Anwenderporträt Alexander Greisle

Donnerstag, 30. August 2007


Herr Greisle, stellen Sie sich bitte kurz vor und sagen Sie ein paar Sätze, was Sie beruflich machen (Aufgaben).

Hallo, mein Name ist Alexander Greisle. Ich helfe Unternehmen bei der Einführung neuer Arbeitskonzepte. Das reicht von modernen, innovations- und kommunikationsförderlichen Büros bis hin zur Unterstützung von verteilt arbeitenden Teams. Dabei interessieren mich vor allem die Methoden und die Menschen, aber natürlich auch die Werkzeuge. Ein Büro ist übrigens auch "nur" ein Werkzeug und keinesfalls schlicht "vorhanden".

Zweiter Schwerpunkt ist etwas, das ich als "Information Worker Performance" bezeichne. Also die Frage, wie wir uns persönlich und im Team mit den neuen Informations- und Kommunikationswerkzeugen, auch dem Web 2.0, voran bringen. Auch hier sehe ich die unterschiedlichen Menschentypen und Arbeitsweisen im Mittelpunkt. Für diese müssen die richtigen Methoden in die Werkzeuge des täglichen Tuns umgesetzt werden. Dabei unterstütze ich meine Kunden in Projekten und mit Seminaren und individuellen Coachings.

Und dann schreibe ich noch im work.innovation Blog, das Gedanken, Tipps und Interessantes zu all diesen Themen bietet.

Wie sind Sie mit Mind Mapping in Berührung gekommen und wie haben Sie es gelernt?

Wie ich damit in Berührung gekommen bin? Das weiß ich schon gar nicht mehr. War irgendwann während des ersten Studiums. Damals hatte ich mir ein Buch über Mindmapping gekauft, ich weiß gar nicht mehr welches, und es mir autodidaktisch beigebracht. Seit dem nutze ich Mindmapping, mal mehr, mal weniger intensiv und mit immer wieder wechselnden Einsatzschwerpunkten.

Wie erstellen Sie Mind Maps? Als traditionelle Mind Maps mit Papier und Stift und/oder als Business Maps mittels einer Visualisierungs-Software (z.B. Mindjet Mindmanager)?

Begonnen habe ich mit Papier und Stift, bin aber recht schnell auf den MindManager gekommen. Den nutze ich inzwischen seit der Version 2.0, also schon ein paar Jahre. Inzwischen nutze ich als zweites Tool noch iMindMap von Tony Buzan.
Es kommt durchaus auch mal vor, dass ich ein Mindmap per Hand zeichne. In letzter Zeit aber immer weniger, da ich meine Ablage inklusive der Notizen komplett digital habe. Da fallen Papier-Mindmaps halt etwas aus dem Rahmen und eingescannte Maps lassen sich über die Desktop-Search nur sehr eingeschränkt wieder finden.

Für welche Einsatzgebiete verwenden Sie Mind Mapping? Geben Sie bitte einige Beispiele.

Mit iMindMap kann man die Maps sehr schön am Computer gestalten. Diese entsprechen eher handgemachten Mindmaps als man das von den anderen Computerwerkzeugen so kennt. Diese Mindmaps nutze ich gerne in anderen Dokumenten und Präsentationen.

Für ausgearbeitete Konzepte, Ideensammlungen und in letzter Zeit auch verstärkt Angebote verwende ich den MindManager. Da gefällt mir die Handhabung – gut, ich bin sie auch seit Jahren gewöhnt – und die Schnelligkeit, mit der man die Dinge erledigt bekommt. Bei den genannten Anwendungen halte ich mich auch nicht strikt an die Mindmapping-Regeln, das ist eher Business-Mapping ohne den Anspruch auf methodische Reinheit.

Den Mindmanager verwende ich in letzter Zeit häufiger in Workshops. Für alle sichtbar an die Wand projiziert hat man eine wunderbare Visualisierung der wichtigsten Ergebnisse und kann diese direkt diskutieren und klären. Mit dem Effekt – und etwas Moderationsgeschick vorausgesetzt –, dass nach dem Meeting bereits ein abgestimmtes Protokoll steht, jeder weiß, was er zu tun hat und die Nacharbeiten auf ein Minimum reduziert werden. Egal ob als pdf oder als Mindmanager-Datei haben die Teilnehmer das Protokoll oft schon im Postfach, bevor sie überhaupt wieder am Platz sind.
In der einen oder anderen Workshop-Situation haben sich an der Pinwand händische Mindmaps ebenfalls sehr bewährt.

