Map-Büchlein für unterwegs

Gute Ideen und Einfälle kommen oft dann, wenn man es nicht erwartet: Unterwegs auf einer entspannten Zugfahrt, beim Bergwandern oder einfach nur kurz vor dem Einschlafen.
Viele Leute haben für das Büro, aber auch privat eine Methode entwickelt, Todos und Einfälle irgendwo festzuhalten.
Im Büro kann man oft die vielen gelben Klebezettel beobachten, die den Bildschirm und Schreibtisch mancher Kollegen zukleben. Manche führen eine Todo-Liste, entweder auf einem Blatt Papier oder auf dem PC. Auf meinem Rechner gibt es immer eine Wochen-Planungs-Map mit Mindjet MindManager angelegt (mehr dazu in einem späteren Post), wo ich alle Dinge festhalte.

Wie gesagt, oft kommen einem Einfälle, was man noch erledigen sollte oder neue Ideen dann, wenn man seine schöne Todo-Liste etc. nicht dabei hat. Wenn mir dann Einfälle kommen ist es oft so, dass die Ideen gerade zu sprudeln. Um für unterwegs gerüstet zu sein und nicht Angst haben zu müssen, dass mir die Gedanken wieder entwischen habe ich mir ein kleines Büchlein gekauft, mein sogenanntes Map-Buch.
Es ist im DIN A6 Format und besteht aus weißen unlinierten Seiten. Von der Größe her ideal, um es überall hin mitzunehmen. In dieses Buch schreibe ich nun alle Gedanken, die mir unterwegs durch den Kopf gehen. Dabei gibt es zwei Kategorien:


  • Von vorne beginnend schreibe ich in die Mitte eines jeden Blattes ein Ausrufezeichen. Dieses steht für zu erledigende Dinge.
  • Von hinten beginnend zur Buchmitte hin zeichne ich in die Mitte jeder Seite eine Glühbirne. Diese steht für neue Ideen und Einfälle.




Immer dann wenn mir ein Gedanke kommt, den ich festhalten möchte, entwickle ich ein Map auf einer noch freien Seite, entweder um das Ausrufezeichen, oder die Glühbirne. Jeden Gedanken kann ich so, wann immer er mir einfällt, in der entsprechenden Kategorie festhalten.
Wenn ich eine Aufgabe erledigt habe, mache ich einen Hacken hinter den entsprechenden Zweig, ebenso verfahre ich mit den Ideen.

Für mich besteht der Vorteil in diesem Vorgehen darin, dass ich die Gedanken mental in das Buch ablegen kann und ich erst einmal nicht mehr daran denken muss und meine Kopf für andere Dinge frei habe. Der Vorteil das Ganze in Mind Map Form zu machen, besteht darin, dass ich Dinge sehr schnell und mit wenigen Strichen zu Papier bringen kann. Obowohl ich seit einigen Jahre einen PDA benutze, habe ich mich entschieden für das Festhalten von Gedanken und Ideen weiterhin die "alte" Papierform zu nutzen.

Trackbacks

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Kommentare

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  1. Andreas Weinberger schreibt:

    Schöne Methode - ich trage auch immer ein bisschen Papier mit mir rum (Moleskine) denn ich habe vor ein paar Jahren aufgehört PDAs zu nutzen (nach Atari Portfolio, Psion, Palm).

    Papier ist halt einfach noch durch nix zu ersetzen, in jeder Lage einsatzbereit und flexibel bis zum gehtnichtmehr - welcher Palm überlebt schon in einer Hosentasche...

  2. Florian Rustler schreibt:

    Jetzt bin ich wirklich überrascht. Gerade bei Ihnen hätte ich mich wetten getraut, dass Sie auch PDAs einsetzen.
    Ich benutze seit über 5 Jahren Palms und werde das auch weiterhin tun, mir dient das Gerät als Kalender, Adressspeicher und Wörterbuch. Daher möchte ich es nicht missen.

    Sie haben allerdings recht. Papier ist trotz des "papierlosen Büros" und der vielen kleinen Helferlein nach wie vor sehr schnell und praktisch.

  3. Andreas Weinberger schreibt:

    Habe was Neues entdeckt:

    Firma Leuchtturm (http://www.leuchtturm.de/)- Notizbücher AGENDA.

    Das sind quasi Moleskines mit zwei kleinen aber feinen Erweiterungen:

    - Inhaltsverzeichnis
    - nummerierte Seiten

    Dadurch kann man hier auch sehr schön Papier-Multimaps zeichnen.

  4. Andreas Weinberger schreibt:

    Habe wieder News zu diesem Thema - siehe Brunnen:

    http://itligenz.twoday.net/stories/3798790/

  5. Ralek schreibt:

    Hallo,

    ich finde diese Methode sehr interessant. Bisher wusste ich mit meinem Notizbuch nichts anzufangen, weil ich kein System hatte um mir Dinge zu notieren.

    Da der Post schon einige Jahre alt ist, würde es mich interessieren, ob der Autor dieses Methode immer noch so anwendet oder sie gar erweitert hat?

  6. Florian Rustler schreibt:

    Ja, ich verwende die Methode noch, wenn auch etwas verändert.
    Ich habe nun ein größeres Buch, DIN A5, da sich diese Format besser für das Mind Mapping eignet und mehr Platz bietet.

    Ich nuzte nun die X17 Bücher, die mehrere Bücher in einem darstellen.

    Beste Grüße

    Florian


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