Ein Jahr creaffective Blog

Heute vor genau einem Jahr habe ich den ersten Post veröffentlicht. Nach dem ersten Jahr ist es Zeit, einmal zurück zu blicken und eine Zwischenbilanz zu ziehen.
Damals habe ich drei Gründe genannt, warum ich blogge:


  • Kontakt zu Kunden, Praktikern und Interessierten
  • Interessante Inhalte vermitteln
  • Die Lust zu schreiben


Wie sieht es ein Jahr danach damit aus?

Kontakt zu Kunden, Praktikern und Interessierten.
Diese Motivation und auch gleichzeitig Ziel des Blogs hat sich einerseits nicht so erreichen lassen, wie ich mir das vorgestellt habe, andererseits habe ich anderes erreicht, von dem ich damals noch nichts geahnt habe. Das zeigt wiedermal, dass man nicht so viel planen sollte.
Von ehemaligen Seminarteilnehmern erhalte ich vereinzelt Rückmeldung, dass Sie das Blog lesen. Die meisten kommen über das creaffecitve Ressourcencenter im Kundenbereich der creaffecitve Website. Der Austausch in Form von Kommentaren auf dem Weblog, den ich mir erhofft hatte, ist nicht zustande gekommen! Die meisten Menschen lesen Blogs, kommentieren diese aber nicht. Schade, aber so ist es. Außerdem muss ich auch eingestehen, dass mein "typischer" Seminarteilnehmer (oder zumindest viele davon) kein "typischer" Blogleser ist, oft nicht einmal weiß, was ein Blog ist.
Und hier habe ich viel dazu gelernt und sehr bereichernde Erfahrungen gemacht. Durch das Bloggen habe ich Kontakt zu anderen Bloggern erhalten. Hoch interessante und aktive Menschen, von denen ich einige auch schon persönlich treffen durfte! Die meisten bloggen zu ähnlichen Themen, deshalb stößt man wohl irgendwann zwangsläufig aufeinander. Hier habe ich viele neue Anregungen bekommen und lerne jeden Tag dazu.

Interessante Inhalte
Hier hoffe ich, meinem Anspruch gerecht geworden zu sein. Sehr spannend ist es oft zu sehen, dass zu Posts zu denen ich es nicht erwartet hätte, viele Kommentare kommen, während bei anderen, zu denen ich mir Kommentare erhofft habe, die große Kommentarflaute herrscht.
Während des letzten Jahres habe ich 83 Artikel verfasst, die meisten davon in der Kategorie Methoden / Techniken, hauptsächlich zu den Themen Mind Mapping, Business Mapping und Denkwerkzeugen und den Ereignissen im Denkclub München.
Es haben sich 129 Kommentare angesammelt, von denen 50 von mir selbst kamen, da ich auf Leserkommentare geantwortet habe. Vielleicht ist es doch gar nicht so schlecht, dass nicht jeder Leser auch kommentiert :-)
Seit Ende Januar 2007 ist der Blogcounter aktiv und misst die Besucher (gezählte Visitors) auf der Seite. Diese sind kontinuierlich angestiegen auf zuletzt knapp 2700 im Monat November. Man merkt, ich schreibe ein Nischenblog.

Die Lust zu schreiben
Ist nach wie vor in hohem Maße vorhanden. Die ursprünglich geplante Zahl von zwei Artikel pro Woche konnte ich nicht halten, da ich meine Posts relativ lang sind und ich einfach nicht mehr schaffe und die Leser vermutlich auch nicht mehr verdauen können.


Ein Ausblick
Ein Themen- und Artikelplan gibt es nicht. Das meiste ergibt sich spontan. Geplant habe ich allerdings noch einige Interviews mit kreativen Köpfen, sofern ich diese für ein Interview gewinnen kann. Hier war das Highlight im letzten Jahr das Interview mit Tony Buzan, dem Erfinder des Mind Mapping.
Ich werde weiterhin versuchen, interessante Artikel zu finden und freue mich immer auf Anregungen, Kommentare und viele neue interessante Kontakte!

