Getting things done - Teil 1

In vielen Blogs, die ich abonniert habe, kommen immer wieder die drei magischen Buchstaben GTD zur Sprache. GTD steht für getting things done, Titel des Buches von David Allen und Name eines workflow-management Systems, das Allen entwickelt hat. Nachdem ich es nun so oft gehört habe und Bekannte immer wieder davon schwärmen, habe ich nun angefangen, das Buch zu lesen und mit dem System zu experimentieren.
Den ersten Teil möchte ich in den nächsten Posts vorstellen:

Mein erster Eindruck ist, dass es sich um ein sehr durchdachtes, nachvollziehbares und vor allem funktionierendes Konzept handelt hat, dass viele Methoden und Ansätze, mit denen ich bereits experimentiere (Map-Buch, Planung mit MindManager) zu einem stimmigen Konzept vereint und vervollständigt. Beim Lesen sind mir viele Lichter aufgegangen, wie ich meine bestehenden Tools verbessern kann.

Ziel von GTD ist es nach Allen die Effizienz von Wissensarbeitern zu erhöhen und ein funktionierendes Aktionsmanagement System zu schaffen. Das Tun, die Aktion steht im Vordergrund. Es geht darum ausführbare Aktionen zu schaffen und nicht Listen von unkonkreten Dingen.

Der Ausgangspunkt
Ein wichtiger Zustand auf dem Weg dorthin ist der mind like water Zustand, ein Zustand ähnlich der der Meditation. In diesem Zustand ist der Kopf frei von immer wiederkehrenden Gedanken und Aufgaben, die ein ständiges Hintergrundrauschen erzeugen und somit für einen Zustand permanenter Unkonzentriertheit und Ruhelosigkeit sorgen. Allen bezeichnet dieses Hintergrundrauschen als open loops, da die Gedanken in regelmäßigen Intervallen wieder durch den Kopf schwirren und damit unseren Arbeitsspeicher belasten. Um den Kopf wirklich frei zu bekommen, müssen diese Gedanken aus unserem geistigen Arbeitsspeicher. Der Geist ist wie in ruhiger See (mind like water). Dieser Zustand wird bei GTD dadurch erreicht, das alles (wirklich alles) aufgeschrieben wird. Dadurch können Dinge geistig abgelegt werden, ohne Angst haben zu müssen, dass etwas verschwindet und dadurch vergessen wird. Dadurch werden die open loops gesclossen.

GTD besteht aus einem fĂĽnfstufigen Prozess, der in dieser Reihenfolge durchgefĂĽhrt wird:
1.Sammeln
2.Verarbeiten
3.Organisieren
4.ĂśberprĂĽfen
5.Tun

Die einzelnen Schritte und deren Umsetzung mithilfe von Mind Mapping möchte ich im nächsten Post vorstellen.

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Kommentare

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  1. Andreas Weinberger schreibt:

    Ich denke fast, dass sowohl der Dauerrauschen-Zustand, als auch der "mind like water" Zustand ihre Vorteile haben.

    Ich empfinde es persönlich so, dass aus dem Dauerrauschen oft hochinteressante neue Erkenntnisse und Querverbindungen entstehen.

    Optimal wäre es, wenn man zwischen beiden Zuständen bewusst wechseln könnte.

  2. Lukas Oldenburg schreibt:

    Interessant. Ich merke, dass ich weniger gestresst bin, wenn ich weiß, dass alle, auch die kleinen Furzaufgaben, alle auf meiner To-Do-Liste stehen. Von daher kann ich den mind like water-Zustand nachvollziehen. Zählt er zu dem "Dauerrauschen" auch ständige, kleinere Unterbrechungen der Arbeit oder geht es dabei nur um Dinge, die einem im Kopf herumspuken?

  3. Florian Rustler schreibt:

    Nach David Allen ist dieses Dauerrauschen eine Ansammlung von Gedanken im Kopf, die noch nicht abgeschlossen bzw. temporär abgelegt wurden. Daher kommen diese immer wieder (open loops). Kleine Unterbrechungen während der Arbeit können weitere open loops erzeugen, weil ich ja aus meiner Arbeit gerissen werde und das, was ich gerade machen wollte, noch nicht beendet habe. Zusätzlich dazu kommen dann neue Gedanken, die aus der Unterbrechung resultieren.
    Nach Allen mĂĽsste man diese Dinge alle aufschreiben und damit erst einmal ablegen, um wieder einen freien Kopf zu haben.


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