Wissensmangament mit MindManager

In der Vorbereitung für ein Business Mapping Seminar ist mir wieder einmal deutlich geworden, dass viele Nutzer Mind Manager lediglich dazu nutzen, Mind Maps in digitaler Form zu erstellen. Dies hat sich auch in einer Onlineumfrage mit über 1400 MindManager Nutzern herausgestellt, die ich für e-fellows.net durchgeführt habe.
Mind Maps (darunter verstehe ich die mit Papier und Stift erstellten Visualisierungen nach Tony Buzan) sind ein sehr mächtiges Werkzeug zur Visualisierung von Gedanken und Informationen. Mit Papier und Stift erstellt haben diese einige natürliche Beschränkungen (aber auch Vorteile): So kann man diese nicht manipulieren (z.B. bestimmte Zweige ein- oder ausblenden), filtern oder mit anderen Informationsquellen verknüpfen. Genau darin besteht jedoch der größte Unterschied und auch das wirklich über Papier und Stift Hinausgehende! Daher der Name Business Mapping.
Dadurch, dass man von jedem Zweig einer Map Links und Verknüpfungen zu anderen Informationsquellen setzen kann, kann ein Business Map (z.B. mit MindManager erstellt, aber auch mit anderen Programmen erstellt) eine Art Schaltzentrale für das Wissensmanagement werden. Ausgehend von einem Map, kann man Links zu weiteren Maps setzen und von diesen wiederum zu anderen Informationsquellen verlinken; und dies theoretisch über beliebig viele Ebenen (siehe Bild). Dieses Prinzip machen sich all map-basierten Portale zunutze (ein Beispiel ist das Forschungsinformationssystem, über das ich bereits berichtet habe).



Die Möglichkeit mit Maps als Informationsportalen zu arbeiten, verändert die Art und Weise auf digitale Informationen zugreifen grundlegend. Man muss sich nicht mehr durch Startmenüs oder Ordner und Dateistrukturen hangeln, sondern kann alle relevanten Informationen in einem Map sammeln und von dort aus starten.
Den Anfang macht mein so genanntes Startcenter. Dies ist ein Map, von dem aus jedes Arbeiten am Computer beginnt. Von hier aus kann ich alle wichtigen Programme starten, sowie auf weitere wichtige Maps und Websites zugreifen.

Mein Startcenter symbolisiert die erste Ebene der Pyramide. Von dort aus kann ich weitere thematisch geordnete Startcenter öffnen. Z.B. meine GTD-Map und meine beruflichen Maps für creaffective und e-fellows.net. So kann ich fast alles was ich benötige aus den Maps heraus ansteuern und alle wichtige Informationen (z.b. zu einer Tätigkeit oder einem Kunden) in einem entsprechendem Map konzentrieren.

Trackbacks

  1. Dynamisches Business Mapping

    Wolfgang hat in einem Kommentar zu meinem Artikel "Wissensmanagement mit MindManager" eine interessante Diskussion zum Themas Wissensmanagement und PersonalBrain angestoßen. PersonalBrain ist eine Software, die dynamische Business Mapping ermöglicht un

Kommentare

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  1. Harald Schmid schreibt:

    Die Links kann ich alle auch auf dem Desktop ablegen. Wozu sollte ich extra den Mind Manager starten, um Zugriff auf meine Programme zu haben?

  2. Florian Rustler schreibt:

    Ja, du hast recht, du kannst deine Links auch alle auf dem Desktop ablegen.
    Ich denke, die Struktur und die Zugriffsgeschwindigkeit ist dennoch anders, wenn du es als Map machst. Ich habe die Links nicht einfach irgendwie abgelegt, sondern diese ähnlich wie im Startmenü nach gewissen Kriterien sortiert. Ich kann die Zweige ein- und ausklappen etc. Aus meiner Sicht, alles Vorteile, die ich mit einer Ablage auf dem Desktop nicht erreiche.
    Der richtige Mehrwert des Startmaps entsteht in Verbindung mit den anderen Hauptzweigen, also dem Zugriff auf meine wichtigsten Projekt- Maps und Dateien. Sowie dem Hauptzweig mit den Links auf die wichtigsten Websites.
    Ich bin damit wesentlich schneller, als wenn ich über verschiedene Kanäle (File-Explorer und Browser) darauf zugreifen müsste.
    Generell eignet sich so ein Startmap vor allem für Leute, die sowieso viel mit MindManager arbeiten. Sollte dieses Startmap der einzige Grund sein, MindManager zu starten, dann lohnt es sich sicher nicht.

