Map-Büchlein für unterwegs

Samstag, 24. Februar 2007

Gute Ideen und Einfälle kommen oft dann, wenn man es nicht erwartet: Unterwegs auf einer entspannten Zugfahrt, beim Bergwandern oder einfach nur kurz vor dem Einschlafen.
Viele Leute haben für das Büro, aber auch privat eine Methode entwickelt, Todos und Einfälle irgendwo festzuhalten.
Im Büro kann man oft die vielen gelben Klebezettel beobachten, die den Bildschirm und Schreibtisch mancher Kollegen zukleben. Manche führen eine Todo-Liste, entweder auf einem Blatt Papier oder auf dem PC. Auf meinem Rechner gibt es immer eine Wochen-Planungs-Map mit Mindjet MindManager angelegt (mehr dazu in einem späteren Post), wo ich alle Dinge festhalte.

Wie gesagt, oft kommen einem Einfälle, was man noch erledigen sollte oder neue Ideen dann, wenn man seine schöne Todo-Liste etc. nicht dabei hat. Wenn mir dann Einfälle kommen ist es oft so, dass die Ideen gerade zu sprudeln. Um für unterwegs gerüstet zu sein und nicht Angst haben zu müssen, dass mir die Gedanken wieder entwischen habe ich mir ein kleines Büchlein gekauft, mein sogenanntes Map-Buch.
Es ist im DIN A6 Format und besteht aus weißen unlinierten Seiten. Von der Größe her ideal, um es überall hin mitzunehmen. In dieses Buch schreibe ich nun alle Gedanken, die mir unterwegs durch den Kopf gehen. Dabei gibt es zwei Kategorien:


  • Von vorne beginnend schreibe ich in die Mitte eines jeden Blattes ein Ausrufezeichen. Dieses steht für zu erledigende Dinge.
  • Von hinten beginnend zur Buchmitte hin zeichne ich in die Mitte jeder Seite eine Glühbirne. Diese steht für neue Ideen und Einfälle.




Immer dann wenn mir ein Gedanke kommt, den ich festhalten möchte, entwickle ich ein Map auf einer noch freien Seite, entweder um das Ausrufezeichen, oder die Glühbirne. Jeden Gedanken kann ich so, wann immer er mir einfällt, in der entsprechenden Kategorie festhalten.
Wenn ich eine Aufgabe erledigt habe, mache ich einen Hacken hinter den entsprechenden Zweig, ebenso verfahre ich mit den Ideen.

Für mich besteht der Vorteil in diesem Vorgehen darin, dass ich die Gedanken mental in das Buch ablegen kann und ich erst einmal nicht mehr daran denken muss und meine Kopf für andere Dinge frei habe. Der Vorteil das Ganze in Mind Map Form zu machen, besteht darin, dass ich Dinge sehr schnell und mit wenigen Strichen zu Papier bringen kann. Obowohl ich seit einigen Jahre einen PDA benutze, habe ich mich entschieden für das Festhalten von Gedanken und Ideen weiterhin die "alte" Papierform zu nutzen.

Machtpolitische Voraussetzungen für Denkwerkzeuge in Teams?

Dienstag, 20. Februar 2007

Eine vielleicht auf den ersten Blick etwas komische Frage. Jeder kann Denkwerkzeuge für sich persönlich mit hohem Mehrwert einsetzen, keine Frage. Dazu muss man lediglich vom Mehrwert einer Methode für sein tägliches Arbeiten überzeugt sein.

Interessant wird es, wenn man versucht als Vorreiter Denkwerkzeuge in Gruppen einzusetzen, die vorher noch nicht damit gearbeitet haben. Hier stelle ich mir die Frage, ob es leichter ist, dies von einer Positionen der Stärke heraus zu tun, z.B. als Teamleiter oder Geschäftsführer? Ich denke ja. Die Anfahngshürden sind in diesem Fall niedriger, denn man kann in dieser Position zumindest ohne Probleme einen Versuch starten. Wie schaffe ich es, als "normaler" Mitarbeiter, Teams zum Einsatz von Denkwerkzeugen zu bringen und damit bestehende Vorgehensweisen zu verändern? Das ist sicherlich schwieriger. Das hängt einmal davon ab, wie offen die Kultur eines Unternehmens ist, neue Dinge auszuprobieren. Möglicherweise gibt es rotierende Verantwortliche für Meetings und Workshops, so dass man beim nächsten Mal das einfach ausprobieren kann. Schwierig ist es auf alle Fälle, gegen gewohnte – wenn auch ineffektive Vorgehensweisen – einen Kontrast zu setzen.
Dieses Problem trifft nicht nur auf den Einsatz neuer Vorgehensweisen zu, sondern ist ein allgemeineres Problem in Organisationen.

