Für das neue Jahr: Rituale statt Vorsätze

Montag, 31. Dezember 2007

In seinem Post "Das war’s … – Bilanz statt Vorsatz" nennt Jochen Mai von Die Karriere-Bibel zwei Gründe, warum die Vorsätze für das neue Jahr meist scheitern:


  • Oft nimmt man sich zu viel auf einmal vor.
  • Viele Vorsätze entstehen aus einer Laune heraus und sind deshalb nicht realistisch und überschaubar geplant.
Wer dennoch etwas im kommenden Jahr verändern möchte, sollte zuerst einmal die zwei oben genannten Punkte berücksichtigen. In seinem wunderbaren und absolut empfehlenswerten Buch Happier empfiehlt Tal Ben-Shahar die Kraft der Rituale zu nutzen, um Veränderungen herbeizuführen.

Rituale bieten (zumindest) nachdem sie erfolgreich eingeführt wurden, den größten Hebel und die besten Erfolgsaussichten für nachhaltige Veränderungen. Zwar ist es nicht einfach, Rituale einzuführen und zu festigen, da diese, wie auch die guten Vorsätze, Disziplin voraussetzen. Sind Rituale aber erst einmal eingeführt, ist vergleichsweise wenig Disziplin für deren Aufrechterhalten nötig, da die Verhaltensweise ritualisiert wurde.

Ben-Shahar schreibt dazu:

"Much research suggests that learning new tricks, adopting new behaviors, or breaking old habits may be harder then we even realize and that most attempts at change, whether by individual or organizations, fail. It turns out that self-discipline is usually insufficient when it comes to fulfilling our commitments, even those we know are good for us [...] 'Building rituals requires defining very precise behaviors and performing them at very specific times - motivated by deeply held values.' Initiating a ritual is often difficult, but maintaining it is relatively easy." Tal Ben-Shahar: Happier, 2007, S. 8f

Wichtig bei der Einführung von Ritualen ist:

  • diese schrittweise einzuführen, d.h. nur sehr wenige oder nur eines zur gleichen Zeit anzugehen.
  • weitere Rituale erst einführen, wenn das vorherige wirklich zur Gewohnheit geworden ist und das Ritual gefestigt wurde.
  • die zu ritualisierende Handlung möglichst immer zur gleichen Zeit auszuführen, um den Ritualcharakter zu betonen.
  • nur Rituale zu Handlungen schaffen, die für einen selbst eine hohe Wertigkeit besitzen.
Beispiele für Rituale:

  • tägliches Duschen zu einer bestimmten Uhrzeit (Wert: Hygiene)
  • tägliches Zeitunglesen, z.B. in der U-Bahn (Wert: Informiert sein)
  • wöchentliches Sporttraining (Wert: körperliche Fitness)
  • Morgenmeditation (Wert: Geistige Übung und Klarheit)


Ein gutes neues Jahr und viel Erfolg beim Einführen der Rituale!

Visualisierung von Denkwerkzeugen mit Mind Mapping

Freitag, 28. Dezember 2007

Viele meiner Artikel drehen sich um Mind Mapping und Denkwerkzeuge. Mind Mapping ist das "Schweizer Taschenmesser" der Arbeitstechniken, man kann es für fast alles einsetzen, unter anderem auch für die Visualisierung von Denktechniken.
Besonders beim Einsatz von Denkwerkzeugen in Gruppen bringt die Visualisierung mit Mind Mapping den Vorteil, dass alle im Bilde sind und die bisher gefunden Ergebnisse einsehen können und sich auf diese beziehen können.

Drei Beispiele möchte ich vorstellen:


Dieses Map ist mit Mindjet MindManager erstellt worden und zeigt den derzeitigen Stand der Anwendung der TO-LO-PO-SO-GO Methode im Münchner Denkclub (Wer in Würzburg wohnt, kann sich glücklich schätzen, auch dort gibt es einen Denkclub). Wir haben uns ein sehr umfangreiches Thema vorgenommen, deshalb werden wir in der nächsten Sitzung wieder darauf zurück kommen. Das Map ermöglicht es allen Mitgliedern des Denkclubs schnell wieder in das Thema zurück zu finden.