  3. Wolfgang Godlinski schreibt:

    Hallo Florian,
    Erst mal ein Kompliment für Deinen tollen blog. Er enthält viele kreative Ideen und Anregungen.
    Zu dem von Dir angesprochenen Thema Wissensmanagement mit MindManager habe ich festgestellt, dass er was die Verlinkung betrifft zwar sehr flexibel ist, aber doch insgesamt starr wirkt. da immer ein Thema im Mittelpunkt stehen muss und die Verlinkungen sozusagen untergeordnete Informationen zum Hauptthema darstellen. Dies ist dann gut, wenn ich z. Bsp. zu einem Projekt (Hauptthema) Informationen (Untergeordnete Themen) sammele.

    z. Zeit teste ich zusätzlich die Software PersonalBrain von www.thebrain.com. Hier scheint mir mehr die Intuition im Vordergrund zu stehen. Ein weiterer Vorteil ist, dass ich übergreifend über alle Informationen in sehr schneller Geschwindigkeit suchen kann.
    In MindManager geht dies zwar auch, jedoch deutlich langsamer.

    Hierzu würde mich Deine Meinung mal interessieren, falls Du diese Lösung bereits kennst. Insbesondere überlege ich noch mein gesamtes Filesystem darin abzulegen (ca. 5 GB Daten). Sozusagen als intuitives Dokumentensystem in dem zusätzlich weitergehende Gedanken hinzugefügt werden.
    Viele Grüsse

    Wolfgang

  4. Florian Rustler schreibt:

    Hallo Wolfgang,

    du hast recht mit deinen Punkten, dass die MindManager Maps starrer sind als die theBrain Dokumente.
    Ich habe ebenfalls schon mit theBrain gearbeitet, habe mich dann allerdings entschieden, nicht mit zwei Systemen parallel zu arbeiten und bin deshalb beim MindManager geblieben.

    So würde ich die Arbeit mit theBrain einschätzen:

    Positiv:
    - Dynamisch und damit oft komplexitätsreduzierend und übersichtlicher
    - größere "Maps" möglich, aufgrund der anderen Visualisierung
    - gute und einfache Suchfunktion
    - Pin-Funktion
    - Querverweise besser darstellbar

    Negativ:
    - unübersichtliche Darstellung bei vielen Unterzweigen zu einem Punkt
    - kein großes Ganzes sichtbar, dadurch geht die Einordnung in den Gesamtkontext eher verloren, damit ist es meiner Meinung nach zur Wissenvisualisierung teilweise schlechter geeignet.

    Interessant:
    - Als Wissensmanagement System sicher interessant, hier besteht nicht unbedingt die Notwendigkeit alles sehen zu müssen.
    - Intuitiver Zugang zu Wissen und damit verknüpfter Information

    Ich vermute es ist ein sehr hoher Aufwand dein gesamtes File-System darin abzulegen. Hier die Frage: Musst du es ablegen, oder kannst du auch verlinken? Das wäre wohl besser, da du deine Ordnerstruktur behältst, auch für den Fall, dass du irgendwann nicht mehr damit arbeitest.
    Sicherlich benötigt es viel Zeit und sehr viel Disziplin, das alles stimmig darin anzulegen.

    Ich müsste mir das Programm noch einmal genauer auf diesen Aspekt ansehen, worauf ich durch deinen Kommentar jetzt allerdings Lust bekommen habe, um da genauere Aussagen treffen zu können.