Als Seminarleiter kann ich die Teilnehmer zumindest in soweit unterstützen, als dass ich es als Transferaufgabe gebe, die neuen Techniken auch in der Gruppe einmal anzuwenden. Somit gibt es eine externe Rechtfertigung es einmal zu versuchen. Oft ist das Eis dann, wenn man es einmal erfolgreich angewendet hat, gebrochen.


Wie sind Ihre Erfahrungen oder auch Meinungen?

Periodensystem der Visualisierungsmethoden

Samstag, 17. Februar 2007

Ralph Lengler & Martin J. Eppler vom Institute of Corporate Communication der Universität von Lugano haben ein Periodensystem der Visualisierungsmethoden entwickelt.
Eine fantastische Idee und eine gelungene Umsetzung.



Die Autoren kategorisieren die Visualisierungsmethoden nach den folgenden Visualisierungs-Kriterien:


  • Daten
  • Informationen
  • Konzepte
  • Strategien
  • Metaphern
  • Verbindungen (compounds)


Diese sechs Kriterien werden dann wiederum den Kategorien Prozess und Struktur zugewiesen, je nach dem Schwerpunkt der Visualisierungsmethode. Bei jeder der aufgeführten Methoden wird mithilfe von kleinen grafischen Elementen außerdem erklärt, ob diese eher einen Überblick liefern, oder Details darstellen, ob die Denkweise der Methoden eher divergent (entgegengesetzt, unterschiedlich) oder konvergent (sich einander annähernd) ist.

Hier gibt es das Periodensystem mit Beispielvisualisierungen (Mouse-Over-Funktion). Den wissenschaftlichen Artikel zum Periodensystem gibt es hier. Was ich im Artikel vermisst habe ist eine Definition der Einteilungskriterien (Daten, Informationen...).
Das System bietet einen tollen Überblick für jeden, der die passende Visualisierungmethode für ein bestimmtes Einsatzgebiet sucht.

Edward de Bono über Denken und Kreativität

Mittwoch, 14. Februar 2007




Gestern habe ich ein Video von Edward de Bono (leider keine besonders ansprechende Website) bei Youtube entdeckt, in dem er einige seine wichtigsten Thesen über Denken und Kreativität noch einmal kurz darstellt.
Wie in seinen Büchern schon oft beschrieben, sind Denken (im Sinne von neue Lösungen finden und Probleme betrachten) und Kreativität für de Bono Fähigkeiten, die erlernt und verbessert werden können.
Wie im Video dargelegt und in seinen Büchern sehr ausführlich erklärt, hält er das verbissene Festhalten an den Kategorien wahr oder falsch für einen der größten Bremser des Fortschritts. Fortschritt in der realen Welt (im Gegensatz zur theoretischen Welt der Wissenschaft, wo es tatsächlich um die Wahrheitssuche geht) hat mit Möglichkeiten zu tun, die sich nicht mit den Kategorien wahr oder nicht wahr beschreiben lassen. D.h. es gibt immer mehr als eine richtige Antwort.
Kreativität, damit diese nach de Bono als solche bezeichnet werden kann, muss einen Mehrwert im Vergleich zu bestehenden Lösungen bieten. Etwas lediglich anders zu machen, um des Andersseins willen, hat für ihn nichts mit Kreativität zu tun. Ein Weg zu mehr Kreativität führt für de Bono über gezielte Provokationen, die neue "Denkpfade" ermöglichen.

Ein Beispiel für de Bonos Techniken sind die sechs Denkhüte. Diese Technik ist ein Beispiel für de Bonos Konzept des parallelen Denken, das auch in meinem Seminar Denkwerkzeuge zum Einsatz kommt.
Ein Beispiel für so eine Provokation, das ich in meinen Seminaren verwendet habe, ist die Einführung einer Strafsteuer für Übergewichtige. Über diese Provokation kann man dann bei sehr praktischen Lösungen wie einem Bonussystem für Leute mit viel Bewegung ankommen und vielen weiteren praktischen Umsetzungsmöglichkeiten, die mit der anfänglichen Provokation nichts mehr gemeinsam haben. Ausgangspunkt war die von de Bono beschriebene Provokation, die das Denken in andere Bahnen gelenkt hat.