Wo sehen Sie die Vorteile beim Einsatz der Mind Mapping Methode?

Beim Mindmapping in der klaren Visualisierung der Themen und in der spielerischen Gestaltung. Neben der Visualisierung hilft mir der Gestaltungsprozess beim Erstellen einer Mindmap dabei, meine Gedanken zu sortieren. Was häufig zu einer inhaltlichen Weiterentwicklung der Mindmap führt.
Beim Business-Mapping in der Schnelligkeit der Ergebnisse, in der Übersichtlichkeit und den Navigationsmöglichkeiten und, last but not least, der sehr einfachen Möglichkeit, diese immer wieder und sehr einfach weiterentwickeln zu können.

Wo haben Sie Schwierigkeiten beim Mind Mapping?

Ist eine Mindmap, die nicht nur für den persönlichen Gebrauch ist, zu stichwortartig, dann lässt sie viel Raum für Interpretation. Gerade in interdisziplinären Teams sind Begriffe ja häufig mehrfach belegt bzw. werden mit einem anderen Mind-Set interpretiert. Selbst bei älteren Mindmaps für den persönlichen Gebrauch stelle ich schon ab und an mal fest, dass ich über den Kontext und die Bedeutung eines Astes nachgrüble.
In Bezug auf die Computerwerkzeuge wäre ich für einen funktionierenden Datenaustausch ohne zeitraubende manuelle Zwischenschritte sehr dankbar. Leider habe ich den Eindruck, dass die Big Player im Markt der Mindmapping-Software hier die gleiche proprietäre Strategie fahren, wie sie Microsoft lange Jahre verfolgt hat und erst langsam aufgibt.

Erstellen Sie Mind Maps nur für sich, oder teilen Sie diese auch mit Ihren Freunden/Kollegen? Wie reagieren diese darauf?

Wie aus den vorherigen Antworten sicher hervorgegangen ist: Sowohl als auch.
Ich erlebe eigentlich nur positive Reaktionen. Mindmapping kennt man inzwischen, auch wenn es bei weitem nicht jeder aktiv nutzt. Hier hilft es, kurze Gebrauchshilfen einzubauen, zum Beispiel einen gebogenen Pfeil, der die Leserichtung anzeigt.

Verwenden Sie noch weitere Denk- und Arbeitstechniken? Wenn ja, welche und wie setzen Sie diese ein?

Sehr viele. Das resultiert nicht zuletzt aus meiner Tätigkeit. Letztlich ist es ein bunter, auf meine Arbeitsweise zugeschnittener Mix an Methoden. Ein „Best-of“ sozusagen. Am liebsten sehr einfach, intuitiv und so, dass sich die Methoden an die Arbeitsweise anpassen – keinesfalls umgekehrt.

Ich verfolge da einen auf den ersten Blick einfachen Dreiklang:

Arbeitsprozesse und Arbeitsweise => Unterstützende Methoden => Tools und Werkzeuge.

Das wichtigste dabei sind die Pfeile, die im Alltag leider häufig kaum beachtet werden. Sie symbolisieren die Transformation zwischen den Schritten. Nur wenn diese Abstimmung gelingt, dann wird ein rundes Ganzes für das tägliche Tun daraus. Daran arbeite ich und deshalb wechseln die Methoden immer wieder. Nur einige bewährte, wie das Mindmapping, bleiben dauerhaft.

iMindMap - schneller Support

Freitag, 24. August 2007

Den Inhalt meines zweiten Tests von iMindMap habe ich auch an das iMindMap Supportteam übermittelt und die haben super schnell reagiert. Das Problem mit der Ausrichtung von Icons und Bildern war ein Bug, der sofort behoben wurde. Nach bereits zwei Tagen stand eine neue Programmversion von iMindMap zum Download bereit. Ich bin beeindruckt!

iMindMap – zweiter Test

Samstag, 18. August 2007

EDIT: Test zur Version 3 von iMindMap

Vor neun Monaten habe ich das damals neu auf den Markt gekommene Programm iMindMap zum ersten mal getestet, damals in der Version 1. Wie damals bereits berichtet, steckt hinter der Software der Erfinder des Mind Mappings Tony Buzan, der das Programm mit dem Argument vermarktet, mit iMindMap richtige und gerhirngerechte Mind Maps nach der von ihm erfunden Methode erstellen zu können. Nun liegt die Version 2 vor, die ich nun noch einmal unter die Lupe genommen habe.




