Die Mind Mapping Regeln – Teil 3 (Ende)
Im dritten und letzten Teil möchte ich mir einen Aspekt genauer ansehen, den man unter dem Stichwort Grafik zusammenfassen könnte.
Wie man bereits an den auf diesem Blog gezeigten Mind Maps sieht, enthalten diese zahlreiche Elemente wie:
- Farben
- Symbole
- Bilder
- Verbindungspfeile
- Rahmen
All diese Elemente muss man nicht verwenden, kann man aber - und sie machen einen guten Teil der Wirkung von Mind Maps aus! Diese grafischen Bestandteile bieten für das Gehirn zusätzliche Zugänge und Möglichkeiten, Informationen abzuspeichern und ermöglichen es, Informationen auf einem Mind Map in hoch verdichteter Form abzulegen.

Durch den Einsatz dieser Elemente kann man Informationen kodieren, die man – würde man ausschließlich Text verwenden – in vielen Wörtern umschreiben müsste. (So wie ich es bei diesem Post gerade mache)
Anstelle zu schreiben: Ich habe mehr Zeit [durch gutes Zeitmanagement] kann man beim Mind Mapping einfach nur Zeit schreiben und einen Pfeil nach oben dazu zeichnen, was bedeutet, dass die Zeit mehr wird.
Farben
Farben kann man dazu einsetzen, unterschiedliche Themen von einander abzugrenzen, oder einfach nur ein Unterscheidungsmerkmal zu bieten. Man kann aber auch eine konkrete Bedeutung mit einer Farbe verknüpfen. So könnte ich bei einem Mind Map, in dem ich Vor- und Nachteile gegenüberstelle, die Vorteile in grün und die Nachteile in schwarz darstellen.
Symbole
Symbole sind wie Icons am Computer kleine Zeichnungen, die immer wieder kehren und immer die gleiche Bedeutung haben. Man kann sie verwenden, um zusätzliche Informationen auszudrücken. Vorteil der Symbole ist, dass diese sofort ins Auge springen und der Inhalt eines Mind Maps so schneller verarbeitet werden kann. Außerdem stellen Symbole einen zusätzlichen Kanal für unser Gehirn dar, Informationen abzuspeichern. Es empfiehlt sich, sich ein persönliches Set an Symbolen zu schaffen (siehe Bild 2). Wichtig ist lediglich, dass Sie selbst – als Erschaffer der Symbole – mit diesen arbeiten können.
Bilder
Bilder sind im Gegensatz zu Symbolen einzigartige Zeichnungen, mit deren Hilfe man ganz einfache Dinge ausdrücken kann, aber auch hoch komplexe Zusammenhänge. Ein Bild sagt mehr als Tausend Worte! Man kann sehr sehr viele Informationen in ein Bild packen, dadurch wird es möglich, Inhalte sehr komprimiert auf einem Mind Map abzuspeichern. Bilder haben den weiteren Vorteil, dass sie sehr einprägsam sind und man diese sehr gut behalten kann. Betrachtet man ein Mind Map nach längerer Zeit wieder, werden einem als erstes die Bilder ins Auge springen und Assoziationen auslösen. Auch das Mind Map als Ganzes stellt eine Art Bild dar, zumindest dann, wenn man das Mind Map gezeichnet hat (siehe dazu den Unterschied zum Business Mapping), das sich gut einprägen lässt. Ehemalige Seminarteilnehmer, die Mind Maps zum Lernen eingesetzt haben, berichten immer wieder, dass sie in der Prüfung das Map wie ein Bild vor dem inneren Auge vor sich hatten. Eine weitere Erfahrung aus den Seminaren ist die, dass viele Leute glauben, sie könnten nicht zeichnen oder bräuchten keine Bilder. Die Bilder müssen nicht kompliziert sein und auch nicht im Museum hängen, auch mit ganz einfachen Skizzen kann man viel ausdrücken. Die Kraft, die Bilder haben merkt man vor allem dann, wenn man nach einiger Zeit wieder mit einem Mind Map arbeitet.
Verbindungspfeile
Pfeile kann man verwenden, um Zusammenhänge und Verbindungen deutlich zu machen. Ich empfehle, damit etwas sparsamer umzugehen, da ein Mind Map sonst schnell mit zu vielen Pfeilen überfrachtet werden kann. Wenn Verbindungspfeile gezeichnet werden, dann sollten diese niemals durch bestehende Zweige hindurch gezeichnet werden, sondern immer außen herum (siehe Bild 1)
Rahmen
Rahmen kann man verwenden, um einzelne Zweige (mit Unterzweigen) innerhalb des Maps noch einmal besonders hervorzuheben. Beim Betrachten des Maps stechen die Zweige, die eingerahmt wurden wieder besonders ins Auge.
Weitere Informationen


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