Anwenderporträt: Andreas Weinberger

Sonntag, 11. Februar 2007

Herr Weinberger, stellen Sie sich bitte kurz vor und sagen Sie ein paar Sätze, was Sie beruflich machen (Aufgaben).

Ich arbeite als IT-Architekt bei einer Bank in Luxemburg und bin nebenbei auch als Trainer/Coach im Thema "Optimierung der Arbeit des Information Worker" tätig.
Hierbei setze ich neben MS Office und Mindjet MindManager sehr stark auf modernere Web-Lösungen, da ich hier enormes Entwicklungspotential sehe und auch realisieren kann.
Ein weiteres meiner Tätigkeitsfelder - IT Service Management (zertifizierter ITIL-Fachmann, Aufbau/Leitung der Bereiche Benutzerservice und Systemintegration) ruht zur Zeit aufgrund von Umstrukturierungen.

Wie sind Sie mit Mind Mapping in Berührung gekommen und wie haben Sie es gelernt?
Reines Mind Mapping kannte ich schon länger, kam aber 1999 zufällig mit der Software MindManager in Kontakt und beschäftige mich seither intensiv mit der Software aber auch den dieser zugrunde liegenden Methoden.
Die Software hab ich auf die gleiche Art und Weise erlernt, wie zuvor schon diverse andere Applikationen (darunter MS Office) – durch ausführlichstes Testen und Hinterfragen aller Funktionalitäten.
Die Methode "Mind Mapping" habe ich mir durch Lektüre angeeignet und in der Trainer-Ausbildung vertieft und verfeinert.

Wie erstellen Sie Mind Maps? Als traditionelle Mind Maps mit Papier und Stift und/oder als Business Maps mittels einer Visualisierungs-Software?
Ich erstelle einfach gesagt "MindManager-Maps". Das ist der einzig "saubere" Begriff, den ich für meine Maps verwenden kann, denn viele meiner Maps haben mit einer Mind Map nur noch sehr wenig gemeinsam und auch der Begriff Business Maps trifft es hier nicht.
Ich verwende als Tool den MindManager in den Versionen 5 und 6 in Verbindung mit Microsoft Office und hier vor allem mit Outlook.

Für welche Einsatzgebiete verwenden Sie Mind Mapping? Geben Sie bitte einige Beispiele.
Persönliches Portal und Navigationshilfe:
Ausgehend von einer persönlichen Startmap – die verschiedene Rollen/Funktionen bzw. Aufgabengebiete/Projekte abbildet – erreiche ich alle verlinkbaren Informationsquellen die ich häufig nutze ohne mich an den Strukturen von z.B. Filesystemen entlang hangeln zu müssen.
Hier zwei meiner Postings zu diesem Thema – der mit Mindjet geplante Webcast kam leider durch personelle Veränderungen bei Mindjet nicht zustande:
http://itligenz.twoday.net/stories/2772585/
http://itligenz.twoday.net/stories/2772737/

Problemlösung:
Die Analyse komplexer Probleme erleichtere ich mir durch Informationssammlung und –visualisierung in einer Map. Durch die Integration von Ansprechpartnern (durch Outlook-Kontakte), Einbindung von E-Mails, Internet-Recherchen, … entsteht eine hohe Informationsdichte.
Hier ebenfalls zwei Postings:
http://itligenz.twoday.net/stories/2755682/
http://itligenz.twoday.net/stories/2593117/

Analysieren von Daten:
Bei diesen Thema erreiche ich bei geeignetem Datenmaterial einen Mehrwert, den ich bei einer vergleichbaren Datenanalyse basierend auf den Filterfunktionen von Excel nicht erreichen kann.
Ich kann hier z.B. gleichartige Daten aus 3 verschiedenen Listen so in eine Map kombinieren, dass es mir jederzeit möglich ist, aus der Map heraus den Zustand jeder dieser Listen zu rekonstruieren (das geht auch mit Excel). Darüber hinaus kann ich aber Zusatzinformationen ab- und Gruppierungen anlegen und Querverbindungen zwischen den Daten erkennen, verdeutlichen und kennzeichnen.
Auch dazu zwei Postings:
http://itligenz.twoday.net/stories/2273753/
http://itligenz.twoday.net/stories/2773578/