  5. Wolfgang Godlinski schreibt:

    Hallo Florian,

    ich kann Dir voll und ganz zustimmen - wir denken da wohl sehr ähnlich/gleich.
    Ich meine nicht, dass nur die eine oder nur die andere Lösung geeignet ist. Sondern, dass sich beide Lösungen wunderbar ergänzen.
    MindManager wegen der besseren Visualisierung eines Sachverhaltes (Farben, Grafiken, usw.) und der vielfältigeren Funktionalität (z.Bsp. Erinnerungen, Filterfunktionen usw.usw.)
    PersonalBrain hingegen genaus so wie Du es beschrieben hast. Als Wissensmanagement - System. Im Gegensatz zu einem reinen Dokumentenverwaltungssystem oder der klassischen hierachischen Windows-Dateiablage hat dies mehrere entscheidende Vorteile. Wichtig (zumindest hilfreich) scheint mir dabei die mögliche Definition von Wissen.
    Wissen = sämtliche Informationen die gespeichert sind an irgendeinem Ort in irgendeiner Form. Damit ergibt sich weiter, dass Wissen = sämtliche Arten von Datein auf meinem PC und im Internet in Websites sein kann. Aber natürlich auch Gedanken die ich noch im Kopf habe und noch nicht auf Papier oder in Dateien verfasst habe.
    In der klassischen Art zu Denken, Wissen zu verwalten muss ich mir zunächst um die Form oder das Format Gedanken machen. Also mit welchem Programm an welchem Ort (PC lokal, Netzwerk, Internet)ich meine Gedanken festhalten will. Erst danach kann ich mich um den Inhalt also um das Ziel/Ergebnis meines Gedankens kümmern.
    Hier scheint mir mit PersonalBrain ein Wechsel möglich, weg von festen Strukturen, Vorgaben hin zur Intuition - so wie es mir auch im Denken leichter fällt.
    Also praktisches Beispiel (um nicht nur abstrakt zu bleiben ;-)): Ich habe einen Gedanken zum Thema "Wissensmanagement" und setze jetzt die relevanten Links auf Websites (z.Bsp. Dein Blog) oder Dateien zum Thema. Gleichzeitig können aber dieselben Dateien/Sites auch für andere Gedanken Relevanz haben. Z.Bsp. weitere Gedanken sind Kreativität oder Gedächtnistraining. Problemlos kann ich so z. Bsp. Deinen Blog (der passt halt so gut ;-)) mit allen Gedanken verknüpfen und sehe gleichzeitig vom Gedanken ausgehend welche Verknüpfungen ein Gedanke oder aber auch die verknüpfte Information (diese ist ja dann wiederum auch einfach ein Gedanke) noch hat. Jetzt will ich neue Gedanken zum Thema verfassen, dann kann ich beim aktiven Gedanken verbleiben und muss nicht den Brain verlassen um die dafür sinnvolle Anwendung zu suchen. Dies geht direkt von PBrain aus.
    Der klassische Weg wäre z. Bsp. Word oder Excel zu öffnen die Information zu verfassen/speichern - danach die Datei zu verlinken.
    Die Grenzen zu MindManager sind hier natürlich sehr fließend.
    Die Abgrenzung wenn Sie denn notwendig ist, mache ich z.Bsp. daran fest, ob ich ein zentrales Thema mit seinen zugehörigen Informationen für mich oder andere visuell ansprechend aufbereiten will. Hier siegt MindManager.

    Als sehr mächtig weil einfach und wirksam finde ich die Suchfunktion über den gesamten "Brain". Stell Dir vor Du willst alle Informationen zu einem Gedanken die Du in den letzten Jahren gesammelt hast in nur 1 Sekunde visuell angezeigt bekommen. Genial.

