Wege zu höherer persönlicher Arbeitsproduktivität – 10 Tipps für effizienteres Arbeiten

In meinem ersten Artikel zum produktiveren Arbeiten habe ich mich entschlossen, die Frage nach der höheren Arbeitsproduktivität in zwei Unterfragen zu aufzusplitten, die ich getrennt bearbeiten möchte.

Für beide Fragen habe ich unter brainr Online-Brainstormings gestartet.

Wie könnte ich effizienter arbeiten?
Wie könnte ich effektiver arbeiten?

Die komplette Liste aller Ideen ist unter den jeweiligen Links einsehbar.

In diesem Artikel möchte ich meine persönliche Top 10 zum effizienteren Arbeiten vorstellen. Die Reihenfolge innerhalb der Top 10 spielt keine Rolle.


  1. Telefon und E-mail-Benachrichtigungen ausschalten für fest definierte Zeiten
    Mit diesem Vorgehen arbeite ich bereits und habe damit sehr gute Erfahrungen gemacht. Auch während der Zeit, als ich noch angestellter war. Meist gibt es nichts, was so dringend ist, dass es nicht auch in paar Stunden warten kann. Zumindest gilt das für viele Jobs.
    Ich bin dazu übergegangen mein Telefon oft einen ganzen Vormittag ganz auszuschalten und Kunden dann am Nachmittag in einem Zeitraum für Telefonate zurück zurufen.
    Die größte Befreiung war es, die Benachrichtigungen für neu eingegangene Mails abzuschalten. Meine E-Mails prüfe ich nun ca. 2 – 3 Mal pro Tag.

  2. Großen Bildschirm zulegen, um mehrere Dokumente auf einmal zu sehen
    Auch dieses Vorgehen finde ich sehr hilfreich. Ich arbeite mit zwei Bildschirmen wodurch das lästige Hin- und Herschalten entfällt.

  3. Aufgaben stapeln und dann in einem Rutsch abarbeiten
    Dieses Vorgehen wird auch im Rahmen der Getting Things Done Methode empfohlen. Oft gibt es kleine Aufgaben, wie z.B. E-Mails beantworten oder Rechnungen abheften, für die es sich lohnt mehrere auflaufen zu lassen und dann diese in einem Rutsch zu bearbeiten.

  4. Vor allem nach den eigenen Stärken arbeiten
    Diesen Hinweis finde ich sehr hilfreich! Das was einem liegt, geht einem meist besser von der Hand und wahrscheinlich auch effizienter. Oft gibt es mehr Möglichkeiten als man denkt, „unliebsame“ Aufgaben auszulagern und sei es an einen Persönlichen Virtuellen Assistenten.

  5. Singletasking
    Dieses Wort habe ich zum ersten Mal im e-book „zen to done“ von Leo Babauta gelesen. Er modifiziert darin die GTD Methode von David Allen. Unterbrechungen sind einer der Produktivitätskiller schlecht hin, deshalb auch Punkt 1. Wer sich konzentriert einer Sache und nur einer Sache widmen kann bekommt mehr gebacken als wenn man ständig herausgerissen wird.

  6. Feste Zeitintervalle definieren, um konzentriert an einer Sache arbeiten zu können
    Dieser Punkt geht Hand in Hand mit Punkt 5. Möglicherweise geht es nicht immer, nicht unterbrochen zu werden. Dann sollte man sich feste Zeiten definieren, in denen man nicht gestört werden will. Aus meiner Sicht ist dieser Punkt besonders im Büro mit den Kollegen wichtig.

  7. Nach jedem Arbeitstag Rückschau halten, wo heute Verbesserungspotenzial vorhanden war
    „Feedback is the breakfast of champions“. Auch wenn man es sich selbst gibt. Diesen Punkt, mir selbst Feedback zu geben beherzige ich leider viel zu wenig. Ich denke aber, dass die kurze aber systematische Rückschau mir helfen würde.

  8. Herausfinden/wissen, welche Zeiten die persönlichen Turbozeiten sind, Störungen während dieser Zeit "abschalten" und durcharbeiten
    Auch dieser Punkt hat mir gut gefallen. Aufgaben, die hohe Konzentration oder Kreativität erfordern in die persönlichen Bestzeiten legen und dann Singeltasking betreiben. Während der persönlich unproduktiven Zeit eher Dinge tun, die weniger Konzentration erfordern, wie E-Mails oder Telefonate.

  9. Datenbank mit Textbausteinen für E-Mails und andere Texte
    Damit habe ich kürzlich angefangen. Besonders zur Vorbereitung von Trainings und für Akquisemails kommen bei mir immer wieder die gleichen Themen vor. Warum also nicht eine Datenbank mit Textbausteinen anlegen, die man nur noch abändern braucht.

  10. Andere Fragen, wie es geht
    Man muss das Rad nicht immer neu erfinden! Gestern per Mail reingekommen: Burkhard Heidenberger vom Zeitblueten Blog bietet seine komplette E-Book-Sammlung kostenlos zum Download an.
    Auch da sind sicherlich viele nützliche Tipps dabei.


Im nächsten Artikel wird es um die Top Liste für effektiveres Arbeiten gehen.

