PPCO – Methode der Ideenbewertung und der Verhaltensrückmeldung

PPCO steht für Pluses, Potentials, Concerns und Overcome Concerns. Die Methode bietet sich an, um eine Idee zu bewerten (negativ und positiv), ohne dabei das Potenzial der Idee zu zerstören oder den Urheber zu demotivieren. PPCO ist außerdem eine Möglichkeit, konstruktiv Rückmeldung zum Verhalten von anderen zu geben und diesen dafür zu öffnen, aber auch, um seine eigene Leistung einzuschätzen.

Viele von uns neigen dazu, erst einmal die Schwachpunkte einer Idee oder einer Leistung heraus zu picken und damit möglicherweise, das Ideenpflänzchen zu zerstören, bevor es richtig aufgeblüht ist. Analog dazu kann dieses Verhalten dazu führen, dass das Gegenüber "zu macht". PPCO beginnt damit, die positiven Punkte zuerst zu nennen.

Die vier schriftlichen Schritte:

Pluses (5 – 7 Stück):
Was gefällt Ihnen an der Idee, am Verhalten? Nennen Sie spezifische Punkte!

Potentials (5 – 7 Stück):
Welche zukünftigen Optionen und Möglichkeiten könnten sich daraus ergeben? Eingeleitet mit Es könnte sein, dass...

Concerns:
Welche Schwierigkeiten und Probleme sehen Sie? Versuchen Sie, diese als offene Fragen zu formulieren: Wie könnte man...?
z.B. Wie könnte man verhindern, dass die Leute nur kurze Zeit auf der Website verweilen?

Overcome Concerns:
Hier pickt man sich die wichtigsten Probleme heraus und versucht nun mindestens 15 Ideen zu generieren, wie man diese Probleme lösen könnte. Die erfolgversprechendsten kann man dann so weiter entwickeln, dass daraus eine konkrete zielführende Handlung ableitbar ist.

Noch eindeutiger wird die Methoden, wenn diese entsprechend visualisiert wird, z.B. so:


Die Methode ähnelt der Denktechnik PMI (Plus, Minus, Interesting), mit der man in kurzer Zeit einen ausgewogenen Überblick zu einem Thema, einer Idee oder Frage erhält. PPCO ist jedoch ausschließlich zu Bewertung gedacht und hat als Besonderheit den Teil Overcome Concerns, wo dezidiert Lösungsvorschläge für Schwachstellen erarbeitet werden. PMI ist im Gegensatz nicht zum Bewerten gedacht, sondern lenkt die Wahrnehmung lediglich, um ein Thema zu scannen.

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Kommentare

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  1. Réka schreibt:

    Auch die Sechs-Hüten-Methode von de Bono oder die Drei-Sessel-Methode von Disney scheinen ähnlich zu sein. Man kann entscheiden, welche einem am besten gefällt, oder vielleicht eine eigene Methode entwickeln. :-)

  2. Florian Rustler schreibt:

    Ich glaube, die Methoden sind insofern ähnlich, als dass die Stühle (Disney-Methode) und die Hüte (de Bono) [http://www.creaffective.de/blog/archives/15-09-2007.html] für unterschiedliche Arten des Denkens stehen.
    Wenn man die beiden Methoden als Einzelmethoden einsetzt ist es meiner Meinung nach so, dass die 6 Hüte umfangreicher sind und vor allem der weiße und rote Hut in der Disney-Methode fehlen.

    Die besondere Stärke entwickeln die 6 Hüte als Teammethode, denn hier handelt es sich dann um paralleles Denken, d.h. alle Leute in einer Gruppe haben zur gleichen Zeit den gleichen Hut auf und wechseln den Hut dann zu gleichen Zeit. So wie ich die Disney-Methode verstanden habe, wird diese für Gruppenprozesse anders eingesetzt. Bestimmte Gruppenmitglieder setzen sich getrennt auf die jeweiligen Stühle.

    Gut ist sicher, wenn man ein möglichst großes Repertoire am Techniken zur Verfügung hat, um diese nach Bedarf einzusetzen.

  3. Réka schreibt:

    De Bonos Methode ist zweifellos verfeinerter. Während Disney seine Methode in erster Linie in der eigenen Arbeit benutzte, entwickelte De Bono als Berater seine.
    Meiner Interpretation nach hat man im Kritikersessel den schwarzen Hut an, im Realistensessel einen blau-weißen und im Träumersessel einen grünen vielleicht mit kleinen gelben und roten Flecken.
    Bei PPCO: Pluses bemerkt man mit dem gelben Hut, Potentials mit dem grünen vielleicht, Concerns mit dem schwarzen. Der Teil „Overcome Concerns“ ist wirklich individuell, vielleicht kann man mit einem gelben Hut solche Lösungen finden.


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