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Kommentare

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  1. Hans Hartmann schreibt:

    Du hast ein sehr ansprechendes und qualitativ hochstehendes Blog. Wenn man nicht gerade zu den "berühmten" Leuten ala Kathy Sierra oder Brian Marick etc. gehört, ist hohes Niveau dem Erreichen hoher Kommentarzahlen hinderlich.
    Ich habe vor wenigen Tagen mein gesamtes Blog offline gestellt, da ich folgende Erfahrungen (ganz ähnlich deinen) gemacht habe: dort, wo ich Kommentare - auch von meinen Stammlesern - erwartet hätte, kam nichts. Je nichtiger das Thema war, desto größer war die Kommentarfrequenz. Von den Statistiken her habe ich in zwei Jahren über 40000 Besuche, 100000 page hits und einige Male ein Top-Ranking für ein paar Stunden erreicht. Ich habe mir dann den Spass gemacht und bewusst Themen für ein Top-Ranking aufbereitet: reißerischer Titel und die Themen Emanzipation oder generell Zwischenmenschliches. Das, wo halt jeder mit zu reden können glaubt.
    Ich werde ein neues Blog starten mit den zwei Hauptthemen Musik und Informatik und denke, dass ich sonst so eine Art Rundbrief starten werde.
    Das hat aber noch zu warten, bis ich ein bisschen mehr Zeit erübrigen kann. Ich möchte mich dann ein bisschen PLONE widmen.
    Du hast in deiner Zusammenfassung ja bereits erwähnt, dass vielleicht nicht das Geplante entstanden ist, sondern etwas anderes. Das ist doch ein ganz erfreuliches Ergebnis. Bloggen ist eine Form der Kommunikation und da ist es wohl zu erwarten, dass etwas anderes zurückkommt. Sonst wären die Aussagen rhetorisch und demagogisch. Da könnte man sich genauso gut selbst antworten:)
    Ich hoffe, dass es dir gut geht und dass Du auch das Blog weiterführst, es sei denn, Du gibst es nicht aus Frustration auf sondern weil Du etwas noch besseres nachfolgen lässt.
    Alles Gute und schöne Weihnachtsgrüße, falls wir uns davor nicht mehr schreiben sollten.

  2. Florian Rustler schreibt:

    Danke, Hans für deinen Kommentar. Es freut mich, dass du die Qualität der Inhalte hochwertig findest. Damit habe ich ein wichtiges Ziel erreicht.
    Ich denke, man sollte sich wohl nicht zu viele Gedanken über ausbleibende Kommentare machen, sondern einfach das schreiben, was man für richtig und wichtig erachtet. Zumindest macht es dann mehr Freude. Wenn es dazu Rückmeldung gibt, umso schöner. Ich muss gestehen, dass ich selbst selbst in der Situation bin, dass ich viele Blogs (Tendenz steigend) beobachte und überfliege, aber mir nicht die Zeit nehmen kann, mich ausführlich damit zu beschäftigen und zu kommentieren.
    Ich möchte auf alle Fälle weiter machen, da mir das Blog auch hilft, Themen, die mich beschäftigen niederzuschreiben und damit zu durchdenken und damit weiter Informations- und Aufklärungsarbeit zu Denk- und Arbeitstechnik zu leisten.
    Ich bin gespannt auf dein neues Blog, wenn es deine Zeit erlaubt.

  3. Andreas Weinberger schreibt:

    Servus Florian,

    alleine die Tatsache dass dieses Posting mich aus der Kommentar-Schweigsamkeit" der letzten Monate reisst ist ein Zeichen für sich. Fühle dich also gebauchpinselt, du bist mir heute diese Zeit wert.

    Ich kann deine Gedanken nur zu gut nachvollziehen, da ich mir über die Kommentierungs-"Faulheit" schon länger Gedanken mache und auch schon geraume Zeit nach Lösungsansätzen suche.

    Ganz nebenbei beobachte ich auch mein eigenes Kommentierverhalten und den starken Rückgang in den letzten Monaten.

    Das Stichwort ist "fehlendes Feedback" und dementsprechend ein dauerndes latentes Unwohlsein und die peinigenden Fragen wie "Liest überhaupt jemand mit?", "Was denken die Leser über das was ich schreibe?", "Erzähle ich hier Blödsinn?", usw. usw..

