TO-LO-PO-SO-GO: Die Stufen SO & GO

Sonntag, 27. Januar 2008

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Die letzten beiden Phasen nenne ich gemeinsam, da diese oft in einander überlaufen können.

In der SO-Phase geht es darum die bis jetzt generierten Ideen, die erst einmal völlig unzensiert in die Breite gingen, zu reduzieren und zu bewerten und schließlich umsetzbar zu machen. Daher das Bild des Trichters (siehe Bild 1).



Bild 1 zeigt eine mit Mindjet MindManager erstellte Visualisierung der TO-LO-PO-SO-GO-Methode. Gut sichtbar sind die in der PO-Phase generierten Ideen. In der SO-Phase heißt es nun so what? Was passiert nun? Von den in der PO-Phase gefundenen Ideen sind sicherlich nicht alle gleich gut und brauchbar. Daher sollte man die besten und vielversprechensten Ideen herausgreifen und nun in der SO-Phase weiter entwickeln. In Bild 1 wurde die besten Ideen mit Symbolen für Priorität 1 und Priorität 2 versehen. Bild 2 zeigt die Visualisierung aus Bild 1 nun in gefilterter Form nur noch mit den Ideen, die es in die SO-Phase geschafft haben.



Wie werden die Ideen weiterentwickelt?
Dies kann ganz "normal" in Form eines Gesprächs und einer Diskussion geschehen, ohne das dafür eine bestimmte Methode zum Einsatz kommt.
Bleibt man am Modell von deBono, können (müssen aber nicht) auch in dieser Phase wieder Denktechniken zum Einsatz kommen. Zum Beispiel kann man sich Mithilfe eines PMI in kurzer Zeit über positive, negative und interessante Punkte einer Idee bewusster werden und dann das bisherige Konzept verändern. Handelt es sich um eine Idee, die noch viel Gesprächs und Entwicklungsbedarf hat, dann können zum Beispiel auch die Sechs Hüte zum Einsatz kommen, um die Frage möglichst umfassend zu betrachten.

In der GO-Phase geht es nun darum, die Ergebnisse in die Tat umzusetzen. Manchmal ist die Phase nicht nötig, weil es sowieso klar ist, wer etwas macht und wann etwas gemacht werden sollte, z.B. dann, wenn man die Methode alleine anwendet.
In anderen Situation müssen in der GO-Phase die Aufgaben verteilt und Zwischenschritte festgelegt werden.
Ich persönlich nutze gerne eine Visualisierungssoftware wie MindManager und trage die Ergebnisse der SO- und GO-Phasen in den Hauptzweig der PO-Phase ein (siehe Bild 2). So muss ich nicht alles noch einmal schreiben, sondern kann in den gefilterten Ergebnissen der gleichen Visualisierung arbeiten.

Mindmanager Lite7 umsonst

Dienstag, 22. Januar 2008

Mindjet hat seine Aktion, Interessierten Anwendern über MindManager-Trainer die Software MindManager Lite 7 gratis zukommen zu lassen, bis 31.03.08 verlängert.

Das bedeutet für die creaffective Seminarteilnehmer und Leser dieses Blogs, dass Sie MindManager Lite 7 über mich kostenlos bekommen können. MindManager Lite 7 ist ein abgespeckte Version von MindManager Pro 7 . MindManager Lite 7 bietet vor allem die grundlegenden Visualisierungsfunktionen des MindManager ohne die Funktionen zum Filtern, Im- und Export sowie die Schnittstellenfunktionen der Pro-Version. Wer MindManger vor allem als Werkzeug zur Visualisierung einsetzen möchte und auf die Zusatzfunktionen, die vor allem für das Projekt- und Wissensmanagement relevant sind, verzichten kann, der ist mit der Lite-Version bestens bedient.

Bei Interesse schreiben Sie mir bitte eine Nachricht an rustler(at)creaffective(dot)de und ich werde Ihnen ein Formular zur Bestellung zukommen lassen.