    Was die Dateiablage also mein Filesystem angeht bin ich mir noch nicht schlüssig, ob ich meine mir bekannte Ordnerstruktur nach und nach auflösen soll (hat sich halt über die Jahre so aufgebaut mit Verzeichnissen und Unterordnern) oder ob ich alles in einen Ordner reinschmeisse und nur noch in PB verlinke zu den Gedanken die es betrifft? Auf einen Rutsch würde ich dies sowieso nicht in das PB ziehen.
    Auch ob die zukünftige Speicherung ausschließlich in PB gemacht wird scheint mir nicht so sinnvoll. Eher die Verlinkung. Sonst ist man sehr von PB abhängig.
    Vermutlich ist eine Kombination aus beidem sinnvoll. Je nach Wissengebiet oder Information.
    Einfaches Beispiel: eine Rechnungsablage macht in PB vermutlich wenig Sinn. Hier scheint mir die klassische Ordnerstruktur sinnvoller.

    Was meinst Du dazu?

    Viele Grüße
    Wolfgang

  6. Florian Rustler schreibt:

    Hi Wolfgang,

    ein paar sehr schöne Gedanken, die du da entwickelt hast. Besonders gut gefällt mir: "In der klassischen Art zu Denken, Wissen zu verwalten muss ich mir zunächst um die Form oder das Format Gedanken machen. Also mit welchem Programm an welchem Ort (PC lokal, Netzwerk, Internet)ich meine Gedanken festhalten will. Erst danach kann ich mich um den Inhalt also um das Ziel/Ergebnis meines Gedankens kümmern."

    Damit hast du sehr recht und ich denke, das ist auch die große Mehrwert von TheBrain. Ich habe gerade gesehen, dass es jetzt bereits eine Beta-Version der Version 4 gibt, die wieder Lust auf mehr macht.

    Bei deinem Filesystem bin ich mir auch nicht sicher, wie man am besten verfahren soll. Theoretisch könnte man alles in einen großen Ordner werfen und über Google-Desktop und TheBrain diese Daten wieder auffinden. Damit könnte man sich das viele Suchen in Ordner sparen.

    Gruß,

    Florian

  7. Stefan Scheurer schreibt:

    Hallo zusammen!

    Also ich selbst arbeite seit einigen Jahren mit dem Programm "freemind" und verwalte damit alle Arten von Bau-Projekten als auch private Dinge. Leider sind die diskutierten Programme mir nur dem Namen nach bekannt.

    Zunächst bin ich erstaunt, dass im Zusammenhang mit den zuvor genannten Programmen so oft über Mind Maps gesprochen wird. Zumal das obige Bild doch eher auf den Charakter eines grafischen Outliners hinweist. Echtes Mindmapping ist doch vernetzt oder?

    Deshalb setzt genau hier weiteres Entwicklungspotenial ein, welches nach meinem Kenntnisstand nicht genutzt wird:
    Die erweiterte Möglichkeit eigenes Wissen zudem zu vernetzt (also wie in einer Mindmap) und darüber hinaus relational, -eben wie in einer Tabellenkalkulation, zu verwalten.
    Es sollte Möglich sein diese Datenbeziehungen in nur einem File zu speichern.
    Zunächst ist Wissen doch relational. Danach entstehen vernetzte Strukturen und zuletzt Hierachien bzw. Prioritäten.

    Outliner haben Vorteile in der analytischen Vorgehensweise oder wenn bereits dem Anwender Strukturen oder Hierachien bekannt sind. Hingegen bei neuen Themen fehlt jegliche Unterstützung.

    Soviel zum Dialog und das ganze mit freundlichen Grüßen

    Stefan

  8. Florian Rustler schreibt:

    Hallo Stefan,

    ich bin mir nicht ganz sicher, was du unter einem grafischen Outliner verstehst.
    Das im Artikel abgebildete Map stellt eine Art Startcenter dar, um schnell auf eine Vielzahl von Informationen zugreifen zu können, unter anderem auch auf andere weitere Maps (siehe den Zweig rechts oben).
    In diesen Maps kann ich Wissensstrukrukturen ablegen und vernetzen. Dort sind die Gedanken einerseits relational abgelegt, andererseits kann man mit Hyperlinks in andere Wissensbereiche vernetzen. Das obige Beispiele ist eine Art Startpunkt, um von dort aus auf diese vernetzten Strukturen zugreifen zu können.