    Und von daher bin ich der Meinung, dass Feedbackmechanismen wie z.B. ein ganz einfaches Bewertungssystem (dem gebe ich jetzt ein Sternchen) und differenziertere technische Rückmeldungen "den Beitrag hat jetzt ein Mensch (aufmerksam) gelesen" hier sehr hilfreich sein könnten.

    Ich lese übrigens dein Blog weiterhin und hab auch nicht aufgehört es zu lesen. Allerdings habe ich meinen kompletten Infoflow den geänderten Rahmenbedingungen angepasst, da ja die verfügbaren Zeitfenster erheblich kleiner wurden. So habe ich alleine durch den notwendigen Umstieg vom Zug aufs Auto im Monat gut 30-40 Stunden gut nutzbare Teil-Online-Zeit durch Hörbuch-Hören ersetzt.

    Aktuell steht die nächste Info-/Workflow-Umstellung an und die ist richtig spannend, da ich die komplette Infrastruktur (werde vollmobil) samt der Kollegen tausche. Ich bin jetzt schon gespannt, wie mein Ablauf dann aussehen und funktionieren wird und wieviel Zeit dann für´s kommentieren oder sogar wieder für´s Bloggen übrig bleiben wird.

    Viele Grüße

    Andreas


    Viele Grüße

    Andreas

  4. Florian Rustler schreibt:

    Hallo Andreas,

    deinen Vorschlag mit dem Bewertungssystem finde ich sehr gut, ich habe mich in der Vergangenheit schon einmal umgesehen, allerdings für mein Serendipity-System nichts gefunden. Mal sehen, vielleicht hat es sich geändert.
    Ich freue mich weiter von dir zu hören und vermisse ein wenig die Blogdiskussion über unseren beiden Blogs!
    Ich gespannt, welche Einsichten deine neue Tätigkeit bringt und wie du diese weitergeben kannst.

    Viele Grüße

    Florian

  5. Christian Henner-Fehr schreibt:

    Herzlichen Glückwunsch zu den ersten 365 Blogtagen, Florian. Ich lese schon seit längerer Zeit die Beiträge in Deinem Blog und finde immer wieder interessante Anregungen. Danke dafür!

    Die Gedanken, die Du Dir zu Deinem Blog machst, kommen mir sehr bekannt vor. Ich blogge jetzt auch ca. ein Jahr und das wie Du in einer Nische, in der viele nicht wissen, was ein Blog ist.

    Ich habe die Erfahrung gemacht, dass sich viele nicht trauen, ihre Meinungen so öffentlich zu kommunizieren. Daher versuche ich gar nicht, die Zahl der Kommentare zu pushen, sondern kommuniziere auf vielen anderen Wegen über das, was ich so schreibe.

    Und so merke ich, dass ich durchaus wahrgenommen werde. Wahrscheinlich geht es Dir ähnlich.

    Ein Punkt, der mir noch wichtig ist: Ich blogge auch ganz stark für mich selbst. Mein Blog ist mein Notizblock, in dem ich Dinge aufschreibe, die mich interessieren und aus denen ich dann später Seminare "zusammenbaue".

    Weiterhin viel Spaß und Erfolg beim Bloggen!

  6. Florian Rustler schreibt:

    Hallo Christian,

    schön, dass du dich meldest! Bis jetzt wusste ich nichts von deinem Blog, ich habe es gerade schon an eine Bekannte empfohlen, die speziell zu deinem Thema immer Informationen sucht.

    Auch bei mir spielt das Blog als Mittel um Dinge für mich selbst zu verarbeiten oder niederzuschreiben eine große Rolle, so wie ich es auch damals in meinem Eröffnungspost geschrieben habe. Noch schöner ist es dann, wenn man mit anderen interessierten in einen Austausch gerät.
    Auch dir weiterhin viel Erfolg und viel Spaß beim Schreiben und Lesen.

    Viele Grüße

    Florian

  7. Christian Henner-Fehr schreibt:

    danke für die Empfehlung. ;-)


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