Die Beta-Laptops von lenovo

Sonntag, 20. Januar 2008

Schon mehrere Male habe ich begeistert von Tablet-PCs und speziell meinem lenovo Thinkpad X60 Tablet berichtet. Die Möglichkeiten gehen aus meiner Sicht, besonders für Menschen die gerne bildhafte Aufzeichnungen machen, weit über die Möglichkeiten eines normalen Laptops ohne Stift und beschreibbarem Display hinaus. Erst vor kurzem habe ich das Gerät erweitert, so dass für meine Zwecke (vor allem Mind Mapping mit iMindMap) fast keine Wünsche mehr offen bleiben. Bis auf einer: Das Gerät sollte länger als drei Monate am Stück funktionieren!
Morgen früh schicke ich das Gerät bereits zum vierten (!) Mal (innerhalb von neun Monaten) wegen desselben Fehlers ein und hoffe, dass man mir diesmal helfen kann. Die große Schwachstelle bei Tablet-PCs ist das Display, bei dem sich in meinem Fall die Außenverkleidung löst und mir der Klebstoff entgegen kommt. Besonders dann, wenn man das Ding wirklich in seiner ursprünglich vorgesehenen Funktion im Tablet-Modus benutzt. Bei den ersten drei Malen war ich "weltweit der einzige" bei dem das Problem aufgetreten ist. Nun scheint das Problem bekannt und ich bin "einer von wenigen". Immerhin sind diese wenigen nun anscheinend so zahlreich geworden, dass lenovo ein neues Bauteil hat anfertigen lassen. Ich bin gespannt und hoffe, dass meine unfreiwillige Rolle als Beta-Tester nun ein Ende haben wird!

EDIT: 21.01.08
Die heutige Ausgabe der c't berichtet in Ihrer Rubrik Vorsicht Kunde! vom schlechten Service von lenovo. Hier müssen die Kunden teilweise über einen Monat warten, bis sie ihr Gerät wieder erhalten bzw. bis überhaupt etwas passiert.
Bei mir läuft der Service über IBM und der funktionierte bis jetzt, zumindest in Hinblick auf die Wartezeit, relativ schnell. Mein Gerät ist bereits einmal ausgetauscht worden und für den Austausch war, im Gegensatz zur Reparatur, lenovo zuständig und nicht IBM. Kaum war mein Fall von IBM zu lenovo übergeben, dauerte es drei Wochen (!) bevor die erste Reaktion kam. Es entstand die groteske Situation, dass der für mich zuständige IBM Beschwerdemanager und ich zusammen gegen lenovo kämpfen mussten, um einen Austausch meines Geräts zu ermöglichen. Für Kunden bedeutet der Kauf der IBM Computersparte durch lenovo anscheinend nichts Gutes.

Erste Ausgabe des DIALOGUS Magazins online

Donnerstag, 17. Januar 2008

Einige von euch haben vielleicht bis vor kurzem das Blog von Ideenberater Joachim Zischke gelesen. Das Blog hat Joachim vor Weihnachten eingestellt, um heute die erste Ausgabe des DIALOGUS Magazins zu präsentieren. "DIALOGUS ist ein Magazin, das Ideen und Impulse für das aktive Leben und den Wandel in Gesellschaft und Wirtschaft geben will."
Diesmal schreibt er nicht alleine, sondern mit einem Team von Autoren und Bloggern aus unterschiedlichen Disziplinen. Auch ich bin bei diesem Experiment dabei und bin selbst schon ganz gespannt, die Artikel meiner Autorenkollegen zu lesen.

Tablet-PC Arbeitsplatz

Mittwoch, 16. Januar 2008

Ich habe ja bereits darüber berichtet, wofür man einen Tablet-PC einsetzen kann. Besonders die Mind Mapping-Software iMindMap macht viel Freude, wenn man die damit erstellten Mind Maps direkt über den Stift eingeben kann und die Zweige wirklich frei zeichnen kann. Das haptische Erlebnis des selber zeichnen sorgt auch dafür, dass die erstellten Computer-Maps besser im Gedächtnis bleiben und wesentlich individueller werden, da man kleine Skizzen per Stift direkt auf den Bildschirm zeichnen kann.
Persönlich fertige ich nun auch fast alle meine Bücher-Maps (Mind Map-Mitschriften von Sachbüchern) mit iMindMap an, da sich durch den Tablet-PC die Vorteile des freien Zeichnens mit Papier und Stift und des PCs sehr schön verbinden lassen.