 
Mit Tablet PC fast wie mit Papier und Stift
Diesmal hat sich an meinen Testbedingungen eine wichtige Änderung ergeben. Der letzte Test fand mit einem ganz normalen Laptop statt, diesmal arbeite ich mit einem Tablet PC, d.h. ich kann mit einem speziellen Stift direkt auf dem Bildschirm schreiben.
Das Gefühl auf einem Tablet PC mit iMindMap Mind Maps zu erstellen ist fantastisch! Durch den Freihandmodus der Software, kann man die Zweige wirklich völlig frei zeichnen, wie mit Papier und Stift. Dadurch ist iMindMap die erste Software, die wirkliche Mind Maps nach den Regeln von Tony Buzan am PC erstellen kann, da die Maps genau so erscheinen, wie ich diese zeichne und das haptische Erlebnis des selbst Zeichnens und Schreibens gegeben ist. (Mindjet Mindmanager arbeitet in der Tablet-Version nur mit Stiftgesten, Zweige werden nach wie vor in das MindManager Schema gepresst) Das Beschreiben der Zweige wird ermöglicht durch die Software ritepen, einer Handschriftenerkennung von Evernote, die extra zu erwerben ist. Auch das Zeichnen von kleinen Skizzen und Bildern erfolgt wie auf Papier, nur dass man mit iMindMap die alles nachträglich skalieren und verändern kann – absolut genial!

Wie gesagt: Genial mit dem Tablet, mit einem „normalen“ Laptop mit Maus und Tastatur ist das Erlebnis ein völlig anderes und auch der Mind Mapping Effekt ein anderer. Hier ist das Anlegen der Zweige eher mühsam und langsam, im Gegensatz zu anderer Software, wo man neue Zweige per Tastendruck anlegen kann.
Um diesem Problem Herr zu werden, hat das Programm nun den Speed Mapping Mode. Hier kann man Zweige ebenfalls per Tastendruck anlegen und diese schnell beschriften. Danach kann man diese dann ordnen und individualisieren, in dem man diese neu anordnet und ausrichtet. Leider ziemlich mühsam.

Gut gedacht – noch mangelhaft umgesetzt
Nochmal: Das Konzept hinter iMindMap und die Bedienung mittels Tablet PC ist großartig. Ich freue mich hier auf weitere Versionen. Mit iMindMap könnte die Unterscheidung zwischen Mind Mapping (mit Papier und Stift) und Business Mapping (am PC) fallen, da das Erstellen von Mind Maps mit fast den gleichen Freiheiten und (gehirnpsychologischen) Effekten wie mit Papier und Stift möglich wird.
Noch gibt es leider einige Fehler in der Umsetzung, die noch nicht zufriedenstellend gelöst sind und das vernünftige Arbeiten noch unmöglich machen.

Die beiden Hauptkritikpunkt sind aus meiner Sicht:

Icons und Bilder :
Diese lassen sich extrem umständlich einbinden und verhalten sich dann nicht intelligent. Icons und Bilder werden mitten in das geschriebene Wort eingefügt und müssen dann umständlich skaliert und repositioniert werden (Bild 2). Das macht die Bedienung sehr langsam und ineffektiv. Ein bestehender Bug der Software scheint zu sein, dass die Ausrichtung der Schlüsselworte (links, zentriert, rechts) nicht mit abgespeichert wird und diese nach dem Schließen des Maps wieder in den Default-Zustand gesetzt wird. Dadurch landen Bilder und Icons wieder mitten im Wort. Außerdem „haften“ die Bilder und Icons nicht richtig an den Zweigen, weshalb diese, wenn ein Zweig in seiner Position verändert wird, nicht richtig repositioniert werden.