    Viele Grüße

    Florian

  9. Stefan Scheurer schreibt:

    Hallo Florian!
    Unter einem Outliner verstehe ich ein Programm, dass im Grunde genommen Inhaltsverzeichnisse erstellt (siehe Internet und du findest viele wie etwa Tkoutline - version 0.93).

    Themen werden in Unterthemen und diese wiederum in Unter(unter)themen usw. gegliedert. Ähnlich wie der Dateiexplorer Dateiordner und Unterordner erstellen kann. Dies beherrschen wahrscheinlich alle zuvor genannten Programme und das gesamte Speicherabbild gleicht einem Baum dessen Stamm sich in Äste und die wiederum in Zweige teilen; im Grunde genommen eine hierachische Datenbank.

    Aber Wissen erschließt sich nicht hierachisch, -sondern vernetzt. Zwischen den einzelnen Objekten werden im Laufe der Zeit Beziehungen erstellt und erst sehr viel Später Hierachien.
    M.a.W. existieren erst Stichwörter, dann ein Netzwerk und am Ende eine Hierachie. Oder mit anderen Worten der innere Teil deiner Mindmap ist gefestigt und hierachich aber an den Rändern existieren vernetzte (ungewichtete) oder relationalle (Tabellen) Beziehungsmuster.
    Ich bitte dich ganz konkret um eine Mindmpap, erzeugt durch ein von uns favorisiertes Programm, dass in der Mitte eine Baumdarstellung hat und an den Rändern Zweige oder Tabellen oder ein Netzwerk aufweisen kann. Also gezeichnet und keine lokalen Links oder ähnliche Konstrukte.
    Mit freundlichen Grüßen
    Stefan

  10. Wolfgang Godlinski schreibt:

    Hallo Stefan, hallo Florian.
    Ist ja witzig, das nach so vielen Monaten immer noch Kommentare zum Thema kommen.
    Mittlerweile habe ich weiter "gemindet". PersonalBrain hat sich bei mir nicht bewährt, obwohl ich rein optisch die Software toll finde.
    Derzeit fahre ich folgende Strategie für das Wissensmanagement:
    1. für die Dokumentenverwaltung:
    Paper Port von ScanSoft - eine sehr preiswerte Lösung die u. a. den Vorteil bietet meine Dateien auf Dateiebene (also im Windows Explorer) dort zu lassen wo sie sind.
    So behalte ich mir die Unabhängigkeit jederzeit auf ein anderes System umsteigen zu können. Weiter ist die Dateivorschau sehr sinnvoll.
    2. für das Wissensmanagement:
    Lexican oder One Note - beides einfach bedienbare Lösungen die mir ermöglichen Wissen unstrukturiert oder strukturiert einzugeben und auf sehr einfache Weise wieder zu finden. Gleichzeitig sind Verlinkungen auf Dateien oder Windows-Ordner und Websiten bzw. externe Quellen(z. Bsp. Serverlaufwerke, -Dateien) und innerhalb des Wissensgebietes möglich. Im Prinzip so ähnlich wie bei Wikipedia.
    Eine OfflineBlogSoftware wollte ich nicht nehmen, da ich bisher keine Möglichkeit erkannt habe, damit eine Struktur, bzw. Gliederung aufzubauen.
    Mir persönlich ist wichtig, dass ich schnell und einfach Wissen erfassen kann und später strukturieren kann. Weiterhin soll das vorhandene Wissen untereinander verlinkt werden können.
    Zusätzlich bietet es Erleichterung wenn externe auf der Festplatte vorhandene Quellen (Dokumente, Tabelle, usw.) eingebunden werden können und diese dann auch durchsucht werden (z. Bsp. bei Lexican).
    Was in One Note derzeit besser als in Lexican gelöst ist, ist die Möglichkeit Emails zu übernehmen. Dies ist mir wichtig, da in manchen Emails doch viel Wissen enthalten ist, das ich gerne an zentraler Stelle, also in meinem Wissensgebiet, habe.