Ein "Problem" gab es bis jetzt aus meiner Sicht: Wenn der Tablet-PC in den Tablet-Modus geklappt wird, dann wird das Display über die Tastatur gelegt, so dass man Eingaben lediglich per Stift machen kann. Größere Mengen Text, z.B. beim Aufschreiben eines Zitats lassen sich so nur mühsam eingeben. Ebenfalls nicht ideal ist es, den Bildschirm dafür wieder in den "Normal-Modus" zu bringen, um die Tastatur nutzen zu können, um diesen dann gleich wieder zurück zu klappen.
Seit gestern habe ich nun endlich eine externe Tastatur mit externer Maus und das Problem hat sich gelöst. Nun kann man im Tablet-Modus arbeiten und gleichzeitig eine Tastatur nutzen und über die externe Maus auch Programme bedienen, die sich auf dem zweiten angeschlossenen Bildschirm befinden, die bis jetzt mit dem Stift unerreichbar waren.

TO-LO-PO-SO-GO: Die PO-Stufe

Sonntag, 13. Januar 2008

Vorherige Posts zu Thema:



PO steht für possibilities oder provocative operation. Die PO-Phase ist die Phase, in der Ideen generiert werden. Ablaufen kann diese Phase wie ein Brainstorming, d.h. in einer Gruppe nennt jeder seine Einfälle und andere können/sollen diese aufgreifen und weiter entwickeln. Möglich ist auch der Einsatz spezieller Kreativitätstechniken, wie z.B. die Fluchtmethode oder die Zufallswortmethode.
Ruth Pink weist in Ihrem Buch Bewusst kreativ darauf hin, dass eine Kreativphase 15 bis 20 Minuten dauern sollte. Dabei wird höchst wahrscheinlich jede Gruppe durch ein Ideen-Tal gehen, eine Phase, in der die Ideen besonders spärlich fließen. Es lohnt sich allerdings durch dieses Tal zu durchschreiten, da oft besonders gegen Ende noch einige sehr gute Einfälle entstehen. In unserer letzten Denkclubsitzung haben wir das auch wieder erleben dürfen.

Wie bei allen Kreativitätstechniken ist es zentral, dass das finden von Ideen und das Bewerten von Ideen getrennt wird. In der PO-Phase werden die gefundenen Ergebnisse nicht kritisiert, analysiert oder sonst irgendwie beurteilt.
Die Verfeinerung und Weiterentwicklung folgt in der nächsten Stufe, der SO-Phase.

TO-LO-PO-SO-GO: Die LO-Stufe

Mittwoch, 9. Januar 2008

Vorherige Posts zu Thema:



An zweiter Stelle der fünf Stufen der TO-LO-PO-SO-GO-Methode steht die LO-Phase. LO kann als Abkürzung für das englische look out gesehen werden. In dieser Stufe geht es darum, Input für das Denken zu suchen, sei es in Form von Informationen und Fragen oder Emotionen. Nachdem man sich in der ersten Phase, der TO-Phase - Gedanken über das Ziel gemacht hat, geht es hier darum, erst einmal zum Thema relevantes Material zu notieren.
Ziel dieser Stufe ist es, eine Art Stoffsammlung zu machen, die für die weiteren Stufen und das Ziel des Denkens relevant ist. In den darauf folgenden Stufen können dann die Inhalte der LO-Stufe berücksichtigt werden. Man kann diese Stufe auch als eine Art geistige Vorbereitung für die darauffolgende PO-Phase sehen, in der dann Ideen generiert werden. Die in der LO-Phase geleisteten Überlegungen lösen hier bereits erste Assoziationen aus.

Beispiel: Das in der TO-Phase festgelegte Ziel lautet: Ich suche ein Verkehrsmittel, um mich flexibel in München und im Umland zu bewegen.
Die LO-Phase könnte nun folgendermaßen aussehen:

Emotionen
  • Ich habe keine Lust viel Geld für ein teures Auto auszugeben.
  • Wenn ein Auto, dann muss es ein Statussymbol sein.

Informationen
  • Folgende Verkehrsmittel stehen zur Auswahl: Taxi, eigenes Auto, Mietwagen, Carsharing, Fahrrad, öffentliche Verkehrsmittel.
  • Im Umland engt sich die Zahl der Möglichkeiten ein, es gibt weniger Ausweichmöglicheiten.
  • Öffentliche Verkehrsmittel fahren im Umland seltener.
  • In München gibt es meist mehrere Autoverleiher und Carsharinganbieter.
  • Der MVV bietet ein Monatsticket mit unbegrenzten Fahrten zum Preis von X Euro an.
  • Carsharing kostet pro Monat X Euro Grundgebühr und hat einen Zeittrarif von X Euro pro Stunde.
  • Ein Mietfahrzeug kann man nur tageweise buchen.
  • ...

