Geschäftsideen entwickeln und Entrepreneur werden

Auf dem Blog des Labor für Entrepreneurship findet sich eine toller Vortrag von Prof. Yunus anlässlich des Citizen Entrepreneurship Workshops in Berlin.
Seine Botschaft: every human being can be an entrepreneur. Statt den immer weniger werdenden Jobs hinterherzulaufen und sollten wir mehr Energie darauf verwenden, etwas eigenes zu schaffen.

Auch Günter Faltin, der Gründer des Labors für Entrepreneurship, zeigt in seinem Buch Kopf schlägt Kapitel eindrucksvoll, wie im Zeitalter des Internet und hochspezialisierter Dienstleister, jeder mit geringem Kapital zum Entrepreneur werden kann.

Beide betonen, dass die Idee zentral ist und es weniger um betriebswirtschaftlichen Kenntnisse geht. Diese werden erst zu einem späteren Zeitpunkt relevant und dann kann man diese bei Bedarf zukaufen.

Worauf kommt es beim Entwickeln einer Geschäftsidee an?
Immer wieder finde ich folgende Punkte:

  • man muss sich seiner Stärken bewusst sein
  • man muss wissen, was man "wirklich wirklich will", was einem Sinn und Freude bereitet
  • man muss in der Lage sein, eine erste Idee beharrlich weiter zu entwickeln, bis hin zu einer umsetzbaren Lösung.
Alles wichtige Kompetenzen, die in unserem Erziehungssystem nicht vermitteln werden.

Das Problem in kleine Häppchen aufteilen


Im Moment bin ich wieder einmal in China. Neben meinen Kreativitätstrainings und der Moderation von Innovationsworkshops habe ich die Gelegenheit, einem Bekannten bei seinem Gründungsvorhaben zu helfen. Ähnlich, wie bei den Teilnehmern der Akademie für Visionautik fällt mir in meinen Coachings dabei immer wieder auf:
  • Das Problem ist oft so breit bzw. so schwammig, dass nicht klar ist, wo man beginnen soll, bzw. in welcher Reihenfolge man die Einzelbausteine bearbeiten soll
  • Bei der Entwicklung von Ideen wird zu schnell bewertet und eingeschränkt. Es muss ja schließlich "realistisch" sein.
Auch für Einzelcoaching nutze ich das Creative Problem Solving Verfahren. Dabei können wir beide Barrieren durchbrechen:
  • Mit Hilfe der Technik des Challenge Mapping, lässt sich ein schwammiges Problem schrittweise untersuchen, bis bearbeitbare Kernfragen gefunden werden.
  • Durch den Einsatz von kreativen Prinzipien und die systematische Trennung von Entwickeln von Optionen und Bewerten von Optionen lassen sich schrittweise "realistische" Möglichkeiten entwickeln, die vor nicht denkbar (am wahrsten Sinne des Wortes) waren.

Dokumentation einer Unternehmensgründung


Zusammen mit einem Partner befinde ich mich gerade in einem Gründungsprozess für ein kleines Unternehmen. Natürlich haben wir uns bei der Entwickelung unserer Geschäftsidee eines systematischen kreativen Problemlöseprozesses bedient. Ich bin sicher, dass dieses Vorgehen jedem dabei helfen kann, von einer vagen Idee zu einem konkreten Vorhaben zu kommen. Sobald unsere Website live ist, werde ich die Dokumentation unseres Gründungsprozesses hier auf dem Blog veröffentlichen.

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Kommentare

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  1. Florian Simeth schreibt:

    Hallo Namensvetter :-)

    auch ich bin total begeistert von Günter Faltin, bin aber erst auf ihn gekommen als ich mich immer mehr mit dem Thema beschäftigt habe (DIE Entrepreneur-Bibel schlechthin ist für mich immer noch "Die 4 Stunden Woche" von Tim Ferriss.

    Es ist tatsächlich so, dass wenn man etwas wirklich will, man es auch erreichen kann. Ich hatte erst vor kurzem ein gutes Gespräch mit meiner Freundin und sie sagte zu mir: "Du sprichst so als hättest du schon alles erreicht, was du willst. Bloß der Zeitpunkt liegt zwei Jahre in der Zukunft". Das fand ich, war ne sehr schöne Aussage und irgendwie schreiben auch sehr viele Bücher über genau dieses Thema.

    Es hilft eben nur: am Ball bleiben. Wenn man nichts tut kann man auch nichts erreichen. Der Lottogewinn kommt eben auch nicht, wenn man nicht spielt (obwohl Lotto wohl ein sehr schlechtes Beispiel ist *g*)

    Auf alle Fälle werde ich deinen Blog weiter beobachten. Find ich sehr interessant. :-)

    Bis dann
    Florian

  2. Florian Rustler schreibt:

    Hallo Florian,

    mit deiner Einstellung bist du sicher auf dem richtigen Weg!
    Die beiden Bücher von Faltin und Ferriss empfinde ich als sehr bereichernd und ich kehre immer wieder zurück zu diesen. Ich habe auch einige der Literaturempfehlungen in den Büchern gelesen und ebenfalls sehr davon profitiert.
    Im Moment lese ich gerade das Buch "different - escaping the competitive herd" von Youngme Moon, das ich ebenfalls sehr empfehlen kann. Alle drei Bücher beschäftigen sich damit, nicht stupide der großen Masse zu folgen und zu tun was alle tun, sondern zu überlegen, wie es anders gehen könnte.

    Viele Grüße

    Florian


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