen fordert, zu Stress und seinen Folge- und Begleiterscheinungen führt.

Sehr schön deutlich wird das, wie ich finde, in folgender Fabel von George Reavis:

Once upon a time the animals decided they must do something heroic to meet the problems of a "new world" so they organized a school. They had adopted an activity curriculum consisting of running, climbing, swimming and flying. To make it easier to administer the curriculum, all the animals took all the subjects.

The duck was excellent in swimming. In fact, better than his instructor. But he made only passing grades in flying and was very poor in running. Since he was slow in running, he had to stay after school and also drop swimming in order to practice running. This was kept up until his webbed feet were badly worn and he was only average in swimming. But average was acceptable in school so nobody worried about that, except the duck.

The rabbit started at the top of the class in running but had a nervous breakdown because of so much makeup work in swimming.

The squirrel was excellent in climbing until he developed frustration in the flying class where his teacher made him start from the ground up instead of the treetop down. He also developed a "charlie horse" from overexertion and then got a C in climbing and D in running.

The eagle was a problem child and was disciplined severely. In the climbing class, he beat all the others to the top of the tree but insisted on using his own way to get there.

At the end of the year, an abnormal eel that could swim exceeding well and also run, climb and fly a little had the highest average and was valedictorian.

The prairie dogs stayed out of school and fought the tax levy because the administration would not add digging and burrowing to the curriculum. They apprenticed their children to a badger and later joined the groundhogs and gophers to start a successful private school.

Does this fable have a moral?


Mit welchen Kategorien von Stärken und Schwächen gearbeitet wird, werde ich in nächster Zeit hier auf diesem Blog vorstellen.

Trackbacks

  1. Wenn weniger mehr ist - Differenzierungsmerkmale erarbeiten

    Ich stehe kurz davor mir ein neues Smartphone anzuschaffen, das alte ist mal wieder nicht mehr kompatibel. Deshalb habe ich während der letzten Tage Testberichte gelesen und Rankings studiert und einige Stunden dabei verbracht, die Angebote zu verstehen.

Kommentare

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  1. Wolff Horbach schreibt:

    Sich auf die eigenen Stärken zu konzentrieren, ist ebenfalls eine Empfehlung der Glücksforschung. Ein von dem US-Psychologen Martin Seligman entwickelter Test zur Ermittlung der eigenen Stärken ist von der Uni Zürich ins Deutsche übersetzt worden und neuerdings über http://charakterstaerken.focus.de/fragebogen.php erreichbar.

  2. Florian Rustler schreibt:

    Danke für diesen Hinweis.
    Ich muss in diesem Zusammenhang auch an den MPS (Meaning - Pleasure - Stregths) Ansatz von Tal Ben Shahar denken, der diese Analyse für Glück im Job vorschlägt.

  3. Wolff Horbach schreibt:

    Dein Beitrag hat mich angeregt, gleich etwas bei mir zu schreiben.

    [Jetzt weiß ich nicht, ob ich bei Serendipity einen Link angeben kann, so wie ich es bei Wordpress gewohnt bin. Ich probier es einfach mal. Wenn es nicht funktioniert hat, bitte korrigieren. Falls doch, kann natürlich diese Bemerkung hier weg.]

  4. Wolff Horbach schreibt:

    Also, das mit dem Link hat nicht funktioniert. Deshalb der Link in dieser Form: http://www.77-wege-zum-glueck.de/2008/08/was-sind-meine-staerken/

  5. Florian Rustler schreibt:

    Leider funktionieren die Trackbacks bei meinem Blog nicht, das schon seit langer Zeit. Ich habe bis jetzt leider noch keine Lösung dafür gefunden. Ich werde mich noch einmal darum bemühen.
    Danke für den Post auf Ihrem Blog!


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