Fragen
  • Welche Strecken fahre ich hauptsächlich?
  • Wann sind öffentliche Verkehrsmittel nicht ausreichend?
  • Wie oft benötige ich ein Auto?
  • Wann benötige ich dieses überwiegend?
  • ...


In dieser Stufe können der rote Hut und der weiße Hut der Sechs Denkhüte zum Einsatz kommen.

Computer-Mind Maps mit anderen teilen

Donnerstag, 3. Januar 2008

Wie kann man mit Software erstellte Mind Maps mit anderen teilen? Auf das Thema kam ich gestern im Gespräch mit einem Kunden.
Was mache ich, wenn ich z.B. mit Mindjet MindManager ein Map erstellt habe, dass ich anderen zur Ansicht geben möchte und die Kollegen/ Geschäftspartner bisher allerdings keine oder nur wenig Erfahrung mit Mind Mapping und Mind Mapping Software haben?

Software wie MindManager bietet inzwischen eine Fülle an Möglichkeiten, wie z.B.


  1. Das Map direkt als MindManager-Datei speichern und dem Kollegen bitten, den kostenlosen MindManager Viewer herunterzuladen
  2. Das Map als PDF Datei exportieren
  3. Das Map als Powerpoint Präsentationen exportieren
  4. Das Map als Bild exportieren
  5. Das Map als anklickbares Bild exportieren und ins Internet stellen


Pauschal gibt es nicht die optimale Vorgehensweise.

Zu 1.
Teilt man mit den Kollegen öfters Maps und möchte man, dass z.B. Textnotizen und Hyperlinks von MindManager-Dateien aktiviert und betrachtet werden können, dann bietet sich der Viewer an. Hier kann man das Map wie in der Vollversion des Programms betrachten und manipulieren und sogar den Präsentationsmodus starten.
Voraussetzung für diese Vorgehensweise ist, dass die Kollegen grundlegend verstehen, wie man in einem Map navigieren kann, z.B. wie man Zweige ein und ausklappt.

Zu 2.
Diese Möglichkeit funktioniert zumindest technisch bei meinem Gegenüber immer, da jeder über einen PDF-Reader verfügt. Das Problem bei dieser Lösung könnte sein, dass man keine Anmerkungen zum Map in Form von ergänzenden Texten machen kann.

Zu 3.
Software wie MindManager oder auch iMindMap bieten solche automatischen Exportmöglichkeiten an, das Ergebnis hat mich bisher allerdings noch nie überzeugt. Meist wird ein Map wieder in eine Listenform zerstückelt, was den visuellen Vorteil wieder zunichte macht.

Zu 4.
Diese Möglichkeit ist ganz charmant, da man hier jede beliebige Ansicht eines Maps (z.B. teilweise eingeklappt oder ausgeklappt) als Bild exportieren kann. Dieses Bild kann man dann wieder in ein anderes Dokument, z.B. ein Word-Dokument oder in eine Präsentation einfügen und mit zusätzlichem Text versehen. So lässt sich die aus meiner Sicht oft ungenügende Exportfunktion der Mind Mapping Software umgehen. Auf diese Weise kann man sehr individuelle versendbare Präsentationen erstellen und diese mit zusätzlichen Anmerkungen versehen.
Ich habe zum besseren Verständnis einmal zwei Beispiel-Präsentationen erstellt, die das Vorgehen verdeutlichen. Die erste ist ein Beispiel eines MindManager Maps, die zweite ein Beispiel eines iMindMap Dokuments. Auf diese Weise lässt sich der optische Zusammenhang eines Mind Maps nutzen und mit Zusatzinfos in Form von Texten am Rand versehen.







Zu 5.
Hier ist der Vorteil, dass der Betrachter, die hinterlegten Links anklicken kann, vorausgesetzt, die Mind Mapping Software unterstützt dieses Vorgehen.

Mir fallen noch weitere Möglichkeiten ein, die man auch alle untereinander kombinieren kann. Welche sich anbietet hängt vom Gegenüber ab und vom Arbeitsaufwand, den man hineinstecken möchte. Das schöne an Präsentationen direkt mit Mind Mapping Software ist ja, dass diese sich mit einem Tastendruck und ohne Zeitverlust starten lassen.