Trackbacks

  1. Wege zu höherer persönlicher Arbeitsproduktivität – Tipps für effektiveres Arbeiten

    In Teil 1 dieser Serie, habe ich mich entschlossen die Frage nach der höheren Arbeitsproduktivität in zwei Unterfragen aufzuteilen. Die Frage nach dem effizienteren Arbeiten und die Frage nach dem effektiveren Arbeiten. Was bedeutet diese Unterschei

Kommentare

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  1. Jörg Oyen schreibt:

    Klasse Liste - punkt neun ist so ne Sache - a) Datenbank oder diese b) Textbausteine Expander oder doch c) Outliner Programme oder diese d) Notizschnippselsammelteile?

    In meiner Liste -> http://delicious.com/joerg_Oyen/gtd?sort=date&order=desc habe ich d) mal aussen vor gelassen. Evernote und Co. konnten mich bis jetzt nicht überzeugen.

  2. Florian Rustler schreibt:

    Hallo Jörg,

    Danke für den Hinweis auf Textexpander. Davon hatte ich vorher noch nichts gehört.

    Ich habe meine Textbausteinliste bisher sehr handgestrickt, indem ich für verschiedene Themen Worddokumente anlege.

    Viele Grüße

    Florian

  3. Stefan Scheurer schreibt:

    Guten Morgen Florian!

    Also Datenbank + Textbaustein + Outliner = Wikipad (z. B.)!

    Große Themenbereiche habe ich in Wikipad zusammengefasst.
    Wie heißt es so schön auf der Willkommensseite: WikidPad ist ein Wiki-ähnlichen Notitzbuch für Geschichten, Gedanken, todo-Listen, Kontakte uvm. Und genauso nutze ich es auch, geschäftlich wie privat.
    Das Programm ist open source, freeware, schnell, hierarchisch und relational, portable und empfehlenswert.
    Bilder kannst du verlinken und anzeigen. Die Daten werden in einem einzigen Datenbank-File (sqlite) gespeichert werden.
    Link: http://wikidpad.sourceforge.net/

    Ähnlich (und) interessant ist das Freeware-Programm "sribble Papers".

    Und für die absoluten Randnotizen nutze ich den "Zettelkasten" von Daniel Lüdeke. Dieses Tool dient für mich als Ablage für jegliche Information für die ich noch keine Struktur habe. Mit Hilfe von Schlagworten, Quellenangaben, sonstigen Vermerken und Folgezetteln ist es möglich das Sammelsurium an Informationen und Randnotizen in den Griff zu bekommen. Ich selbst habe bereits 67 Zettel, 260 Schlagwörter, Synonyme und 100 Anhänge gesammelt. Wird eine "kritische Masse" (Anzahl) von Zetteln (Verknüpfungen) erreicht, soll diese Methode der Informationssammlung für Überraschungen sorgen. Bei der Aufarbeitung eines Themas kann es aufgrund der hohen Vernetzungsdichte zu neuen Verknüpfungen bzw. zu neuen Erkenntnissen kommen. Das ganze Programm ist dem echten Zettelkasten des Soziologen Niklas Luhmann nachempfunden.

    Links findust hier: http://stefan-scheurer.blogspot.com/search/label/Post%2021%20%2F%20Softwarehinweis%20Zettelkasten


    mfg Stefan

  4. Florian Rustler schreibt:

    Hi Stefan,

    Dank für die Hinweise. Die Programme sehen interessant aus. Über den Zettelkasten habe ich früher schon einmal auf deinem Blog gelesen. Kennst du das Programm Tiddlywiki: http://www.tiddlywiki.com/

    Damit verwalte ich meine "Zettel" und kann diese ganz flexibel verschlagworten. Was ich daran so gut finde, ist, dass es HTML-basierend ist und somit auf wirklich jedem System läuft. Es gibt auch eine Onlineversion, bei der man sich gar nichts lokal abspeichern muss. So kann man es z.B. mit einem iPhone nutzen ohne irgendeine App installieren zu müssen, die dann nach 2 Jahren zu nichts kompatibel ist.

    Gruß

    Florian

  5. Stefan schreibt:

    Hi Florian,

    Tiddlywiki will ich doch gleich mal testen!

    Gruß Stefan

  6. Andreas Schwartz schreibt:

    Besten dank für den Tool Tipp. Tiddlywiki ist genau das was ich gesucht habe. Jetzt brauch ich nur noch ein Programm gegen Prokrastination, vielleicht sollte ich mich vor dem Monitor fixieren ;-)

  7. Michael schreibt:

    Tolle Zusammenstellung von Tipps! Vor allem den fünften Tipp kann ich nur bestätigen. Wenn man multitasking arbeitet, kommt schnell was durcheinander oder wird nur halb bearbeitet. Für Tipp 9 gibt's sogar ein Thunderbird Addon!

  8. Stefan schreibt:

    Na endlich hat sich mal jemand die Mühe gemacht und hat diese ganzen Tipps aufgeschrieben. Vieles kennt man ja selbst schon. Ich weiß gar nicht wie unglaublich viel Mühe mir Tipp 9 bereits erspart hat. Wenn ich diese herrlichen Textbausteine nicht hätte wäre mir wahrscheinlich schon lange die Finger vom ganzen tippen abgefallen ;-)

  9. Florian Rustler schreibt:

    Bei deiner Tätigkeit glaube ich gerne, dass Textbausteine wichtig für dich sind! :-)

    Gruß

    Florian

  10. ein anderes Wort für schreibt:

    Die Tipps hören sich echt gut und logisch an. Jetzt müssen sie nur noch so toll, klappen, wie es sich hier anhört :-).


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