Mapping-basierte Navigation im Forschungsinformationssystem (FIS)

Ein Beispiel, wie Mapping-basiertes Wissensmanagement aussehen kann zeigt das Forschungsinformaitonssystem (FIS). Das FIS ist ein vom Bundesministerium für Verkehr, Bau und Stadtentwicklung (BMVBS) mitinitiiertes Projekt, das aktuelle Forschungsergebnisse der Themen Mobilität, Verkehr, Städtebau, Raumentwicklung und Wohnungswesen navigierbar macht. Bereits in 2006 habe ich mich mit einem der Mitentwickler dieses Projekts unterhalten: Das Problem einer komplexen Datenbank zu diesen Themen ist es, das ganze Wissen auch für Nichtspezialisten irgendwie handhabbar zu machen, ohne dass der Anwender davon erschlagen wird und ohne dass es einen Spezialisten braucht, um das System zu bedienen.
Der Weg den das FIS nun geht, ist es, die erste explorative Navigation in die Themen mittels Wissens-Maps zu ermöglichen. Der Benutzer klickt sich zuerst durch eine Reihe von Themenmaps, bis er an einen Punkt gelangt, wo dann ausführliche Fachartikel auftauchen.
Diese Themenmaps basieren auf MindManager 4 generierten Maps, die dann als Bilder exportiert wurden und mit klickbaren Imagemaps versehen wurden.
Den gesamten Navigationsprozess sieht man in Bild 1. Eine Demotour durch das System kann über die Projektwebsite heruntergeladen werden.


Ich finde das einen interessanten Einsatz der Mapping-Visualisierung. Der Anwender muss keine besonderen Kenntnisse mitbringen, im Gegenteil, die Maps sollen gerade das Navigieren erleichtern. Der Benutzer benötigt auch keine spezielle Software, alle Maps werden als Bilddateien dargestellt.

Wer über eine Mapping-Software verfügt, kann sein Wissensmanagement mithilfe dieser Programme betreiben. Ich persönlich arbeite sehr viel mit verlinkten MindManager Dateien. Aus jedem Map weisen eine Vielzahl von Links zu anderen Maps (siehe Bild 2) und/oder zu anderen Dokumenten wie z.B. Worddateien etc.
Ausgangspunkt bildet ein Startmap, dass ich Controllcenter nenne, von dem aus ich starte sobald ich meinen Computer anschalte. Von diesem Map kann ich meine wichtigen auf dem Computer installierten Programme aufrufen, als auch Maps meiner bisher gelesenen Bücher etc.

Trackbacks

  1. Wissensmangament mit MindManager

    In der Vorbereitung für ein Business Mapping Seminar ist mir wieder einmal deutlich geworden, dass viele Nutzer Mind Manager lediglich dazu nutzen, Mind Maps in digitaler Form zu erstellen. Dies hat sich auch in einer Onlineumfrage mit über 1400 MindMan

Kommentare

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  1. Andreas Weinberger schreibt:

    Servus Florian,

    am Montag hatte ich ein interessantes Gespräch zum Thema "Navigation in Informationslagern", wobei es hier im speziellen um die Navigation meiner Gesprächspartnerin in einem von uns gemeinsam genutzen Vereinswiki ging.

    Fazit daraus war (für mich nix Neues), dass es verschiedene Typen von Menschen gibt denen man anscheinend ganz unterschiedliche Navigationsmittel anbieten sollte.

    Die Anwenderin kennt sich mittlerweile selbst sehr gut, weil sie sich damit beschäftigt hat wie sie denkt und arbeitet. Sie hat dabei festgestellt, dass sie am Besten über eine starre Einstiegsstruktur (analog Buch-Inhaltsverzeichnis) zu Inhalten findet aber sofort ein Problem hat, wenn mehrere Wege zum Ziel führen (Multi-Map, Register) oder das Ganze gleich "chaotisch" abläuft (MindMap, Tag-Wolke).

    Meine Idee dazu war, 4 unterschiedliche Navigationsstrukturen "vor" die Inhalte zu setzen - mir ist allerdings nicht klar, ob es solche Systeme, die das evtl. teilautomatisch bauen könnten schon gibt.

  2. Florian Rustler schreibt:

    Hallo Andreas,

    mir fällt im Moment auch kein System ein, dass diese unterschiedlichen Navigationsstrukturen erstellen kann.
    Welche vier Typen von Navigation meist du genau? Map, Inhaltsverzeichnis, Tag-Wolke?
    Mit Mind Manager lassen sich immerhin Websites exportieren, dabei kann man ein Überlicksmap und eine Gliederungsansicht erstellen, vielleicht ist das ein erster Schritt? Trotzdem bedeutet das Ganze einiges an Arbeit, da man das Imagemap im Überblickmap soweit ich weiß selbst erstellen muss.

  3. Andreas Weinberger schreibt:

    In dem Gespräch kam ich auf:

    - Map (entspricht praktisch dem Inhaltsverzeichnis, nur in radialer Form ohne Anfang und Ende)
    - Inhaltsverzeichnis (entspricht der Map, allerdings halt klassische Listenform)
    - Baum bzw. Pyramide (im Endeffekt auch wieder das gleiche wie Map und Liste)
    - Tag-Wolke

    aber eigentlich gibt es da noch viel mehr und evtl. macht es eher Sinn sich zu überlegen, welche Eigenschaften denn für die Leute wichtig sind:

    - Leserichtung (von-oben-nach-unten, von-links-nach-rechts, im Kreis herum, ...)
    - ein Weg oder verschiedene Wege
    - Querverbindungen oder verbindungslos

    und wenn ich es mir richtig überlege bieten Bücher teilweise genau das an: Inhaltsverzeichnis, Register, Abbildungen samt Abbildungsverzeichnis...

    Mal schauen ob ich nächsten Samstag in Köln mit Frank Schütz und Christopher Meil zu diesem Thema neue Erkenntnisse finde.

  4. Andreas Lercher schreibt:

    Da fällt mir spontan das Knowledge Visualization Framework
    nach Dr. Burkhard ein. Burkhard unterteilt die Darstellung von Wissen nach 4 Typen: Functiontype, Knowledgetype, Recipientype, Visualizationtype.

    Ich habe davon mal nen Business Map gemacht, damit wird sehr gut ersichtlich für wen ich welche Informationen wie aufbereiten kann :-)

    Die Map kann ich gerne an Florian mailen, oder hier selbst runterladen: http://lerchertrain.at/uploads/media/Reduktion_Wesentliche.zip

  5. Florian Rustler schreibt:

    Danke Andreas für diesen Hinweis


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