Bearbeiten von Zweigen und Elementen:
iMindMap arbeitet mit Kontrollpunkten an Zweigen und Elementen wie Bildern und Icons. Hier funktioniert die Erkennung der Kontrollpunkte nur unzureichend. Wenn man z.B. eine Grafik markiert, um diese zu skalieren und sich in der Nähe der Grafik ein Kontrollpunkt für einen Zweig befindet, dann hat dieser bei iMindMap Vorrang. Ergebnis: Man kann die Grafik nicht skalieren, sondern verschiebt statt dessen den Zweig. Das Ganze artet dann in eine lästiges Gefummel aus.

An manchen meiner Kritikpunkte aus dem ersten Post hat sich auch in Version 2 noch nichts geändert. Der Präsentationsmodus ist so konzipiert, dass der Präsentator alles machen kann, außer sich auf seine Präsentation zu konzentrieren. Statt dessen ist man immer mit dem Nachjustieren des Maps beschäftigt.

Zweignotizen und Links werden nun inzwischen mit einem kleinen Symbol kenntlich gemacht, dafür verschwinden die – in dieser Version verfügbaren – Aufgabeninfos ins Nirwana sobald man diese angelegt hat.

Fazit
Das Konzept des Programms ist großartig, besonders in Verbindung mit einem Tablet PC. Hier können wie mit Papier und Stift richtige Mind Maps erstellt werden mit allen Vorteilen aus der händischen Erstellung und den Möglichkeiten des Computers!
Für 99% aller Nutzer, die über keinen Tablet PC verfügen ist der Nutzen und die Bedienung nur halb so gut.
Noch stecken leider immer noch zu viele Fehler (wirkliche Fehler) in der Bedienung des Programms, weshalb ich nach wie vor empfehlen würde, mit der Anschaffung zu warten. Es gibt Fortschritte im Vergleich zum letzten Test, noch ist das Programm aber nicht ausgereift.

Missverständnisse zu Mind Mapping

Sonntag, 12. August 2007

In einem Telefonat mit einem Unternehmen letzter Woche kam das Gespräch auf Mind Mapping. Wieder einmal zeigte sich, dass mein Ansprechpartner den Begriff Mind Mapping mit Mindjet Mindmanager gleichsetzte. Das ist sicherlich schön für Mindjet, weil das Unternehmen es geschafft hat, einen Begriff mit einem Produkt zu besetzen.
Auf der anderen Seite ist das für Mind Mapping und die vielfältigen Möglichkeiten dieser Technik äußerst bedauerlich, da dieses Gleichsetzen den Blick verengt und ein falsches Bild erzeugt.
Es bedarf dann immer wieder Aufklärungsarbeit, um meinem Gegenüber klar zu machen, was Mind Mapping eigentlich ist und wo das Potenzial dieser Technik steckt und warum es auch ohne Computereinsatz sinnvoll sein kann, diese Technik zu erlernen.

Vielleicht zu Anfang einige Kurzformeln:

  • Mind Mapping ist nicht mit Business Mapping (computergestütztes Mind Mapping) gleichzusetzen!
  • Mind Mapping ist definitiv nicht Mindjet Mindmanager!
Ich möchte die Definition von Mind Mapping, wie diese auch auf meiner Website zu finden ist, noch einmal wiederholen: "Mind Mapping® ist eine einfache und äußerst wirksame grafische Technik, um Gedanken, Wissen und Informationen zu visualisieren, zu organisieren und zu strukturieren. Mind Maps® funktionieren als externes Repräsentationssystem, um (gehirn-)interne Gedankenstrukturen darzustellen."

Mind Mapping ist eine Art und Weise Informationen zu strukturieren und zu organisieren, die nicht an einen Computer oder gar eine Software gebunden ist! Es ist eine Fertigkeit, die ich gerne mit Lesen, Schreiben oder sogar Zeichnen vergleiche. Wenn ich die Fertigkeit habe, dann kann ich mir das Mittel wählen, mit dem ich die Fertigkeit umsetze! Das Mittel variiert je nach meinem Ziel.
Dies können auch im 21. Jahrhundert Papier und Stift sein, oder ein Computer und dann eines der vielen vorhanden Programme dafür. D.h. der Computer und die Software sind ein mögliches Vehikel!
Wenn ich keinen Computer dafür einsetzen kann, heißt das nicht, dass man die Technik nicht einsetzen kann. Schreiben und Zeichnen kann ich sowohl mit als auch ohne Computer. Manchmal ist es sinnvoll ein E-Mail zu schreiben, manchmal möchte ich eine Nachricht auf einem Stück Papier verfassen.
Egal für welche Art der Umsetzung ich mich entscheide, zuerst muss ich einmal die Technik an sich beherrschen.