Dieses Map ist ebenfalls mit Mindjet MindManager erstellt worden und visualisiert die Anwendung der Sechs Denkhüte in einer Gruppe von 12 Leuten zum Thema "Transrapid in Bayern". Kenner der Methode werden anmerken, dass nur fünf Hüte abgebildet sind. Da ich als Moderator den blauen Hut auf hatte, fehlt dieser hier.



Hier ein Mind Map erstellt mit iMindMap. Es handelt sich ebenfalls um die TO-LO-PO-SO-GO Methode.

Die Visualisierung kann man natürlich genauso mit Mind Maps in Form von Papier und Stift machen. In Gruppen bietet sich jedoch Software an, da man hier mit Beamer arbeiten kann, das Bild schön groß darstellen kann und jederzeit Veränderungen an Inhalt und Ansicht vornehmen kann.

TO-LO-PO-SO-GO: Die TO-Stufe

Mittwoch, 26. Dezember 2007

Nach einer grundlegenden Einführung in die Methode, betrachte ich mich nun mit den einzelnen Denkstufen.
Die erste Stufe TO steht für die Zielfindung. Edward de Bono verbindet mit TO die Leitfragen to what purpose? to where? Also die Frage, wo geht es hin? Was ist das Ziel eines Denkprozesses?
Oft glaubt man, dass das Ziel sowieso klar ist und bringt dieser Phase wenig Aufmerksamkeit entgegen. Besonders in Gruppen stellt sich nach einiger Zeit heraus, dass das angeblich klare Ziel von den Gruppenmitglieder unterschiedlich aufgefasst wurde und jeder mit seinen Bemühungen in eine etwas andere Richtung geht: „Aber ich dachte...“

Beispiel: Ich möchte ein Auto kaufen.

Ausgehend von dieser Aussage kann ich nun anfangen zu recherchieren, welches Auto für mich wohl geeignet wäre und werde dann schnell feststellen, dass meine Recherche ziemlich ausufern wird, da mein Ziel sehr breit und allgemein ist und ich nicht näher spezifiziert habe, welche Eigenschaften das Auto haben sollten und welchen Ansprüchen es genügen sollte.

In der TO-Phase macht man sich genau darüber Gedanken, man lenkt die Aufmerksamkeit noch einmal bewusst auf das Ziel des Denkens und versucht außerdem einige alternative Zieldefinitionen durchzuspielen.


  • Ich möchte ein Auto kaufen
  • Ich möchte ein günstiges Auto mit viel Platz, um Dinge zu transportieren.
  • Ich suche ein Verkehrsmittel, um flexibel von A nach B zu kommen.
  • Ich suche eine Möglichkeit, flexibel von A nach B kommen.


Im Prinzip ganz simpel, in der Anwendung auch. Es lohnt sich, auch wenn man die Technik alleine anwendet, diese Phase ganz bewusst zu machen. Meist scheitert es nur daran: Gerade weil es so simpel und klar erscheint, wird dieser Phase zu wenig Beachtung geschenkt.

Verwandte Techniken
Verwendet man die Technik der 6 Denkhüte, würde der blaue Hut, würde der blaue Hut in der TO-Phase zum Einsatz kommen.

iMindMap jetzt auch auf Deutsch

Mittwoch, 19. Dezember 2007

Seit kurzem ist die Version 2.2.3 von Tony Buzan's Mind Mapping Software iMindMap online.
Für bestehende Kunden gibt es hier das kostenlose Upgrade.
Neben der Oberfläche in unterschiedlichen Sprachen sind viele der kleinen Fehler, die ich in meinem letzten Test noch bemängelt habe, inzwischen behoben.
Neu ist nun auch, dass man Bilder herunterladen kann und diese Offline durchsuchen kann.
In der ersten Jahreshälfte 2008 sind noch ein paar weitere größere und kleinere Veränderungen bei iMindMap zu erwarten. Wir sind gespannt!

