Der Verlag meinte, es komme sehr selten vor, dass "für Dummies" Bücher, die für ein Land geschrieben wurden, in andere Sprachen übersetzt werden. Umso mehr freue ich mich, dass mein Buch Mind Mapping für Dummies von den holländischen Wiley-Vertretern als so interessant befunden wurde, dass sie nun beschlossen haben, es ins Holländische zu übersetzen.
Ich hoffe, ich kann den Verlag noch davon überzeugen, die Mind Maps diesmal in Farbe zu drucken. Normalerweise sind die für Dummies Ausgaben in schwarz-weiß gehalten, aber wie auch viele der sehr positiven Rezensionen des Buches bei amazon und auf anderen Blogs fest gestellt haben, machen farbliche Darstellungen bei einem Buch über Mind Mapping natürlich besonders Sinn.
Neben Holländisch ist noch eine weitere Sprache im Gespräch, hier sind die Prüfungen allerdings noch nicht abgeschlossen. Ich hoffe, ich kann auch hierzu bald eine positive Nachricht bekannt geben.
Mehr Infos zum Buch, Links zu Buchbesprechungen und ein Probekapitel gibt es auf der creaffective Website (ganz unten bei creaffective Mind Mapping).
Ob eine neue Lösung erfolgreich umgesetzt wird hängt einmal davon ab, wie gut die Lösung an sich ist. Dies allein ist jedoch meist nicht ausreichend. Ebenso wichtig ist es, Unterstützung für neue Ideen von den notwendigen Personen zu bekommen. An diesem letzten Schritt des Ideen-Verkaufens mangelt es oft.
Das von creaffective für unsere Innovationsworkshops eingesetzte Creative Problem Solving Modell hat einen eigenen Schritt namens "Akzeptanz erkunden" in dem es nur darum geht, die Umsetzung so reibungslos wie möglich zu gestalten. Auch die Kreativitätsforschung betont immer mehr, dass zu einem Modell der Kreativität neben Person, Prozess und Umfeld (engl. Press) auch der Aspekt der Überzeugung (engl. Persuasion) gehört.
In diese Lücke stößt das Buch IdeaSelling von Sam Harrison.
Das Buch ist eine Tippsammlung wie man seine Ideen erfolgreich verkauft bekommt und aus der Opferrolle herauskommt: "Der Kunde versteht meinen genialen Vorschlag einfach nicht". Die Tipps sind in einfach zu lesende kleine Häppchen von 1 – 2 Seiten eingeteilt. Der Autor sieht seine Tippsammlung als ein Baukastensystem aus dem jeder die für ihn passenden Elemente auswählen kann.
Manche der Tipps klingen banal und offensichtlich, werden jedoch oft nicht berücksichtigt.
Folgende Themenbereiche werden angesprochen:
Umgang mit Entscheidungsträgern
Glaubwürdigkeit erhöhen
Fragetechniken
Zuhörstrategien
Vorbereitung auf "Verkaufsgespräche" (Ideenpitch)
Präsentationstechniken für den Ideenpitch
Umgang mit Einwänden
Nachverfolgen
Gut gefällt an dem Buch:
Die Tipps sind praktisch und direkt anwendbar
Der Autor macht deutlich, warum das Thema wichtig ist und oft unterschätzt wird
Es gibt viele kleine Beispiele und Anekdoten
Es ist einfach zu lesen
Es ist ansprechend gestaltet
Es gibt viele inspirierende Zitate
Noch besser machen würden dieses Buch:
Weitergehende Literaturangaben oder Hinweise zur Vertiefung
Ergänzende Visualisierungen oder Fotos besonders für einige der genannten Beispiele
Das Buch ist eine spannende Lektüre von einem Praktiker für Praktiker. Besonders interessant fand ich den Teil über den Umgang mit Einwänden und "ja, aber..." Reaktionen und die Bedeutung von Hartnäckigkeit (nicht Sturheit) beim Verkauf der eigenen Ideen. Denn sehr oft wird die erste Reaktion negativ ausfallen, was nicht unbedingt bedeutet, dass die Idee keine Chance hat.
Kreativität ist eine Fähigkeit, die jeder Mensch in sich hat. Das unterscheidet uns neben anderen Fähigkeiten wie Sprache und logisch-analytischem Denken von anderen Tieren. Zwischen unser Kindheit und dem Erwachsenenalter passiert bei den meisten Menschen allerdings etwas, das dazu führt, dass wir dieses kreative Potenzial immer weiter einengen.