Wo sehen Sie die Vorteile beim Einsatz der Mind Mapping Methode?
Aus der Mind Mapping Methode nach der "reinen" Buzan-Lehre verwende ich einige für mich sinnvolle Elemente und nutze sie in Kombination mit den Erfordernissen meines papierarmen Arbeitsplatzes. Dazu gehören die Technik der Stichwörter und die Verwendung von Farben und Bildern.
Dabei entsteht für mich (unter anderem) folgender Nutzen:
Wiederverwendbarkeit von einmal durchgeführten Arbeitsschritten (ich suche z.B. einen Ordner im Filesystem normalerweise nur ein einziges Mal und habe ihn ab dann in meiner Themenmap verlinkt)
Hirngerechte Visualisierung von hirn-ungerechten Strukturen (z.B. Organigramme mit Bildern statt Kästchen, Filestrukturen, …)
Flexibilität z.B. beim Aufbauen der Struktur eines Dokuments – hier kann ich wesentlich schneller und sicherer die komplette Struktur eines größeren Dokuments verändern, als das in Word mit der Outliner-Funktion jemals möglich ist.
Entstehende Struktur entdecken: aus einer wirren Informationssammlung (z.B. aus einem Brainstorming oder einer groben Recherche) kann ich durch Umsortieren, Querverbinden, Einfärben, … Strukturen "sehen" und entwickeln und diese sogar testen.
Wiederverwendung von Map-Bestandteilen, Bau von Szenarien, problemloses Map-in-Map-Archivieren von verschiedenen Map-Zuständen

Wo haben Sie Schwierigkeiten beim Mind Mapping?
Dass die Werkzeuge (egal ob papier- oder IT-basierend) immer langsamer arbeiten als das Gehirn und laufend an Barrieren stoßen, die unnötig hemmen (Blattgröße, Bildschirmplatz).
Den Punkt zu erkennen, wo weiterer Aufwand für die Optimierung einer Map den Nutzen übersteigt.
Die Dokumentenorientierung und die Fesselung an das Werkzeug, denn ich stelle immer mehr fest, dass der Spruch "information wants to be free" sehr viel Wahrheit enthält und wir uns bei der Entwicklung vom aktuell noch regierenden Papierdenken (Schrank – Ordner – Register – Blatt) zur nächsten "Evolutionsstufe" (Information + Meta-Information + Querverbindungen) hiervon befreien sollten.

Erstellen Sie Mind Maps nur für sich, oder teilen Sie diese auch mit Ihren Freunden/Kollegen? Wie reagieren diese darauf?
Sowohl als auch. Mein unmittelbares Umfeld ist das mittlerweile so gewohnt, dass fast jede Map mir zugeschrieben wird (was nicht stimmt). Die Reaktionen sind höchst unterschiedlich, was mich aber nicht wundert, da die Hirne eben auch sehr unterschiedlich sind – ich biete aber bei kritischen Sachen oft beide Sichten (also Map und Outline) gleichzeitig an.

Verwenden Sie noch weitere Denk- und Arbeitstechniken? Wenn ja, welche und wie setzen Sie diese ein?
Ich verwende eine sehr individuell auf mich und meine Rollen zugeschnittene Produktivitätsmethode, die unter anderem Elemente aus Mind Mapping und GTD enthält. Meine langjährige Erfahrung mit E-Mail-Systemen und die Beschäftigung mit anderen Werkzeugen und Methoden haben darüber hinaus zu einer sehr komfortablen technischen Lösung geführt, die meine Arbeitsweise optimal unterstützt und die ich aktuell für einige Bekannte bei mir im Blog dokumentiere:
http://itligenz.twoday.net/stories/2772585/

Mapping Software MindGenius 2 Home – fast umsonst

Mittwoch, 7. Februar 2007

Auf der aktuellen c't Software-Kollektion DVD der Computerzeitschrift c't (Nr. 4., ab 5.2.07 im Handel) gibt es eine voll lauffähige Version der Software MindGenius 2 Home. Für den einen oder anderen ist diese Software vielleicht eine interessante Alternative zu doch erheblich kostspieligeren Programmen wie z.B. MindManager.

Die Mind Mapping Regeln – Teil 3 (Ende)

Dienstag, 6. Februar 2007

Im dritten und letzten Teil möchte ich mir einen Aspekt genauer ansehen, den man unter dem Stichwort Grafik zusammenfassen könnte.