Pimp my slum

Dienstag, 18. Dezember 2007

Gestern Morgen am U-Bahnhof Sendlinger Tor habe ich auf dem Infoscreen für ein paar Sekunden ein Werbemotiv gesehen, das mich beeindruckt und aufgeschreckt hat. Aufgeschreckt deshalb, weil ich die Kombination von "Pimp my..." und "slum" nicht erwartet habe. Sehr kreativ und sehr gelungen!
Der Slogan ist angelehnt an Pimp my ride, den Titel der MTV-Sendung, in der der Rapper Xzibit (offizielle Website, Wikipedia-Eintrag) Autos pimpt (also aufmotzt). Die deutsche Version auf MTV heißt pimp my bike auf der Fahrräder veredelt werden.
Diesen Slogan hat die Hilfsorganisation Amecc nun zum Anlass genommen, eine Kampagne zu starten, um brasilianischen Straßenkindern zu helfen, ihre Slums zu pimpen.

Einfach genial! Hier die drei Motive.
Ich bedanke mich bei der Firma Infoscreen, bei Amecc und bei der Agentur Serviceplan, die die Motive entworfen hat, für die schnelle und unkomplizierte Bereitstellung.







TO-LO-PO-SO-GO

Montag, 17. Dezember 2007

Das ist kein Zungenbrecher, sondern der Name eines Prozesswerkzeugs nach Edward de Bono.
Was ist ein Prozesswerkzeug? Als Prozesswerkzeug bezeichne ich eine Methode oder Vorgehensweise, die einen gesamten Denkprozess von Beginn bis Ende strukturiert. Im Gegensatz zu anderen Denkwerkzeugen (vorgestellt, habe ich z.B. schon PMI oder Techniken des lateralen Denkens), kümmert sich ein Prozesswerkzeug nicht um einen bestimmten Aspekt des Denkens, sondern um den Denkprozess als Ganzes. Daher der Name Prozesswerkzeug.

Zur Abgrenzung: Laterale Techniken, die gerne auch Kreativitätstechniken genannt werden, haben zum Ziel, neue Ideen zu generieren und einen Spurwechsel im Denken zu erzeugen (Siehe hierzu meine Posts zur Fluchtmethode und zur Zufallsstimulation). Was man davor macht und was danach mit den Ideen passiert, oder ganz generell, wann man z.B. die Techniken des lateralen Denkens überhaupt einsetzt, darüber sagen die Techniken des lateralen Denkens nichts aus. Dafür benötigt man andere Werkzeuge, z.B. das TO-LO-PO-SO-GO-Werkzeug.

Die Abkürzungen stehen für die fünf Phasen des Denkprozesses.
TO: Zielsetzung
LO: Informationssammlung
PO: Generieren von Möglichkeiten
SO: Auswählen und verdichten der generierten Ideen und Möglichkeiten
GO: Umsetzungsschritte

In jeder der fünf Stufen können wiederum gesondert spezielle Techniken zum Einsatz kommen, wie z.B. die vorher erwähnten Techniken des lateralen Denkens. Andere Techniken können eingesetzt werden, müssen es aber nicht. Man kann TO-LO-PO-SO-GO einfach auch als Grundgerüst für das Denken sehen, ohne weitere Werkzeuge einzusetzen.

Hintergrund:
Denk- und Kreativitätsforscher haben in jahrelanger Forschungsarbeit Denkprozesse untersucht und daraus Modelle für einen vollständigen und effektiven Denkprozess abgeleitet, einer der Pioniere auf diesem Gebiet ist Edward deBono. Auch andere Forscher wie z.B. Teresa M. Amabile von der Havard School of Business sind mit ganz ähnlich strukturierten Modellen in die Öffentlichkeit getreten.