Eindrucksvoll gezeigt hat dies der amerikanischer Kreativitätsforscher Paul Torrance. Er definiert Kreativität folgendermaßen: "Creativity is a process of becoming sensitive to problems, deficiencies, gaps in knowledge, missing elements, disharmonies, and so on; identifying the difficulty; searching for solutions, making guesses, or formulating hypotheses about the deficiencies; testing and retesting these hypotheses and possibly modifying and retesting them; and finally communicating the results." (Torrance, 1974, Norms-technical manual: Torrance Tests of Creative Thinking, S. 7f).
Ein anerkanntes und vor allem valides Messinstrument, das Torrance entwickelt hat ist der Torrance Test for Creative Thinking (TTCT). Mit diesem Instrument werden eine Reihe von mentalen Fertigkeiten gemessen, die für Kreativität eine große Rolle spielen. Der Test ist so entwickelt, dass er von Menschen aller Altersstufen und Kulturen genutzt werden kann.
In einer 50 Jahre dauernden Langzeitstudie sind vor allem die Ergebnisse interessant, die die ersten 20 Jahre unseres Lebens betreffen.
Mehr und mehr Einschränkungen mit zunehmendem Alter
Bei Kindern im Alter von 3 – 5 Jahren erzielen 98% der Teilnehmer ein Ergebnis, das sie als kreative Genies klassifiziert. In der gleichen Gruppe erzielen 5 Jahre noch 32% dieses Ergebnis. Noch einmal fünf Jahre später im Teenageralter sind es noch genau 10% Tendenz weiter fallend.
Diese Ergebnisse kommen nicht etwas dadurch zustande, dass sich biologisch etwas in unserem Gehirn verändern würde. Bei den meisten Menschen sammeln sich mit zunehmendem Alter und zunehmenden Erfahrungen eine Reihe von mentalen Barrieren an. Dazu gehören zum Beispiel die Schwierigkeit Beurteilung zurück zu stellen und damit einhergehend eine zu geringe Offenheit im Denken. Nach dem britischen Autor Sir Ken Robinson ist da besonders auch das Schulsystem mitverantwortlich, dass jungen Menschen systematisch, wenn auch nicht böswillig, die Fertigkeit zum kreativen Denken austreibt.
Der Prozess ist umkehrbar: Jeder kann sein kreatives Potenzial zurück erlangen
Die gute Nachricht ist, dass diese Entwicklung auch wieder umkehrbar ist und wir einiges von unserem vorhandenen kreativen Potenzial zurück erlangen können. Kreativität ist trainierbar, unter anderem dadurch, dass wir unsere selbst auferlegten mentalen Barrieren wieder aufheben. Darum geht es unter anderem auch in den creaffective Kreativitätstrainings. Bereits nach zwei Tagen können wir beobachten, wie Menschen, die zu Beginn des Trainings in einer Minute mit Mühe 4 – 5 Ideen produzierten, diese Zahl am zweiten Tag auf 20 – 25 steigern können.
Diesen Prozess umzukehren ist kein Hexenwerk, denn wir alle tragen das Potenzial in uns. Es bedarf einer Veränderung unserer Denkmuster und Denkgewohnheiten. Manchmal ist der Weg dorthin mühsam und anstrengend. Es lohnt sich jedoch, wenn man sich die positiven Auswirkungen vor Augen führt, die mehr Kreativität für den Einzelnen und die Gesellschaft mitbringen.
Letzte Woche stand ich im Aufzug eines Hotels hier in Shanghai auf dem Weg von einem Innovationsworkshop zum Mittagessen, in der Hand wie immer mein kleines Notizbuch. Eine amerikanische Geschäftsfrau steigt zu, sieht das Notizbuch und fragt: "Auf dem Weg in eine Besprechung?". "Nein, auf dem Weg zum Mittagessen." Verwundert fragte sie mich dann, für was ich denn zum Essen mein Notizbuch mitnehme. Weil dort sicher viel gesagt wird, was es wert ist, dort eingetragen zu werden! Die Dame lachte.
Es ist nicht der erste Artikel, den ich zu diesem Thema schreibe (siehe Gewohnheiten kreativer Menschen), da die Bedeutung des Themas aus meiner Sicht allerdings sehr unterschätzt wird möchte ich es noch einmal aufgreifen. Viele Gesprächspartner bestätigen mir zwar, dass es sehr praktisch sei, so ein Büchlein immer bei sich zu haben, allerdings verlangt dies für die meisten eine Veränderung ihrer bisherigen Gewohnheiten und diese dauern meistens lange. Deswegen tragen nach wie vor nicht viele Leute ständig so ein Notizbuch mit sich herum.