    Für meine Aufgabenverwaltung, bzw. Planung arbeite ich in Anlehnung des GTD-Systems, mittlerweile aber vollständig in Outlook 2007 das mit der neuen Art Kategorien und Kennzeichenverwaltung sehr viel Komfort bietet. So werden z. Bsp. E-Mails die ein Nachverfolgungskennzeichen erhalten automatisch zu einer Aufgabe. Dadurch spielt es keine Rolle ob ich eine E-Mail oder eine Aufgabe erhalte, bzw. erfasse. Ich habe "automatisch" eine Gesamtsicht aller Aufgaben und zu bearbeitender Emails.
    Folgende Ordner gibt es bei mir: 1.)Termin (mit Unterordnern Jan bis Dez); 2.) ASAP(As soon as possible); 3.) Rückfragen; 4.) Antwort offen; 5.) Delegiert
    als Kategorien: Dann meine Prioritäten. Ich verwende folgende Prioritäten: 1. Ziel und Terminrelevant, 2. Ziel o. Termin, 3. Entlastend und Terminrelevant, 4. Entlastend o. Termin, 5. Delegieren
    weiter gibt es noch Kategorien für die Personen mit denen ich Besprechungen durchführen möchten. Eine Mehrfachvergabe von Kategorien ist möglich.
    Somit kann ich schnell und einfach eine Grobplanung nach Monaten durchführen, sehe jederzeit zu welchen Vorgängen ich noch auf Antwort warte oder Rückfragen habe. Weiss, was ich delegiert habe.
    Die Feinplanung (Was mache ich ds. Woche, morgen oder heute) erfolgt über die Kennzeichen.

    Mindmanager verwende ich u. a. für einzelne Themen, Ideensammlungen, Brainstorming, Präsentationen, Besprechungen vorzubereiten und zu protokollieren.
    Weder für die Wissensverwaltung als auch die Dokumentenverwaltung finde ich es in der 6er Version gut. Bei beiden Verwaltungen kommt es mir darauf an nicht in verschiedenen Dateien (also einzelnen Maps) suchen zu müssen, sondern an beliebiger Stelle nach einem Begriff zu suchen.

    Um auf Dateiebene zu suchen verwende ich zusätzlich noch Copernicus Search.

    Natürlich weiss ich, dass alle Lösungen mehr für den Homeworker, oder Einzelkämpfer sinnvoll sind, für Teamworks in grösseren Unternehmungen sind die genannten Lösungen zu prüfen - hier kommen jedoch vermutlich eher Portale oder ganz andere Ansätze zum Einsatz.

    Viele Grüsse Wolfgang

  11. Florian Rustler schreibt:

    Hallo zusammen,

    auch mich freut es, dass immer noch Kommentare hierzu kommen. Ich werde später noch ausführlich antworten. Tut mir leid, dass die Kommentare nicht sofort angezeigt werden, ich habe die Moderationsfunktion eigentlich deaktiviert, aber ich muss trotzdem jeden einzeln bestätigen.

    Gruß

    Florian

  12. Stefan Scheurer schreibt:

    Hallo Florian,
    Ich dachte immer, dass Begriffe in MindMaps vernetzt sind. Aber wie ich soeben in Wikipedia lesen musste sind MindMaps Baumartig aufgebaut. Deshalb werde ich im folgenden auch den Begriff "MindMap" benutzen obwohl ich in meinem tiefsten Inneren "grafische Outliner" meine.

    Dennoch halte ich meine obige Argumentation aufrecht und bin weiterhin der Auffassung, dass die mir bekannten Programme mein Anliegen im erweiterten Sinne nicht unterstützen. Also "MindMaps" die an der Rändern "KonzeptMaps" oder Tabellen beinhalten.