Beispiele:
Typische Einsatzbeispiele für die TO-LO-PO-SO-GO-Methode sind folgende Aufgaben:


  • Sie möchten ein neues Veranstaltungskonzept für einen Kunden entwickeln
  • Eine Firma möchte ein neues Preissystem einführen
  • Sie planen eine Urlaubsreise
  • Ein Lehrer erstellt ein neues Unterrichtskonzept / ein Trainer ein neues Seminarkonzept

Sehr viele Aufgaben lassen sich in die oben genannten fünf Stufen unterteilen, die mit der TO-LO-PO-SO-GO-Methode effektiv und strukturiert bearbeitet werden können.

In den nächsten Posts stelle ich stelle ich die einzelnen Stufen etwas detaillierter vor.

Laterales Rätsel

Mittwoch, 12. Dezember 2007

Helmut vom Denkclub Würzburg hat mir ein geniales Rätsel geschickt, dass ich euch nicht vorenthalten möchte!

Stell dir vor:


Du fährst mit dem Auto und hältst eine konstante Geschwindigkeit. Auf deiner linken Seite befindet sich ein Abhang.

Auf deiner rechten Seite fährt ein riesiges Feuerwehrauto ständig neben dir.

Vor dir galoppiert ein Schwein, das genauso groß ist wie dein Auto - und du kannst nicht vorbei.

Hinter dir verfolgt dich ein Hubschrauber auf Bodenhöhe.

Das Schwein und der Hubschrauber haben exakt deine Geschwindigkeit.

Was unternimmst du, um dieser Situation gefahrlos zu entkommen ???




Die Antwort findet ihr im erweiterten Teil dieses Posts.


"Laterales Rätsel" vollständig lesen

Wie man Leute zum Lesen motiviert? Mit einem Nagel, Teakholz oder einem Blähbauch!

Dienstag, 11. Dezember 2007

In meinen letzten drei Seminaren habe ich mit den Teilnehmern unter anderem die Kreativitätstechnik der Zufallsstimulation, genauer des Zufallswortes geübt.
Bei der Technik versucht man anhand eines zufällig gewählten Wortes eine Verbindung zu einem anderen Wort oder einer Aufgabenstellung herzustellen. Wie bei allen lateralen Techniken besteht die Aufgabe darin, in jeder Idee einen Bewegungswert (ein wertvolles Element, das Bewegung hin zum Ziel erzeugt) zu finden, der einem dem Ziel näher bringt.

Gegeben war folgendes Ziel: Es sollen mehr Leute zum Lesen motiviert werden.

Mit folgenden drei Zufallsworten haben wir gearbeitet: Nagel, Teakholz und Blähbauch

Folgende Ideen sind daraus entstanden:

Nagel: Von Nagel kommt auf festnageln. Man könnte Bücher festnageln. Man könnte Bücher mit einer Kette in öffentlichen Räumen/ Gebäuden oder an öffentlichen Plätzen festnageln, so dass jeder darin lesen und schmökern kann. Bei spannenden Büchern bringt man vielleicht mehr Leute dazu, wieder mehr zu lesen.

Teakholz: Bei Teakholz kann man an Stärke und festes Holz denken. Von Stärke und fest kann man auf einen starken Charakter kommen, der durch das Lesen entsteht. Man könnte eine Werbekampagne entwickeln, in der bekannte Persönlichkeiten unter dem Motto „Lesen stärkt den Charakter“ für Bücher werben.

Blähbauch: Hier kommen einen Toiletten in den Sinn. Mit Toiletten assoziiert man Klopapier. Man könnte Auszüge von Romanen auf Klopapier drucken. Am Waschbecken stehen dann die Namen der Romane, die man in der Nähe erwerben. In öffentlichen Toiletten könnte man außerdem Hörbücher abspielen, so dass man während des Geschäfts was auf die Ohren bekommt.

Danke an meine Seminarteilnehmer für die vielen Ideen!