Unerwartete Verknüpfungen ermöglichen
Verschiedene (Produktivitäts-)Methoden setzen ein Notizbuch als ständigen Begleiter voraus, wie zum Beispiel Getting Things Done des Amerikaners David Allen oder das Ideen-Marathon Vorgehen des Japaners Takeo Higuchi.
Die Vorteile, ein Notizbuch immer bei sich zu haben sind vielfältig:
Man vergisst keine Dinge mehr, die erledigt werden müssen
Man verliert keine guten Ideen mehr, die einem spontan einfallen
Man hat den Kopf frei für andere Dinge, z.B. für weitere Ideen
Man kann bei Bedarf wieder auf diese Informationen zurückgreifen
Das Notizbuch dient als Sammelbehälter für Gedanken und Ideen. Zu einem späteren Zeitpunkt ermöglichen die Inhalte vielleicht unerwartete Verbindungen, die zu neuen und interessanten Ideen führen.
Kollege Tim Hurson hat während einer TEDx Konferenz einen Vortrag zum Thema unerwartete Verknüpfungen und die daraus entstandenen Innovation gehalten.
Sofort festhalten und regelmäßig übertragen
Damit das Notizbuch gute Dienste leistet, ist es zentral, dieses wirklich immer und überall dabei zu haben. Es bringt nichts mit einer Mischung aus losen Zetteln und einem Notizbuch zu arbeiten, dass ich nur zufällig bei mir habe. Es bedarf eines zentralen Sammelcontainers (=Notizbuch) in das ich alle Aufgaben, Ideen etc., die mir zu einem beliebigen Zeitpunkt durch den Kopf gehen, eintrage.
Eine zweite Gewohnheit, damit das Notizbuch wirklich funktionieren kann, ist es die Dinge, sobald sie mir durch den Kopf gehen sofort dort einzutragen. Andernfalls ist die Wahrscheinlichkeit hoch, dass ich es doch vergesse.
Aufgaben und Gedanken unstrukturiert in ein Notizbuch einzutragen ist allerdings nur die halbe Miete. Ganz nach Getting Things Done müssen die Inhalte des Buches regelmäßig in geordnete andere Systeme übertragen werden, wo ich diese jederzeit nach bestimmten Kriterien wieder finden und gegebenenfalls etwas damit tun kann. Regelmäßig heißt dabei zum Beispiel einmal pro Tag.
Bei mir persönlich sind dies im Moment drei unterschiedliche Systeme:
Remember the milk: In diese elektronische Aufgabenliste kommen all die Elemente aus meinem Notizbuch hinein, die ich möglichst bald erledigen muss.
Ideen-Marathon Liste: Hier kommen all die Ideen hinein, die ich in Zukunft vielleicht einmal umsetzen werde. Diese Ideen sehe ich einmal im Monat durch, um zu entscheiden, was damit passiert. Das Vorgehen habe ich in einem Artikel über den Ideen-Marathon beschrieben.
Seit einem Jahr dient mir Evernote als mein virtuelles Gedächtnis. Hier kommen alle Dinge hinein, die ich als Referenz aufbewahren möchte und auf dich ich zu einem späteren Zeitpunkt bei Bedarf zugreifen möchte. Sehr praktisch bei Evernote ist für mich, dass ich jede Notiz mit unterschiedlichen Schlagworten versehen kann. Neben einer Volltextsuche lassen sich je nach Schlagwort unterschiedliche Themengebiete generieren.
Wichtig ist aus meiner Erfahrung ebenfalls, dass das Notizbuch aus heraustrennbaren Seiten besteht, so dass ich die Seiten deren Inhalte bereits in andere Systeme übertragen wurden heraustrennen kann und immer nur die aktuellsten Seiten sehe.
這就是對創意領導的簡單介紹。若想要進一步瞭解,短片也介紹了一些資訊。其中之一是之前介紹過的『創意領導:技巧驅動變革』,原文書名為Creative Leadership: Skills That Drive Change。由智勝出版。另一則是發表在2010冬季號Academice Exchange 的creative leadership: welcome to the 21th century 文章。再來就是和ICSC(The International Center for Studies in Creativity)聯繫。最後一個短文中沒有介紹的方式就是和creaffective連絡,我們會很樂意協助您培育更多創意領導者,提升您公司組織的創新力。