    Mir ist es bisher gelungen, ähnlich der Kurvendiskussion in der Mathematik, charakteristische Punkte die allen Projekten der Klasse "Tiefbau und Entwurf" gemein sind herauszuarbeiten. Dies beginnt bei der Analyse der Aufgabenstellung, über die verbesserte Aufgabenstellung, der Aufgabenbewältigung oder Lösungsfindung bis zur Bewertung und Umsetzung. Natürlich um ein vielfaches differenzierter als hier beschrieben.

    Jedoch zwischen diesen Meilensteinen oder m.a.W. charakteristischen Punkten des Projekte tauchen insbesondere bei der Lösungsfindung gezwungenermaßen KonzeptMaps oder Tabellen auf.

    Genau hier lässt sich das Projekt eben nicht mehr mit den Möglichkeiten einer MindMap abbilden. Evtl. Verlinkungen zu einer anderen MindMap stellen für mich keine Möglichkeit dar eine neue Idee zu bekommen, sondern gleichen eher einem Hyperlink, -halt eben zu einer anderen MindMap.

    Da aber der Hyperlink "nur" als Wegweiser "vergewaltigt" wird bringt er uns in der Erkenntniss nicht weiter. Vielmehr sollte doch der Hyperlink, der Ausdruck für unser Wissens-, Erkenntniss- oder Ideendefizit ist, das wir versuchen mit diesem Klick zu befriedigen, bildlicher Bestandteil dieses neuen Themas sein. Der Hyperlink ist nicht mehr Bindung sondern Knoten; ist nicht mehr "Rahmen" sondern "Bild". D. h. die Geburtsstunde einer neuen Idee sind invertierte MindMaps. Möglicherweise KonzeptMaps deren Bindungen ebenfalls zu Knoten werden können; wie etwa sehr schön im Programm "cmap" (freeware) demonstriert werden kann. -Aber eben auch nicht ganz perfekt ;-)

    Äffz! Lass ich mal so stehen
    Ciao Stefan

  13. Florian Rustler schreibt:

    ok, ich sehe wir haben uns missverstanden, was wir unter Mind Maps verstehen. Ich verstehe dabei immer die Technik nach Tony Buzan, so wie ich diese auf meiner Homepage beschrieben habe.

    Deine Arbeitsweise und die Umsetzung klingt sehr interessant, ich muss gestehen, dass es für mich nicht einfach ist, mir das genau vorzustellen, ohne die Bilder vor mir zu haben.
    Hättest du den Lust einen Artikel mit Beispielen für dieses Blog zu schreiben? Ich denke, dass ist für andere auch sehr interessant. Oder hast du das vielleicht schon mal wo beschrieben und bebildert?

  14. Stefan Scheurer schreibt:

    Hallo Florian!

    Ja, ich könnte mir schon vorstellen einen Artikel zu schreiben

    mfg Stefan

  15. Florian Rustler schreibt:

    Hallo Wolfgang,

    ich sehe schon, du nutzt ein sehr sehr augefeiltes System.
    OneNote wollte ich schon lange einmal ausprobieren, habe es bis jetzt aber immer noch nicht gemacht.

    Auch ich nutze Getting Things Done, einmal innerhalb meines E-Mailprogramms Thunderbird und außerdem habe ich ein filterbares GTD-Map in MindManger wo alles andere hineinwandert. Dazu habe ich auch schon zwei Aritkel auf diesem Blog geschrieben.
    Ich halte mich bis jetzt an die von David Allen beschriebenen Standardcontainer, also next steps, maybe, referenz und waiting for, sowie natürlich den Kalender und den Mülleimer :-)

    Wissensmanagement verwalte ich über Mind Manager, wo ich mir meine Controll-Maps anlege, ähnlich wie das Bild im obigen Post. Wissen aus Büchern etc. überführe ich natürlich auch in Mind Maps, hier nun meistens mittels iMindMap (auch dazu habe ich schon gepostet.


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