Wie funktioniert die Technik?
Man wählt per Zufall ein Wort aus dem Wörterbuch. Das gewählte Wort muss genommen werden. Nun versucht man ausgehend von diesem Wort, eine Rückverbindung zum Thema der Denkaufgabe herzustellen. In einer Gruppe können sich die Teilnehmer dabei gegenseitig mit ihren Assoziationen helfen. Wichtig ist es, keine Scheu zu haben, Assoziationen, die scheinbar erst einmal zu nichts führen zu äußern. Jede Äußerung wird unter der positiven Wahrnehmung betrachtet, dass diese etwas enthält, das uns dem Ziel näher bringt. Herauskommen werden viele Ideen von denen einige mehr andere weniger brauchbar sind.

Jetzt Bewertung von Artikeln möglich

Sonntag, 9. Dezember 2007

Ich habe so eben das Plug-in Karma installiert, das es ermöglicht, jeden Artikel zu bewerten.
Es gibt eine Fünferskala von ++ bis -- unterhalb jedes Posts mit der das Karma des Artikels festgelegt werden kann.






Eigentlich hätte ich lieber eine Bewertungsmöglichkeit in Form von Sternchen gehabt, ähnlich wie bei Amazon oder vielen anderen Blogs. Leider gibt es so eine Lösung für mein Blogsystem noch nicht.

Was erhoffe ich mir davon?
In erster Linie betrachte ich es als Experiment, um zu sehen, wie und ob es genutzt wird. Auf der anderen Seite kann mir dieses System ein wenig Rückmeldung geben, wie die einzelnen Themen empfunden werden, ohne dass die Leser Kommentare inhaltlicher Art hinterlassen müssen.

Neue Vorgehensweisen mit der Fluchtmethode

Mittwoch, 5. Dezember 2007

Im Best-Practice-Business-Blog hat Burkhard Schneider kürzlich einen Bericht über einen Skilift veröffentlicht, der das übliche Prozedere auf den Kopf gestellt hat: Anstatt dass jeder Fahrgast mit einem gültigen Liftpass durch ein Drehkreuz geht, ist hier der Lift grundsätzlich offen und das Drehkreuz schließt sich dann, wenn ein Fahrgast keinen gültigen Ausweis hat.
Im Nachhinein denkt man sich, eine klasse Idee und außerdem völlig logisch! Trotzdem hat es lange gedauert, bis jemand diese Idee umgesetzt hat oder auf diese Idee gekommen ist. Mitunter kann es daran liegen, dass solche Konzepte, nachdem sie gefunden wurden, rückblickend betrachtet völlig logisch sind, man aber, bevor man diesen neuen Weg gefunden hat, durch logisches Denken und Analyse nicht unbedingt draufkommt.
Bei obigen Liftbeispiel musste ich an die Fluchtmethode denken, eine Technik des lateralen Denkens von Edward de Bono, die helfen kann, neue Ideen und neue Lösungen zu generieren. Die Anwendung ist schnell erklärt, in der Umsetzung ist viel Trial and Error notwendig.

Wie funktioniert es?
Ziel der Anwendung ist es, eine neue Idee, eine neue Vorgehensweise für eine bestehende Sache zu finden. Man nimmt mein vorhandenes Prinzip und überlegt, welche Aspekte man als gegeben hinnimmt.
Bei einem Supermarkt nehme ich als gegeben hin, dass es dort z.B. Waren zu kaufen gibt und dass ich als Kunde für die Ware bezahlen muss.
Nachdem man einige Dinge identifiziert hat, die man als gegeben hinnimmt, versucht man als nächstes bewusst, aus dieser Denkbahn zu fliehen und weitere Möglichkeiten zu denken.
Ausgehend von der Annahme, dass ich als Kunde bezahlen muss, könnte ich mit der Fluchtmethode auf die Idee kommen, dass der Supermarkt mich bezahlen muss, damit ich einkaufe. Nun versucht man von dieser Flucht einen Aspekt zu finden, der das Ganze in der Realität praktikabel macht. Edward de Bono spricht auch von movement value. Dieser könnte darin liegen, dass man ausgehend von der These "Der Supermarkt muss mich bezahlen" dazu kommt, Bonus- oder Paybacksysteme zu überlegen. Im Nachhinein alles ganz logisch, aber im Vorhinein sind diese neuen Denkbahnen sehr schwer zu finden.