Software erweitert die Möglichkeiten des traditionellen Mind Mapping, da der Computer Operationen ermöglicht, die mit Papier und Stift unmöglich sind. Das ist in manchen Fällen äußerst sinnvoll und hilfreich. Ich selbst arbeite auch viel mit Business Mapping (computergestütztes Mind Mapping), setze jedoch das traditionelle papiergestützte Mind Mapping noch mindestens genauso häufig ein, obwohl ich beruflich die meiste Zeit vor der Kiste sitze.


 



 
Manchmal kann der Computer mit all seinen Funktionen dem guten alten Papier und ein paar farbigen Stiften einfach nicht das Wasser reichen.

Einige Beispiele, wofür ich Papier und Stift einsetze:

  • Telefon- und Besprechungsnotizen
  • Ideensammlung und Planung
  • Lernen und Merken
  • Exzerpte aus Büchern
Diese Bereiche lassen sich sinnvoll mit Computer verbinden, manchmal geht allerdings einfach nichts über ein Blatt Papier und ein paar Stifte.


Mind Mapping Software Test in der c't

Montag, 6. August 2007

Nachdem schon über zwei Jahre seit dem letzten Test vergangen sind, war es für die c't mal wieder Zeit für einen Mind Mapping Software Test (erschienen in der aktuellen Ausgabe vom 6.8.07). Ich nenne diese Programme ja immer noch Business Mapping Software, aber lassen wir das...
Getestet wurden:


  • ConceptDraw Mindmap Pro 5.0
  • Freemind 0.9.0
  • Knowledge Map 2007 Professional (siehe hierzu meinen Post vom 14.01.07)
  • MindGenius 2 business
  • MindManager Pro 7 (die Liste meiner Posts hierzu ist zu lang, um diese nun alle aufzuführen)
  • Creative MindMap 4 Pro
  • MindMapper 5.0 Pro
  • OpenMind 2.0 Business
  • Visual Mind 9


Die wichtigsten Programme hat der Artikel damit abgedeckt, schön wäre es gewesen iMindMap von Tony Buzan noch mit aufzunehmen (siehe hierzu meinen Post vom Dezember 2006). Hierzu werde ich bald wieder einen neuen Test veröffentlichen, denn hier hat sich in den letzten Monaten einiges getan. Die Preispanne der getesteten Programm reicht dabei von kostenlos (Freemind) bis zu MindManager Pro (356 Euro). Gar nicht mit von der Partie waren die zahlreichen Online Mind Mapping Tools, die in letzten Monaten entstehen, obwohl diese möglicherweise für einige der vorgestellten Programm eine Alternative darstellen könnten.
Wer einen groben Überblick über die wichtigsten Funktionen und Unterschiede der Programme erhalten möchte, für den ist der Artikel sicherlich interessant. Für alles andere heißt es nur: ausprobieren.

Hundertwasser und Mind Mapping?

Mittwoch, 1. August 2007

Am vergangenen Wochenende hatte ich die Gelegenheit das Hundertwasser Museum in Wien zu besuchen und mich etwas mehr mit Leben und Werk des Malers Hundertwasser zu beschäftigen. Sehr spannend fand ich die Abneigung Hundertwassers für die gerade Linie, wie sie vor allem in der Stadtplanung und Architektur zum Einsatz kommt. Für ihn ist die gerade Linie nicht nur gottlos und unnatürlich (im wahrsten Sinne des Wortes) sondern auch "the only line that does not correspond to the creativeness of man."


http://www1.kunsthauswien.com/deutsch/hundertwasser.htm
(Bild von: http://www1.kunsthauswien.com/deutsch/hundertwasser.htm)


Fasziniert hat mich das gebogene Lineal, das er entwickelt hat. Während des ganzen Besuchs des Museums dachte ich mir immer wieder: Hundertwasser hätte am Mind Mappig nach Tony Buzan sicherlich Gefallen gefunden. Vielleicht hat er das ja auch? Bis jetzt habe ich keinerlei Informationen darüber gefunden, es würde mich aber sehr interessieren, ob es Berührungspunkte oder Äußerungen gibt.