Wie man bereits an den auf diesem Blog gezeigten Mind Maps sieht, enthalten diese zahlreiche Elemente wie:


  • Farben
  • Symbole
  • Bilder
  • Verbindungspfeile
  • Rahmen


All diese Elemente muss man nicht verwenden, kann man aber - und sie machen einen guten Teil der Wirkung von Mind Maps aus! Diese grafischen Bestandteile bieten für das Gehirn zusätzliche Zugänge und Möglichkeiten, Informationen abzuspeichern und ermöglichen es, Informationen auf einem Mind Map in hoch verdichteter Form abzulegen.



Durch den Einsatz dieser Elemente kann man Informationen kodieren, die man – würde man ausschließlich Text verwenden – in vielen Wörtern umschreiben müsste. (So wie ich es bei diesem Post gerade mache)
Anstelle zu schreiben: Ich habe mehr Zeit [durch gutes Zeitmanagement] kann man beim Mind Mapping einfach nur Zeit schreiben und einen Pfeil nach oben dazu zeichnen, was bedeutet, dass die Zeit mehr wird.

Farben
Farben kann man dazu einsetzen, unterschiedliche Themen von einander abzugrenzen, oder einfach nur ein Unterscheidungsmerkmal zu bieten. Man kann aber auch eine konkrete Bedeutung mit einer Farbe verknüpfen. So könnte ich bei einem Mind Map, in dem ich Vor- und Nachteile gegenüberstelle, die Vorteile in grün und die Nachteile in schwarz darstellen.

Symbole
Symbole sind wie Icons am Computer kleine Zeichnungen, die immer wieder kehren und immer die gleiche Bedeutung haben. Man kann sie verwenden, um zusätzliche Informationen auszudrücken. Vorteil der Symbole ist, dass diese sofort ins Auge springen und der Inhalt eines Mind Maps so schneller verarbeitet werden kann. Außerdem stellen Symbole einen zusätzlichen Kanal für unser Gehirn dar, Informationen abzuspeichern. Es empfiehlt sich, sich ein persönliches Set an Symbolen zu schaffen (siehe Bild 2). Wichtig ist lediglich, dass Sie selbst – als Erschaffer der Symbole – mit diesen arbeiten können.



Bilder
Bilder sind im Gegensatz zu Symbolen einzigartige Zeichnungen, mit deren Hilfe man ganz einfache Dinge ausdrücken kann, aber auch hoch komplexe Zusammenhänge. Ein Bild sagt mehr als Tausend Worte! Man kann sehr sehr viele Informationen in ein Bild packen, dadurch wird es möglich, Inhalte sehr komprimiert auf einem Mind Map abzuspeichern. Bilder haben den weiteren Vorteil, dass sie sehr einprägsam sind und man diese sehr gut behalten kann. Betrachtet man ein Mind Map nach längerer Zeit wieder, werden einem als erstes die Bilder ins Auge springen und Assoziationen auslösen. Auch das Mind Map als Ganzes stellt eine Art Bild dar, zumindest dann, wenn man das Mind Map gezeichnet hat (siehe dazu den Unterschied zum Business Mapping), das sich gut einprägen lässt. Ehemalige Seminarteilnehmer, die Mind Maps zum Lernen eingesetzt haben, berichten immer wieder, dass sie in der Prüfung das Map wie ein Bild vor dem inneren Auge vor sich hatten. Eine weitere Erfahrung aus den Seminaren ist die, dass viele Leute glauben, sie könnten nicht zeichnen oder bräuchten keine Bilder. Die Bilder müssen nicht kompliziert sein und auch nicht im Museum hängen, auch mit ganz einfachen Skizzen kann man viel ausdrücken. Die Kraft, die Bilder haben merkt man vor allem dann, wenn man nach einiger Zeit wieder mit einem Mind Map arbeitet.

Verbindungspfeile
Pfeile kann man verwenden, um Zusammenhänge und Verbindungen deutlich zu machen. Ich empfehle, damit etwas sparsamer umzugehen, da ein Mind Map sonst schnell mit zu vielen Pfeilen überfrachtet werden kann. Wenn Verbindungspfeile gezeichnet werden, dann sollten diese niemals durch bestehende Zweige hindurch gezeichnet werden, sondern immer außen herum (siehe Bild 1)

Rahmen
Rahmen kann man verwenden, um einzelne Zweige (mit Unterzweigen) innerhalb des Maps noch einmal besonders hervorzuheben. Beim Betrachten des Maps stechen die Zweige, die eingerahmt wurden wieder besonders ins Auge.


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